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Wird der Anteil der HartzIV Beziehenden hier bei GF...

gefragt von adianthumadianthum am 04.11.2009 um 17:48 Uhr

zunehmend diskriminiert, oder kommt mir das nur so vor? Meinen diese Leute es sei so toll von "Stütze" zu leben, oder sind sie einfach zu borniert um sich vorstellen zu können, selber in die HartzIV Falle zu rutschen?

Ich glaube nämlich dass der Anteil der sog. Sozialschmarotzer gleichzusetzen ist, mit dem Anteil der deutschen Bevölkerung die "Türken tothauen".

Nur zur Info: Der Großteil der Bezieher sind: Alleinerziehende mit kleinen Kindern ohne Aussicht auf Krippen/KiGaPlatz, ehemalige Selbstständige, Freiberufler, Geschiedene, Geringverdiener, die trotz Vollzeitjob zuwenig verdienen um sich und Familie über Wasser zu halten, Kranke, Behinderte, Alte die nicht mehr eingestellt werden, weil mit 55 zum "alten Eisen" gehörend, Leute die einfach PECH hatten usw, usw...

Jeder Einzelne davon hat seine Geschichte, und nur die allerwenigsten davon lesen sich so: Ach, kein Bock zu arbeiten....sollen se doch löhnen die anderen die doof genug zum arbeiten sind....

Jedem hier, der sich nicht in eine solche Situation versetzen kann/will und es nicht an Hähme und Verachtung mangeln lässt wünsche ich, NIEMALS in die Situation zu kommen wo sie solche Fragen stellen müssen!!

Ach ja, auch ein HartzIV Bezieher darf sich noch verlieben, heiraten, Kinder bekommen, seine Eltern besuchen, einen PC besitzen usw. DENN: mit Verlust der Arbeit, verliert man nicht seine Menschlichkeit!


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heinmueck
beantwortet von heinmueck am 4. November 2009 17:52
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Hilfreichste Antwort

Wenn man hier bei gutefrage.net zu solchen Themen Fragen stellt, muss man leider damit rechnen, dass sich der Bodensatz der Stammtischler zu Wort meldet. Das typische an den Stammtischfloskeln ist ja, dass die schon angetrunkenen Pantoffelhelden alles besser wissen als die Betroffenen. Einfache Lösungen liegen ja angeblich auf der Hand ("Wer arbeiten will findet auch Arbeit...") und Differenzierung ist natürlich viel zu mädchenhaft als dass ein trinkfester Hobbypolitiker sich damit abgäbe.

Ich stimme insofern deinem Statement voll zu.


Weitere gute Antworten


anonym
beantwortet von Socat5 am 4. November 2009 17:51
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Das unterschreib ich. Es herrscht allgemein die Meinung vor, ein Hartz-Empfänger habe gefälligst am Hungertuch zu nagen, und wenn er auch nur einen Euro sparen kann, gehts dem viel zu gut. Schließlich soll es ja eine Strafe sein für die ganzen faulen Säcke! dasmeineindruckist


anonym
beantwortet von Ciquo am 4. November 2009 17:52
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lustig...grad in der sozialrecht vorlesung drüber gesprochen. das negative bild der hartz4 empfänger wird durch die "skandal-geschichten" der medien geprägt. siehe mallorca rolf oder wie die nicht alle heissen...

über die >90% die, die sehr (!) strengen reguarien erfüllen und sich den meineserachtens teilweise demütigenden maßnahmen hingeben wird nichts berichtet...damit macht man nunmal keine quote/auflage...

mfg


VirtualSelf
beantwortet von VirtualSelf am 4. November 2009 17:48
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Dein Eindruck täuscht dich nicht.
Selbsternannte Moralapostel und Besserwisser nerven nicht nur, sie geben über das Trollen hinaus oft genug auch sachlich und fachlich falsche Auskünfte.
Mindestens die Hälfte der Posts auf ALG2-Fragen würde in gut moderierten Foren in der Tonne landen.


Berserker
beantwortet von Berserker am 4. November 2009 17:52
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Es gibt immer Menschen die glauben etwas Besseres zu sein. Sie vergessen aber, das es ihnen bald genau so ergehen kann. Hartz IV-Fragen sollte man aber besser in einem Hartz4-forum stellen.


anonym
beantwortet von Saarland60 am 4. November 2009 17:50
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Alles völlig zutreffend, erklärt aber nicht, warum jemand, der Transferleistungen erhält, hier allen Ernstes fragt, ob er vom Amt Kondome bezahlt bekommt, ob das Amt seine Telefonkosten übernimmt, oder ob er alle 5 Jahre Anspruch auf eine neue Einbauküche hat.

