Frage von internetrambo, 47

Wird man sich an uns in 1 Millionen Jahren noch erinnern?

Hallo. Also ich weiß, dass niemand wissen kann, was in 1Mio Jahren passieren wird geschweige denn in einem Jahr, aber darum geht es nicht. Es geht darum: Findet es ihr auch nicht irgendwie Angst einflößend, dass man uns heute einfach vergessen wird? Egal was wir großes vollbracht haben, man wird sich einfach nicht erinnern. Man wird über uns so reden wie wir über die Höhlenmenschen oder über die Menschen im Mittelalter. Man wird sagen, wir haben das und das gemacht, also als "Einheit", aber das Individuum bleibt auf der Strecke. Als hätten sie gar nicht existiert. Oder kennt jmd von euch die Person, welches Einstein vor dem Ertrinken gerettet hat und er somit seine Theorie später aufstellen konnte? (Nur ein Beispiel). Selbst Menschen wie Davinci geraten langsam in Vergessenheit, dabei ist er nur vor laar tausend Jahren gestorben (und er war ja was Besonderes, über die einfachen Bürger reden wir hier nicht). Also ich finde das irgendwie " komisch". Man kann ja nicht wirklich was dagegen tun, aber ich finde es nur traurig, dass man in Vergessenheit gerät und fur "die" in der Zukunft gar nicht existiert (hat). Denkt ihr auch so?

Ps. Wir nehmen an, dass die Erde samt den Menschen noch existiert ;)) Vlt kann man ja in 1Mio. Jahren andere Galaxien mit bloßem Auge im Himmel sehen.

Antwort
von regex9, 13

Man wird über uns so reden wie wir über die Höhlenmenschen oder über die Menschen im Mittelalter.

Das ist, denke ich, abhängig davon, wie viel von den Menschen noch übermittelt ist. Zu Personen wie Goethe oder Einstein gibt es noch mehr Material, sodass man auch deren Charakter genau beschreiben kann.



"(...) aber das Individuum bleibt auf der Strecke"

Auch hier kann ich auf das obrige Argument zurückgreifen. Wir leben momentan in einer Welt, in der jeder seinen Senf ins Internet schreiben oder Videos von sich aufnehmen kann. Zuzüglich kommen viele andere mediale Stilmittel, mit denen wir unsere Gedanken, unseren Charakter aufzeichnen können. Unser aktuelles Problem ist mehr das Ordnen all dieser Daten - das Wiederfinden.
Sollten in 1. Mio. Jahren unsere Daten noch lesbar sein, kann man sich also doch noch zu bestimmten Individuen informieren. Das grundsätzliche Problem sehe ich allerdings in der Bedeutung dieses Individuums für mich selbst. Hätte Kant damals keinen kategorischen Imperativ verfasst, hätten Menschen wie Einstein oder Da Vinci damals nicht so bedeutendes für die Entwicklung der Menschheit geleistet (oder deren Kultur), hätte ich keinen Grund, nach ihren Aufzeichnungen zu suchen und mich mit ihnen zu befassen. Es wären einfach zu viele Individuen.
Etwas beängsitgend ist es, doch ebenso verständlich.

Antwort
von feirefiz, 11

Ich bin überzeugt davon, dass die Erde auch noch in 1 MRd Jahren existieren wird, sie ist noch ein junger Planet. Und die Sonne kann auch noch etwa 100 Mio Jahre genug Licht abgeben, gesamte Spielzeit ca. 4,5 Mrd Jahre.

Dagegen ist unsere Lebenszeit ein Kaninchenpfu... (verzeih die Ausdrucksweise!).

Wir sind sehr kurzlebig und was du große Taten nennst, ist in Anbetracht der Erdgeschichte wirklich ein Nichts. Wir Menschen sind sehr vergänglich, obwohl das gerade jungen Menschen heute sehr fremd ist - noch vor 100 Jahren war der Tod allgegenwärtig, heute ist er etwas Bedrohliches und Besonderes.

