Wird der Kapitalismus scheitern?

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14 Antworten

Kann es sein das der Kapitalismus scheitern wird?

Notwendigerweise. Er basiert auf dem Glauben an unendliches Wachstum auf einem endlichen Markt mit endlichen Ressourcen. Doch Glaube allein wird nicht reichen.

Beispiel: 

Volkswagen hat vor einigen Jahren mal bekannt gegeben, dass der Konzern ein stetes Wachstum von 2,5% brauche, um "auf der Stelle stehenbleiben" zu können. Er braucht dieses Wachstum also nur dafür, um niemanden entlassen und keine Löhne kürzen zu müssen.

Was sich zunächst wenig anhört, wächst in rasender Geschwindigkeit exponenziell an: 

  • Du kaufst heute noch alle, sagen wir, 20 Jahre ein neues Auto. Natürlich von Volkswagen. ;)
  • Deine Kinder müssen diesen Zeitraum schon auf rund 10 Jahre verkürzen. 
  • Und deine Enkel müssen alle rund 3 Jahre ein neues Auto kaufen
  • Und deine Urenkel müssen alle rund 4-5 Monate ein neues Auto kaufen.
  • Deine Ur-Urenkel müssen sogar schon jedes Mal, wenn das Auto schmutzig ist, ein neues Auto kaufen.
  • Und deine Ur-Ur-Urenkel müssen schon alle 1-2 Stunden ein neues Auto kaufen.

... Und all das nicht etwa, damit Volkswagen "wächst und gedeiht"; sondern einzig dafür, dass Volkswagen niemanden entlässt.

Natürlich könnte man nun einwenden, dass die Märkte ja (noch) wachsen: Afrika, Asien, Südamerika ... das sind GEWALTIGE Märkte mit Milliarden Menschen. Und alle wollen Autos fahren. Doch es gibt nicht nur Volkswagen. Es gibt zahlreiche Automobilhersteller. 

Und auch die Staubsauger-Hersteller, Fernseher-Produzenten und Pizza-Lieferanten wollen leben. Auch sie erwarten dieses exponenzielle Wachstum, um auf der Stelle verharren zu können und nicht schließen zu müssen.

Es gilt also nicht nur für Volkswagen, sondern für ABSOLUT JEDEN Marktteilnehmer: "Wachse exponenziell oder stirb!"

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Damit ist die Frage nicht mehr, OB der Kapitalismus stirbt. Die einzige Frage, die noch im Raum steht, ist "Wann und wie wird es geschehen?"

Und typischerweise erkennt man das Sterben einer Ordnung an der Häufung von systemimmanenten Krisen. 1929, 1973, 2001, 2007, ?

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Wenn ja woran wird der Kapitalismus scheitern?

An sich selbst. Der größte Motor des Kapitalismus ist zugleich sein Strick um den Hals. 

Kapitalismus hat eine extrem hohe wirtschaftliche (nicht jedoch gesellschaftliche) Innovations- und Progressionskraft. Doch genau sie ist es, die auch extrem starke Marktteilnehmer erzeugt. Zuerst Kartelle, dann Oligopole, dann Monopole. ... Und dann ist der Markt ausgehebelt. Der Kapitalismus ist - per definitionem - tot. Es herrscht Diktatur. Und über den Markt hinein in die Gesellschaft. 

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Oder ist der Kapitalismus tatsächlich "alternativlos"? Nein oder?

Nichts auf dieser Welt ist "alternativlos". Als man in der Antike erstmals diskutierte, ob man die Sklavenhaltergesellschaft zugunsten einer allgemein freien Gesellschaft aufgeben sollte, wurde argumentiert, dass es unmenschlich sei, die Sklavenhaltung aufzugeben. Wer solle denn für die Sklaven sorgen, wenn die Herren das nicht mehr täten? Wer solle ihnen Brot geben? Wer solle ihnen Arbeit geben? Wer solle ihnen Obdach geben und sie heilen, wenn sie krank würden?

All das führte immer und immer wieder dazu: "Die Sklavenhalter-Gesellschaft ist die höchstmöglich erreichbare Gesellschaftsform. Besser geht es nicht mehr. Deshalb ist sie alternativlos."

Und? Wie siehst du das heute? War sie "alternativlos"? Oder ging es doch noch einen oder zwei Schritte vorwärts?

