Frage von Newtoss, 33

Wird man immer noch als Pazifist gesehen, auch wenn man nicht an einem Weltfrieden glaubt?

Als Pazifist ist man nicht nur gegen den Krieg, sondern auch für ein Frieden. Aber wenn ich glaube, dass ein Weltfrieden unmöglich wäre, ist es dann nicht sinnlos gegen Waffen und für einen Frieden zu kämpfen, da ich ja denke, dass es eh oder eh irgendwo zu einen Krieg kommt aus irgend einem Grund? Leider ist ja Hass, Neid etc. natürlich.

Antwort
von Kronos007, 8

Wenn man eine vernünftige pazifistische Einstellung besitzt, dann möchte man  in erster Linie, dass keine Gewalt von sich ausgeht. Das bedeutet aber eben nicht, dass jede Anwendung von Gewalt dann moralisch verwerflich wäre. Man darf sich natürlich selbst verteidigen. Auf staatlicher Ebene kann dies eben auch z.B. einen Krieg gegen Terrorismus sein oder auch die allgemeine Landesverteidigung bedeuten.
Genauso ist es dann auch fragwürdig, generell gegen Waffen zu sein. Denn letztendlich kann nur damit der Frieden gesichert werden. Es gibt ja auch das lateinische Sprichwort: "Si vis pacem, para bellum" ("Wenn du Frieden willst, bereite den Krieg vor"). Daher letztendlich kann eine friedliche Gesellschaft nur funktionieren, wenn man bereit ist sie gegen feindliche Kräfte zu verteidigen.
Generell sollte natürlich Gewalt immer nur die Ultima ratio sein und vorher alle diplomatischen Bemühungen ausgeschöpft werden. Für mich steht das jetzt aber nicht in einem direkten Widerspruch zu einer pazifistischen Grundhaltung. 

Wenn man Frieden möchte, dann impliziert das natürlich, dass man von sich aus keine Gewalt initiiert. Das bedeutet aber eben nicht, dass man jede gewalttätige Handlung von anderen Menschen einfach ertragen müsste, ohne sich dagegen zu schützen.

Kommentar von Newtoss ,

Hört sich schonmal sehr logisch an. Danke für deine Antwort.

Antwort
von FlyingCarpet, 16

Man braucht nicht dran zu glauben, aber man kann daran arbeiten, oder mithelfen.

Antwort
von Latexdoctor, 17

Dass andere Kriege führen wollen, ist nicht die schuld der Pazifisten

Wenn ein Pazifist ins Kriegsgebiet geht, ist er dann kein Pazifist mehr, nur weil er dort ist um zu helfen ?

Antwort
von Wahchintonka, 15

ja, es ist Unsinn, weil unrealistisch. Und man sagt: Pazifismus ist die letzte Zuflucht eines Gauners

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