Wird der Glaube an Gott heutzutage nur noch "beigebracht"?

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19 Antworten

Wird der Glaube an Gott heutzutage nur noch "beigebracht"? Damit meine ich, ob viele Menschen nur noch an Gott glauben, weil sie das von ihren Eltern oder der Schule eingetrichtert bekommen haben?

Ich kann nicht für andere schreiben, aber in meinem Fall wurde mir der Glaube weder von meinen Eltern, noch von der Schule eingetrichtert. Als ich zur Schule ging, und wo ich zur Schule ging, war Religion sogar (in der DDR) in der Schule ein Tabuthema.

Denken Gläubige wirklich, dass alles wahr und richtig ist, was in ihrer heiligen Schrift steht?

Auch hier kann ich nicht für andere, sondern nur für mich schreiben. Zu denken, was los ist, ist mir zu undeutlich definiert. Ich weiß nicht, ob alles wahr und richtig ist, was in der Heiligen Schrift steht, aber ich glaube daran. Bei allem was ich ausprobiert habe, hat sich dieser Glaube für mich bewahrheitet - ob dem aus einem objektivem Standpunkt ebenfalls so ist, oder nur aus einer persönlichen Wahrnehmung heraus, kann und will ich nicht beurteilen, denn schließlich sind Glaube und Ablehnung des Glaubens immer subjektiv.

Warum "opfern" manche streng Gläubige ihr Leben für Gott? Damit meine ich die Leute, die einfach alles was in ihrer heiligen Schrift steht haargenau befolgen, und sozusagen ihr ganzes Leben damit verbringen es Gott recht zu machen.

Keine Ahnung, aber vielleicht liegt es daran, was sie sich davon erhoffen. Zum Beispiel lebe ich nach vielen Werten, die der christlichen Lehre entsprechen und bin damit sehr glücklich. Es würde mir vieles an meinem Charakter und meinem persönlichen Glück im Leben fehlen, würde ich nicht nach diesen Werten leben. Allerdings sehe ich das nicht als Opfer, sondern indem ich diese positiven Eigenschaften angenommen habe, sehe ich es nicht als Einschränkung in meinem Leben, sondern vielmehr als Befreiung.

Wieso hinterfragen manche Gläubige nicht was in ihrer heiligen Schrift steht, und fühlen sich persönlich angegriffen von denjenigen, die dies tun?

Das habe ich getan, beispielsweise in Hinsicht auf das Gebet, und ich wurde nicht enttäuscht, sondern das Ergebnis hat meinen Glauben umso mehr gefestigt. Ich habe kein Problem, wenn man (meinen) Glauben hinterfragt. Ich habe nur ein Problem damit, wenn jemand den Glauben anderer hinterfragt, wenn dieses Hinterfragen allein dem Interesse dient, den Glauben einer anderen Person unnötig zu kritisieren bzw. in den Schmutz zu ziehen.

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1. Nein, viele entscheiden sich frei und aus Überzeugung dafür.

2. Unterschiedlich, da glaube individuell ist. Ich nicht. Der Sinn der Schrift ist aber auch nicht, eine wissenschaftliche Ausarbeitung zu sein, sodass die Frage weitgehend hinfällig ist.

3. Die wenigsten, die aus Überzeugung und nicht aus kulturellem Zwang glauben, opfern irgendetwas. Sie haben Aspekte der Schrift als für sich passend empfunden und profitieren in irgendeiner Weise von einem Leben, das von diesen Gesichtspunkten geprägt ist. Sie haben es nicht nötig, jemandem etwas recht zu machen. Diese Anschauung wird hierzulande von der heutigen Generation kaum noch vertreten. Der eigene Lebensweg steht mehr im Vordergrund als die "Arbeit" für eine andere Existenz.