Und wenn es vorwärts ging: Warum sollte es nicht noch weiter gehen? Weil der Kapitalismus nun aber wirklich die höchstmöglich erreichbare Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung ist? Weil ja sonst niemand für all die Arbeitslosen, Rentner, Kinder und sonstigen Schwachen der Gesellschaft sorgen und ihnen Schutz, Obdach, Essen und Gesundheit bieten könne?

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Oder gäbe es da gut Alternativen die auch funktionieren würden? Wenn ja was gäbe es da für Alternativen?

Hier betreten wir Neuland. Manches wurde schon vorsichtig "angetestet". Anderes wurde noch nie versucht.

Lasse es mich mal so formulieren: In den letzten großen Krisen (1973, schon deutlicher in 2001 und ganz besonders in 2008) musste die "sozialistische Planwirtschaft" den Kapitalismus retten. 

Banken wurden mit Steuergeldern gerettet. Arbeitsplätze wurden mit Steuergeldern gerettet. Unternehmen wurden mit Steuergeldern gerettet. Ja, ganze Staaten wurden mit Steuergeldern gerettet. Und bis heute pumpt man Milliarden und Abermilliarden in die Rettung, indem man sie an einer Stelle abzieht und an anderer Stelle hineinstopft.

All die Mittel - und WIRKLICH ALLE -, zu denen man hierbei griff, sind Elemente der sozialistischen Planwirtschaft. 

Wenn also die sozialistische Planwirtschaft den Kapitalismus aus seinen Krisen retten muss, ist es dann nicht einen Gedanken wert, mal näher hinzuschauen, was die sozialistische Planwirtschaft noch so alles leisten kann? Beispielsweise, wenn sie nicht gerade den Kapitalismus retten muss?

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Denn es gibt da noch ein interessantes - diesmal gesellschaftliches - Phänomen: Die grassierende Arbeitslosigkeit. Darauf hat unsere Gesellschaft noch gar keine Antwort.

Deshalb versucht man sich derzeit noch mit alter Medizin: Arbeitslose? Dann muss mehr Arbeit her! Also senkt man die "Kosten der Arbeit", um Arbeit attraktiver zu machen. 

Doch was ist das Resultat? "Senkung der Kosten der Arbeit" ist nur ein anderes Wort für "Lohnsenkungen". Et voila! Die Kaufkraft des Jahres 2016 liegt bei der von 1993. Die Leute können sich heute also nicht mehr leisten, als im Jahr 1993. 

Und das zweite Phänomen ist die "Massen-Verelendung". Noch ist sie nicht als "Verelendung" spürbar. Noch sind es nur Niedriglöhner und Aufstocker. Doch in den USA gibt es bereits eine Mittelschicht, die 2 Vollzeit-Jobs machen muss, um nur allein die täglichen Rechnungen zu begleichen. Und sie wächst rasant. Das wird auch hierzulande schon bald greifen, denn Haus, Auto und all die anderen "lebensnotwendigen Dinge" werden immer teurer. Doch die Kaufkraft stagniert seit einem guten Jahrzehnt...

Wer aus dieser "Immer-schneller-immer-mehr"-Tretmühle herausfällt, weil er krank wird oder aufgrund widriger Umstände mal seinen Job verliert, der landet innerhalb eines Jahres auf der gesellschaftlichen Müllhalde namens Hartz IV. Und die Osmose-Rate, also die "Ausstiegs-Chance" aus Hartz IV liegt nach nur einem einzigen Jahr schon nur noch bei 0,8 Prozent. Weniger als ein Prozent schafft es da dauerhaft wieder raus...

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"Mehr und billigere Arbeit" ist also keine Lösung für die gesellschaftlichen Probleme. Und "Konkurrenzfähigkeit" ist ebenfalls nur ein Modewort. Klar kann man die Löhne senken und senken. Doch mit "3 Dollar pro Tag" wird man NIEMALS konkurrieren können, ohne das gesamte Gesellschafts- und Wirtschaftssystem vollständig umzukrempeln. 

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... Kurz gesagt: Man wird nach tragfähigen Antworten auf die Fragen der Gegenwart und Zukunft suchen müssen. Und niemand weiß, wie sie genau aussehen werden. Nur eines ist sicher: Der gemütlich prosperierende Kapitalismus, wie wir ihn kennen, der Kapitalismus, der uns immer mehr und mehr garantierte, ist Geschichte. So wird er nie wieder kommen. 

