Frage von MuttiSagt, 21

Wirkt sich eine Krankengeldaussteuerung auf Verletztengeld aus?

Ist es kompliziert mein Fall. Also ich hatte vor zwei Jahren ein Berufsunfall ( anerkannt) mit einen Hüftschaden, der aber zum Zeitpunkt des Unfalls noch nicht operationsbedürftig war. In der Zwischenzeit hatte ich eine Schulteroperation, die übel verlaufen ist, mein Krankengeld ist bald zu Ende! In der Zwischenzeit meldete sich die Hüfte aber gewaltig! Dummerweise vergaß ich einmal, dass das ja ein BG Sache ist und holte mir vom Doc ( Kasse) eine Spritze ab. Soweit so gut nur die Krankenkasse hat, in diesem Fall berechtigt, die Hüfte nun mit als hinzugekommene Krankheit mit geblockt. Was ja nicht schlimm ist ( so dachte ich ja bisher) da ich im Falle einer Operation ( die bald ansteht ) ja Verletztengeld von der BG erhalte, also ein ganz anderer Topf und Berufsunfälle werden gar nicht in die Blockfrist genommen. Dachte ich. Aber nun bin ich gerade unsicher ob das stimmt.

Antwort
von Lumbago666, 11

Bei nahtloser AU - Also einem Übergang von Krankengeld auf Verletztengeld (und umgekehrt) beginnt keine neue 78-Wochenfrist. Maßgeblich ist das Datum des Beginns der Arbeitsunfähigkeit.

Genaue Begründung siehe BSG, Urteil vom 8. 11. 2005 – B 1 KR 33/03 R (betrifft den umgekehrten Fall KG>VG.

Das Verletztengeld wird ebenfalls nur 78 Wochen lang gezahlt (vgl. § 46 Abs. 3 S. 2 Nr.  3 SGB VII).

Amb. Behandlungen (Spritze verabreichen), evtl. ein Medikament (Spritze selbst) findet keine Berücksichtigung bei er Frage, ob Verletztengeldanspruch oder Krankengeldanspruch besteht. Der KG-Sachbearbeiter sieht diese nicht einmal, es sei denn, die Diagnose würde auf der AU-Bescheinigung auftauchen.

Kommentar von MuttiSagt ,

Ja, ok danke das leuchtet ein! Anders wäre vermutlich gewesen, er hätte 1-2 Wochen gearbeitet

Kommentar von Lumbago666 ,

Da reicht ein Tag.

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