4. Nimm an, dass das individuelle Glück eines der bzw das höchste Ziel eines Individuums ist. Für viele Menschen ist die Gewissheit, dass ein Leben nach dem Tod hypothetisch nicht existiert, nichts anderes als eine Barriere auf ihrem persönlichen Lebensweg und ein vermeidbares Leid. Welchen Nutzen hat die Gewissheit, dass alles im Nichts endet (ein wesentlicher Aspekt der Diskussion)? Eine Erfahrung mehr. Und das auf Kosten emotionaler Stabilität, was regelmäßig Menschen in den Suizid treibt. Dann gerät die individuelle Existenz aus theologischer Sicht immer mehr in Feindschaft mit der biologischen Daseinsberechtigung, die lediglich in Reproduktion besteht. (Folglich kann der Glaube auch durchaus in erster Linie emotionales Standbein und die Frage nach der eigentlichen Wahrheit für Menschen zweitrangig sein.)

Viele, die engstirnig versuchen, Menschen ihren Glauben zu nehmen, bewirken oft nichts anderes, als dass sie Menschen Perspektiven nehmen, die Bestimmung, auf ein Ziel hin zu arbeiten, und sie in das Lebensmotto zu schieben "genieß dein Leben, solange du noch kannst". Wer offen dafür ist, sich mit dieser anderen Seite auseinanderzusetzen, wird das ohnehin tun, auch ohne, dass ihm jemand kontinuierlich in den Rücken stochert. Für alle anderen ist dies schlicht destruktiv, wenn nicht gefährlich für Ihr individuelles Wohlbefinden und ihr Glück als höchstem Ziel. Von der Gewissheit, dass bspw Gott nicht existiert, selbst wenn dem rein hypothetisch so wäre, profitieren Sie nicht, außer, dass "Yolo" nun zwangsläufig ihr Lebensmotto wird. Von dem Glauben hingegen profitieren viele, wozu genau also der große Drang, Menschen diesen Lebensweg madig zu reden, solange sie sich selbst und ihre Mitmenschen nicht körperlich gefährden? Ob dieser Preis es es einem wert ist, sollte jeder selbst entscheiden können. Und wer einen Weg für sich gefunden hat, dem sollte dies vergönnt sein und nicht abgewertet werden. Dies sollte niemandem aufgedrängt werden, denn das ist die Quintessenz des individuellen Lebensweges und aus philosophischer Sicht schlicht irrational. 

Kommentare ggf in angebrachtem Ton und unter Einhaltung der Netiquette. Und um das nochmals zu betonen, die Aussagen sind nicht universelle zutreffend und lediglich auf Teile der Bevölkerung zutreffend.

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Ich habe von klein auf Gottes Wort gehört, es ins Herz gefasst und daran geglaubt.

Ich glaube, dass alles wahr ist, was in der Bibel steht. "Herr zu wem sollten wir gehen, du hast Worte ewigen Lebens und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist." Johannes 6 Vers 69

Ich brauche in deinem Sinne nichts opfern, da ich ein völlig neuer Mensch geworden bin, dem es Freude macht zur Ehre Gottes zu leben.  "Das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden." 2. Korinther 5 Vers 17

Wenn du einen Menschen über alles liebst und weißt er liebt auch dich und es kommt jemand daher und sagt, was das für ein Spinner wäre, dann wärst du traurig und fühltest den Wert des geliebten Menschen in den Dreck gezogen. So geht es den Gläubigen, die ihren Herrn über alles lieben.

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Ok. Fange halt mit Konstantin I. an online ausführlich nachzulesen. Der hat ein Edikt raus gelassen welches für uns entscheidend war und unter ihm gab es zwei Konzile denen wir die kath. Kirche verdanken und die Trinitätslehre. 

Danach bestimmten nach und nach und auch mal von Zeit zu Zeit Herrschende welchen Glauben die Menschen angeblich hatten. Da wir noch gar nicht so lange möglichst alle lesen und schreiben lernen hatten über mehr als tausend Jahre die Menschen nicht den Hauch einer Ahnung welcher Religion sie angehörten. 

Achtung: Ja Es gab sogenannte Glaubenskriege. Gibt es heute angeblich auch. Damals wie heute freuen sich die Machtgierigen und Herrschsüchtigen gemeinsam mit der Rüstungsindustrie wie leicht den Menschen ein X für ein U verkauft werden kann. 