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Kommentar von Flacherdler77
20.11.2016, 01:02

Aha ist das bedenklich?

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Ich denke nicht. Jedoch wird es für den einzelnen Menschen im Kapitalismus immer schwieriger es zu schaffen. Wo man vor 40 Jahren mit ehrlicher Arbeit und ein bisschen Verstand aus dem Nichts es zu etwas bringen konnte muss man heute schon kämpfen um zu überleben. Wie weit diese Entwicklung noch geht ist natürlich quasi unmöglich vorherzusagen.

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Nach meinem Dafürhalten solltest Du Deine Frage präziser stellen. Denn wenn man Kapitalismus sehr allgemein als "Marktwirtschaft mit Privateigentum an Produktionsmitteln" definiert, dann kann man sich durchaus Szenarien vorstellen, wo diese Form von Kapitalismus gut überleben kann. 

Eine Marktwirtschaft, in der der Preis eines Gutes durch Angebot und Nachfrage reguliert wird, wird es ja nie isoliert geben. In allen verwirklichten Marktwirtschaften gab es begleitende soziale Maßnahmen, die zum einen die Menschen schützen sollten, die extrem schlechte Wettbewerbschancen hatten, und die zum anderen Korrekturen gegen Monopolstellungen und andere gemeinschaftsschädigende Auswüchse aufbauen sollten.

Wenn ich mir also einen marktwirtschaftlich ausgerichteten Kapitalismus mit flankierenden sozialen Gesetzen vorstelle, dann glaube ich durchaus an sein Überleben, weil genau diese Wirtschaftsform den Prinzipien der Evolution entspricht. Auch in der Evolution treten zahlreiche Varianten in Bezug auf die Ausnutzung einer ökologischen Nische auf. Unter diesen gibt es Wettbewerb, und derjenige, der die besten Überlebensstrategien entwickelt, wird sich gegenüber den anderen verstärkt behaupten können (nicht etwa die anderen gleich vernichten, wie so oft behauptet wird, sondern nur "etwas erfolgreicher sein").

Genauso läuft es in der kapitalistisch orientierten Marktwirtschaft: Bestimmte Güter produzierende Systeme (Waren, Informationen, Dienstleistungen) werden alles daran setzen, dass ihre Produkte die Bedürfnisse der Menschen ihrer Zeit treffen und begehrt werden. Dann können sie diese absetzen und prosperieren. Den Konkurrenten bleibt dies nicht verborgen, und somit entwicklen sie Alternativprodukte, mit denen sie sich dann ebenfalls auf dem Markt behaupten werden. Wer mit seinem Warenangebot die Bedürfnisse der Zeit nicht trifft, geht Pleite und muss sich zwangsläufig neu orientieren.

Ich denke, dass man zu diesem Grundkonzept in historischer Zeit noch nie ein Konzept verfügbar hatte, was in großem Maßstab hierzu seine Überlegenheit unter Beweis stellen konnte. (In einer kleinen Gemeinschaft kann man durch reglementierte Aufgabenzuweisung sicher auch gut klar kommen). Alle eher sozialistischen Systeme haben letztlich versagt. Auch dirigistische, autoritär gelenkte Systeme sind praktisch immer gescheitert. 

Was heute immer wieder als sog. "Raubtierkapitalismus" angeprangert wird, ist sicher eine zutiefst abzulehnende Perversion marktwirtschaftlicher Grundprinzipien, in der hochgradig kriminelle und gemeinschaftsschädigende Strukturen realisiert werden. Diese Form von Kapitalismus wurde und wird auch in unserer Zeit bekämpft werden. Damit kann sie zwar nicht ausgelöscht werden, denn sie wird immer wieder aufflammen,  aber durch demokratisch initiierte Korrekturprozesse sollte sie wieder zurückgedrängt werden können. 

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Der Kapitalismus IST schon am scheitern!

Was wir jetzt sehen ist nur noch das letzte Aufflackern der Westlichen Grossmächte.

Wir haben Minus Zins - Was bedeutet nur noch Buchungsgeld (Heisse Luft) wird in die Wirtschaft gepumpt - Wenn nur noch ein oder zwei Länder nicht mehr mitmachen (können) wird das Kartenhaus zusammenfallen.

