Frage von KKatalka, 63

Würde meine Tochter gerufen werden, wenn es Krieg gäbe?

Es geht um meine Tochter. Sie hatte ihre Ausbildung in der Bundeswehr gemacht. Inzwischen Hat sie viele Körperliche Leiden, wie Rheuma, Gicht uvm..

Habe Angst davor das sie nun in trotzdem antreten muss? Mein Mann meinte, wenn man einmal da war müsste man Abrufbereit sein. Ist da was dran?

Falls ja, trifft es sie dann auch, trotz körperlichen Problemen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BarbaraAndree, 63

"Die Wehrpflichtigen unterliegen der Wehrüberwachung (§ 24 WPflG). Diese endet bei Offizieren mit Ablauf des Jahres, in dem sie das 60., bei Unteroffizieren, in dem sie das 45., und bei Mannschaften sowie ungedienten Wehrpflichtigen, in dem sie das 32. Lebensjahr vollenden. Die Zusätze „a. D.“ bzw. „d. R.“ dürfen trotzdem weitergeführt werden. Ehemalige Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit unterliegen der Dienstleistungsüberwachung (§ 77 SG). Für sie gelten teilweise abweichende Fristen."

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Reserve_%28Milit%C3%A4rwesen%29

Die Angst deines Mannes halte ich persönlich zur Zeit für völlig unbegründet. Und für den Fall einer Mobilfachung, was sich zur Zeit überhaupt nicht abzeichnet, und deine Tochter aufgefordert wird, sich an einem bestimmten Standort einzufinden, gibt es nach den Jahren ihres letzten Einsatzes sicher noch die Möglichkeit festzustellen, ob deine Tochter gesundheitlich überhaupt noch den Erfordernissen gerecht wird.
Nur jetzt keine Panik bekommen.

Antwort
von schiz0, 56

Ist sie denn Berufssoldat? Oder ist sie nicht mehr bei der Bundeswehr angestellt?

**Mein Mann meinte, wenn man einmal da war müsste man Abrufbereit sein. Ist da was dran?**

Also ich kenne niemanden aus meinem Bekanntenkreis der seine Wehrpflicht abgeleistet hat und zu einem Einsatz gerufen wurde. Du musst schon bei der Bundeswehr sein ( Berufssoldat ) das die dich zu einem Einsatz schicken können.

Anders ist das denke ich wenn Deutschland direkt angegriffen werden würde. Früher gabs mal sowas wie Reservetruppen (alle die mal beim Bund waren und in die Reserve übernommen wurden), die müßten dann wohl auch hier vor Ort ran. In wie weit das heute aber noch so ist, kann ich nicht sagen.



Kommentar von KKatalka ,

Sie hatte nur die Ausbildung dort gemacht mit dem Ziel irgendwann Polizistin zu werden. Als das nicht so funktioniert hatte wie sie es wollte, hat sie eine Umschulung gemacht!

vielen dank für deine Antwort :)

Kommentar von ponter ,

Sie hatte nur die Ausbildung dort gemacht

Hat sie eine Berufsausbildung im militärischen oder zivilen Bereich absolviert?

Antwort
von grubenschmalz, 43

Theoretisch ist das möglich, ja. Das wusste sie aber auch vorher. Falls dein Mann noch keine 65 ist und bei der Bundeswehr war, gilt das für ihn auch.

Antwort
von Hamburger02, 15

Nur, wenn es eine allgemeine Genaralmobilmachung gäbe. Die gäbe es aber nur bei einem großen klassischen Krieg, der weit und breit nicht in Sicht ist. Die Russen dürften uns kaum überfallen wollen.

Antwort
von Otilie1, 41

krank ist krank - da werden sie deine tochter wohl nicht aktiv brauchen können. aber mal langsam - es herrscht kein krieg

Kommentar von KKatalka ,

Lieben Dank für deine Antwort :) 

Na ja, habe gelesen das Deutschland mit Frankreich in den Krieg zieht!? Kann aber auch sein das ich da was Falsch Verstanden habe :/  

Kommentar von Otilie1 ,

hier zieht keiner in den krieg, auch frankreich nicht - er geht nur gegen den is vor wegen der anschläge

Kommentar von KKatalka ,

Danke, das Beruhigt mich sehr :)

Kommentar von Hamburger02 ,

Du hörst schon richtig, da fällt öfters das Wort Krieg. Das ist aber zunächst reine Rethorik und keine juristische Feststellung. Man spricht ja z.B. auch von Nachbarschaftskrieg, ohne damit einen Krieg im Sinne des Völkerrechts zu meinen.

Sollte doch einmal der Kriegszustand durch den Bundestag beschlossen werden, was aber nicht passieren wird, wird die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt und dann wäre nicht  deine Tochter dran sondern alle jungen Männer, da es für Frauen keine Wehrpflicht gibt.

Antwort
von Toredo, 6

Wenn Deutschland angegriffen wird, kann das passieren. Aber glaub mir, dann bist du froh über jeden der dein Zuhause verteidigt.

Antwort
von Kanatar, 56

Damit Reservisten eingezogen werden muss schon eiiges passiert sein. 2001 wurden ja auch keine eingezogen.

Abgesehen davon denke ich sie wäre mit Rheuma und Gicht Dienstuntauglich.

Darüber würde ich mir keine Sorgen machen.

Antwort
von TomMike001, 8

Wenn sie Soldatin gewesen ist und eine Einplanung als Reservistin vorliegt, dann sollte sie sich aufgrund der gesundheitlichen Probleme ausmustern lassen. Ist beim Karrierecenter der Bundeswehr (früher Kreiswehrersatzamt) zu erfragen bzw. zu beantragen.

Hat sie eine rein zivile Ausbildung als reine Zivilbedienstete der Bundeswehr gemacht, ist da sowieso nichts zu befürchten, da sie dann nicht auf eine militärische Stelle beordert also eingeplant ist. Allerdings Ausnahmen bestätigen immer die Regel.

Also anfragen und beantragen.

Antwort
von Akecheta, 54

Auch nach Afghanistan wurden nur aktive Berufssoldaten geschickt und das auch nur freiwillig. Hier und da gab es allerdings Berichte, dass der Freiwilligkeit auch mal mit "guten" Worten nachgeholfen wurde. Reservisten würden die nur einberufen, wenn es sich um einen echten Verteidigungsfall handeln würde und da interessieren einen kleinere Krankheiten dann nicht mehr. Wenn es dann überhaupt noch etwas zum Verteidigen gibt.


Kommentar von grubenschmalz ,

In Afghanistan waren auch zig freiwillig Wehrdienstleistende und auch Reservisten (aber freiwillig)

Kommentar von Apfelkind1986 ,

Man kann sich freiwillig für Einsätze melden, dennoch wird man in den Einsatz befohlen und kann sich dann kaum dagegen wehren, wenn man keine Haftstrafe oder das Ende der Karriere riskieren möchte.

Polizisten können nicht nach Afghanistan befohlen werden, Soldaten schon.

Antwort
von Fennek4x4, 17

Niemand der Rheuma,Gicht u.v.m. hat wird in einen Einsatz geschickt, das sollte Ihnen Ihr gesunder Menschenverstand sagen.
Am besten reden Sie einmal mit Ihrer Tochter, die kann Sie bestimmt aufklären.

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