Wird vor einer Hüft TEP nochmal die Knochensubstanz untersucht?

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3 Antworten

Hallo,

Hüftendoprothetik ist ein weites Feld, in dem man viele technische Möglichkeiten hat. Selbst für Osteoporosepatienten gibt es Möglichkeiten, stabile TEPs einzubauen und mit einer entsprechenden Begleittherapie gute Ergebnisse zu erzielen.

Vor diesem zugegeben großen, heftigen Eingriff wird man immer beraten und auch voruntersucht. Ein "Ups, das geht ja gar nicht" auf dem OP-Tisch kann man sich da eigentlich nicht leisten.

Es ist empfehlenswert, Kliniken zu vergleichen und als "kritischer" TEP-Kandidat eher ein Haus mit orthopädischem/endoprothethischem Schwerpunkt zu wählen als eine Klinik, wo vielleicht nur 2-3 mal die Woche TEPs gemacht werden.

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Kommentar von lobster3221
27.06.2016, 18:59

Kann man da im Internet gute Kliniken finden oder vergleichen?

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Mein Mann hat innerhalb von 3 Jahren 2 künstliche Hüften eingesetzt bekommen. Er hatte vor der 1. OP solche Schmerzen, dass er nur noch im rechten Winkel laufen konnte. Heut ist er froh, dass er wieder laufen, Fahrrad fahren und sein Leben wieder genießen kann. Keine Angst, es kann nur besser werden.

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Auf jeden Fall wird nach drei Jahren nochmals genau untersucht, wie fortgeschritten die Erkrankung inzwischen ist. Da würde man jetzt nicht einfach so losoperieren, ohne sich über den genauen Stand der Erkrankung zu informieren. Das wäre ja Fahrlässig, wenn dann bei der OP etwas passiert.

Erfahrungen zeigen, dass man sich nicht zu lange mit starken Schmerzen im Hüft- und Kniebereich herumquälen sollte. Je länger sich der Mensch an diese Schmerzen gewöhnt, um so größer ist die Gefahr, dass man sich durch eine Schonhaltung weitere Gelenkerkrankungen zuzieht, bzw. die Gegenseite ebenfalls behandlungsbedürftig wird. So zieht eine Hüftoperation häufig auf der Gegenseite auch noch eine OP nach sich, wenn man zu lange wartet. Die Belastung der Gegenseite ist ja enorm, weil man sich automatisch angewöhnt, die betroffene Seite zu schonen.

Außerdem dauert die Rehabilitation nur um so länger, je länger man im Vorfeld der OP schon mit Schmerzen herumgelaufen ist.

Es bringt letztendlich nichts, vor einer solchen Operation davonzulaufen. Besser werden die Symptome durch Ignorieren nicht.

Aber wie gesagt .... natürlich werden da jetzt nochmal komplett neue Bilder (d.h. in Form von Röntgen, CT oder MRT) gemacht. In drei Jahren kann enorm viel passiert sein.

Ich wünsche Dir alles Gute, vor allem auch für die anstehende OP und die Zeit der folgenden Genesung.


P.S.: Ach ja ... und bitte erspare Dir den Anblick von Operations-Videos. Die machen einem Laien wirklich nur unnötige Angst!!!

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