Ohne ins Detail zu gehen -> Die Folgen sind staatlicher Konkurs wie in Griechenland aber ohne Unterstützung und Auffang Kredite aus dem Ausland (die haben dann alle das gleiche Problem.)

Das Rentenproblem (sowieso vorhanden) PLUS staatlicher Konkurs... bedeutet -> Inflation = Hunger! 

Hunger = Chaos und Aufstand..

Die USA bereitet sich seit 20 Jahren auf diesen Zusammenbruch vor! 

Die GANZ Reichen wird auch dieser Zusammenbruch nicht treffen..  (Im Gegenteil die werden massivst davon profitieren. 

Desshalb gibt es nicht viele Alternativen -> Die Reichsten und Reichen müssen enteignet werden. 

Konzerne wie Apple, Starbucks, IKEA usw.. müssen gezwungen werden ihr in Steueroasen geparketes Vermögen aufzulösen. Holdings gehören verboten (Gewinnverschleierung).

Wenn das nicht passiert (und es wird nicht passieren).. Erlebt die nächste Generation das grosse Chaos mit Anarchie Ghettos auf Staats Gebiet.

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Kommentar von Flacherdler77
20.11.2016, 00:26

Und wie? Das geht nur mit Gewalt, deshalb Revolution!

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Was verstehst Du unter Kapitalismus?

"Dass die Armen immer ärmer werden und die Reichen immer reicher?"

Nenn mir eine gesellschaftliche Organisationsform vor dem Kapitalismus, in der das anders war.

Gescheitert ist der Sozialismus und seine ehemaligen Funktionäre konnten gar nicht schnell genug zu Oberkapitalisten mutieren. Schau Argentinien, Brasilien: Je dümmer die Massen, desto höher die Korruption und Bereicherung der dünnen oberen Schichten. Holzauge sei wachsam! Warum wohl importieren die reichen oberen Schichten und Politiker/Wirtschaftsseilschaften wohl noch mehr dümmere Massen nach Deutschland? Und die moralisch aufgeputschten Dummen in Deutschland klatschen Beifall. Was lehrt die Geschichte? Als Florenz im Chaos der Massen unterging, wer erstand wie ein Phoenix aus der Asche? Die armen Massen als Neureiche? Haha! Die Medici kamen mit neuer Macht und die aufmüpfigen Armen sind vorher mal kurz um ein paar Oberaufmüpfige bereinigt worden.

Wer stand am Ende der franz. Revolution? Der neue Kaiser Napoleon! Und wer ist in seinen Kriegen verblutet? Die Hurra schreienden Massen! Also mach Dir mal nicht zuviel Hoffnung. Wenn gesäubert wird, dann in Deinen Reihen, weil die bei einem Wirtschaftszusammenbruch kein Futter auf den Knochen haben. Und die sich hier ausweidenden Verteilungssüchtigen gehören alle zu der Klasse der Versager, wenns ums Anschaffen geht. Wenn die zu den Oberverteilern werden, dauert es keine 25 Jahre, bis alle Regale leer geräumt sind. Einen Vorteil hätte das vielleicht: Die überwuchernde Menschenmassen würden etwas reduziert, bis der ganze Trab wieder von vorne losgeht. Und die einen bekommen dann wieder 40,- DM und die anderen haben die Grundstücke und Produktionsmittel und ich wette, die Massen weigern sich erneut, sich mit Kapital zu befassen und sind zufrieden, wenn es nur ausreichend Bananen gibt.

Und wer faselt aktuell am meisten von den Werten? Die das Vermögen der kleinen Leute unter diesem tollen Deckmantel mal eben schnell in die eigene Tasche verschieben.

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Die jetztige Situation ist auf jeden Fall nicht zukunftsfähig, die Probleme sind ja kaum zu übersehen. Das Geldsystem hat darauf logischerweise einen grossen Einfluss ist sicher stark Verbesserungswürdig. 

Ich sehe die meiste Veränderung in der Permakultur. Es ist an der Zeit einfach Dinge auszuprobieren. Die Politiker werden nicht den Anfang machen, die sind aus meiner Sicht viel zu langsam unterwegs. Es gibt viele Ideen zB Regionalwährungen, Gemeinschaftsgärten, Vertragslandwirtschaft usw. Rob Hopkins ist ein Pionier dieser Bewegung, sehr interessanter Vortrag:

Ansonsten gibt es zB den "Plan B" der Wissensmanufaktur oder "Info Money" von Franz Hörmann. Systeme die aus meiner Sicht funktionieren würden. Sind aber noch nicht ausprobiert worden.

