Frage von DieFee85, 78

Wird die Jugend zu schlecht aufgeklärt?

Seit ich mich hier etwas intensiver "rum treibe" stellt sich mir diese Frage. Ich lese ständig Fragen wie: Bin ich schwanger? Schützt die Pille vor HIV? Usw.

Was läuft denn hier so schief? Werden die Teenies nicht gut genug aufgeklärt? Vielleicht findet das ganze auch zu spät statt... Was meint ihr?

Antwort
von heide2012, 30

Da machst du "ein Fass" auf, zu dem ich mich hier stundenlang auslassen könnte...

Aufklärungsunterricht beginnt heutzutrage schon in der Grundschule.

Die Themen Schwangerschaft, Empfängnisverhütung, HIV, Aids sind Thema in der Sekundarstufe I. Ich denke mal, dass viele Schüler im Unterricht gut aufgepasst haben und über diese Themen auch umfassend Bescheid wissen.

Die Jugendlichen, die hier fragen, haben wahrscheinlich entweder im Unterricht nicht aufgepasst, vieles einfach nicht verstanden bzw. nicht ernst genug genommen oder es ist ihnen völlig egal. Und ihnen fehlt es wohl auch an häuslicher Unterstützung, elterlichem Verrtauen....

Oft ist es ja auch so, dass eine Schwangerschaft in Kauf genommen wird, weil man sich erhofft, so zu einer eigenen Wohnung usw. zu kommen - eine Fluchtin ein vermeintlich besseres Leben.
Da sind Schulabschluss, eigene und vom Staat finanziell unabhängige Zukunft nicht mehr unbedingt ein erstrebenswertes Ziel.

Dass ein Kind viel Arbeit macht, intensive Betreuungund liebevolle Zuwendung braucht, richtig Geld kostet und man für ein kleines Lebewesen mindestens bis zur Volljährigkkeit die Verantwortung übernimmt, wird entweder gedanklich weggesteckt oder ist aus eigener familiärer Erfahrung gar nicht bekannt.

Mit ist außerdem hier aufgefallen,dass viele offensichtlich nicht einmal die Packungsbeilage ihrer Pille aufmerksam lesen oder einfach mal ihren Gynäkologen oder auch eine Beratungsstelle aufsuchen.

Kommentar von October2011 ,

Die Jugendlichen, die hier fragen, haben wahrscheinlich entweder im Unterricht nicht aufgepasst, vieles einfach nicht verstanden bzw. nicht ernst genug genommen oder es ist ihnen völlig egal.

Oder der Unterricht fand in einem Alter statt, in dem man es als unangenehm findet, in der Klasse vor den Mitschülern eine "dumme" Frage zu stellen weil man etwas nicht ganz verstanden hat.

Manchmal tut etwas Gelassenheit gut und wir "ältere" sollten eigentlich in der Lage sein diese Fragen einigermaßen problemlos und umstandslos richtig zu beantworten.

October

Kommentar von heide2012 ,

Sexualkunde für Teenager findet normalerweise geschlechtergetrennt statt und man kann ungehemmt fragen, was man will oder sogar anonym Fragen auf Zetteln stellen, die die Lehrkraft beim nächsten Mal beantwortet.

Außefdem lernt man viele Beratungsstellen kennen - entweder als außerschulischen Lernort, also indem man sie aufsucht, oder zumindest die Flyer ausgehändigt bekommt.

Und Eltern / Freunde /andere Vetraute, die man alles fragen kann, hat man ja auch noch.

Kommentar von DieFee85 ,

Komischerweise ist mir in meinem Beruf wirklich aufgefallen, dass du Jugend nicht mehr ganz so "schlau" ist. Ich hab lange in einem Kinderheim gearbeitet und mich dort um die Hausaufgabenbetreuung gekümmert. Vor 15 Jahren saßen da noch viele Gymnasiasten und einpaar Realschüler. Fünf Jahre später waren es viele Realschüler, einpaar Gymnasiasten und ein bis zwei Hauptschüler. Nochmal fünf Jahre und es waren viele Hauptschüler, einpaar Lernförderschüler und ein Realschüler. Heutzutage sitzen hier viele Lernförderschüler, einige Hauptschüler und mehrere Schüler mit geistiger Behinderung. Ob die Lehrpläne für die verschiedenen Schultypen geeignet sind, steht wohl auf nem anderen Blatt. Könnte mir gut vorstellen, dass das auch in die ganze Thematik einberechnet werden sollte.

Antwort
von YuyuKnows, 25

Gehen wir davon aus, dass du, liebe/r Fragensteller/in, etwas älter bist als 20 Jahre und jünger als 100 Jahre.

Jugendliche wurden damals - vor dem Internet - wenig aufgeklärt. In der Schule redet man wenig über solche Themen (Sexualität, Krankheiten, etc) oder es werden zu wenige Fragen gestellt, sodass man mit wenige oder gar keinem Wissen durchs Leben wandern muss.

Durch das Internet hat man die Chance sein Unwissen zu füllen - indem man fragt. Es ist keine Strafe etwas nicht zu wissen, vor allem, wenn es um die eigene Gesundheit steht. 

Deshalb finde ich es wirklich arrogant von dir zu erwarten, dass wir alle 100 % in allen Dingen aufgeklärt sind. Es gibt Sachen - das bestreite ich nicht - welche man wissen sollte. Doch dies bezieht sich wiederum auf jeden individuell. So erwarte ich, dass alle wissen, wie man mit Google umgeht. Aber es gibt doch wieder einige, welche es nicht können...

Kommentar von DieFee85 ,

Ich glaube nicht das jeder alles wissen muss, denn sonst würde ich mich wohl nich hier rum treiben und vorallem hätte ich da auch keine Frage gestellt. Ich gebe dir völlig recht, fragen ist wichtig. Aber ist es nicht sinnvoller diese Fragen den Menschen zu stellen, die sich damit auskennen? Wenn es beispielsweise um Fragen zur Pille geht, sollten die da nicht direkt beim Arzt gestellt werden, wenn man sich die Pille verschreiben lässt? Oder warum nimmt man sich nicht einfach die Packungsbeilage zur Hand? Aber nett, dass du dir ein Urteil über mich erlaubst, ohne mich zu kennen.

Antwort
von ichweisnetwas, 15

Ich meine das wie damals einfach viele eh nicht zuhören wenn es im bio unterricht beigebracht wird.

Oder garnicht anwesend sind. HEutzutage denken doch viele junge leute das sie schon alles wissen und die lebenserfahrung schlechthin haben.

Viele würden doch beim ersten Problemchen zurück zu mama und papa rennen weil sie nicht weiter wissen.

ABER das war schonimmer so und wird wohl immer so sein. Die vernunft kommt erst mit einem gewissen alter bei den meisten, oder auch nie bei wenigen

Antwort
von Dummie42, 22

Nein, die Jugend war noch nie so gut aufgeklärt wie heute. Das zeigt sich z.B. an der immer weiter gesunkenen Zahl der Teenagerschwangerschaften. Wenn man allerdings Assi-TV auf RTL schaut, könnte man sofort das Gegenteil glauben.

Allerdings gibt es eine politische Gegenbewegung (AfD), die die Aufklärung in den Schulen künftig verhindern will.


Antwort
von Moltik, 17

Die Teenies werden besser als je zuvor aufgeklärt, aber vom Internet. Statistisch gesehen ist ja die Anzahl der "Teenie-Mütter" zurückgegangen. Außerdem wird mit dem Thema viel offener umgegangen. 

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