Wird Griechenland besser?

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7 Antworten

Nein, die Krise wurde nur vertagt. Immer mal wieder wird sie kurz aktuell, wenn mal wieder ein paar Gesetze abgesegnet, etwas verscherbelt oder ein paar Milliarden an Hilfsgeldern gezahlt werden sollen. 

Alles in Allem wird sich am Problem Griechenlands die nächsten Jahre nicht viel ändern. 

Weder die griechische Regierung, noch die Bevölkerung selbst ist zu einer tiefgreifenden Neuordnung des Staatswesens bereit. Diese wäre jedoch notwendig, um sich aus der Lähmung durch den vorherrschenden Klientelismus zu befreien. 

Offenbar herrscht in Griechenland immer noch die Meinung: "Die EU hat bisher immer gezahlt und wird es auch weiterhin tun."

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http://www.deutschlandradiokultur.de/armut-die-erschuettert-arbeitslose-griechen.1013.de.html?dram:article_id=308378

Nichts wird besser und das ist offenbar auch gar nicht gewollt, denn alle erzwungenen "Reformen" verschärfen die wirtschaftliche Krise und somit die Armut in Griechenland.

Neben den eigenen Problemen muss das Land auch noch die Flüchtlingsströme bewältigen, die seit Jahren schon ins Land kommen, nicht nur über´s Meer auf die Inseln sondern auch über die türkisch-griechische Grenze im Norden - und das bislang ohne Hilfe der EU !

Von den sogenannten "Hilfspaketen" kommt bei den Griechen nichts an - die neuen Kredite dienen nur zur Ablösung der alten Schulden bzw. Zinsen. Dazu kannst du dir auch mal das Erklärvideo ansehen, das du in einem meiner Kommentare hier findest.

Sehr aufschlussreich ist ebenfalls, wenn du mal nach Faktencheckhellas.org und Griechenlandsolidarität googlest.

Leider werden die Fakten hier oft totgeschwiegen - Griechenland ist kein Thema mehr - kein Wunder, denn mit der Armut und dem Ausverkauf des Landes (Privatisierungen) kann sich unsere Regierung nicht als Wohltäter aufspielen.

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Hallo,

nein keineswegs. 

Gerade gestern lief im TV  "Die story: Ferien im Pleitestaat", eine sehr sehenswerte Sendung, die Einblicke in Hintergründe auch für Laien sehr gut bietet, hier kannst du es anschauen:

http://www.ardmediathek.de/tv/die-story/Griechenland-Ferien-im-Pleitestaat/WDR-Fernsehen/Video?documentId=29430542&bcastId=7486242

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Kommentar von veritas55
17.12.2015, 18:20

Leider werden solche aufklärenden Sendungen von den Schlagzeilenkonsumenten gar nicht gesehen - die gucken lieber irgendwelche Casting-Shows, Doku-Soaps und Billigserien auf den Privaten, - eben alles was das Hirn komplett verblödet...

Georg Schramm hat mal in der Anstalt sehr gut beschrieben wie die Volksverdummung vonstatten geht :/

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ja, langsam langsam schafft griechenland es sich zu erholen. Es gibt ein (seehr geringes) wirtschaftswachstum. Aber man darf sich nicht zuvieldavon versprechen, und schon gar nichts davon dass man nichts mehr in den medien hört, den das hat einfach den grund dass die zeitungen von anderen schreckensmeldungen überschüttet sind und kein platz mehr für griechenlands krise ist.

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Kommentar von Interesierter
14.12.2015, 22:08

Da erholt sich gar nichts. Griechenland ist nach wie vor einfach nur pleite und nicht in der Lage, sich selbst zu finanzieren. 

Daran wird sich auch die nächsten Jahre nichts ändern, wenn der alte Sumpf nicht endlich mal richtig umgegraben wird. 

Ich hatte die Hoffnung, Tsipras könnte das in Angriff nehmen, aber der ist auch nur ein Maulheld, der nichts auf die Beine stellt. 

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Griechenland gehts immer noch sehr schlecht und momentan haben sie auch weitere Geldsorgen, weil sie direkt an der EU-Außengrenze liegen und dadurch die Flüchtlingskrise sie stark belastet.

Außerdem hat die EU immer noch nicht gemerkt, dass wenn man nur noch eisen spart man keine Wirtschaft mehr in Gang bringt.

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Kommentar von Interesierter
14.12.2015, 22:06

Eine Wirtschaft, die Hilfen nicht investiert sondern sie genüsslich aufteilt und verfrühstückt, der ist nicht zu helfen. Diese Wirtschaft ist das sprichwörtliche Fass ohne Boden oder der Sumpf, den man nur austrocknen kann, indem man kein neues Wasser reinschüttet. 

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Ist wohl kaum anzunehmen, denn schließlich hat die Troika Griechenland einen harten Sparkurs aufgenötigt. Dies bedeutet u.a. einen massiven Abbau an Sozialleistungen.

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Kommentar von rotreginak02
15.12.2015, 14:14

beim ersten Teil deiner Antwort stimme ich dir zu. 

Aber von welchen Sozialleistungen sprichst du denn?

Es gibt in Griechenland keine Soziale Grundsicherung wie Hartz IV, daher kann man sie auch nicht kürzen. [das Arbeitslosengeld war seit jeher auf wenige Monate begrenzt und ist mit rund 400 Euro unterirdisch.]

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