Dann fragst Du warum sich manche Menschen angegriffen fühlen wenn ihre Glaubenseinstellung / ihr Glaubensverständnis auch anhand von dargelegten Fakten angezweifelt wird. 

Es geht hier sicherlich nicht um Glauben sondern um die Verteidigung der eigenen Konditionierung. Da ist unbedingt zwischen zu unterscheiden. Denn wir können von einem Menschen der als Kleinkind - meist mütterlicher - Folter ausgesetzt war um ihm anzudressieren dass eigenständiges Denken existenzbedrohend ist nicht erwarten dass dieser Mensch nun ohne jede fachtherapeutische Unterstützung über Nacht lernt seinen Verstand zu nutzen. Und zwar so zu nutzen dass sein Glaube auf festen Boden kommt. 

Wenn sich Menschen freiwillig ganz ihrem Glauben verschreiben dann ist diese Entscheidung nicht von einem bestimmten Glauben abhängig. Solche Menschen gab es schon in der Frühzeit der Menschheitsgeschichte. Können wir auf jeden Fall von ausgehen. 

Manche erleben so real wie Du einen Schrank siehst den Ruf so zu leben. 

Manche Menschen finden schlicht Zuflucht auf diese Weise vor dem für sie nicht lebbaren sogenannten normalen Leben. 

Manche Menschen sind asexuell und finden sich in einer asexuellen Umgebung eben besser aufgehoben. 

Manche Menschen brauchen die klare Struktur solcher Gemeinschaften. Ohne wären sie nicht überlebensfähig. 

Es gibt viele Gründe. 

Grundsätzlich ist die von Dir angedeutete Thematik sehr umfangreich. Gerade in diesem Jahrhundert sind schon zahlreiche gut lesbare Bücher erschienen die ein besseres Verständnis ermöglichen. Mit dem Ausweis der örtlichen Bibliothek oder auch einfach indem Du Dich direkt anmeldest kommst Du an die Fernleihe der

Deutschen Staatsbibliothek Berlin

Bayrische Staatsbibliothek München

Badische Landesbibliothek Karlsruhe

An alle drei Bibliotheken muss jeweils ein sogenanntes Beleg-Exemplar jeder Neuerscheinung geschickt werden. Dort kann dann über Fernleihe oder durch direkte Abholung im sehr reichen Fundus geschmökert werden. 

Mach mal. Du ersparst Dir viel schlechtere Filme aus den Bereichen Horror Thriller, Drama, Krimi und auch Liebesfilme. Denn die entsprechende Menschheitsgeschichte ist sehr spannend, sehr bunt, sehr gewalttätig.... . 

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Hallo, ich versuche mal deine Fragen der Reihe nach zu beanworten, so wie ich es sehe!

1. Es war schon immer so dass "Glaube" einem beigebracht wurde. Dann bleibt es aber meist eine Religion, und keine eigenständige Entscheidung ob man tatsächlich persönlich an den entsprechenden Gott glaubt. Ein Beispiel als Vergleich: Mir wurde auch beigebracht dass Demokratie etwas Gutes ist, und dass ich z. B. deshalb wählen gehen sollte. Ob ich das dann auch tatsächlich mache, ist meine eigene Entscheidung.

2. Ja, aber man muss auch immer den historischen und kulturellen Zusammenhang sehen, und dass (in meinem Fall als Christ) die Bibel in Hebräisch und Griechisch geschrieben wurde. Das kann man nicht eins zu eins übersetzen und somit sollte man dann doch etwas aufpassen was man wörtlich nimmt. Trotzdem ist für mich der Inhalt der Bibel wahr und richtig.

3. Ich frage hier gerne umgekehrt: Was machen die Menschen, die an keinen Gott glauben? Auch sie "opfern" etwas. Geld und Zeit für Statussymbole, für Gesundheit, für teure Reisen, "richtige" Ernährung. Ich lebe mein Leben nicht um es Gott recht zu machen -  sondern weil seine Vorstellungen für mich gut sind in meinen Augen, ich vertraue ihm was das betrifft. Ich muss es Gott nicht recht machen, für ihn bin ich schon "richtig" und er liebt mich so wie ich schon bin!

