Frage von Mertens5, 121

Wird der Führerschein beim Blitzen weggenommen?

Ich wurde vor 2 Wochen außerorts mit ca. 160-170kmh geblitzt (120kmh erlaubt). Bin noch in der Probezeit. Einen Brief hab ich noch nicht bekommen aber ich weiß dass es bis zu 1 bis 2 Monaten dauern kann. Ich weiß auch dass ich ca. 200 bis 300€ zahlen muss, will aber wissen ob mein Führerschein mir endgültig weggenommen wird? Und was genau wird beim aufbauseminar gemacht?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TheErdnuss, 23

Hey, falls du dich genauer informieren willst, schau mal auf https://www.bussgeldkatalog.org/ . Die haben auch zu jedem Thema eine Kommentarfunktion, da kannst du dein Problem schildern und erhältst meist eine gute Antwort. 

Ich liste dir mal die wesentlichen Dinge zu deiner spezifischen Frage auf:

  • 41 - 50 km/h zu schnell
    160€, 2 Punkte in Flensburg, 1 Monat Fahrverbot
  • 31 - 40 km/h zu schnell
    120€, 1 Punkt, vielleicht 1 Monat Fahrverbot
  • Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 20 km/h in der Probezeit
    A-Verstoß, Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre, Anordnung eines Aufbauseminars

Ich habe mal beide Geschwindigkeiten angegeben, je nachdem, wie schnell du jetzt genau warst. Endgültig weggenommen wird dir der Führerschein nicht, es besteht nur, wie oben beschrieben, die Möglichkeit auf ein Fahrverbot.

Im Nachhinein alles wichtige zum Aufbauseminar:

  • Verpflichtende Teilnahme innerhalb einer festgelegten, zumutbaren Frist
  • Im Schnitt Kosten von 300 - 500€
  • In der Regel vier theoretische Sitzungen plus eine obligatorische Probefahrt
  • Wird in der gesetzten Zeit nicht teilgenommen, zieht das einen Entzug der Fahrerlaubnis nach sich, solange, bis die Teilnahme am Seminar nachgewiesen werden kann.

Alle Angaben ohne Gewähr, frag zur Sicherheit bei einer zuständigen Behörde nach.

MfG, TheErdnuss

Antwort
von lena1felix1, 50

Wie werden Ordnungswidrigkeiten in der Probezeit bestraft?

Bußgeld für ein Vergehen in der Probezeit

Neben
dem Bußgeld, Punkten in Flensburg oder dem Fahrverbot, das laut der
Bußgeldtabelle auf den Verkehrssünder mit dem neuen Führerschein
zukommt, drohen noch weitere spezifische Sanktionen.
Fahranfänger in
der Probezeit müssen also besonders penibel auf das Verkehrsrecht
achten, denn mit einem Bußgeldbescheid, weil zum Beispiel eine rote
Ampel überfahren wurde, ist es bei einem Fehltritt noch lange nicht
getan.
Je nach Häufigkeit und Schweregrad hat ein Vergehen in der Probezeit unterschiedliche Folgen.
Konsequenzen nach einem A-Verstoß (Schwerwiegende Ordnungswidrigkeit oder Straftat):

Die Probezeit wird zwei Jahre verlängertAnordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar

Zwei B-Verstöße haben dieselben Konsequenzen zur Folge.

Vergehen nach Teilnahme am Aufbauseminar

Beging der Fahranfänger bereits einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße, nahm an einem Aufbauseminar teil und begeht nun erneut einen A- oder zwei B-Verstöße, folgen andere Konsequenzen.

Diese bestehen aus:

einer Verwarnungund einer Empfehlung zur Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung

Die verkehrspsychologische Beratung soll innerhalb von zwei Monaten nach der Empfehlung absolviert werden. Ein erneuter Verstoß, der nach diesen zwei Monaten passiert, führt zur Entziehung der Fahrerlaubnis.

Geblitzt in der Probezeit

Wurde
der Fahranfänger in der Probezeit geblitzt, kann es also zu
unterschiedlichen Konsequenzen kommen. Grundsätzlich wird eine
Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit streng geahndet, damit der Fahranfänger eine vorsichtige Fahrweise erlernt.

