Wir leben seit 13 Jahren mit unserem Pflegesohn Michael (15) zusammen. Er besucht eine Schule für soziale und emotionale Förderung. Wir lieben und wir schätzen ihn, aber was er jetzt gemacht hat, macht uns Angst. Er hat in den Ferien im Internet einem Klassenkameraden Prügel angekündigt und das mit Ansage im Klassenzimmer durchgezogen. Die herbei eilenden Lehrer brachten sie auseinander, ein Lehrer wurde leicht verletzt, den Jungs ist nichts passiert. Die beiden wurden 10 Tage von der Schule suspendiert, dann folgt eine Klassenkonferenz. In einem langen Gespräch erfuhren wir, dass sein Klassenkamerad ihn seit Monaten beleidigt und ihn außerhalb der Schule mit einer Schere angegriffen hat. Er hat bewusst in der Schwachstelle Michaels gebohrt (unerwiderte Liebe). Michael hätte bislang immer nur Schläge angedroht, um ihn einzuschüchtern. Doch die Beleidigungen gingen immer weiter. Nach einem " fetten Hurensohn" im Klassenzimmer wollte er es ihm ein für alle Mal geben. Es wäre ihm egal, wenn ihm die Tat schadet. Michael hat schon immer gern mit Waffen gespielt. Er hat 5 Stunden Bildschirmzeit (PC und TV) pro Tag und spielt auch Ballerspiele. Bislang war ich der Meinung, dass kontrolliertes Ausleben besser ist, als striktes Verbot. Bis zur Klassenkonferenz, hat er PC und TV Verbot und muss um 18 Uhr zu Hause sein. Er findet die Strafe ungerecht, da ja nichts passiert sei. Was tun
Moin! Ich bin zwar weiblich, aber in meiner Schulzeit habe ich ähnliches erlebt. Ich konnte damals nicht im Internet ankündigen (gab es noch nicht) aber ich habe mich nach fortgesetzten Beleidigungen, Anspucken, Treten, usw. gewehrt. Ok, es ist kein Lehrer verletzt worden und auch der andere Schüler hat keine Verletzungen davon getragen, aber es gab eben eine Revance. Ich bin aber deshalb nicht zum Amokläufer geworden. Vielleicht sollte man vernünftig mit dem jungen Mann sprechen. Sich seine Gefühle anhören. Und natürlich auch den anderen Jungen fragen, warum er ihn so beleidigt. Nimm die Sache ernst, aber mach dir nicht zu viele Sorgen!

ich denke das war eine ganz normale Reaktion für einen Jungen in seinem Alter, zwar nicht Richtig weil man mit Gewalt keine Probleme löst aber zumindest ganz offen hat er gezeigt was er empfindet.Die Amokläufer das sind die Verkappten die alles hinter verschlossenen Türen machen und einem keinen Einblick in ihr Seelenleben gewähren, die sind weit aus gefährlicher...
wim50 am 26. April 2009 13:27 Du bekommst mal ein DH.
Joschy0907 am 26. April 2009 13:28 dankeschön...
Man, was haben jetzt alle mit Amokläufen?! Schulhofkeile gab es schon immer und wird es immer geben... Die Perspektivlosigkeit der Jugend ist viel kritischer als ein möglicher Amoklauf dessen Wahrscheinlichkeit im Promillebereich liegt; meine Meinung...
hast recht

wirklich fachkundige Hilfe zu Rate ziehen
Wegen einer Prügellei? Übertrieben.
sowas passiert an jeder schule mindestens 10 mal am tag. 5 stunden bildschirmzeitam tag find ich viel zu viel. maximal 2.

Ich würde auf den Jungen mehr acht geben und versuchen mit ihm viel zu reden. Was er gemcht hat, klingt eigentlich nach einem normalen Verhalten

Also, dass Kinder, die systematisch von Mitschülern gequält und gegängelt weden, mal zurückhauen - sich wehren - heisst nicht, dass aus dem Opfer unbedingt ein Amokläufer wird. Nein, ich glaube eher, dass diese sog. Amokläufer alles im Stillen durchziehen - und niemals die Personen selbst vorwarnen - und mit Prügel drohen. Und Ballerspiele machen viele Jugendliche ohne jemals kriminell zu werden. So ein striktes Verbot macht den Jungen wahrscheinlich eher aggressiv. Ich würde so ein Mittelding versuchen. Der andere Junge war ja wohl nicht ganz so unschuldig an dieser Sache. Diese Amokläufer denke ich, können sowas gar nciht - sie können sich nur mit Schußwaffen zur Wehr setzen. Ausserdem sollte jetzt nicht jeder, wegen dieses Falles - hinter jedem auffälligen Kind einen Amokläufer vermuten.

Das können wir hier nicht beurteilen, da wir Deinen Sohn nicht kennen. Ich würde aber mal die Kirche im Dorf lassen. "Hunde die bellen, beißen nicht", so heisst es. Und eine kleine Schulschlägerei hat noch niemanden umgebracht...

