Frage von michelli2209, 156

Wird man nach künstlicher Befruchtung und Schwangerschaft krankgeschrieben ?

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für Schwangerschaft, 65

Wenn du nach der künstlichen Befruchtung krank bist und nicht arbeiten kannst, wirst du krankgeschrieben.

Kommt es zu einer Schwangerschaft, wirst du im weiteren Verlauf krankgeschreiben, wenn du eine Grippe oder einen Magen-Darm-Infekt oder den Fuß verknackst hast, genau wie eine Nicht-Schwangere auch.

Wenn deine Beschwerden aber ursächlich mit deiner Schwangerschaft zu tun haben (unabhängig von ihrer Entstehung), kommt ein individuelles Beschäftigungsverbot infrage.

Dieses spricht der behandelnde Facharzt ganz oder teilweise per Attest aus und ist auf den persönlichen Gesundheitszustand der werdenden Mutter bezogen (§ 3 Abs. 1 MuSchG). Dabei muss noch kein krankhafter Zustand vorliegen, es genügt alleine die Möglichkeit eines Schadenseintrittes infolge der weiteren Beschäftigung. Dies trifft z.B. auch für psychische Belastungen am Arbeitsplatz, anhaltende Rückenschmerzen oder auch bei Übelkeit und Erbrechen zu.

Das Attest beim individuelles BV ist klar abzufassen. Es muss neben der Rechtsgrundlage die voraussichtliche Geltungsdauer („zunächst bis ...“) enthalten.

Der Facharzt kann auch den Umfang, d.h. die begrenzte Arbeitsmenge („nicht mehr als ... Arbeitsstunden pro Tag“) bzw. die Art der untersagten Tätigkeit möglichst genau und mit allgemein verständlichen Angaben darstellen. Es ist auch möglich, darzustellen, welche Art von Tätigkeit die Schwangere ausüben darf (Positivliste).

Wird ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen, hat die werdende Mutter gegen ihren Arbeitgeber Anspruch auf zeitlich unbegrenzte Zahlung des vollen Arbeitsentgelts (Mutterschutzlohn) nach § 11 Absatz 1 Satz 1 MuSchG. Dieses bekommt der Arbeitgeber auf Antrag über das Umlageverfahren 2 (U2-Verfahren) von der Krankenkasse der werdenden Mutter erstattet.

Darüber hinaus ist auch dein Arbeitgeber ab dem Zeitpunkt der Kenntnis der Schwangerschaft verpflichtet, die notwendigen Schutzmaßnahmen einzuleiten und für ein angemessenes Arbeitsumfeld Sorge zu tragen oder in Absprache mit der aufsichtführenden Behörde gegebenenfalls selbst ein generelles Beschäftigungsverbot auszusprechen.

Alles Gute für dich!


Expertenantwort
von HelpfulMasked, Community-Experte für Schwangerschaft, 80

Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit.

Sollte dein Arbeitsplatz eine Gefährdung für das Kind darstellen so wird es ein Beschäftigungsverbot geben.

Lg

HelpfulMasked

Kommentar von michelli2209 ,

Ich weiß , dass man keine Krankheit hat . Ich wollte auch nur wissen ob es bei einer künstl Befruchtung evtl Unterschiede gibt ;) Danke 

Antwort
von Gerneso, 72

Normalerweise ist das alleine kein Grund für eine AU. Aber es kann durchaus vorkommen, dass Frauen in der Schwangerschaft krank geschrieben werden - unabhängig davon, wie das Kind entstanden ist.

Das entscheidet der Arzt im Einzelfall den Umständen nach.

Antwort
von Mieze1231, 62

Es gibt da keinen Unterschied zwischen künstlicher oder natürlicher Befruchtung.

In beiden Fällen wird man nur bei Krankheit krankgeschrieben.

Sollte der Job eine Gefahr darstellen, bekommt man ein Beschäftigungsverbot. Dabei spielt die Art der Befruchtung aber keine Rolle.

Falls du schwanger sein solltest: Herzlichen Glückwunsch! :-)

Antwort
von Schuhu, 67

Nicht automatisch. Nur wenn die Schwangerschaft nicht regulär verläuft, werden künstlich Befruchtete - genau wie jede Schwangere - krankgeschrieben.

Kommentar von HelpfulMasked ,

Nicht nur dann. Auch wenn der Arbeitsplatz eine Gefährdung darstellt. Im Kindergarten/-krippe ist dies z.B. ziemlich oft der Fall.

Antwort
von Chumacera, 64

Eine Kollegin von mir hat mehrere künstliche Befruchtungen vornehmen lassen und sich danach immer in die Arbeit geschleppt. Theoretisch hätte sie sich aber krankschreiben lassen können, zumindest für den Tag.

Aber wieso krankschreiben in der Schwangerschaft? Wenn man etwas hat, dass die Schwangerschaft gefährdet, wird man natürlich krank geschrieben, kommt auch natürlich auf den Job drauf an. Oder wenn man ganz normal krank ist, eine Grippe hat oder so was.

Aber ansonsten spricht ja nichts dagegen, in der Schwangerschaft zur Arbeit zu gehen - du bist ja nicht krank!

Kommentar von michelli2209 ,

Mein AG meinte dass es durch die künstlich Befruchtung evtl eine Risikoschwangerschaft wäre . Ich selbst will so lange arbeiten gehen , wie es geht . 

Kommentar von Chumacera ,

http://www.9monate.de/schwangerschaft-geburt/schwangerschaft/risikoschwangerscha...

Ich habe mal einen relativ kurzen Artikel kopiert, in dem kurz und knackig zusammengefasst wird, was man unter einer Risikoschwangerschaft versteht, denn ich wusste zwar ein paar Kriterien, aber längst nicht alle.

Aber so wie ich das sehe, zählt eine künstlich befruchtete Schwangerschaft nicht dazu.

Ich kann mich auch nicht erinnern, dass die Schwangerschaft meiner Kollegin deshalb als Risikoschwangerschaft galt. Sie war schon ziemlich alt, deshalb war es eine Risikoschwangerschaft, aber nicht deshalb, wie sie entstanden ist.

Was hast du denn für eine Arbeit?

Ich habe beim ersten Kind auch bis fast zum Mutterschutz gearbeitet (Büroarbeit). Eine Woche davor waren meine Beine so dick durch die Wassereinlagerungen, dass es  nicht mehr sinnvoll war, am Tag acht Stunden zu sitzen. Deshalb hat mich meine FA dann krankgeschrieben für die Woche. Beim zweiten Kind war ich eh zuhause, da die beiden relativ kurz hintereinander kamen.

Kommentar von michelli2209 ,

Danke für deine Antwort ...Ich bin Restaurantfachfrau - also Kellnerin .

Antwort
von heide2012, 49

Deine Frage ist ein wenig unverständlich formuliert.

Nach einer künstlichen Befruchtung kann man sich krankschreiben lassen.

Aber was bedeutet "nach einer Schwangerschaft"?

Kommentar von michelli2209 ,

Nicht "nach" sondern "bei" sorry

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