Bei
einer Geschwindigkeitsüberschreitung von höchstens 20 km/h hat er oder
sie noch Glück gehabt. Es handelt sich zwar um einen A-Verstoß, aber die
Probezeit verlängert sich nicht um weitere zwei Jahre. Das Bußgeld, das daraufhin folgt, muss natürlich trotzdem gezahlt werden.

Wurde
der Fahranfänger von vornerein mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung
von mindestens 21 km/h geblitzt in der Probezeit, verlängert dies die
Probezeit der Fahrerlaubnis direkt um zwei Jahre.

Alkohol am Steuer in der Probezeit

Alkohol am Steuer in der Probezeit

Alkohol
in der Probezeit ist eine gefährliche Angelegenheit. Fahranfänger, die
sich mit ihrem Führerschein in der Probezeit befinden, sollten vor einer
anstehenden Fahrt daher keinen Tropfen Alkohol zu sich nehmen.
Andererseits riskieren sie eine Probezeitverlängerung und die Anordnung zur Teilnahme am Aufbauseminar für Fahranfänger, denn es handelt sich hierbei um einen A-Verstoß.

Die Promillegrenze liegt in der Probezeit bei 0,0!

Beim
Führerschein auf Probe ist Alkohol also nur mit Vorsicht zu genießen.
Nach einer Party sollte die Fahrt nach Hause in einem Taxi oder mit den
öffentlichen Verkehrsmitteln wahrgenommen werden.

Aufbauseminar für Fahranfänger

Begeht ein Autofahrer in der Probezeit der Fahrerlaubnis einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße, wird die Teilnahme an einem Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF), auch als Nachschulung bekannt, angeordnet.

Das
Aufbauseminar soll dem Verkehrssünder dabei helfen, seine Fehler
einzusehen und diese in Zukunft zu vermeiden. Dazu lizensierte
Fahrschulen führen das Aufbauseminar für Fahranfänger durch. Kosten
variieren je nach Fahrschule, liegen aber bei rund 200 bis 400 Euro.
Aufbau der Nachschulung

sechs bis zwölf Verkehrssünder nehmen an einer der vier Theorie-Sitzungen teiljeweils bis zu drei Fahranfänger absolvieren gemeinsam eine Beobachtungsfahrt zwischen der ersten und zweiten Theorie-Sitzung

Muss ich zur Nachschulung?

Ordnet
die zuständige Behörde ein Aufbauseminar für Fahranfänger an, sollte
dies auf jeden Fall wahrgenommen werden. Ignoriert der Verkehrssünder
diese Anordnung und schließt die Nachschulung in der vorgeschriebenen
Frist nicht ab, wird ihm die Fahrerlaubnis entzogen.

Kommentar von TheErdnuss ,

Schätzchen, anstatt die gesamte Seite zu kopieren, schick doch einfach direkt den Link: 

https://www.bussgeldrechner.org/probezeit.html

Oder fass es zumindest zusammen.

Antwort
von Lkwfahrer1003, 31

Naja , kann man so nicht beantworten .

Nimmt man deine Geschwindigkeit , den Tachovorlauf und die 3% Toleranzabzug ist man bei ca.166 Km/h die der Tacho maximal anzeigen sollte um noch unterhalb des Fahrverbots zu sein !

Bis 40 Km/h zu schnell kostet es 120 Euro + 28,50 Gebühren 1 Punkt sowie Aufbauseminar .

Ab 41 - 50 = 160 Euro +28,50 , 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot sowie Probezeitmaßnahmen

Außerdem könnte es passieren das man dir Vorsatz vorwirft was dann das Bußgeld verdoppeln würde ! 

Antwort
von vikodin, 47

also mit seminar und strafe und bearbeitungsgebühr wirst du an die 1000€ kommen... ich weiß nicht ob dir der schein direkt wegenommen wird... fahrverbot auf jedenfall... evtl weil in der probezeit eine MPU... aber das weiß ich nicht nur die 1000€ sind so gut wie sicher (aufbauseminar kosten 500-600€)

Antwort
von zaferworld, 42

Über 20km/h zu schnell ist ein A-Verstoß in der Probezeit.
D.h. zusätzlich zu der Geldstrafe wird deine Probezeit um 2 Jahre erhöht und du musst an einem Aufbauseminar teilnehmen. Das kostet auch nochmal 100-300€
Die Seminare sind alle unter schiedlich und kommen meist auf das Delikt an

Kommentar von vikodin ,

ich habe für meine 500€ gezahlt und die sind nicht billiger geworden! ^^

Kommentar von zaferworld ,

Das wusste ich nicht...

