Ich bin noch nicht sehr alt (unter 20), aber ich finde schon das die Kinder (so zwischen 5-14) gegenüber mir einen Ton anschlagen, der nicht mehr aktzeptabel ist. Ich hätte mich das früher nicht getraut.Ich würde gerne wissen wie sie darüber denken und ob das möglich an der falschen Erziehung liegt oder doch eher an den Medien.

Ist ja irgend wie niedlich. Ein kaum Zwanzigjähriger spricht von der Jugend und von früher.
Es wird immer "sone und solche" geben. Das Elternhaus ist für die Basis zuständig. Und wenn es da schon fehlt, dann ist nichts mehr zu retten.

Seit den 68ern wurden "Werte" nicht mehr richtig vermittelt, weil dort alles in Frage gestellt wurde und selbst Höflichkeit nicht mehr definiert wurde, weil das "altmodisch" und "spiessig" war. Ich will die Errungenschaften der 68 nicht ganz mies machen- sie haben auch viele notwendige Lockerungen und Denkanstösse gebracht - aber gerade die Erziehungsgrundsätze wurden zu sehr auf "freiheitliche" Basis gestellt.
Das Ergebnis ist heute eine gewisse Unsicherheit: auf der einen Seite werden Kindergefühle aus Erwachsenensicht interpretiert und "berücksichtigt" (Ein Gitterbettchen kann man einem Kind nicht antun, das ist wie ein Gefängnis, möglichst nie nein sagen, weil es das Kind in der Entwicklung einengt, Ich mag es nicht, wenn mich wer massregelt - also mag das mein Kind bestimmt auch nicht, usw.) - auf der anderen Seite sind Eltern "überinformiert" und haben Angst, "Riesenfehler zu machen und Komplexe in Ihr Kind zu pflanzen" wenn sie mal aus dem Bauch heraus handeln (was zu 95% richtig wäre). Aus dieser Überinformation sind auch soooo viele verschiedene "Erziehungsrichtungen" entstanden, die oft noch falsch interpretiert wurden, so dass Eltern einfach keine festgelegten Richtlinien mehr haben, wie eine "richtige" Erziehung auszusehen hat. Und anstatt aus dem Bauch heraus zu handeln, wird oft lieber gar nichts unternommen, aus Angst, etwas falsch zu machen.
Denkansatz: "Erst wenn ein Mensch das Einhalten einer Grenze gelernt hat kann er entscheiden, ob er über diese Grenze hinuberschreiten will oder nicht."
Hugo Geier am 2. April 2008 17:26 Ein sehr guter Denkansatz - DH...
Es liegt an beiden,aber auch an der Schule nicht nur an dem Elternhaus.

Ich glaube, es wird mit der Jugend immer schlimmer. Es liegt an der Erziehung und an den Medien. Die Kinder schauen sich das von anderen ab.

Eltern, die zu wenig Zeit für ihre Kinder haben keine Grenzen setzen und Werte vermitteln. Fernsehsendungen in denen Werte veralbert oder mit Füßen getreten werden und insgesamt verdummend wirken.

Einerseits scheinen die Eltern immer weniger Zeit für ihre Kinder zu haben oder kommen mit ihnen garnicht mehr zurecht. Andererseits gibt es immer mehr Gewalt an Schulen, zu viele Games, sodass sie garnichts anderes mehr machen wollen...
Ich denke, dass sich heute die Menschen im Informationszeitalter zu wenig Zeit nehmen wirklich zu reden, ohne Handy, Computer und Zeitdruck. Und wenn jeder so für sich lebt bildet sich auch keine soziale Kompetenz aus, die man dann im Alltag anwenden könnte, oft sind es ja nur ganz einfache Dinge, die die Höflichkeit gebietet.

