Nach Aussagen des Arztes helfen bei einem Harnwegsinfekt mit "Pseudomonas"-Bakterien nur Antibiotika, die per Infusion verabreicht werden! Stimmt das, oder gibt es da noch Alternativen?
du glaubst deinem arzt nicht und fragst hier laien? hol dir eine 2.ärztliche meinung ein bitte
Grundsätzlich sollte bei jedem Infekt nach Kenntnis des Erregers ein Antibiogramm erstellt werden. Dies beantwortet dann, in welcher Weise ein Antibiotikum zugeführt werden kann.
Um eine gute Antwort geben zu koennen, muesste man den Erreger kennen (manche sind unempfindliche gegen viele herkoemmliche Antibiotika) und das vorgeschlagene Antibiotikum (manche gibt es nicht als Pillen, nur als Infusion or Spritze).
Langzeitlich, wuerde ich auf die Staerkung des Immunsystems zielen, mit gesuenderer Kost, viel Bewegung und pflanzlichen Aubaustoffen.
Alles Gute!
Alexa Fleckenstein M.D., Aerztin, Autorin.

pseudomonas aeruginosa ist ein sogenannter problemkeim, dem nur mit speziellen antibiotika beizukommen ist:
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Klinische Bedeutung :
Die Gattung ist klinisch besonders wichtig, weil die Mehrheit ihrer Mitglieder Resistenzen gegen Antibiotika aufweist. Außerdem sind sie fähig, bei höherer Zelldichte Biofilme (Schleime) zu bilden, die sie gegen Fresszellen und Antibiotika schützen. Während Bakterien der Gattung Pseudomonas bei Menschen mit intaktem Immunsystem selten Krankheiten verursachen, können sie bei Patienten, deren Immunsystem bereits geschwächt ist (beispielsweise in Krankenhäusern, sogenannte Hospitalismuskeime), die Infektion von Wunden, Atem- und Harnwegen, Lungenentzündung sowie Sepsis und Herzerkrankungen verursachen. Wundinfektionen durch P. aeruginosa zeichnen sich durch ihre blau-grüne Färbung und ihren süßlich-aromatischen Geruch aus. Besonders gefährdet sind Patienten mit der Erbkrankheit Cystische Fibrose (Mukoviszidose), bei denen Lungenentzündungen durch Pseudomonas die häufigste Todesursache ist.
Zur Therapie eignen sich Acylaminopenicilline wie Azlocillin und Piperacillin, Cephalosporine ab der dritten Generation (insbesondere Ceftazidim und Cefepim), neuere Fluorchinolone sowie Carbapeneme.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pseudomonas
die hier namentlich aufgeführten antibiotika werden ausschließlich parenteral also intravenös oder intramuskulär zugeführt.
darüber hinaus hat eine intravenöse gabe stets den vorteil, daß man die letztendlich im blut vorliegende konzentration des antibiotikums viel besser steuern kann, als es bei oraler anwendung der fall wäre, wo die resorption im darm nicht immer konstant ist. ist insofern schon ratsam um beispielsweise weiteren resistenzen vorzubeugen.
Um es mal ganz einfach auf einen Nenner zu bringen, es gibt halt Antibiotika, welche es nur in flüssiger Form zum infundieren gibt.