Oder ist das Vetrauen dahin?

Ich empfinde es schon als abenteurlich, wenn die Bank eines hiesigen Bundeslandes in die Pleite schliddert, weil sie zuviel Geld in sehr schlechte US-Hypotheken gesteckt hatte.
Was hat die eigentlich mit diesem Markt überhaupt zu tun?
Und wieso werden die Angestellten dort (vermutlich) gut bezahlt, wenn sie die Risiken eines solchen Geschäfts so wenig abschätzen können?
Und wieso hat der Aufsichtsrat,in dem ja etliche namhafte Politiker sassen, nicht gemerkt, was für ein Rad hier gedreht wurde?
Wofür haben die Mitglieder dieses Gremiums denn eigentlich ihr Salär bezogen?

Es sind nicht die LBS (LandesBausparKasse) sondern die LandesBanken, daher Sachsen LB und WestLB. Da mittlerweile die LBBW (LandesBank Baden-Württemberg) eingestiegen ist bzw. will, denke ich schon. Dringend überarbeitet müssen die Richtlinen ihrer Untergesellschaften bzgl. Spekulationsgeschäfte.

Im Unterschied zu Aktiengesellschaften haben die Landesbanken keinen Aufsichtsrat, sondern einen Verwaltungsrat. Da eine Landesbank dem jeweiligen Bundesland gehört, werden die Verwaltungsratsposten durch die regierenden Parteien vergeben.
Hier entsteht der Eindruck, das verdiente Politiker, die halt dran sind, mit solch einem Posten bedacht werden. Der Verwaltungsrat in Sachsen bestand in der Hauptsache aus Politikern der SPD und CDU, ehemalige Minister, Landräte etc.
Die eigentliche Aufgabe eines Verwaltungsrates (Aufsichtsrat) ist aber die Kontrolle des Vorstandes. Eine solche scheint es aber bei beiden Landesbanken nicht gegeben zu haben.
Bei diesen Politikern handelte es sich ja nicht um Bankprofis.
So konnten die Vorstände nahezu unkontrolliert riesige Euro-Beträge über Firmen im Ausland spekulativ anlegen. Jetzt greift das Sprichwort: Der Krug geht solange zu Wasser, bis er ...
Da diese Banken ja öffentlich/rechtlich sind, muss der Steuerzahler hier für die Folgen einspringen. Die Folgen für die Verursacher dieser Katastrophen sind eher harmlos.
Dabei ist es garnicht solange her, dass die Berliner Bank mal so eben 700 Millionen in den Sand gesetzt hat.
Solange die Politik hier nicht radikal was ändert, werden sich solche Fälle wiederholen.
Was hat denn die LBS damit zu tun? Die LBS ist Bausparkasse, du meinst sicher die Landesbanken, und die sind ja jeweils einzelne Institute. Die West LB zum einen und die Sachsen LB zum anderen. Die Sachsen LB hat ihre Strafe schon bekommen, sie wurde bzw. wird an die Landesbank Baden Würtemberg verkauft. Die West LB ist ein bißchen größer. Erholen werden sich beide Banken, da sie ja nicht direkt mit Privatkunden die ja am nachtragendsten sind zu tun haben... Öffentliche Banken können sicher mit einer gewissen Arroganz entspannt ins nächste Unglück schliddern. Da wird dann mal wieder der Chef ausgetauscht, am besten je nach Parteizugehörigkeit und der Spass beginnt von vorne...
@demosthenes: Verbinde Deine heutigen Äußerungen zu "Meinung und Ahnung" mit dieser Frage und Du hast Antworten auf Deine eigenen rhetorischen Fragen.
Da sitzen halt immer mehr BWL-Junkies, die das Geldgeschäft so betreiben wie andere Leute PacMan spielen.
You lost, I won!
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