Hier der "Plan B" Vortrag:

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Ich denke, der Kapitalismus an sich ist nicht schlecht, aber staatliche Lenkung in gewissen Bereichen sollte nicht aufgegeben werden. Privatisierung mag die Post verbessern, aber wenn es z.B. um Klimawandel geht, sollte der Staat schon da sein und regulieren.

In Lateinamerika gibt es schon eine Reihe Konzerne, die demokratisch vo den Arbeitern geleitet werden, vielleicht ist das eine reelle Alternative zu den gewohnten Hierarchien.

Auch Reputation economy, wie AirBnB oder Craigslist sind  ein neues Konzept, das auf Demokratie, Teilen und Vertrauen basiert.

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Kommentar von Flacherdler77
19.11.2016, 23:39

Nicht schlecht??

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Da sich mal wieder alle einig sind, dass der Kapitalismus scheitern wird:
Das Wirtschaftssystem, das gescheitert IST (und mit ihm das zugehörige politische System der "Diktatur des Proletariats"), ist der Kommunismus und zwar schon in seiner Vorstufe, dem Sozialismus und das bei jedem Versuch.

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Hallo Flacherdler77!

Was ist Kapitalismus? Doch Primär freie Marktwirtschaft und freie Marktwirtschaft ist nur ein Werkzeug, eine Möglichkeit Waren und Dienstleistungen in der menschlichen Gesellschaft zu organisieren. Das ist weder gut noch schlecht, es hat einfach nur Vor-und Nachteile, mehr nicht. Dinge wie die Zwangsläufigkeit der kapitalistischen Systemzusammenbrüche im Fiat-Zinsgeldsystem sind einfach nur Auswüchse einer speziellen Art des Kapitalismuses, einer  menschlichen gesellschaftlichen  wirtschaftlichen Organisationsform.

Worauf es ankommt ist wozu dieses Werkzeug eingesetzt wird. Dienst es den Menschen oder fangen die Menschen an dem System zu dienen?  Hilft es allen Menschen oder führt es zwangsläufig dazu, dass es nur sehr wenigen hilft?

Das ist nicht der Fall heutzutage das die Wirtschaft dem Menschen dient, ganz klar. Der Mensch dient  der Wirtschaft und das ist ein unnatürlicher Zustand.

Das ist das primäre Problem das wir heute haben. Wirtschaft ist alles, Materialismus ist alles woran wir denken und was wir für wichtig erachten.

Was aber wirklich zählt sind Werte, sind nicht materielle Vorstellungen über Richtig und Falsch, Gut und Böse, richtiges Verhalten und falsches Verhalten. Was fehlt ist schlicht und ergreifend Idealismus. Das Werte wichtiger sind als Geld, das Werte wichtiger sind als Komfort und Sicherheit, das fehlt heutzutage. Es fehlt der Glaube daran, dass der Mensch höheren Idealen dienen sollte, indem er nach ihnen strebt.

Heutzutage gibt es nur noch den Mammon, das Geld, die Wirtschaft, die Produktion. Das ist alles woran man denkt, die einzige Kategorie die zählt. Ist die freie Marktwirtschaft schlecht, muss eben die Planwirtschaft ran, ist beides schlecht eben ein Kompromiss  wie die soziale Marktwirtschaft.

Woran man aber nicht denkt ist, der Mensch lebt nicht allein von Brot! Ohne Werte, ohne Geist bringt aller Reichtum und aller Friede nichts, wenn man tief im inneren leer und kalt ist.  Die Wirtschaft sollte uns Menschen das Leben ermöglichen, es vorran bringen und nicht unser Leben selbst sein.

Was zählt sind Ideale, nicht wie viel Geld man hat, wie gut unsere Wirtschaft ist. Was zählt ist. Lebe ich nach Idealen und bin bereit für sie zu kämpfen, für sie zu sterben und für sie einzutreten und sie zu leben so gut wie es mir möglich ist.

Wenn die Menschen das tun würden, dann könnte unser System wie es heute besteht nicht überleben.

