Frage von Osholives, 125

Wirklich Schizophrenie ich will von vorne anfangen?

Ich war in zwei verschiedenen Kliniken und beide haben mir die Diagnose Schizophrenie gegeben. ( Paranoide Schizophrenie) Mein letzter stationärer Aufenthalt war einige Monate entfernt. Ich war in beiden Kliniken jeweils für 4 Monate, insgesamt 8 Monate. Meine kreisenden Gedanken gehen einfach nicht weg. Ich habe kein Bezug zu ihnen. Also ich habe keine Angst vor irgendetwas, aber ohne es kontrollieren zu können sind die kreisenden Gedanken ganz oben in meinem Bewusstsein verankert. Das schlimme ist das die kreisenden Gedanken den ganzen Tag da sind, also 24 Stunden. Alle Tabletten die ich bekam (das waren einige) halfen kein Stück. Ich habe keine Lebensfreude und keine Lust mehr mein sozialen Kontakt aufrecht zu erhalten. Immer wenn ich mit meinen Freunden draußen oder in der Disko war machte es mir keinen Spaß. Da ich nur im Kopf abgelenkt war. So wie meine Freunde und Familie sagen, sehen die kein Stück das es mir sehr schlecht geht. Wenn ich meiner Familie keine Aussagen getätigt hätte, das es mir schlecht geht würden die auch nichts von meinem Zustand wissen. Die würden denken das bei mir alles normal läuft. Ich kann einfach nicht mehr, jeden Tag habe ich die Hoffnung das es besser wird und ich ein normales Leben wieder führen kann. Quasi ein Neuanfang. Verbucht hatte ich schon einige ambulante Arztbesuche nach meiner letzten Entlassung aus der stationären Psychiatrie. Alle Arztgespräche halfen nicht. Ich hatte schon soviel unternommen: Ambulante Termine, 2 stationäre, regelmäßig Tabletten usw. aber nichts half. Kann ich weiter hoffen das mein Zustand sich verbessern wird oder muss ich mit dem Gedanken leben wahrlichst bis zu meinem Lebendsende in der Hölle auf Erde zu leben. "Nur" weil ich mich etwas Unterdruck setzte (Beruflich) muss ich dafür mit so etwas büßen. Daraus gelernt habe ich, man sollte alles etwas entspannter sehen, da die ganze Aufregung eh nur zu nichts bringt ( Außer schlimmsten falls zu psychischen Krankheiten). Aber es bringt mir derzeit nichts daraus gelernt zu haben, da obwohl ich mich von allem lösen möchte, funktioniert es einfach nicht. Ohne mein Zutun das heißt ohne das ich bewusst über die Gedankengänge nachdenke, sind sie trotzdem stets da. So wie eine Automatisierung ohne pause und ohne "Stoppknopf". Eure Meinung zu der angesprochenen Thematik interessiert mich sehr. Danke für jede qualitative Antwort.

Antwort
von christ1235, 54

Hallo:)

Manchmal kann es helfen Tagebuch zu schreiben, dann ordnet man die Gedanken. Aber ich habe noch ein Rat der mir immer hilft, egal welche Sorgen oder Probleme ich habe. Ich bete zu Jesus und lese in der Bibel. Du denkst bestimmt jetzt -was hat es damit zu tun?- sehr viel. Gott der dich geschaffen hat weiß ganz genau wie du dich fühlst, und Er kennt dich ganz genau, er kennt jeden Gedanken, und er sieht das du Hilfe brauchst. Er möchte dir auch helfen, aber du musst zu Ihm kommen, im glauben, im Gebet. Nicht das Vater Unser, sondern ganz normal wie du mit jeden Menschen sprechen würdest, erzähle es Jesus.

Er hat mal gesagt: -Kommt her ZU MIR , alle die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch Ruhe geben. (Matt.11:28, Die Bibel)

Ich wünsche dir alles Gute!

Antwort
von Smudo1284, 81

nimmst du momentan tabletten ( psychopharmaka )?

vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn du dich medikamentös richtig einstellen lassen würdest, falls es jetzt nicht der fall ist.

die medikamente könnten dir helfen, dass die gedanken weggehen.

und wenn man richtig eingestellt ist, behindern einen die tabletten im alltag und im leben nicht, das dauert aber paar monate wahrscheinlich, wenn man z.b. hochdosiert aus einer klinik kommt und dann wieder richtig eingestellt ist.


Kommentar von Osholives ,

Ich nehme keine Tabletten, da ich so lange 8 Monate in der stationären so wie weitere Monate Ambulant Tabletten verschrieben bekam. So viele Umstellungen, aber nichts half.  Darum habe ich die Hoffnung mit Tabletten die Gedanken unterdrücken zu können aufgegeben.

Kommentar von Smudo1284 ,

du darfst nicht aufgeben, ich vermute, dass du nur mit tabletten die gedanken erstmal unterdrücken könntest.

und wenn man irgendwann wie gesagt richtig eingestellt ist, fühlt man sich ganz normal, man nimmt eben nur seine medis und fühlt sich nicht zugeklatscht, hat keine gedanken und ist sonst recht normal.

und wenn man erstmal dann 2 jahre oder etwas länger richtig eingestellt ist und alles ist super, kann man ja überlegen, die medikamente auch wieder ausschleichen zu lassen und es ohne zu versuchen, geht es einem wieder schlechter, würde ich es wieder mit medis versuchen, dann geht es eben nicht anders.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community