Frage von Sibellchen, 188

Wird Deutschland die Ausnahme darstellen = Rechtspopulisten?

Nabend,

Populisten sind seit dem gestrigen Sieg Donald Trumps augenscheinlich auf dem Vormarsch. Doch was heißt das für Europa? Die Deutschen hatten das Ganze bereits durchlebt, deshalb glaube ich mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass es hier nie zu einer rechten Mehrheit kommen würde. Doch was ist mit dem Rest Europas? Europa führt statistisch gesehen oder rein rechnerisch im Durchschnitt alle 50 Jahre einen Krieg. Was mit auffällt: die USA haben die am längsten wehende Demokratie und vor allem eine stabile. Selbst mit Trump bleiben die USA demokratisch und stabil. Klar gibt es Konflikte aber in einem anderem und kleinerem Ausmaß. Ich denke, dass ist auch der Punkt, warum Europa die Mentalität der Amerikaner nicht ganz versteht. In Europa sind sie gleich alle beflügelt, siehe Beispiel Brexit: kaum nach Referendum gab es massenhaft Übergriffe auf Deutsche, Polen, Afrikaner usw. Gerd Wilders spricht von einer Rückeroberung der Staaten weltweit. Ist Europa vielleicht gar nicht Demokratie tauglich? Zumindest nicht wie in den USA? Ich meine, die USA hatten schlimmste Zeiten und dennoch blieb die Demokratie, aber in Europa endet das Ganze schnell in einer Diktatur. Was meint ihr?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BelieveME, 108

Deutschland hat zu schlechte Erfahrungen mit Rechts um im nächsten Jahrzehnt Opfer von sowas zu werden ausserdem schützt unser System uns vor einer Diktatur

Kommentar von Sagittarius1989 ,

Rechts ist nicht Hitler oder ist Links gleich Stalin und Kommunisten?? es wirt zeit das wir mal wieder gute rechte Erfahrungen sammeln,mit links kann es nicht mehr weiter gehen 

Kommentar von atzef ,

"Mal wieder" "gute rechte Erfahrungen"? Wann hätten wir die denn mal gehabt? Die politische Rechte hat uns in zwei Weltkriege geführt mit katastrophischen Folgen auch für das eigene Volk.

Diese Schmuddel werden hier zu meinen Lebzeiten nie über jenen Bodensatz an Rechtsextremisten hinauskommen, den die AfD derzeit komplett aktiviert.

Kommentar von Sagittarius1989 ,

aha wenn du mir extremen rechten beispiel kommt hat uns das extrem linke der Sozialismus und Kommunismus nicht auch Kriege und die DDR so wie die Berliner mauer gegeben ,dazu kommen Hunger Tode,Eroberungskriege wie der Winterkrieg, und auch Stalin hat es gefallen Polen zu erobern.

Rechts haben wir zu verdankend das es Deutschland geben tut sonst weren wir immer noch einzel staaten,

Kommentar von ceevee ,

Rechts haben wir zu verdankend das es Deutschland geben tut sonst weren wir immer noch einzel staaten,

Also war Mozart doch Österreicher und das HRR ( = ganz viele Einzelstaaten, u.a. das Fürsterzbistum Salzburg) eigentlich gar nicht so toll.... ;)

Wenn du das Wort "rechts" mal einfach mit "konservativ" gleichsetzen würdest, anstatt die Neuanordnung Deutschlands in den größtmöglichen historischen Grenzen zu fordern, dann würden die Nazi-Vorwürfe seltener kommen.

Kommentar von randomhuman ,

Es gab noch nie gute rechte Erfahrungen. Wer das glaubt hat sich in den Fängen der Rechten verfangen. Deutschland wird diesen Rechtsruck überstehen. 

Kommentar von Sibellchen ,

Sagittarius1989: Ich denke, was du brauchst, ist jemand, der dir sagt, wie du zu leben hast.

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 79

Na ja, die Demokratie in den USA vertrug sich eine Weile auch sehr gut mit Sklavenhalterei und bis in die 70er Jahre hinein mit Apartheid. Sooo viel an demokratischer Tradition haben die uns eigentlich auch wieder nicht voraus.

Und warten wir mal ab, was Trump und die republikanische merheit so verzapfen wird...

Auf dem Vormarsch? Seit dem gestrigen Wahlsieg? Rechtspopulismus ist in den ehemals stalinistischen Staaten sehr schnell hochgekommen. 

In anderen Ländern bleibt das weiterhin halbwegs überschaubar...

Kommentar von Sibellchen ,

Das ist genau das, was ich meine: trotz Sklaverei und Apartheid blieben die USA dennoch demokratisch. Verstehst du? Und was ist mit Frankreich, den Benelux Staaten? Den Nordischen Staaten?