Kommentar von 6ccc4c0fc261f7a2a2e2984ff944fdf8smallVirtualSelf am 4. November 2009 17:55

Er hat das Recht zu fragen, denn von sich aus - also freiwillig - gibt die ARGE trotz gesetzlicher Verpflichtung in der Regel oder zumindest oft keine vollständigen Auskünfte über einem zustehende Leistungen.

Kommentar von Saarland60 am 4. November 2009 17:57

Selbstverständlich hat er das Recht zu fragen, und seien die Ansprüche noch so unverschämt. Allerdings haben die anderen auch das Recht, entsprechend zu antworten.

Kommentar von 6ccc4c0fc261f7a2a2e2984ff944fdf8smallVirtualSelf am 4. November 2009 18:03

Eine Frage ist nicht solange nicht unverschämt, wie der Fragesteller davon ausgeht, dass er einen Rechts-Anspruch haben könnte.

Unverschämt hingegen ist es, wenn man sich anmaßt, über Andere zu urteilen, ohne die Umstände und (Wissens)Hintergründe zu kennen.

Kommentar von Saarland60 am 4. November 2009 18:08

Auch wieder einverstanden. Allerdings wird auch der größte Sozialutopist nicht leugnen können, dass ein Teil der Leistungsempfänger ein Anspruchsdenken entwickelt hat, das auf der Überzeugung basiert, der Sozialstaat sei ein Selbstbedienungsladen. Und das äußert sich indirekt auch in derlei Fragen.

So sehr ich gesellschaftliche Armut bedaure: Für mich ist der Maßstab immer noch der Teil der Bevölkerung, der arbeitet, der in die Sozialkasse einzahlt und dessen Anspruchsdenken vom EIGENEN Geldbeutel reguliert und begrenzt wird.

Kommentar von 6ccc4c0fc261f7a2a2e2984ff944fdf8smallVirtualSelf am 4. November 2009 18:14

Und für mich ist der Maßstab das Gesetz.
Weiters sehe ich es als fundamentales Recht eines jeden an, fragen zu dürfen, welche gesetzlichen Ansprüche er hat.
Wenn du der Meinung bist, die Gesetze sind schlecht - warum auch immer -, dann muss der Adressat deiner Kritik der Gesetgeber sein und nicht der Fragesteller.

Kommentar von Saarland60 am 4. November 2009 18:18

Dieses Recht ist auch nicht anzuprangen. Nur gelegentlich die Mentalität, die sich dahinter verbirgt. :-)

Kommentar von 71469f053816fcf647d725f875798de8smalladianthum am 4. November 2009 17:55

Ich werde nicht bestreiten, dass das Fragen sind die über das Ziel hinausschießen, oder vielleicht garnicht wirklich ernst gemeint sind. Aber das gibt niemandem das Recht anderen, die ohne Schuld da reingeraten zu diskriminieren. Auf solche Fragen kann man auch mit der Gegenfrage, ob derjenige das denn wirklich ernst meint kontern- ohne diffamierend zu werden, oder?


curafe
beantwortet von curafe am 4. November 2009 17:50
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sorry, ich empfinde das hier nicht so, für mich bleibt mensch, mensch egal wie er sozial dasteht


Praline
beantwortet von Praline am 4. November 2009 17:49
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15 % - nicht mehr!


anonym
beantwortet von Reiff am 4. November 2009 17:55
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"Nur zur Info: Der Großteil der Bezieher sind:..."

-bitte um Quellenangabe, woher diese Angaben stammen. Und wieviel ist der Großteil in Prozent? 51%?

Kommentar von 6ccc4c0fc261f7a2a2e2984ff944fdf8smallVirtualSelf am 4. November 2009 18:05

Geschenkt, da die Aufzählung fast abschließend ist, braucht man m.E. nicht ernsthaft über die genaue Zahl zu diskutieren.

Sag uns, wer deiner Ansicht nach fehlt, und dann können wir versuchen herauszufinden, wie groß dieser Anteil sein könnte. Der Rest ergibt sich von selbst.

Kommentar von Reiff am 4. November 2009 18:22

genau darum geht es: Du wirfst hier BEhauptungen in den Raum, die in keinster Weise belegt sind. Auf dieser GRundlage kann man nicht diskutieren, weil sie von nicht belegten Fakten ausgeht.

