Wird Natascha Kampusch irgendwann wieder ein völlig normales selbstbewusstes und glückliches Leben führen können ohne Ängste?

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6 Antworten

Auf jeden Fall glaube ich, dass das möglich ist. Ich habe mir eine Doku zu Natascha Kampusch angesehen. Auch wenn sie in ihrem ersten Interview noch sehr zurückhaltend war ( sehr verständlich) so hat sie schließlich den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt, sogar ein Buch über ihr Schicksal veröffentlicht.

Ein Mensch zu viel mehr fähig, als er meist selbst einschätzen kann. Soll heißen, dass es natürlich auch von Nataschas Selbstkonzept abhängt ( wie sie sich selbst sieht, welche Stärken sie in sich selbst sieht etc.) 

Ich glaube, dass sie ein günstiges Selbstkonzept hat und stark ist, allein, dass sie diese Jahre überstanden hat und dann offen darüber berichten kann beweist dies! 

Es kann natürlich sein, dass sie die Vergangenheit immer wieder einholt ( In Träumen z.B., was sie ja nicht steuern kann) aber sie ist sicher imstande diese schlimmen Jahre verarbeiten und nur als eine schlimme Erinnerung abzuspeichern, die zurück liegt. 

Ich will damit nicht sagen, dass es deshalb machbar ist damit abzuschließen, weil es nicht schlimm genug war oder so, auf keinen Fall! Man kann nicht abstreiten, dass diese Jahre der Frau gestohlen wurden und diese ihre Entwicklung( v.a. wenn man ihr damaliges Alter bedenkt) natürlich beeinflusst wurde. 

Ich glaube trotzdem, dass sie das irgendwann verarbeitet hat! 

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Hallo,

das ist pauschal nicht vorhersagbar. Es gibt Studien, die z.B. mit ehemaligen, psychisch gesunden, KZ-Häftlingen gemacht wurden. Darin ging es um die Frage: Wie kann jemand, nach so viel Leid und Tod in einem KZ, noch glücklich sein. Es zeigte sich, dass es so etwas wie psychische Widerstandskraft gibt (Resilienz). Resilienz ist die Fähigkeit, aus starken Schwächungen wieder gestärkt hervor zu gehen und nicht in einer Selbsterniedrigung zu verharren. Häufig wird die Resilienz durch eine Art von Racheglüst befeuert: Wenn ich hier rauskomme, zahle ich es Dir heim.

Spätfolgen haben wiederum oftmals damit zu tun, dass die Betroffenen anfangen zu glauben, sie hätten diese Peinigung verdient.

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Die Frage wird dir Niemand beantworten können. Nur sie selbst!

Wenn die Frage als Beispiel für das Problem eines traumatischen Erlebnisses stehen soll, dann kann auch dazu nur gesagt werden: "Möglich ja." Es hängt von der inneren Verarbeitungsfähigkeit des Menschen ab.

Ich grüße Dich und bleib gesund.

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Hallo, wirfaffenfaf.

Sie schafft es nie, denn sie ist in Folge der Erlebnisse traumatitsiert und nun sehr auf Selbstkontrolle jeglicher Ereignisse bedacht, woraus auch ihre so grausam sachlich deutliche Sprache resultiert - nur ja keine Emotion zeigen - könnte als Schwäche ausgelegt werden.

Dass sie nun in Büchern, Sendungen und Filmen arbeitet, zeigt eigentlich nur ihre Bemühungen, sich von Priklopil bzw. den Jahren bei ihm zu befreien.

Aber Traumata, die man als Kind erfuhr: sei es eine harte Ohrfeige vom Vater für nix oder eine Strafe in der dunklen Kammer in der KiTa prägen sich tief ein, sind immer da und brechen stets unerwartet erneut hervor, lG.

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Mit dem ganzen Geld schon, denke ich.

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Ich habe ihr Buch gelesen und ein paar Interviews gesehen.
Ich würde sagen ein normaler Mensch schafft das nicht, aber Natascha schon. :)

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