4. Doch, ich hinterfrage das schon auch. Aber ich habe trotzdem keine Zweifel daran dass das irgendwie richtig ist, auch wenn ich es (noch)  nicht verstehe. Was mich aber stört ist, wenn andere durch scheinbares Hinterfragen eigentlich den (christlichen) Glauben an sich schlecht reden wollen.

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zu 1. Wieso "heutzutage"? Eher war das früher so, dass der Glaube beigebracht und fraglos übernommen wurde. Ich denke, dass die Menschen, die heute an Gott glauben, das eher aus eigener Überzeugung tun. Die Schule hat am wenigsten damit zu tun.

zu 2. Ja, es gibt sie, die alles glauben und für wörtlich nehmen, was in ihren heiligen Schriften steht (und dabei Widersprüche geflissentlich übersehen). Es gibt aber auch genug Menschen, die an Gott glauben, und trotzdem ihr Gehirn nicht ausschalten.

zu 3. Weil diese Menschen so unselbständig sind, dass sie eine externe Richtschnur, nach der sie ihr Leben führen können, benötigen.

zu 4. Das frage ich mich auch oft. Ich vermute, dass dies damit zu tun hat, dass deren heilige Schrift für sie die absolute Wahrheit ist, und sie eigentlich ahnen, wie leicht das in Frage zu stellen ist.

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Vielleicht ist dieser Text  zunächstmal eine Antwort auf deine erste Frage:

"»Das Verlangen nach Gott ist dem Menschen ins
Herz geschrieben,

denn der Mensch ist von Gott und für Gott erschaffen.

Gott hört nie auf, ihn an sich zu ziehen.

Nur in Gott wird der Mensch die Wahrheit und das Glück
finden,

wonach er unablässig sucht«.

Eine solche Aussage, die auch heute in vielen
Kulturkreisen völlig annehmbar, ja beinahe selbstverständlich
wirkt, könnte im säkularisierten westlichen Kulturkreis dagegen als
Provokation erscheinen, denn viele unserer Zeitgenossen könnten
einwenden, daß sie überhaupt kein solches Verlangen nach Gott
spüren. Für große Teile der Gesellschaft ist er nicht mehr der
Erwartete, der Herbeigesehnte, sondern vielmehr eine Wirklichkeit,
der man gleichgültig gegenübersteht, die es nicht einmal der Mühe
wert ist, sich dazu zu äußern.

In Wirklichkeit ist das, was wir als »Verlangen nach
Gott« bezeichnet haben, nicht völlig verschwunden, sondern es
taucht auch heute in vielerlei Weise im Herzen des Menschen auf. Das
menschliche Verlangen ist stets auf bestimmte konkrete Güter
ausgerichtet, die oft alles andere als geistlich sind, und dennoch
steht der Mensch vor der Frage, was wirklich »das« Gute ist, und
muß sich also mit etwas auseinandersetzen, das etwas anderes ist als
er selbst, das er nicht selbst herstellen kann, sondern zu erkennen
aufgefordert ist.

Durch die Liebe erfahren Mann und Frau die Größe und
die Schönheit des Lebens und der Wirklichkeit. Wenn das, was wir
erfahren, nicht einfach nur eine Illusion ist, wenn ich wirklich das
Wohl des anderen will – auch als Weg zu meinem eigenen Wohl –,
dann muß ich bereit sein, selbst aus dem Mittelpunkt herauszutreten.

Die anfängliche Ekstase wird so zum Pilgerweg, zum
»ständigen Weg aus dem in sich verschlossenen Ich zur Freigabe des
Ich, zur Hingabe und so gerade zur Selbstfindung, ja, zur Findung
Gottes«. Denn nicht einmal die geliebte Person kann das Verlangen
stillen, das im menschlichen Herzen wohnt, sondern je authentischer
die Liebe zum anderen ist, desto mehr wirft sie die Frage über ihren
Ursprung und ihre Bestimmung auf, über ihre Möglichkeit, auf immer
zu währen.