Kommentar von 6ccc4c0fc261f7a2a2e2984ff944fdf8smallVirtualSelf am 4. November 2009 18:44

Nochmal: wer fehlt nach deinem gesunden Menschenverstand in obiger Aufzählung? Diejenigen, die Leistungsmissbrauch betreiben?
Hunde frisierende Aliens?

Kommentar von Reiff am 4. November 2009 18:51

siehst du, genau wegen deiner Unsachlichkeit führt dies hier zu nichts. Schwamm drüber. ICH wollte einfach nur einen BEleg dafür, wieviel Prozent diejenigen sind, die du aufzählst und wieviel die von Dir genannten "Sozialschmarotzer sind". aber, wenn ich dich richtig gelesen habe, bist Du der meinung, dass es keine Sozialschmarotzer gibt oder habe ich das falsch verstanden?

Kommentar von 6ccc4c0fc261f7a2a2e2984ff944fdf8smallVirtualSelf am 4. November 2009 19:32

Alles klar; dir fehlen also die "Sozialschmarotzer": gibt seriöse Schätzungen, nach denen der Leistungsmisbrauch im unteren einstelligen Bereich liegt; wenn du googelst, findest du die Quellen selbst, aber ich helfe dir:

http://www.arbeitsagentur.de/nn_17352/Dienststellen/RD-S/Pirna/AA/Presse/Presseinformationen/ARGE/2009/002-geringer-Leistungsmissbrauch.html

Zitat: Trotz gegenteiliger Darstellungen in einigen Medien, sind die Bezieher von Arbeitslosengeld II zum überwiegenden Teil, nämlich über 98 Prozent, ehrliche Leistungsempfänger, die einen berechtigen Anspruch auf das Arbeitslosengeld II haben.

Quelle: ebenda

Weitere Fragen?

Kommentar von Reiff am 4. November 2009 19:36

@virtualself:meine Frage war, ob Du glaubst, dass es keine Sozialschmarotzer gibt. Ganz sachlich und nüchtern. Wieso reagierst Du so aggressiv und implizierst Aussagen in meinen Kommentar, der so einfach nicht drin steht?

Kommentar von 6ccc4c0fc261f7a2a2e2984ff944fdf8smallVirtualSelf am 4. November 2009 20:01

Ich weiß, dass es "Sozialschmarotzer" gibt, in einem Unfang, der statistisch fast irrelevant ist.

Kommentar von Reiff am 4. November 2009 20:03

"statistisch fast irrelevant." hm, was wäre denn fast irrelevant? unter 1%? Unter 1 Promille? Weniger?

Kommentar von 71469f053816fcf647d725f875798de8smalladianthum am 4. November 2009 18:07

Zuerstmal meine ganz persönlichen Eindrücke wenn ich auf dem Amt saß und mir die Geschichten meiner "Mitwartenden" anhörte. Aussagen von Sachbearbeitern die schon länger dabei waren, Berichte in Medien die sich explizit mit dem Thema auseinandersetzetn. Merkwürdigerweise verschwinden solche Berichte immer irgendwie im Orkus- während die Negativstories wie ein Banner hochgehalten werden. Von wegen in D gäbs keine Zensur!


silvia140359
beantwortet von silvia140359 am 4. November 2009 18:25
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das kommt dir nicht nur so vor, das ist so... aber nicht nur hier, eigentlich werden sie überall zunehmend diskriminiert.Es ist kein Wunder, daß sich viele in Ihren vier Wänden vergraben und ihr Leben einfach so laufen lassen wie's halt kommt. Mittlerweile muß man sich ja schämen, ein Hartz IV-Empfänger zu sein, denn man wird fast gleichgestellt mit Assozialen, Verbrechern.... usw.


anonym
beantwortet von ivonne82 am 5. November 2009 20:29
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ich denke das es an den medien liegt... man sieht da doch nur hartz4 empfänger die stolz drauf sind vom staat zu leben ohne zu arbeiten. der rest schämt sich vom staat leben zu müssen und möchte sich deswegen in der öffentlichkeit nicht outen. (eben weil die es die vorherschende meinung ist, dass hartz4 empfänger faule sozialschmarotzer sind) ich denke man sollte immer erst nach den hintergründen fragen bevor man sich eine meinung über einen menschen bilden kann.


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