Frage von coralin1, 35

Wird man bei einer Privatinsolvenz vorher schriftlich benachrichtigt?

Meinem Schwager wurde letzte Woche seine Restaurantkantine vom Insolvenzverwalter geschlossen. Angeblich wusste er von nichts? Wird man da denn nicht vorher schriftlich vorgewarnt? Wenn ja, wie oft und in welchem Zeitraum?

Antwort
von Ronox, 19

Das ist Schwachsinn, denn die Eröffnung des Insolvenzverfahrens muss selbst beantragt werden. Fremdanträge sind sehr selten, aber auch dann wird man vom Gericht angehört. Von der Insolvenz wusste er also. Möglich könnte nur sein, dass er von der Betriebsaufgabe überrascht wurde, wobei das auch unwahrscheinlich ist.

Antwort
von berlina76, 23

Das ist keine Privatinsolvenz sondern eine Betriebliche. Wenn die von einem Insolvenzverwalter geschlossen wird den dein Schwager nicht kennt, wird der Verdacht einer verschlepten Insolvenz vorliegen. D.h. dein Schwager hat Schulden ohne Ende und will es nicht warhaben, dass er diese mit dem laufenden Betrieb nicht decken kann.

Antwort
von priesterlein, 35

Eine Insolvenz meldet man selber an. Wenn andere die für einen anmelden, klingt das eher nach einer Insolvenzverschleppung.

https://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-fuehren/insolvenz/insolvenzversc...

Eine Restaurantkantine ist nicht privat und somit sieht das nicht nach einer Privatinsolvenz aus. Da wird nichts gewarnt, denn man muss selber wissen, ob man solvent oder insolvent ist. Fehlender Überblick über die Bücher ist keine Ausrede.

Kommentar von coralin1 ,

Sehe ich auch so! Mir tut da nur meine Schwester leid...

Kommentar von priesterlein ,

Besser so ein Ende als eine immer weitergehende Verschlimmerung, die vielleicht zu Schlaflosigkeit und permanenter Sorge führt. Inwieweit er ein Strafverfahren und ein Urteil bekommt, wird er sehen. Der Staat liebt und schützt sein Wirtschaftssystem.

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