Kommentar von atzef ,

Frag mal die Sklaven und von Apartheid Betroffenen, was die von dieser "Demokratie" hielten... Demokratie, jedenfalls in ihrer modernen Variante, reduziert sich nicht darauf, dass eine weiße, selbsternannte Herrenrasse alle paar Jahre wählen darf, sondern verwirklicht Rechtsgleichheit für ALLE MENSCHEN, Schutz von Minderheiten, individuelle Grundrechte etc.

Was soll in Frankreich, den Beneluxstaaten oder Skandinavien sein? Nirgendwo chancenreiche Aussichten für eine rechtspopulistische Mehrheit...

Kommentar von ceevee ,

Du findest es also demokratisch, einen Teil der Bevölkerung (sprich z.B. die Afroamerikaner) gar nicht erst abstimmen zu lassen? Und auch die Tatsache, dass Clinton zwar mehr Stimmen aus der Bevölkerung bekommen hat als Trump, die Wahl aber verloren hat, ist mMn. ein Indiz dafür, dass die Demokratie in den USA ein bisschen komisch funktioniert.

Kommentar von Mrpat1605 ,

Clinton hatte mehr Stimmen bekommen als Trump? Das macht jetzt nicht besonders viel Sinn..

Kommentar von randomhuman ,

Natürlich macht das Sinn wenn du dich mit dem Wahlsystem in den USA auskennen würdest. Die Menschen in den einzelnen Bundesstaaten wählen ja nicht den Präsidenten, sondern die Wahlmänner und dort gilt das Prinzip "the winner takes ist all". Wenn ein Staat z.B. 20 Wahlmänner hat und 47% stimmen für Clinton und 48% für Trump, dann müssten theoretisch beide 10 Wahlmänner bekommen (aufgerundet). Aber Trump bekommt in diesem Fall alle Wahlmänner also auch die anderen Zehn. Das heißt die Stimmen der 47%, die Clinton gewählt haben sind absolut nichts wert. Wenn der Präsident direkt gewählt werden würde, dann hätte bei dieser Wahl Clinton gewonnen, weil sie 200.000 mehr direkte Stimmen bekommen hat. Das ist eben das absolut undemokratische an diesem System. Das war glaube ich schon damals bei Obama so. Natürlich trifft das auch für Trumps Stimmen zu, wenn Hillary irgendwo ein paar Prozent mehr hat, dann verliert er auch den ganzen Staat. 

Kommentar von atzef ,

Na ja, ich würde jetzt nicht so weit gehen, dieses Sytem als "absolt undemokratisch" abzuqualifizieren. Aber es mutet scho etwas antiquiert und verschroben an und stammt erkenbar noch aus zeitlicher Nähe zm Feudalismus...:-)

Würdn vernünftigerweise nur die direkten Stimmen zählen, hätte jedenfalls Cliton die Nase vorne und nicht der Blödmannn. DAs wirft schon einen ziiemlichen Schatten auf seine Präsidentschaft und delegitimiert sie latet...

Kommentar von ceevee ,

@MrPat1605:

http://www.nytimes.com/elections/results/president

Clinton hat 47,7% der Stimmen. Trump hat 47,5%. Warum Trump trotzdem gewonnen hat, hat randomhuman ja schon schön erklärt.

Antwort
von randomhuman, 16

Die Demokratie in den USA ist und war ein Witz. Das System alleine mit den Wahlmännern ist sehr undemokratisch. Eigentlich haben 200.000 Menschen gesamt mehr für Hillary gestimmt und nicht für Trump. Aber das Prinzip "the winner takes it all" hat zu diesem unverdienten Sieg geführt. Aber jetzt werden wir erstmal sehen. 

Antwort
von linneus, 2

Populismus ist immer das, was die anderen machen, sagte Henryk M Broder mal so schön.

Antwort
von Mko89, 4

In Deutschland herrscht ein vorrübergehendes Förderales Staatsprinzip seit Geltung des GG. Deshalb kann man eher von einer getarnten Diktatur sprechen, welche sich nur hinter den Deckmantel der Demokratie verstecken tut. Förderal heißt die Hoheitlichen Befugnisse hat eine Fremdregierung inne. Guck auf deinen Perso, dort steht unter den Schriftzug Bundesrepublik, irgendwo "Federal Republik of Germany". Somit zählen wir mit zu den Bundesstaaten der USA. Warum USA weil sich diverse US Army Stützpunkte im Lande befinden, der Bekannste ist Ramstein, welcher ein Luftlande AufklärungsBasis darstellt, diese mit Angriffsdrohnen bestückt ist. Wenn man mit Russland Krieg führen will, ist Griechenland ein wichtiges Strategisches Landungs Ziel. Wenn man den Medien glauben will, ist Russland auch unser Feind, doch dies ist nicht so, die NATO und das EuMC sind der Feind. Wenn Trump wirklich von Putin in sein Posten gebracht wurden ist, dann haben wir nix zu befürchten. Jedoch sollte man erstmal abwarten, denn seit Trump letztes Jahr gewählt wurde, schieben sich auch die Krähen gegenseitig den Schwarzenpeter zu....


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