Habe gehört, besonders die Diagnose nach TCM wäre für eine gute Akkupunktur wesentlich. Stimmt das?

Wie Du vielleicht weißt, ist TCM ganzheitlich aufgebaut. Wenn Du also z. B. wegen Rückenschmerzen eine Akupunktur bekommen sollst, dann behandelt und therapiert TCM nach der Anamnese "mehr" als nur Deine Rückenschmerzen. Akupunktur sollte dann nur Teil der Therapie sein. Darüber hinaus bekommst Du noch Kräutertränklein etc. (jedenfalls bei der klassischen TCM). Das ist natürlich aufwändiger und teurer (nicht alles zahlt die Kasse).
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, zur Schmerzbehandlung wg. FMS hatte ich einmal Akupunktur im Rahmen der TCM und einmal bei einer (deutschen) Schmerztherapeutin. Bei den Chinesen verspürte ich eine Wirkung, die eine ganze Weile anhielt. Die "deutsche" isolierte Akupunktur war bei mir wirkungslos.
Aber sicherlich darf man eine solche Erkenntnis nicht verallgemeinern.
Natürlich. Einfach drauf los akkupunktieren würde doch auch keinen Sinn machen. Ein guter/seriöser Therapeut wird zuerst eine sogenannte Erst-Anamnese mit Dir durchführen, in der er versucht auf verschiedene Art&Weise an die Ursachen deines Problems heranzukommen. Erst dann kann man mit der eigentlichen Akupunktur beginnen, die die Disharmonien im Körper wieder versucht auszugleichen, das stagnierte "Qi" (die Lebensenergie)wieder ins fliessen zu bringen. Achte gut drauf zu wem du gehst, es gibt unter den Therapeuten grosse Qualitätsunterschiede. Es reicht nicht wenn einer mal grade einen schnellen Wochenendkurs in Akupunktur absolviert hat - es sollte jemand erfahrenes sein, der sich sehr gut auskennt und sich Zeit für dich nimmt. Viel Glück und viel Erfolg!!