Die menschliche Erfahrung der Liebe hat also eine
Dynamik in sich, die über sich selbst hinausweist, sie ist die
Erfahrung von etwas Gutem, das den Menschen aus sich selbst
herausgehen läßt und ihn dem Geheimnis gegenüberstellt, das die
gesamte Existenz umgibt.

Ähnliche Überlegungen könnte man auch in bezug auf
andere menschliche Erfahrungen anstellen, wie die Freundschaft, die
Erfahrung des Schönen, die Liebe zur Erkenntnis: Alles Gute, das der
Mensch erfährt, strebt auf das Geheimnis zu, das den Menschen selbst
umgibt; jedes Verlangen des menschlichen Herzens ist Widerhall eines
Grundverlangens, das nie völlig gestillt ist. Natürlich kann man
von diesem tiefen Verlangen, das auch etwas Rätselhaftes in sich
birgt, nicht unmittelbar zum Glauben gelangen.

Der Mensch weiß letztlich wohl, was ihn nicht satt
macht, aber er kann sich nicht vorstellen oder beschreiben, was ihn
jenes Glück erfahren ließe, nach dem sein Herz sich sehnt. Man kann
Gott nicht kennenlernen, wenn man nur vom Verlangen des Menschen
ausgeht. Unter diesem Gesichtspunkt bleibt das Geheimnis: Der Mensch
sucht nach dem Absoluten, als Suchender macht er kleine und unsichere
Schritte.

Dennoch ist bereits die Erfahrung des Verlangens sehr
bedeutsam. Es zeigt uns, daß der Mensch ein zutiefst religiöses
Wesen ist. Wir können mit Pascals Worten sagen, daß »der Mensch
unendlich den Menschen übersteigt«." (Papst Benedikt XVI.)

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Ich weiß nicht wie es für andere ist, aber mir wurde der Glaube nicht eingetrichtert, er war einfach ein Teil des Alltag.  
Unseren Kinder wird auch nichts aufgedrängt, aber Gott, beten und die Bibel sind einfach ein Teil von uns.  Obwohl wir fast nie gemeinsam beten, machen es die Kinder von sich aus, wenn sie das Bedürfnis haben.

Meine Meinung ist dass man die Heilige Schrift nicht wortwörtlich nehmen darf. Z.B. Was für uns ein Tag ist, ist für Gott was anderes.

Jeder Mensch ist anders, aber ich fühle mich nicht angegriffen wenn jemand meinen Glauben nicht teilt, mein Mann ist ja Moslem, aber finde es daneben, diesen ins lächerliche zu ziehen, oder beweisen zu wollen dass es falsch oder unrealistisch ist.  Ich entscheide für mich und respektiere auch die Entscheidung anderer.

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Kommentar von Hooks
08.04.2016, 23:26

Was für uns ein Tag ist, ist für Gott was anderes.

was denn?

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1. Ich habe viele (Frei-)Kirchen kennen gelernt, in denen Kindern der Glauben tatsächlich beigebracht wird. Inwieweit sie das annahmen, was sie von den bibeltreuen Lehrern lernen, kann ich schlecht beurteilen.

2. Ja, diese Leute gibt es. Durch Schule, Medien, etc. gerät dieses Weltbild aber immer mehr ins Wanken. So jedenfalls mein Eindruck.

3. Weil sie glauben es sei Gottes Wille. Sie glauben das tatsächlich, haben womöglich eine spirituelle Erfahrung gemacht oder sind einfach so sehr von der Bibel überzeugt, dass sie gerne danach leben möchten. Sie verbinden damit eine gewisse Art von Glück danach zu leben, der Weg der Gottesferne würde sie unglücklich machen.

4. Weil der Zweifel der Weg des Teufels ist. Gott ist das gute, Satan ist das böse. Streng-Gläubige, die wirklich noch an eine wahrhafte Hölle glauben, an die jeder Nicht-Gläubige kommt, unterbinden automatisch jeden Zweifel, jede Kritik, die sie von Gott abbringt. Das ist fast so ähnlich als nimmst Du einem Drogensüchtigen das Heroin weg. Natürlich fühlen sie sich bei Kritik angegriffen, sobald es über eine gewisse Grenze hinausgeht, denn wenn Du Dein ganzes Leben einem Zweck widmest, ist die Fallhöhe automatisch sehr groß. Man fällt quasi in eine Leere, die erst mal wieder mit Sinn gefüllt werden muss.