Antwort
von lena1felix1, 24

Mit PKW außerorts geschlossener Ortschaften mit 160050 km/h zu schnell gefahren.

Abzüglich 3% Toleranz sind das: 155244 km/h

Konsequenzen, mit denen Sie zu rechnen haben:

Punkte

2

Bußgeld

600 €

Fahrverbot

3 Monate

Hinweis: Aufbauseminar, Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre

Antwort
von lena1felix1, 22

Mit PKW außerorts geschlossener Ortschaften mit 160050 km/h zu schnell gefahren.

Abzüglich 3% Toleranz sind das: 160050 km/h

Konsequenzen, mit denen Sie zu rechnen haben:

Punkte

2

Bußgeld

600 €

Fahrverbot

3 Monate

Hinweis: Aufbauseminar, Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre

Kommentar von TheErdnuss ,

Wenn du ein Auto hast, dass 160050 km/h schafft und nach Abzug der Toleranz immer noch 160050 km/h erreicht, dann hast du jedes Recht zu schnell zu fahren.

Kopierst du nur und liest dir gar nicht durch, was du da postest? ^^

Antwort
von Nobbicat, 15

Nein du musst ihn nicht komplett abgeben. Du wirst 1 bis 2 Monate Fahrverbot haben. Du wirst aber mehr als 300€ zahlen müssen, schon allein wegen dem Aufbauseminar das du machen musst.

Antwort
von MondialsJuicy, 45

Ist das nicht in jeden Bundesland anderes?

Würde mit 88kmh in der 30zone geblitzt.

Ich warte auch noch was ich für eine Strafe bekomme.

Ich vermute Parr hundert Euro und Punkte. Kann auch sein das ich für ein Monat mein Schein abgeben muss. 

Ärgerlich.

Kommentar von Mertens5 ,

Naja ich bin aber leider in der probezeit :/

Kommentar von lena1felix1 ,

ich auch nur ich bin aufmerksam :-) kleiner tipp lessen wieviel man fahren darf ich hab erster dieses jahr 1 jahr erst rum dann und hab ihn immer noch zum glück :-) hoffe du passt das nächste mal auf besser wen du zu spät dran bist dan versuch das du pünktlicher deine sachen erledigst befohr du gass gibst. :-)

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ärgerlich?

weil du mit der 3fachen (!!) erlaubten Geschwindigkeit geblitzt wurdest?

klar ........

wer in einer 30ger Zone nahezu die 3fache Geschwindigkeit fährt sollte den Führerschein auf Lebenszeit entzogen werden ....

Kommentar von MondialsJuicy ,

Es war eine Landstraße wo eine angrenzende Baustelle war! Und ein alter 30 kmh Schild was ich übersehen habe, und das erstmal in der Stadt (Osnabrück) war.

Es war kein Schulweg oder so.

Kommentar von Lkwfahrer1003 ,

Ist das nicht in jeden Bundesland anderes?

Nein , in ganz Deutschland gleich !

Innerorts mit ca. 52 zu Schnell ! Alter Schwede :-)

Ca. 560 Euro ( Vorsatz ) , + 28,50 Gebühren , 2 Punkte und 2 Monate Fahrverbot ...evtl. Probezeitmaßnahmen

Kommentar von Schnoofy ,

Das ist nicht ärgerlich sondern rücksichtslos und selten dämlich.

Sorry, aber das musste ich jetzt so deutlich schreiben.

Kommentar von Lkwfahrer1003 ,

Auf einer Landstraße ? Dann muss die Geschwindigkeit reduziert werden , zuerst 70, 50 und dann 30 !

Du hast also mehrere Schilder übersehen ?

Wurde auf die Baustelle hingewiesen ?

Hast du schon einen Anhörungsbogen bekommen ? Wann war der tattag ?

Antwort
von Healzlolrofl, 24

Ich kann es dir leider nur für die Schweiz beantworten:

Im 120er Bereich mit 151km/h (abzüglich Toleranz) geblitzt werden bedeutet: Fahrausweisentzug, Anzeige und min. 450,- CHF (420€) Busse.

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