Unsere Aufgabe ist vielleicht gar nicht, Genies vor dem Ertrinken zu retten. Unsere ursprüngliche Aufgabe war einmal, uns fortzupflanzen, die Fackel an eine neue Generation abzugeben - und das ist gut so, stell dir vor, deine Ur-Ur-Ur-Ur-Urgroßeltern lebten noch und würden ihre Ansichten aus dem frühen 19. Jhd. ständig zum besten geben - besockte weibliche Knöchel seien Pornografie pur und am Sonntag natürlich Kirche und sonst nichts....

Vielleicht sind das die wirklich langen Linien - in seinem Buch "Die 7 Töchter Evas" stellt der Humangenetiker Bryan Sykes nach vielen Testreihen an Europäern fest, dass die komplette europäische Bevölkerung auf genau 7 Frauen zurückgeht. Diese Frauen sind mit ihren jeweiligen Gruppen in verschiedenen Erdzeitaltern (die Sykes grob angeben kann) aus Afrika kommend nach Europa vorgedrungen - natürlich haben sich auch andere Frauen fortgepflanzt, aber deren Nachkommen sind ausgestorben. Zurück bleiben eben nur 7. (Das Buch ist gut zu lesen und hochspannend - wenn dich sowas interessiert).

Antwort
von djNightgroove, 11

Nein, finde ich ganz und gar nicht schlimm, warum auch? Wir leben in den Gedanken der Menschen weiter, die uns lieben, und das sollte uns genug sein. Im Übrigen: schau dir mal die Menschen an, die "unvergesslich" sind, die sind nicht unbedingt wegen guter Taten zu diesem Ruhm gelangt, das beste Beispiel ist Hitler. Der ist in der ganzen Welt bekannt und hat es in diesem Sinne tatsächlich geschafft, unsterblich zu werden. Außerdem wird die Sonne eh in 5 Milliarden Jahren etwa zum Weißen Riesen und dann gibt es hier keine Menschen mehr, die sich erinnern könnten. Ich denke, es liegt am Gotteskomplex der Menschen, dass sie nicht ertragen können, einfach einmal nicht mehr zu sein und keinen Einfluss mehr zu haben. Aber was daran jeztzt schlimm sein soll, versteh ich nicht, tut doch keinem weh, wenn man sich nicht erinnert, er ist doch eh schon tot. Ich finde es wichtiger, sich an die Lebenden zu erinnern, denn unter diesen gibt es mehr als genug, die bereits vergessen und von der Welt verlassen sind. 

Antwort
von pikachulovesbvb, 14

Also sollte die Welt weiterhin bestehen, dann wird man irgendwo Datenaufzeichnungen von uns haben. Daten würden dann in der Zukunft noch mehr gesammelt werden, sodass spätestens irgendwo in einem Archiv noch was über uns wäre.

Ob man sich aktiv an uns erinnern wird ohne dass "geforscht" oder "nachgefragt" wird glaube ich kaum.

Antwort
von Eselspur, 5

Wenn es Gott nicht geben sollte, wird sich an uns in ein paar Generationen niemand erinnern.

Antwort
von KleinesWolfi, 6

Was juckt mich das, ob jemand sich in einer Million Jahre an mich erinnert?

Richtig, es juckt mich nicht im Geringsten, einfach mal weil ich dann schon lägst tot sein werde und mir das nichts wirklich bringen würde. ^^

Und nein, die Menschheit wird in 1 Mio. Jahren mit 100% Sicherheit nicht mehr existieren, weil wir die Erde entweder komplett zerstört oder uns selbst vernichtet haben werden. 

Antwort
von MustiNRW, 12

Weil ich schon tot wäre mache ich mir keine Gedanken darüber.
Ich mach über meine Zukunft mehr Gedanken

Antwort
von oxygenium, 4

in 1 Millionen Jahre wird sich keiner an die Erde mehr erinnern,deshalb lebe in Jetzt und Hier.

Machen wir es wie Lessing in seinem Gedicht:

Gestern liebt' ich, heute leid' ich, morgen sterb' ich. 
Dennoch denk ich heut und morgen gern an gestern.

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