wird man bei unangemeldeter Arbeitslosigkeit automatisch rückwirkend privat krankenversichert und kann man es wenn ja rückwirkend kündigen?

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2 Antworten

da in Deutschland seit 2007 Versicherungspflicht gilt, muss man in Zeiten, in denen man weder Leistungen vom Staat bekommt, oder auch nicht arbeitet, für seinen Versicherungsschutz und die daraus resultierenden Beiträge selbst aufkommen.

die Krankenkasse dürfen nicht nur, sie sind sogar verpflichtet, eine sogenannte Obligatorische Anschlussversicherung einzurichten. erst recht, wenn der Versicherte auf die Anschreiben der Krankenkasse nicht reagiert. wenn er sich absolut nicht darum kümmert, ist die Krankenkasse per Gesetz verpflichtet den Höchstsatz anzusetzen.

durch das Nichtzahlen der Beiträge wird zudem ein Ruhen des Leistungsanspruches ausgesprochen. heißt, dass man nur im Notfall und bei Schmerzbehandlungen ärztliche Behandlung bezahlt bekommt.

5000 Euro für 7 Monate? das kann allerdings nicht stimmen.

auf jeden Fall sollte hier der Kontakt zur Krankenkasse aufgenommen werden, damit wenigstens für die Zukunft nicht mehr der Höchstsatz berechnet wird. wenn man Arbeitslosengeld bezieht, dann würden auch die Beiträge bezahlt. aber nicht rückwirkend. dafür müsste man dann eine Ratenzahlung beantragen.

kurz und knapp: für die Vergangenheit ist das Kind in den Brunnen gefallen. da kann man nichts mehr dran rütteln. für die Zukunft kann man aber noch die Stühle gerade rücken.

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Es gibt in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Wenn er sich nicht drum kümmert wird er Zwangsversichert. Diese liegt bei ca 300 €/Monat.

Rückwirkend kann er nichts machen. aber er kann sich ab sofort etwas anderes/günstigeres suchen. Bzw Zum Arbeitsamt gehen und schauen ob die das ab sofort übernehmen und in welcher Art.

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Kommentar von nersd
13.11.2015, 13:17

Das ist nicht korrekt! Bei fehlender Mitwirkung seitens des Versicherten muss der Höchstbeitrag angesetzt werden. Je nachdem, ob der Betroffene Kinder hat und bei welcher Krankenkasse er versichert ist, beträgt dieser Beitrag >700 €/Monat.

Erst bei Nachweis eines geringeren Einkommens kann dieses zur Bemessung herangezogen werden. Aber bei fehlender Mitwirkung wie hier ist das natürlich schwierig ;)

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