Frage von Staubiii, 100

Wirkung von Heroin im Vergleich zu Methadon?

Was hat Heroin für Wirkungen, die Methadon nicht hat?

Antwort
von Patrickson, 80

Es wird oft behauptet, methadon mache weniger "euphorisch" wie heroin, was nicht stimmt, es kommt nur auf die dosis drauf an. Methadon hat eine viel längere Halbwertszeit wie heroin, dh es wirkt viel länger. Deshalb reicht meist eine dosis pro tag, wärend dem heroin nach 2-4 stunden kaum mehr wirkung zeigt, also häufiger eingenommen werden muss. Der körperliche Entzug von heroin ist wesentlich kürzer 1-2 wochen, ein methadonentzug, kalter entzug, kann locker 1 Monat dauern. Methadon anstatt heroin ärztlich abzugeben ist vorallem auch ein politisch-sozialer entscheid, da heroin ein reizwort ist. 

Kommentar von o0bellaAnna0o ,

Ich kenne auch Leute, die ganz offen sagen, dass sie immer sofort “rückfällig“ werden, um weiter im Methadon-Programm zu bleiben, weil die Wirkung die gleiche ist, aber die Beschaffung natürlich viel angenehmer...

Kommentar von Patrickson ,

Da hast du völlig recht mit deiner Beobachtung. Allerdings ists nicht einfach nur bequemer, sondern auch gesünder und der Patient ist besser unter ärztlicher Kontrolle. Metadonabgabe mindert für den Süchtigen den Beschaffungsstress. Methadon kann man nicht einfach absetzen, da kommt nach 1-2 Tagen der Entzug, klar das jemand dabei "rückfällig wird. Der Methadonentzug wird von vielen Süchtigen als wesentlich schlimmer, wie der Heroinentzug beschrieben, vorallem die extrem lange Dauer, 1 Monat locker, macht total mürbe: 1 Monat durch die Hölle! Je nach dosis und länge der abhängigkeit. In der Schweiz gibt man unter anderem deshalb schon seit einiger Zeit auch heroin statt methadon ärztlich ab. 

Kommentar von o0bellaAnna0o ,

Ich wüsste nicht, was an Methadon gesünder sein soll, abgesehen vom hygienischen Aspekt? Es ist doch nur sinnvoll, weil so die Beschaffungskriminalität eingedämmt werden kann, dachte ich?

Kommentar von Patrickson ,

Mit gesünder meine ich nicht gesund! Die anderen Aspekte, welche ich erwähnt habe, sind jedoch auch wichtig.

Antwort
von Methaman1982, 39

Also ich nehme seit 16 Jahren Methadonam Tag 11 ml sind 110 mg. Heroin nahm ich höchstens 3-4 Jahre dann wollte ich davon weck Kosten zu hoch dazu Kriminalität usw. jetzt möchte ich auf höre da mir mein neuer Arzt nicht mehr als 11 ml gegen möchte.Vom Methadon weck zu kommen ist mit das schlimmste was es gibt kenne 4 Freunde die es packten 3 auf Entgiftungstationen die andere schaffte es alleine war aber sehr schlimm. Methadon setzt sich an allen Opiat-Rezeptoren fest im Gehirn im Rückenmark im Magen und wenn diese Rezeptoren immer weniger bekommen machen sie auf sich extrem aufmerksam leider mit stärkster Unruhe ,Durchfall Beine die man nie zu Ruhe bekommt ständig muss man sie bewegen schmerzen im Rückenmark wo sich das Methadon gut abgesetzt hat alle brauchten nach dem sie auf null waren noch 1-2 Jahre wo einfach zwischen durch plötzlich Unruhe,Gähnen starkes Schwitzen kalt/heiß im Körper hin und her schwanken sie meinten die Abstände werden aber immer länger und länger und das ist es was mir Mut macht aber wie gesagt um so höher die Dosis und um so länger die Einnahme um so schwerer und um so länger.

Antwort
von john201050, 44

keine, es wirkt nur viel länger.

so reicht es aus die patienten 1x am tag zu versorgen und sie können den rest des tages ganz normal leben.

dafür ist ein methadon entzug auch viel länger als ein heroin entzug. und damit schlimmer. dass man den abhängigen so wenig wahl in ihrem substitutionswirkstoff lässt, ist eine politische sache. so muss man den konservativen stammtischsäufern nicht erklären, wieso es gut ist abhängige mit heroin zu versorgen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community