Frage von FlouuFlouu, 367

Wirklich Humanmedizin studieren?

Hallo miteinander (: Ich mache dieses Jahr mein Abi und war bis vor kurzem noch relativ sicher, dass ich danach Humanmedizin studieren möchte. Mittlerweile bin ich mir aber total unsicher. Zum Einen würde ich sowieso nicht direkt einen Studienplatz bekommen (zumindest nicht in Deutschland), d.h. ich müsste entweder warten oder nach Österreich. Das wäre allerdings das kleinste Problem. Ich habe eher Zweifel in Bezug auf die Freizeit als Ärztin (falls ich das Studium überhaupt schaffen sollte). Ich möchte nicht nur für meinen Beruf leben, sondern eine Familie haben (die ich nicht nur ganz selten sehe) und außerdem möchte ich mir später endlich den Traum vom eigenen Pferd erfüllen, wofür ja auch viel Zeit drauf geht. Deswegen sehe ich da für das Medizinstudium schwarz. Mich würde der Beruf und natürlich auch das Studium total interessieren, aber was nützt mir das, wenn ich später nicht glücklich werde, weil ich praktisch nur im Krankenhaus lebe? Ist das als selbstständiger bzw. niedergelassener Arzt vielleicht anders? Hat man dann mehr Freizeit? Aber da würde dann wahrscheinlich das Gegenargument sein, dass so eine eigene Praxis extrem teuer ist (außer man übernimmt eine von einem Arzt in Rente), oder? Ist hier vielleicht jemand Arzt oder studiert Humanmedizin und kann mir helfen? Was sind eure Erfahrungen? Ich habe ehrlich gesagt auch keine Alternative zum Humanmedizinstudium 🙈 Medizinische Ausbildungsberufe interessieren mich zwar grundsätzlich schon auch, aber da ich ja sowieso mein Abitur dann hoffentlich habe, würde ich schon gerne studieren. Außerdem habe ich Angst, dass ich als Krankenpflegerin o.ä. kein eigenes Pferd bzw. generell mein ganzes Leben nicht finanzieren könnte. Ich hätte am Monatsende nämlich schon gerne noch Geld übrig und möchte nicht immer alles genau berechnen müssen um überhaupt durch den Monat zu kommen. Tut mir Leid für den ewig langen Text, aber ich bin momentan echt ratlos und hoffe ihr könnt mir helfen. Lg

Antwort
von Negreira, 277

Man kann nicht alles haben, das Glück, den Sonnenschein....

Nur wenige Menschen können sich in ihrem Leben alles das leisten und wahr werden lassen, was sie sich wünschen. Irgendetwas geht immer schief.

Du mußt Deine Prioritäten setzen. Mach erst mal Dein Abi und sieh nach Deiner Note. Wenn sie so bescheiden ausfällt, daß ein so anstrengendes Studium fast unter den Tisch fällt, ist es sowieso entschieden. Ein guiter Notendurchschnitt allein macht es ja nicht. Deine Kenntnisse in Bio, Physik und auch Mathe müssen überdurchschnittlich sein, ein Medizinstudium braucht Deine volle Kraft. Da von vorneherein zu sagen, daß Du dies und das nicht willst, macht Dich nur unglücklich. und Du wirst das Studium nicht schaffen.

Ich kenne Leute, die haben Pferde, und sind Altenpfleger und Bürokauffrauen. Dafür fahren sie ein altes Auto und haben keine Kinder. Werde Dir darüber klar, was Dir wichtiger ist, und dann überleg alles andere.

Antwort
von Barbdoc, 248

Ich vermisse bei dir die Begeisterung und Hingabe für einen Beruf der unendlich viel geben kann. Du hast keinen Grund genannt, warum du dich dafür interessierst. Du würdest mehr arbeiten, als du dir als Abiturientin oder Studentin jemals hättest vorstellen können. Überleg dir vor allem, warum du diesen Beruf wählen willst. Der Weg für die nächsten Jahre wird hart, und für die folgenden Jahre wird es nicht leichter. Du mußt schon mit ganzem Herzen davon überzeugt sein, daß das der richtige Beruf für dich ist. Wenn dir Freizeit und Hobbies so sehr wichtig sind, dann solltest du was anderes wählen.

Antwort
von laura100101, 139

die antworten bisher waren ja wirklich abschreckend. darum meine meinung (7. semester medizin): wenn dich das fach interessiert, dann mach das studium. es ist quatsch, dass du damit zwangsläufig dein komplettes leben aufgeben musst. das studium selbst ist fordernd, aber auch wahnsinnig interessant, und wenn man drin ist im lernen hat man auch genügend zeit für freunde, nebenjob, hobbys. über das arbeitsleben kann ich dir noch nicht viel sagen, mein tipp: wenn du eh noch auf einen studienplatz warten musst, mach praktika, rede mit den ärzten und frage die direkt. wenn du sehr viel wert auf geregelte arbeitszeiten legst, gibt es immer noch genug zweige: arbeitsmedizin, anästhesie, strahlenmedizin. mit den jahren merkst du, was dir spaß macht und wie du arbeiten und leben willst. hausärzte sind ja heiß begehrt, wenn du später viel zeit mit deinem pferd verbringen willst: wie wärs mit einer landarztpraxis? pferd nebenan, in manchen bundesländern wirst du mit kusshand empfangen und die praxis wird dir bezahlt, die arbeitszeiten kannst du dir frei aussuchen. das große geld machst du damit nicht, aber immer noch mehr als genug zum gut leben und mit mehr lebensqualität als ständigen überstunden im krankenhaus. wenn du ärztin werden willst und bis dahin nicht aufgibst- denn bis zum facharzt braucht es wirklich einige anstrengende jahre, und auch an ein paar jahren krankenhaus mit allem verbundenen stress kommt man nicht vorbei- gibt es hinterher unendlich viele möglichkeiten, und jeder findet seine nische, denke ich. also lass dich nicht entmutigen, informiere dich, nutze die zeit bis zum studium und behalte dein ziel im auge. alles gute!

Antwort
von Gothictraum, 241

mit eigener Praxis hat man noch weniger Zeit, da du dort noch mehr da sein musst als,im Krankenhaus.

Meine Empfehlung wenn du mit in eine Große Praxis einsteigst als Ärztin

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