Ich erinnere mich an 2 Klassenkameraden (Onkel + Neffe), die mich zusammen auf dem Schulweg immer ordentlich gepiesakt haben. Irgend wann habe ich dann mal meine Tasche an den Straßenrand gestellt und sie haben beide eine ordentliche Tracht bekommen. Damit war ein für allemal Ruhe. So löst man das als Schüler, früher war das so.
Wenn die Geschichte so ist, wir sie hier dargestellt wurde, kann ich seine Reaktion nachvollziehen. Amokläufe zeichnen sich IMHO durch undifferenzierte Wut auf andere (alle) aus. Dies scheint mir hier nicht der Fall zu sein. Dem Geprügelten sei gesagt: "Selber Schuld"
PS: Ich würde das Kind jetzt auch nicht mit dem Bade ausschütten. Jemanden der eigentlich "normal" ist, psychische Probleme einzureden, muß auch nicht sein.
Vorausegesetzt er hat sich nur gegen ständige Beleidigungen zur Wehr gesetzt, würde ich ihm die Hand schütteln. Man muß sich nicht alles gefallen lassen. Und besser jetzt ein Exempel statuieren - den ärgert keiner mehr - als irgendwann wirklich durchzudrehen.

Die Reaktion deines Sohnes war völlig normal. Wegen einer Prügelei im Klassenzimmer wird kein Mesnch zum Amokläufer (die ja sowieso anscheinend eher zu den Stillen Soziopathen gehören). Ansonsten benötigt dein Sohn wohl mehr normale Kontakte, 5 (Wo ist hier eine Möglichkeit mein Entsetzen auszudrücken???) FÜNF Stunden Online jeden Tag ist wirklich krankhaft für einen Jugendlichen und auch für Erwachsene (es sei denn ihre tatsächliche Arbeit findet am PC statt).
Verbieten meine ich damit nicht, sondern die PC-ZEit beschränken und dafür Sorge tragen das der Sohn normale Kontakte findet, sei es Sportverein oder etwas Ähnliches oder was auch immer.
Die Prügelei würde ich nicht überbewerten, die ist altersgerecht unter "Normal" einzustufen.
Saahira

Laß ihn "Kampfsportarten" probieren. Dort lernt er auch, mit Aggressionen umzugehen. "Starke" Jungens brauchen keine Gewalt.
Verschaff' ihm sotiale Kontakte und eine Mitgliedschaft in einem Sportverein ;)

also ... das ist eine dumme situatiuon ich würde einen Psychologen aufsuchen aber halt alles mit ihm besprechen oderso..

Da kommt man selber nicht mehr so 100%ig klar mit der Situation, da helfen eher Fachleute!
ich finde den Jungendlichen heute zu tage kann man gar nichts mehr verbieten, die hören sowieso nicht auf eltern und Erwachsenen.... schwierige situation...
ich wüsste jetzt auch nicht weiter

5 Stunden in den er pro tag sich gewalttaten abgucken kann? von vorne rein viel zu viel.. sofort kürzen und ihm erklären warum ballerspiele nicht gut sind.. von wegen verrohung etc..

wenn ihr um seine probleme wisst..warumist der nicht schon längst in psychologischer Behandlung??Ich denke es geht heute in den Schulen knallhart zu.Ich hätte mir auch mal die Eltern von dem anderen Jungen gegriffen.Da scheint ja auch was nicht zu stimmen(angrff mit ner Schere).und mit eurem Michael würde ich zum Psychologen und zwar im stechschritt.Jugendamt usw ich würde alles in Bewegung setzen.ich würde auch sorge haben.....grade heutzutage
wenn dein sohn diese schule besucht, ist es ein leichtes für dich bei einer konferenz die lehrer auf dieses defizit hinzuweisen (sollten die etwas übersehen haben) und in weiterer folge mit deinem sohn daran arbeiten...wie er sich in zukunft verhalten könnte, ohne dass er sich selbst und anderen schadet... etc...
ICH bin der meihnung das es zwar sicher nicht sinnig sein kann wenn ein kind nur vor dem pc oder tv sitzt, aber heute ist das das lieblingsalibi unserer gesellschaft.5 stunden finde ich ein bißchen viel aber ich würde sehen wie ich die ursache für den ausbruch zu fassen bekomme. er hat es aus irgenteinen grund nicht geschafft mit euch darüber zu reden bevor die situsation eskaliert ist,setzt da an !

also gleich darauf zu schließen, er könne ein amokläufer werden, finde ich ziemlich übertrieben. ich verstehe seine reaktion, auch wenn es nicht richtig war. vielleicht solltest du ihm die ballerspiel-zeit etwas kürzen. je nachdem welche er spielt: achtet auf die fsk!! auch sollte sein medienkonsum ein wenig eingeschränkt werden. in medien findet man so viel gewalt, das können sich labile kinder schnell als vorbild nehmen. redet öfter mit ihm, was in der schule vorgefallen ist etc. und erklärt ihm, dass er, wenn was ist, mit den lehrern reden soll.