Ich möchte dazusagen, dass ich hier nur von einer extremen Ausrichtung des Glaubens rede. Ich möchte niemanden persönlich angreifen. Es gibt sehr viele, die eine gemäßigtere Form des Glaubens leben und diesem obigen Beispiel nicht entsprechen. Auch Freikirchen sind nicht alle gleich und die meisten Mitglieder sind vernünftig und klar denkende Menschen.

Falls Ihr dem Text nicht zustimmt, begründet es bitte und wertet mich nicht einfach ab. Danke!

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1. Für andere kann ich nicht sprechen. Aber ich persönlich bin in einer atheistischen Familie aufgewachsen und wusste von selbst das es ein übernatürliches Wesen gibt. Dieses Wesen "Gott" oder "Jehova" zu nennen wurde mir allerdings irgendwann viel später beigebracht.

2. Nein, natürlich nicht, und wenn doch sind es keine Menschen, sondern Marionetten! Ich habe in meinem Leben mit den verschiedensten Religionen zu tun gehabt. Grundsätzlich habe ich alles hinterfragt, weil ich wollte keine beliebigen Dogmen, sondern geistliches Wissen, womit ich mich mit Herz und Verstand identifizieren kann. Ich bin heute strenggläubiger Geistchrist und bin nach wie vor ein frei denkender Mensch, der alles sehr sorgfältig überprüft und kritisiert aber immer mit Herz und Verstand.

3. Nun, viele Menschen wie ich lieben Gott über alles, weil sie in Gott ihren Lebengeber, ihren Retter und vor allem ihren besten Freund sehen.

4. Das sind Menschen mit einem geringen Selbstbewusstsein, die ihre Meinung und ihre Herzensgüte als wertlos betrachten. Sie sind nicht souverän und meistens nicht einmal ihres Glaubens mächtig.  

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Ich habe mir auch selber Gedanken über Religion gemacht. Ich habe Gründe/Argumente, warum ich an Gott und das Christentum glaube. Falls dich die Argumente interessieren, dann kannst Du ja mal auf mein Profil gehen, da findet man welche.

Wenn man gläubig ist und es wirklich ernst meint, dann ist es doch nicht überraschend, dass man Gottes Gebote befolgen möchte, oder?

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Zu 1) Gott hat nur Kinder, keine Enkel. Jeder Mensch kommt irgendwann an den Punkt, wo er selbst vor GOtt steht, nur "beigebrachtes" zählt dann nicht.

Zu 2) ??? Wenn man nicht gläubig ist, dann glaubt man auch nicht daran. Oder? Wenn man es ist, dann tut man es.

Zu 3) Genau das verlangt Gott von uns, denn er ist eifernder Gott und gibt seine Ehre keinem anderen.

Zu 4) Weil die Heilige Schrift das von Gott geoffenbarte Buch ist. Wort Gottes. Wenn sich zwei Schriften (Bücher) voneinander untescheiden, muß man herausfinden, welches das richtige ist. Welches vom lebendigen Gottt verfaßt worden ist.

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Kommentar von Netie
09.04.2016, 08:53

Wer wirklich nach der Wahrheit suchend ist, dem offenbart sich Gott.

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1.) Nicht nur heutzutage, der Glaube an Gott war schon immer von der Indoktrinierung abhängig, also dem was du unter "beibringen" verstehst. Ohne dieser Indoktrinierung hat der Glaube heute keine Chance mehr.

2.) Nicht alle. Man kann Gläubige nicht über einen Kamm scheren, es gibt solche und solche.

3.) Weil sie meinen sie würden dann nach dem Tod umso mehr belohnt werden. Offenbar führen sie imaginäre Bonuskarten in denen sie sich selbst schulterklopfend Stempel eintragen, wenn sie ihr Leben einschränken.