Zum einen wird in den Medien absolut ALLES gezeigt und ALLES diskutiert. Teilweise in einem Ton, der einem die Schuhe auszieht (Talkshows und ähnlich intelligente Machwerke). Darüber kann man geteilter Meinung sein. Dazu kommen aber die Eltern, die die Erziehung ihrer eigenen Kinder lieber dem Kindergarten, der Schule oder der Straße überlassen, weil sie selber unfähig, lustlos, überfordert, zu doof... oder alles zusammen sind. Mit dem zweifelhaften Ergebnis dieser "Erziehung" sind sie dann aber seltsamerweise trotzdem nicht zufrieden (und wieder hat man was, auf das man schimpfen kann). Respekt, Rücksichtnahme und Höflichkeit sind in manchen "Kreisen" kaum noch gefragt bzw. schlicht unbekannt (siehe auch manche User bei GuteFrage). Viele Menschen haben in den letzten Jahren gemerkt, das man sich beschweren darf - und tun seitdem nichts mehr anderes, außer herumzunölen und auf ihren eigenen Vorteil bedacht zu sein. Ätzend!!!

Die Eltern müssen mehr Zeit für ihre Kinder haben. Zum einen müssen heutzutage in den meisten Fällen, beide Elternteile arbeiten, zum anderen haben viele Eltern auch gar keinen Antrieb mehr ihre Kinder vernünftig zu erziehen. Für mich liegt hier die Ursache- die Medien sind nur ein kleines Problem wenn man sich um die Kinder kümmert, sehen sie auch nicht zuviel Tv oder spielen nurnoch Computer. Mit der Familie am Wochenende raus in die Natur oder Ausstellungen ansehen...das machen die meisten doch garnicht mehr. Wir sind noch auf Bäume geklettert und haben Kühe geärgert- danach ist ein Kind wunderbar ausgeglichen und friedlich. Sitzt das Kind dagegen nurnoch zuhause rum und bewegt sich nicht, wirkt sich das auch negativ auf die Psyche aus. Wenn die Kinder dann mal rauskommen, sind sie so überfordert das sie dann nichts anderes können als Gewaltszenen nachzuspielen.
Natürlich, kann man das alles nicht so verallgemeinern, doch auch ich bin noch relativ Jung, und dass verhalten von so manchen Kindern erzeugt bei mir oft einfach nur noch Kopfschütteln und erstaunen. Es ist ganz normal das man als kleines Kind ein gewisses Trotz verhalten an den Tag legt, und auch ich war sicher nicht immer ein Engel. Doch wenn man mir ernsthaft gesagt hat, dass der Spaß nun vorbei ist, habe ich das aktzeptiert. Auch habe ich mich nie getraut eine Unbekannte Person, die 6 Jahre älter ist als ich, dumm anzumachen. Es ist zum teil einfach nur noch unverschämt! und ich finde es schade das viele Eltern ihre Kinder einfach nicht mehr unter Kontrolle haben.

also woran genau es liegt keine ahnung. aber mir ist in meiner schule aufgefallen dass die 5 klässler immer unverschämter werden. da kriegt man zB in der schule viele krasse schimpfwörter reingedrückt und man darf sich nicht mal wehren weil man ja älter ist ;))

Das Denken der 68er und die darauffolgende Familienpolitik haben Vieles in Deutschland verändert.Manches kann man als gut betrachten, aber nach meiner Ansicht überwiegen die negativen Folgen.
Viele Eltern haben keine Liebe, Toleranz, Konsequenzen, Ehrlichkeit, Mitgefühl, Prioritäten setzen, Glück, Selbstbeswusstsein, Selbstverantwortung (und vieles mehr) aber auch Fleiß und Disziplin im Leben erfahren! Deswegen fällt es denen schwer es ihren eigenen Kindern weiter zu geben! Es ist ein Kreislauf!
Viele Eltern erziehen heutzutage tatsächlich noch anti-autoritär!
Durch die vielfältigen Medien bekommen Kinder Bilder und Texte zu sehen bzw zu hören die für sie definitiv NICHT gut sind! ABER es gibt ja auch nicht wirklich eine Ausweichmöglichkeit es sei denn man schliesst seine Kinder zu hause ein und finanziert einen Privatunterricht. Ob DAS glücklich macht ist dabei eine andere Sache!!!!

