Frage von trjoschka666, 41

Wird man bei ungewohnter Belastung leicht müde?

Ich habe Depressionen und bin deshalb seit mehr als einem Jahr krank geschrieben. Mit der Zeit habe ich eine Schlafstörung entwickelt und schlafe jede Nacht erst spät ein, weil ich bis in den Mittag schlafe. Mein Tagesablauf ist immer derselbe und beinhaltet keinerlei körperliche Belastung in Form von Arbeit. In der letzten Nacht habe ich 6 Stunden geschlafen, bin verhältnismäßig relativ früh aufgestanden, habe heute 3 Stunden "leicht" gearbeitet und bin jetzt sofort müde. Ich bin weder frühes Aufstehen noch Arbeit gewohnt und frage mich jetzt, ob meine Müdigkeit eventuell damit zusammenhängt, dass es für mich zur Gewohnheit geworden ist, nicht belastet zu sein. Ich als Hypochonder vermute hinter meiner Müdigkeit natürlich eine Krankheit, aber ich kann nicht rational beurteilen, wie es wirklich ist. Was ist das? Wird man bei ungewohnter Belastung leicht müde? Hat jemand Erfahrung?

Antwort
von voayager, 9

Müdigkeit ist nicht gleich Müdigkeit. Diese kann recht angenehm gar sein, wenn denn eine körperliche Anstrengung voraus ging, sie kann aber auch quälend sein, dann wieder dumpf-trunken, nämlich wie betäubt, das wäre bei übermäßigen Alkoholkonsum der Fall. Sie kann mit einer ausgeprägren Lustlosigkeit einher gehen, das wäre dann eine depressive Verfassung, sie kann auch mit einer Leere im Kopf sich zeigen. Welche davon ist bzw. war es, dann läßt sich eher sagen, ob psychisch bedingt, oder mehr körperlich sich zeigend.

Ungewohnte Arbeit zeigt sich meist in Form von Muskelkater u.o. Gliederschmerzen, dann zudem in einer Erschöpfung, die nicht mit einer allgemeinen Müdigkeit gleichzusetzen ist. Die Erschöpfung erheischt Ruhe, was aber nicht zwangsläufig Schlaf bedeutet, nicht selten reicht es da, sich auf eine Bank zu setzen und einfach auszuruhen und den eingenen Gedanken nachzujagen, oder einfach vor sich hindösen bzw. den Leuten passiv zuzuschauen, ohne mitmischen zu wollen.

So lange all das noch offen ist, läßt sich m.E. eine angemessene Einschätzung nicht vornehmen.

Antwort
von Tragosso, 17

Depressionen 'sind' doch eine Erkrankung. Was willst du denn noch? Du als Hypochonder bist doch sicherlich oft genug bei Ärzten. Hast du Depressionen diagnostiziert oder ist das selbst eingeredet? Je nachdem macht das einen Unterschied. Aber ja, Depressionen sorgen natürlich für Antriebslosigkeit und mir fallen auch leichte Tätigkeiten schon schwer. Die Kraft fehlt, man ist oft müde und fühlt sich schwach.

Bist du in Behandlung? Ärztlich? Therapeutisch? Nimmst du Medikamente?

Kommentar von trjoschka666 ,

Meine Depression ist diagnostiziert und ich bin aktuell nicht in Behandlung.

Antwort
von Nitra2014, 22

Je weniger du tust, desto mehr stellt sich dein Körper auf das Nichtstun ein und dann wirst du müde.

Der Schlafrhythmus zeigt, dass du mittlerweile keinen Grund mehr siehst morgens aufzustehen. Das verstärkt auch die Depressionen weil man sich nutzlos fühlt.

Schaff dir einen Tagesplan und stell dir den Wecker freiwillig um spätestens neun Uhr. Konsequent durchhalten und dann auch wirklich tagsüber eine sinnvolle Beschäftigung finden.

Vor allem: Geh so oft wie möglich raus! Deine Seele braucht Sonne und ein wenig Sport schadet nicht.


Antwort
von QuestionMan173, 22

Beanspruchst du zurzeit Psychotherapeutische Unterstützung? Wenn nein dann solltest du dir vielleicht helfen lassen. Da du ja denk ich mal auch wieder arbeiten möchtest und dergleichen...

Du solltest dir Hobbies, Beschäftigungen wie Fitness oder einen nebenjob suchen damit du wieder einen Geregelten Ablauf hast. Ich kann mir vorstellen das das deinen Körper wieder in Schwung bringt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community