Frage von pepeove, 29

Wird Einkommen aus Aushilfsjob eines 14-jährigen schulpflichtigen Kindes auf den Unterhalt angerechnet?

Hallo! Mein Kind möchte gern neben der Schule in einem Aushilfsjob arbeiten.Würde der Erlös aus dieser Tätigkeit auf den Unterhalt,den Ihr Vater monatlich zahlt,angerechnet?......

Hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen.....das Einkommen ist als Taschengeld gedacht, und liegt zwischen 20 -150 euro monatlich,je nachdem ob Schule ist oder Ferien sind,also wieviel Zeit als Aushilfe aufgewendet wird....an alle,die schon geantwortet haben...vielen Dank !

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Antwort
von isomatte, 16

Da dein Kind noch die Schule besucht ist es nicht verpflichtet einer Beschäftigung nachzugehen,deshalb dürfte ein Zuverdienst welcher nur das Taschengeld aufbessert gar nicht angerechnet werden !

Es käme also auf die Höhe des Einkommens und die Dauer der Beschäftigung an,wenn es nur ein Ferienjob wäre darf gar nichts angerechnet werden,ganz egal wie viel das Kind verdienen würde.

Nur wenn die Beschäftigung dauerhaft wäre und der Verdienst über einem angemessenen Taschengeld liegen würde könnte gerichtlich eine Anrechnung dieses Einkommens auf den Unterhalt beantragt werden,einfach mal so Kürzen ginge also nicht.

Angenommen das Kind würde dauerhaft 400 € pro Monat verdienen,dann könnte es erst mal min. 50 € für evtl.entstehende Aufwendungen durch die Beschäftigung abziehen,würden diese nicht ausreichen müssten die tatsächlichen Kosten nachgewiesen werden,sollen sie berücksichtigt werden.

Es würden dann angenommen noch 350 € bleiben und davon dürften dann max. 50 % angerechnet werden,also dann etwa 175 €,dass aber nicht nur auf den Barunterhalt des Vaters,sondern auch auf deinen Naturalunterhalt den du leistest,denn dieser wird bei minderjährigen Kindern die im Haushalt eines Elternteils leben dem Barunterhalt des außerhalb des Haushalt lebenden Elternteils gleichgesetzt.

Dann dürfte also beim Barunterhalt in diesem Beispiel max. ca. 88 € angerechnet werden,aber wie gesagt müsste dieser Anrechnung gerichtlich erst zugestimmt werden.

Kommentar von vwzicke64 ,

Bei einem minderjährigen Schüler wird gar nichts angerechnet

Kommentar von isomatte ,

Solange es nur das Taschengeld aufbessert hat es auch keinen Einfluss auf den Unterhaltsanspruch,wenn das Kind aber dauerhaft einer Nebentätigkeit nachgeht und dabei angenommen jeden Monat 400 € verdient,kann man nicht mehr von einer Aufbesserung des Taschengeldes reden !

Dann müsste am Ende gerichtlich entschieden werden ob und wenn ja,wie viel auf den Unterhalt angerechnet werden darf.

Wenn du meiner Aussage keinen Glauben schenkst dann befrag mal Freund Google !

Kommentar von vwzicke64 ,

Ich bin vom Fach, liebe Isomatte. Ich bin in einer Kanzlei tätig, aber nicht als Tippse . was soll es bei einer 14 jährigen anders sein, als Taschengeld aufzubessern. Die sind in diesem Alter noch schulpflichtig

Kommentar von isomatte ,

Und wenn ein minderjähriges Kind mit angenommen 16 Jahren was auch noch eine Schulpflicht hat eine Ausbildung beginnt dann wird wohl auch die Azubi - Vergütung nicht auf den Unterhaltsanspruch angerechnet  ?

Das du hier vom Fach sein sollst kann jeder behaupten,ich kann es auf jeden Fall nicht überprüfen,wie wäre es dann mal mit einem dementsprechenden Paragrafen.

Warum lese ich dann im Internet anders lautende Möglichkeiten einer evtl. Anrechnung,die haben dann wohl auch alle keine Ahnung ?

Kommentar von vwzicke64 ,

Ja sicher wird eine Ausbildungsvergütung auf den Unterhalt angerechnet. Bei Minderjährigen zur Hälfte auf den Betreungs- und den Barunterhalt, bei Volljährigen voll auf den Bedarf. Hier heißt es aber in der Frage, dass Kind möchte neben der Schule einen Aushilfsjob, das ist keine Ausbildung

Kommentar von isomatte ,

Richtig !

Wenn das minderjährige Kind in Ausbildung noch bei einem Elternteil wohnt,es soll auch vorkommen das dies auf Grund der Ausbildung nicht mehr möglich ist oder ein anderer wichtiger Grund vorliegt,dann sollte das nicht mehr gelten.

Dennoch besteht unter Umständen auch bei Schülern / Studenten die Möglichkeit eine anteilige Anrechnung von Einkommen vorzunehmen,wenn dies dauerhaft bezogen wird und das Gericht dieses Einkommen eben nicht mehr nur als Aufbesserung des Taschengeldes ansieht.

Man kann hier also nicht verallgemeinern,hier müsste jeder Einzelfall individuell geprüft werden.

Antwort
von Dichterseele, 18

Wenn sich ein Schüler ein Taschengeld zuverdient, ersetzt das nicht die Unterhaltspflicht der Eltern.

Es könnte anders sein, wenn er als Filmschauspieler oder Popmusiker ein kleines Vermögen verdient.

Wo die Grenzen liegen, fragst Du besser einen Juristen - ich gehe davon aus, dass das keine Rolle spielt, solange das erzielte Einkommen nicht steuerpflichtig ist.

Erlauben oder verbieten kann den Nebenjob nur der Elternteil, der das Sorgerecht hat.

Antwort
von vwzicke64, 15

Es wird gar nichts angerechnet

Antwort
von ichweisnix, 24

Das kommt auf die Höhe des Einkommens des Kindes und des Vaters an.

Bei nur geringen Einkommen, das lediglich das Taschengeld aufbessert, wird nichts angerechnet, sofern der Vater nicht in wirtschaftlich engen Verhältnissen lebt. Die Betrachung ist dabei in der Regel jahresweise vorzunhemen.

Bei höheren Einkommen ist wie folgt zu rechnen. Es sind die Werbungskosten abzuziehen, hierbei ist von mind. 50€/ Monat auszugehen. Da es sich um eine Überobligatorische Tätigkeit handel, wird nur ein Teil also 1/3 bis 1/2 auf den Bedarf angerechnet, und zwar sowohl auf den Betreuungsbedarf als auch auf den Barbedarf.  Heißt für den Vater wird dann 1/4 angerechnet. Beträgt der Verdienst im Schnitt 450€/Monat wäre wohl so um die 100€ auf den Bedarf anzurechnen.

Antwort
von auchmama, 18

Nein, bei Minderjährigen nicht!

Ab Volljährigkeit sieht es anders aus!

Alles Gute

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