Also ganz ehrlich? Mit unter zwanzig habe ich freche Gören einfach die Meinung gesagt oder sie ignoriert. Der Spruch "mach Platz, du Wurm" ist mir da mit Sicherheit auch häufig über die Lippen gekommen.
So empfindlich waren wir damals nicht. Wer dir krumm kommt, dem gib Bescheid, und wenns dich nicht juckt, dann kratz dich nicht.
Ich für meinen Teil erlebe die jungen Menschen heute nicht anders als vor 20 - 25 Jahren. Sie sind vielleicht selbstbewusster, kritischer und lassen sich nicht mehr alles gefallen. Aber frech und unverschämt? Nö. Nicht wirklich. Es sei denn, du verstehst darunter, dass alle vor dir als Fasterwachsener in Ehrfurcht erstarren sollten.

Ja, die sehen Dich noch nicht als richtigen Erwachsenen an. Unter 20 ist ja auch nicht gerade viel älter als oder bis 14 Jahre.
Ich finde mein Alter spielt da nicht so eine wichtige rolle, ich hab es nur erwähnt um zu zeigen das selbst ich mich als jungedliche davon gestört fülle.
Ich bin nicht sicher, ob die Jugend generell verdorbener ist. Denke mal, dass die Jugend aufgrund der Sprache in den Medien und der Straße sich prolliger ausdrückt. Hinzu kommt ein mehr an Gewalt und Pornos.

Heutzutage gehen meistens beide Elternteile arbeiten und die Kinder laufen "Nebenher"Beschäftigen sich dann meistens mit Playstation und ähnlichem.Die Eltern sind froh wenn sie Abends ihre "Ruhe"haben!

Einige Eltern vermitteln bestimmte Eigenschaften wie Respekt, Dankbarkeit etc. nicht oder nicht ausreichend. Die Medien verharmlosen immer mehr Gewalt. Aber auch in den Kindergärten und Schulen müsste mehr getan werden.

Ich finde auch, dass grad die Mädels viel frühreifer sind. 12jährige Mädchen rennen teilweise derart aufgedonnert rum, das hätten wir uns damals nie getraut.

--> siehe bei Antwort von HerrLich!
Ich seh es jetzt schon an meinem Sohn! Der ist erst drei und ist jetzt schon ziemlich frech! Aber da hab ich vielle fehler gemacht das es so ist!
jede Heck wird schlimmer, haben sie früher immer gesagt. und es stimmt, merkt man am besten wenn man sich selbst mit den eigenen kindern vergleicht?!

Ja, teilweise nehmen sich die Jugendlichen ganz ordentlich was heraus. Da ich durch meine Enkel, öfter auf dem Fußballplatz bin, als normal, fällt mir das immer mehr auf!!!

