Mortimer am 25.02.2008 um 0:26 Uhr
Habe vor Ewigkeiten gehört, beim Dauerlauthören mit Kopfhörern würde man innerhalb 10 Jahren halbtaub. Ist überhaupt was dran?
Würde mich schon reizen, meine Musik auch mitzunehmen...
Vor rund 20 Jahren wurde er erfunden: der Walkman. Seitdem hat er einen festen Platz in jugendlichen Ohren - und das hat seine Konsequenzen. Heute leidet ein Viertel der Jugendlichen bereits unter Hörstörungen.
Die Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg:
"Wie neuere Untersuchungen eindeutig belegen, leiden ca. 28 Prozent aller 20-jährigen Bundesbürger unter einem Hörverlust von 25 Dezibel und mehr, überwiegend hervorgerufen durch laute Musik von tragbaren Kassetten- und CD-Abspielgeräten oder in der Diskothek. Damit bestätigen sich Prognosen, die Experten schon vor Jahren aufstellten."
Tagsüber die Kopfhörer im Ohr, abends auf ein Konzert oder in die Diskothek - Hörschäden sind da fast vorprogrammiert: Während der Walkman dem Ohr Schallpegel von 100 bis 110 Dezibel zumutet, liegt der Schallpegel bei Rockkonzerten zwischen 95 und 115 Dezibel. In Diskotheken ist man 75 bis 105 Dezibel ausgesetzt. Zum Vergleich: Etwa 110 Dezibel Krach verursachen eine Kettensäge oder ein Presslufthammer.
Selbst Unfalltote gehen auf das Konto der Musikhörgewohnheiten.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln:
"Autounfälle nach Disko-Besuchen sind zu zwei Dritteln Folgen lauter Musik während des Besuchs in den Diskotheken und weitaus weniger Folgen des Alkoholkonsums, wie man früher angenommen hatte."
Experten von Bundesärztekammer und Umweltbundesamt fordern daher Pegelbegrenzungen bei Musikkonzerten und in Diskotheken: Der Dauerschallpegel im lautesten Bereich des Veranstaltungsortes soll auf 95 Dezibel begrenzt werden.
http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/laerm/walkman_n.xml

Wenn ständig die volle Dröhnung auf das Ohr hämmert,kann ein schwerer Hörschaden entstehen.
Mortimer am 25. Februar 2008 00:33 Also doch richtig... gehört.
Mich erstaunt sowieso immer wieder, wie laut die meisten ihre Player aufdrehen.
DJ haben ein schlechtes Alter, werden dereinst ihre geliebte Musik boes vermissen. Normale Lautstaerke, alles andere schaedigt, frueher oder spaeter.

Da ist mit Sicherheit "was dran".
Ich selber bin auf dem rechten Ohr halb taub durch extrem laute Musik auf der Bühne und im Übungsraum, weil ich meistens mit der rechten Gesichtshälfte zu den Speakern gestanden habe.
Der Schalldruck ist enorm und schädigt das Gehör.
Das ist bei Kopfhörern noch extremer....
LG....strick
Ich habe mal von einer 60/60-Regel gehört... höchstens 60 Minuten am Tag bei höchstens 60 % der Maximallautstärke sind laut Experten akzeptabel. Seitdem ich erfahren hab, wie schnell das Gehör Schaden nehmen kann, höre ich auch lieber leisere Musik, habe aber auch schon festgestellt, dass ich den Fernseher/Musik inzwischen durchschnittlich lauter einstellen muss als früher, um noch anständig etwas hören zu können. Und das hat sich innerhalb von 2-3 Jahren ergeben. Mahlzeit, sag ich da nur.
Mortimer am 28. Februar 2008 22:45 Autsch!!! 2-3 Jahren und du merkst schon was? Heftig, oder? Schon zum Arzt?
Noch nicht. Hab ich ehrlich gesagt auch erst dann vor, wenn ich meine Gesprächspartner nicht mehr verstehe. ^^* An sich habe ich noch ein gutes Gehör, höre teilweise noch besser als meine Verwandten. Es äußert sich, seitdem ich den Pegel runter drehe, eigentlich nur noch seltener. Auf Konzerte geh ich wegen so etwas auch nicht mehr.
Musik via Kopfhörer solltest du nur in ganz geringen dosen auf deine ohren loslassen. Gerade bei häufiger Beschallung hat man irgendwann auch kein Maß mehr. Kenne das aus eigener Erfahrung und habe auch einen Ohrenschaden. Besser ganz sein lassen.
Ja, vielleicht bist Du dann auch ganz taub, also laß die Dinger weg, oder auf angenehme Lautstärke drehen. Ein Ohrenarzt saß mal im Zug, gegenüber einer mit dem Walkenmann, volle Dröhnung auf die Ohren, so daß der Arzt schon fürchtete schwerhörig zu werden, der hat den Jungen dann angesprochen und gesagt, daß das nicht gut fürs Gehör ist, in den nächsten Jahren würde er dann in seine Praxis kommen und sich wegen Schwerhörigkeit behandeln lassen müssen! Der Bengel erwiderte, da kümmern sie sich mal nicht drum, das sind ja meine Ohren!
Mortimer am 25. Februar 2008 00:42 Musik an, Gehirn aus! Dann Musik aus, Gehirn springt aber nicht mehr an...

Wenn man taub ist, kann man dann per Gebärdensprache kommunizieren.
Mortimer am 28. Februar 2008 22:44 Na dann, hör mal: -*- /- ... - !
Puh, erschreckend! Glaube, ich vergesse es ganz schnell, mit dem Player.
Selbst wenn man vernünftig, also dezent laut , seine Musik hört, wird man mit der Zeit bestimmt abstumpfen und es doch lauter drehen.
Ich passe lieber.
vor 20 Jahren erfunden? Das muß schon länger her sein! 30 Jahre werden es schon sein. Ich hatte ja vor 25 Jahren schon einen und war bestimmt nicht der erste. Von der Erfindung zur Massenproduktion vergehen meist auch noch ein paar Jahre. Erfunden hat den Walkman übrigens ein Deutscher, dem Sony dann einfach das Patent geklaut hat. Absolut baugleich, außer daß der von Sony kein Micro hatte. Eine weitere Argumentation war, daß es in der Zeit eh alles kleiner wurde und der Walkman keine Erfindung sei, sondern nur eine logische Schlußfolgerung der globalen Miniaturisierung. Stimmte aber damals nicht, da die Leute zur der Zeit eher immer größere Geräte rumschleppten (Ghettoblaster)