Frage von tommes2015, 54

wird ein medizinisch attestierter burnout für eine berufsunfähigkeit anerkannt?

Antwort
von Apolon, 27

Hallo Tommes2015,

ein medizinisch attestierter Burnout bedeutet nicht gleichzeitig, dass eine Berufsunfähigkeit vorliegt. Dies ist davon abhängig welcher Beruf ausgeübt wird und welchen Hinweis das medizinische Gutachten dazu enthält.

Antwort
von TerhorstAgentur, 54

Bei der privaten Berufsunfahigkeitsversicherung je nach Tarif.... Eine vernünftige Absicherung tritt bei fortdauernder Krankheit ab dem 7. Monat rückwirkend ein sofern nicht mehr als sechs Stunden am Tag gearbeitet werden kann und endet mit dem wiederintritt ins Berufsleben sobald mehr als 6 Stunden täglich gearbeitet werden können. Außerdem sollte sie auf abstrakte verweisbarkeit verzichten. (Angaben sind tarifabhängig, aber so sollte es sein ) oder mit dem Ablauf der Versicherung. (Tarifabhängig sollte mindestens bis zum vollendeten 65. Lj. Versicherungsschutz bestehen) Ein guter Tarif ist während der leistungsphasen beitragsfrei, evtl. Anfallende Überschüsse sollten von der Leistung nicht verzehrt werden, wobei die meisten Tarife von vornherein die uberschusse zur beitragsvereechnung verwenden. Bei länger andauernder BU sollten Beiträge zu privaten und betrieblichen Renten entweder eine BUZ 0 enthalten, die auch nach 6 Monaten greift, oder die Beiträge sollten vom VN weiter gezahlt werden. Wenn die BU Versicherung eine vernünftige Absicherung darstellt, sollte das aber alles kein Problem sein. Die gesetzliche Erwerbsminderungs Rente sieht anders aus, diese leistet erst wenn keine Aussicht auf Rehabilitation besteht, dann aber mit abstrakter verweisbarkeit ab dem dritten bezugsjahr und dem Unterschied ob nicht mehr als 3 Stunden täglich oder mehr als 3 Stunden aber nicht mehr als 6 Stunden täglich gearbeitet werden kann

Kommentar von Apolon ,

Bei der privaten Berufsunfahigkeitsversicherung je nach Tarif.... Eine vernünftige Absicherung tritt bei fortdauernder Krankheit ab dem 7. Monat rückwirkend ein sofern nicht mehr als sechs Stunden am Tag gearbeitet werden kann und endet mit dem wiederintritt ins Berufsleben sobald mehr als 6 Stunden täglich gearbeitet werden können.

Diese Beschreibung ist aber bei den meisten BU-Versicherungen nicht zutreffend.

Ich frage mich, bei welchen BU-Tarifen Bezug genommen wird auf diese 6 Stunden ?

Außerdem kann man auch bei Bezug einer Berufsunfähigkeitsrente einer Tätigkeit nach gehen.

Ein guter Tarif ist während der leistungsphasen beitragsfrei,

Mir ist kein Tarif bekannt, bei dem während der Leistungsphase Beiträge zu entrichten sind.

Antwort
von Dickie59, 40

Hallo,

der Begriff der Berufsunfähigkeit kommt aus der privaten Versicherungswirtschaft.

Erwerbsminderung, Erwerbsunfähigkeit wird im SGB VI (Gesetzliche Rentenversicherung) definiert.

Ich gehe davon aus, dass du die private Berufsunfähigkeitsversicherung meinst.

Wenn das Attest belegt, dass du zu mindestens zu 50% mehr als 6 Monate berufsunfähig bist, dann leistet die BU-Versicherung rückwirkend von Beginn an, solange bis die nächste Überprüfung unter 50% fällt.

Je nach Umfang eines Burnouts und dessen Umfang und Auswirkung auf die Berufsunfähigkeit müssen damit nicht 50% erfüllt werden.

Eine juristische Überprüfung nach Ablehnung macht Sinn, wenn die Ablehnung nicht eindeutig medizinisch widerlegt werden kann.

Beste Grüße

Dickie59

Expertenantwort
von Konrad Huber, Experte für Berufsunfähigkeit und Erwerbsminderung, 39

Hallo tommes2015,

Sie schreiben:

wird ein medizinisch attestierter burnout für eine berufsunfähigkeit anerkannt?

Antwort:

Zunächst einmal sollte grundsätzlich unterschieden werden, von welchem Leistungsträger hier eigentlich die Rede ist, denn dies ist aus der Fragestellung nicht ersichtlich!

Sollte es um eine private Berufsunfähigkeitsversicherung gehen, so hat dieselbe Ihre Eigenheiten!

google>>

ra-buechner.de/fachbereiche/berufsunfaehigkeitsversicherung.html

Sollte es um die gesetzliche Rentenversicherung (DRV) gehen, werden Sie mit der Pauschaldiagnose "Burnout" ggf. gegen eine Wand aus Ablehnung rennen!

google>>

deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/339288/publicationFile/64601/pospap_psych_Erkrankung.pdf

Des weiteren gibt es in der DRV seit dem 31.12.2000 keine Berufsunfähigkeitsrente mehr, denn diese wurde ab 1.1.2001 durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt!

Teilweise Erwerbsminderungsrente gibt es für vor dem 2.1.1961 Geborene noch im Rahmen des Vertrauensschutzes, sofern die Leistungsfähigkeit im allgemein anerkannten und ausgeübten Beruf auf Dauer, auf 3 bis unter 6 Stunden abgesunken ist! Allerdings arbeitet die DRV hier gerne mit "Verweisungsberufen!"

Für nach dem 1.1.1961 Geborene gibt es in der DRV keinen Vertrauensschutz mehr wegen Berufsunfähigkeit!

Dieser Personenkreis muß an Hand der eigenen Krankenakte glasklar nachweisen, daß die Leistungsfähigkeit dauerhaft auf unter 3 Stunden, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken ist!

google>>

deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

An Stelle des pauschalen Überbegriffes "Burnout" sollten in den Arzt- und Entlassungsberichten die einzelnen Unterdiagnosen detaillert herausgearbeitet und deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit glasklar definiert und zugeordnet werden!

google>>

erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

Die konsequente Ausarbeitung und Optimierung der eigenen Krankenakte im Zusammenhang mit Anträgen auf Frührenten ist unverzichtbar!

google>>

youtube.com/user/hubkon/videos

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von MoechteAWissen, 35

möglich 

Antwort
von KaeteK, 43

Warst du denn schon in einer Reha?

Antwort
von DolphinPB, 28

Was für eine Frage ?

Also wirklich, die Antwort kann nur lauten: Vielleicht.

Kommentar von Dickie59 ,

Was für eine Antwort. Unsachlich.

Kommentar von DolphinPB ,

Na, Ihr Blabla gefolgt von "Wenn" und "Dann" sagt auch nicht mehr aus, also ebenfalls unsachlich oder ?

Kommentar von Apolon ,

Unsinn - man kann hier nur mit vielleicht antworten.

Denn wir kennen weder das ärztliche Gutachten, noch den ausgeübten Beruf.

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