Bist du sicher, daß du dich in dem Alter nicht viel anders benommen hast?
Was verstehst du für dich unter nicht-akzeptablen Ton?
Du bist jung und es ist, wie die anderen hier auch geschrieben haben, schon etwas eigenartig, diese Fragen von einem so jungen Menschen gestellt zu bekommen.
Junge Menschen lernen mittels Grenzüberschreitungen, Grenzen zu erkennen und einzuhalten. An wem es nun liegt, dass sie diese Grenzen nicht respektieren, das können wir hier auch nicht mit Kreuzchen klären. Aber vielleicht liegt es auch daran, daß du mit deiner Alterschere genau die Jugendlichen triffst, die noch am austesten sind, wo die Grenzen liegen.
Auch zu große Angepaßtheit ist eine Gefahr, das sollte man nicht vergessen!!!
ja ich bin mir sicher das ich nie zu eine 16 jährigen etwas gesagt habe "wie du schlampe" oder sowas. Unter nicht aktzeptablen Ton verstehe ich das sie was ich z.b mal geshen habe, das vor eineb Mädchen (ca 16) zwei Grundschüler gesesehen haben und einer seine HÄnde unter sein T-shirt geschoben hat und zu dem Mädchen gesagt hat "Muschi, Muschi"
gioia am 2. April 2008 17:32 Wenn du dich von deren Verhalten gestört fühlt, sprichst du sie darauf an? Wenn ja, dann HUT AB! Wenn nein, dann werden sie es nicht lernen.
Es reicht leider nicht, nur zu klagen...
Genau da liegt ja das problem, wenn man sie drauf anspricht kommen sie nur mit solchen sprüchen wie "Halt dein Maul" oder so. Natürlich soll ich sie darauf ansprechen aber ich finde besonders die eine Autroität auf die kinder ausüben (Erwaschene, Lehrer) diese sollten sie darauf ansprechen.
gioia am 2. April 2008 17:41 Das ist mir doch zu arg polemisch, das Ganze!
Auch DU hast eine Verantwortung, nicht nur die Erwachsenen, zu denen du dich jedoch jetzt nicht zählst, auch wenn du dich nicht zu den Jugendlichen zählen willst. Du lebst nicht im Niemandsland und bist lediglich Beobachter der ach so schlimmen Zustände. Wenn du etwas anprangerst, dann sei bereit, etwas zu ändern!
Vlt tu ich das ja genau mit dieser Frage weil ich damit die erwachsenen darauf aufmerkasam mache das selbst ich als jungendliche mich von dem Verhalten gesört fülle. Und es gefällt mir garnciht das ich nur wegen meines Alter manche meine eigene Meinung nicht respektiern.
und wer hat gesagt das ich mich nicht zu den jugendlichen zähle?
Sicher ist es von Vorteil Kindern selber Grenzen erkunden zu lassen, dadurch lernt es selbständigkeit. Doch alles durchgehen lassen ist auch falsch! Denn so lernt es auch nie ein Stop,oder Stops zu respektieren.
gioia am 2. April 2008 18:13 Die Kinder lernen durch das Grenzen setzen und nicht mittels Durchgehenlassen, das stimmt. Und sie lernen sehr schnell die Freiheit zu nutzen, diese Grenzen auszutesten. Es gehört Zeit und Aufmerksamkeit dazu, diese Grenzüberschreitungen zu merken und ihnen ein Stopp entgegen zu setzen, die Kinder den anderen Weg zu lehren und dabei eine feste Linie zu haben was den Umgang mit der Umwelt betrifft.
Und dafür braucht "man" Zeit, das was es nicht mehr gibt. Nirgendwo, auch nicht in Schulen und Elternhäusern, jedenfalls meistens nicht.
Doch ohne dieses Austesten werden Kinder nie zu verantwortungsvollen Erwachsenen heranreifen. Sie werden nur zu angepaßten und von einer möglicherweise korrumpierenden Macht verführbaren Menschen.
Es ist eine Gratwanderung, kein Zweifel.

Ich denke, es war früher auch nicht anders! Vielleicht auf einem anderen Niveau!

Leider wissen die meisten Eltern nicht mehr mit ihren Kinder umzugehen oder sind zu faul. Aber die Medien bieten jede Menge schlechte Vorbilder z.b. in Videoclips .
Ich finde das nicht niedlich, weil ich schon öfters von den Grundschülern blöd angemacht wurde und das habe nicht nur ich sondern auch meine Freunde festgestellt.
Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen! DH
stimme ich auch zu, die Assozialen sind im kommen, und werden staatlich unterstützt.
Wer ist bei dir Asozial????
@vollimleben--gib das Wort Asozial in ein Lexikon ein und plopp...
Man sollte nie von sich auf andere schließen!
schmollmund, was um alles in der Welt soll denn eine solche Aussage bedeuten?
Ich glaube nicht,das Herrlich die Situation "Niedlich"findet,sondern das ein 20 Jähriger der ja auch noch zur Jugend gehört,diese Frage gestellt hat!
Danke für den Kommentar, aber ich hatte es auch vorher schon kappiert!
DU warst gar nicht gemeint!!