Es ist immer der Geist der die Maschine beseelt wichtig, nicht die Maschine selbst. Wenn man eine kaputte Maschine wechselt, aber der Geist in ihr immernoch kaputt und krank ist, was bringt es? Nichts. Man muss den Geist ändern, dann ändert man auch die Dinge wie sie sind. Das ändert alles.

MfG Müller

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Kommentar von Flacherdler77
19.11.2016, 23:54

 

 Wie ist deine politische Einstellung? Ich bin gegen diesen Liberalismus, der Liberalismus ist wie eine Krankheit die ausgemerzt werden muss.

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Kommentar von vitus64
20.11.2016, 06:07

Und was gefällt dir am Liberalismus nicht?

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Ich glaube die USA rasen auf den Abgrund zu- leider! Das ist das beste Beispiel für eine fehlgeschlagene Politik.Bei uns wird es genau so kommen wenn wir nicht aufpassen! Eine Demokratie wo mehr Amerikaner im Gefängnis sind als Irland Einwohner hat und die ´Reichen tatsächlich auf kosten der anderen immer reicher werden und zwar so reich das manche nicht mal wissen wie reich sie sind! Hätten nicht einige die Atombombe,dann hätte es sicherlich schon gekracht,so hat jeder Respekt vor denen!

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Kommentar von Flacherdler77
19.11.2016, 23:56

 

Wie wäre es wenn man dagegen etwas unternimmt? Aber ich weiss die meisten sind zu degeneriert.

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Der Kapitalismus scheitert entweder daran, dass es immer mehr und immer heftigere Wirtschaftskrisen geben wird (Blasenbildung) oder schlicht daran, dass die mit den imensen Vermögen immer weiter steigenden Kapitalerträge nicht mehr erarbeitet werden können.

Die Alternative ist eine Art "Neue Physiokratie", in der die ökonomischen Renten aus Liquidität und Grundbesitz (Boden) von staatlicher Seite abgeschöpft werden und zur Finanzierung des Staatshaushaltes benutzt werden. Die meisten Steuern könnten so abgeschafft werden. Ferner würde ein ökologisches Grundeinkommen (bitte googlen) eine Art "Sozialkomponente" bilden. Darüber hinaus könnte ein Ressourcen basiertes Grunndeinkommen noch eine Ergänzung sein.

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1. Ja, wird er
2. An sich selber, nämlich dem Prinzip von Zins und Zinseszins
3. Demokratischer Sozialismus

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Kommentar von Flacherdler77
19.11.2016, 23:29

Dafür braucht es zuerst aber eine Revolution.

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Kommentar von ElTorrito
19.11.2016, 23:34

Isso

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Der Kapitalismus ist nix für Leute mit einem schmalen Portmonnaie und erst recht nichts für arme Leute, die er ständig zudem generiert.

Was das Scheitern anbelangt, sei angemerkt, dass es drauf ankommt, Was unter Scheitern zu versthen ist und Wen es dabei trifft.

Fakt ist jedenfalls, dass der Kapitalimus allerlei Krisen plus Arbeitslosigkeit sowie Sozialabbau beschert und dafür sorgt, dass ein Teil der Menschen auf der Strecke bleibt.

Nimmt man Wohlstand, Bildung, gute und preiswerte Wohnungen für alle als Maßstab, dann ist der Kapitalismus eigentlich ständig am Scheitern, schließlich geht es nur bei diesen darum, ein ordentliches Raffen und Schaffen zu erzeugen, was nicht für alle da und gegeben ist. Schließlich zählt in einem solchem System nur das Geld, alles verkommt zur bloßen Ware, was also soll daran so toll sein?

Die Alternative zum Kapitalismus ist übrigens nicht der Sozialismus, denn der darf eigentlich nur ein Übergangsstadium sein, andernfalls wird er ranzig, sondern es ist eindeutig der Kommunismus, den es übrigens bis jetzt noch nie in der Welt gegeben hat.


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Kommentar von Flacherdler77
20.11.2016, 00:21


Kommunismus ist und bleibt Utopie, Sozialismus ist möglich.  Wie soll der Kommunismus funktionieren?

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ja der Betrug am Mensch durch die Geburtsurkunde wird kippen,
nur noch ne Zeitfrage

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Kommentar von vitus64
20.11.2016, 06:10

Was hat jetzt die Geburtsurkunde mit dem Kapitalismus zu tun.

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