4.) Weil Gott für Gläubige zu einem Teil ihrer Persönlichkeit wird. Dieses Video erläutert das sehr anschaulich:

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hallo,
als kind wird es einem beigebracht und im verlauf des lebens wird es gefestigt .
ich befolge alles was im koran steht aus überzeugung man weiß das es die wahrheit ist man glaubt nicht nur dran .
ich werde ganz und garnicht aggressiv wen etwas hinterfragt wird ich rede gerne mit andersdenkenden menschen und erkläre ihnen den islam .
jedoch muss man sagen das es menschen gibt bei denen es zeitverschwendung ist da sie zu stolz sind sich allah zu unterwerfen .
in dem fall ist es sinlos zu diskutieren selbst wenn du sie davon überzeugst ihr stolz bleibt und du hast nichts damit bezweckt .

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Kommentar von Meatwad
04.04.2016, 21:05

man weiß das es die wahrheit ist

Ah ja. Und weshalb weiß man das?

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  1. Ich persönlich sehe das für mich nicht so. Ich denke täglich an Gott. Dazu benötige ich aber keine Zeremonie oder ein rituelles Gebet. Gott ist mein Begleiter.
  2. Nein. Die Schriften der Bibel wurden immer von Menschen der jeweiligen Zeit geschrieben, und zwar mit deren Wissensstand und deren Erkenntnis. Zum Beispiel das Wunder aus Wasser Wein zu machen, dass kann ich auch. Trotzdem ändert es nichts an meinem Glauben.
  3. Manche Menschen sehen es als wichtig an, den Glauben und die Lehren auch weiter zu tragen. Das ist auch gut so. Wäre dem nicht so, dann hätten wir keine Priester.
  4. Mit mir kann man eigentlich über alles ganz reizlos sprechen.
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Hallo,

ich bezweifele, dass das heutzutage noch beigebracht wird. 
Bei uns hocken die Schüler im Religionsunterricht und dösen vor sich hin.
Also mittlerweile ist das glaube ich zwecklos, das noch zu versuchen. :D

Freundliche Grüße,

MrOuttake

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Kommentar von KaeteK
03.04.2016, 14:52

In den christlichen Familien schon. Aber man merkt es ihnen auch am Verhalten an. lg

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1. Ich habe meine Familie, die auch gläubig ist, als Vorbild gehabt, wurde aber nie zum glauben "gezwungen"

2. Unterschiedlich. Ich nicht

3. Weil sie Fundamentalisten sind und es übertreiben

4. es kommt darauf an WIE man mir es sagt. Klar werde ich sauer wenn man mir sagt das sich ein bekloppter Spinner bin.

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Kommentar von Hooks
08.04.2016, 23:24

Jeder hat ein Fundament, auf dem er steht.

Manche ein selbstgebastelt, manche ein vorgefertigtes.

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Religiöser Glaube wird nur über Erziehung weitergegeben. Das Fängt schon im Säuglingsalter an. Dabei hat der Galubenserwerb durchaus Ähnlichkeiten mit dem Verlauf einer Virusinfektion.

Gläubige geben an das sie an die Gesamtheit ihrer heiligen Schrift glauben, jedoch sind sie sehr selektiv. Vielfach wiederspricht sich die jeweilige heilige Schrift selbst. So können verschiedene Auslegungen gegensätzlich sein.

Die heiligen Schriften stehen oft im widerspruch zur Lebenserfahrung. Es ist nicht möglich die Glaubenssätze ohne Widersprüche mit dem Naturgeschehen in Einklang zu bringen. Um den Glauben aufrecht zu erhalten muss man die Lebensführung dem Glauben unterordnen. Ist der Gotteswille erst einmal übergeordnet braucht es nicht viel das leben als weniger wertvoll als den Glauben anzusehen.

Die Gläubigen spüren das der Glauben sofort in sich zusammenbricht wenn auch nur ein kleiner Teil davon als unwahr erkant wird.

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man wächst durch die erziehung hinein

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Kommentar von Hooks
08.04.2016, 23:25

Quatsch. Gott hat keine Enkel.

Ohne bewußte Entscheidung wird man kein Gotteskind.

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