Frage von HontaYOYO, 231

Wird das unvegane Vorleben eines Neuveganers verziehen?

Es gibt Veganer mit Nähe zur Tierrechtsszene, die verbreiten, dass Fleisch Mord bedeutet.

Ich frage mich dann immer, ob den ehemaligen Nichtveganern ihre Mitschuld vergeben wird, bzw. ob sie sich selbst vergeben können, dass sie vorher Fleischesser waren?

Ist es unwichtig, was man vorher war - zählt nur noch das jetzt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wickedsick05, 48

hier gut beschrieben dazu wurde eine untersuchung gemacht:

Dass Vegetarier und Veganer die besseren Menschen sind,
wissen sie selber nur zu gut. Aber wer unter den besseren Menschen
gehört nun wirklich und wahrhaft zu den allerbesten? Man kennt es von
Religionen: Wer Gott oder den Göttern oder dem Heiligen an sich
besonders nahe sein will, wird öfter zum Extremismus verführt.

Ein naiver Mensch würde vielleicht annehmen, dass sich die Anhänger der
verschiedenen Fraktionen des guten, fleischfreien Daseins wechselseitig
gern leiden mögen. Tatsächlich ist es nach Rothgerbers Untersuchung so,
dass die Veganer die bloß gesundheitsorienterten gegenüber den ethisch
orientierten Vegetariern abwerten, und zwar umso stärker, je stärker sie
selbst ethisch orientiert sind.

Wurde bei der Befragung ins Spiel gebracht, dass die Mehrheit der
Menschen ja immer noch dem liederlichen Fleischverzehr frönt, schlossen
sich die Reihen wieder: Dann waren auch die strengsten Veganer wieder
eher bereit, den bloß gesundheitsopportunistischen Vegetariern ein
bisschen von ihrer Überlegenheit abzugeben.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42246/1.html

es für viele eine art Quasireligion also der galube an die einzig wahre ernährung/Lebensstil. Je stärker sie also nach ihrer eigenen Definition ethisch motiviert sind um so mehr abneigung empfinden sie gegenüber anders denkenden und handelnden Menschen der sich bis zum Hass steigert.

Man schustert sich also die Natur zu einer idyllischen harmonischen
Paralellwelt in der der Mensch nix verloren hat, Bäume zu Pflanzen ist
gut, Bäume zu fällen böse und der Jäger ist sowieso ein Mörder. Dass der
tot zum Leben dazu gehört will man nicht akzeptieren. Daher versucht
man mit schlechten Argumenten seine Quasireligion mehr stabilität zu
geben indem man sich Scheinargumente an den Haaren herbeizieht und diese zum Dogma erhebt.

Also Fleisch ist böse – und wer Fleisch isst, auch.

So denken zumindest viele, die Tiere lieben und Steak, Wurst und Schnitzel für ungesund halten.

Daher glaubt man man könne sich und alle dieser Welt von Krankheit und allem propagierten

vermeintlich

schlechten das damit verbunden wird fern halten. Also getrieben von Schuld und Sündengefühlen angestachelt durch medien glaubt der innerlich leidende "Nervöse" die einzige möglichkeit dem "Teufel des Fleischessens" zu entkommen ist dieser Büßer-Ideologie nachzugehen und diese "gute Botschaft" in die ganze Welt hinauszuschreien. Ist der innere Schulddruck und die damit verbundene Rechtfertigungsnotwendigkeit entsprechend stärker – wird sogar versucht der Verzicht auf „alles Tierische“ einem jeden Menschen mit unwahren Texten aufzuzwingen. Lenkt der Missionierte nicht ein weil er diesem ideologischen Quatsch keine glauben schenkt und das sinkende Schiff nicht betreten will wird er

beschimpft und angegriffen. Erst wenn jede Fleischfressende Pflanze in den Wohnungen aller Menschen am Tofutropf hängt ist seine Mission erfüllt.

Kommentar von wickedsick05 ,

Danke für den Stern !

Antwort
von Kapodaster, 101

Nehmen wir mal an, ein anderer Veganer kritisiert, dass du nicht immer vegan gelebt hast. Dan wissen  wir doch beide, was von so einem selbstherrlichen, arroganten Typen zu halten ist, oder ? ;-)

Kommentar von kiniro ,

In dem Fall ist es die Arroganz, die störend ist - und nicht das Vegan-sein.

Kommentar von Kapodaster ,

So sieht's aus.

Antwort
von cocostoertchen, 126

Also für mich sind die meisten Veganer die sich Veganer nennen nicht einmal welche, weil wer meiner Meinung nach die Lebenseinstellung pflegt der isst nicht bloß vegan sondern lebt komplett vegan. Sprich Vegane Kleidung u.s.w. 

Naja, muss jeder selbst entscheiden.

Ich selbst bin Vegetarierin und bereue es nicht vorher Fleisch gegessen zu haben. Bei Veganern ist es ja nochmal eine Nummer höher. Sie essen keine Produkte die von einem Tier stammen (Milchprodukte, nichts wo Milchprodukte drinnen sind u.s.w.). 

Ich meine es ist doch nicht möglich schon nach der Geburt seine Ernährung bestimmen zu können und als Kind unbedingt verstehen zu können was es bedeutet oder ob sowas überhaupt existiert. Das kommt alles mit der Zeit. Wir entwickeln uns und finden uns erst im Laufe unseres Lebens..

Kommentar von georgiaaa ,

Jeder entscheidet selber: Vegane Ernährung oder Veganer Lebensstil.

Kommentar von Diimiitrii ,

Das ist ein gewaltiger Fehler den du machst und den auch viele andere machen.

Vegan ist eine Einstellung. Wie vegan jemand ist ist irrelevant. Ob jemand nur 3 Tage die Woche vegan isst oder ob jemand verweigert ein Reiskorn zu essen, das von einem Eselskarren in China 200 Meter übers Feld gezogen wurde ist egal.

Beim vegan sein geht es, entgegen der vorherrschenden Meinung, nicht darum jede einzelne Facette des vegan-Seins ins extremste Detail einwandfrei zu beachten. Es geht darum eine Veränderung in unserem Konsumverhalten herbeizuführen und die Ausbeutung von Tieren zu verringern.

Kommentar von wickedsick05 ,

dann bin ich also Veganer obwohl ich Fleisch esse aber auch mal Tierproduktefrei und gegen "Massentierhaltung" bin?

also für mich klingt das wie "Ich mach mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt" weil eine 100% iger Veganismus nicht funktioniert schustert man sich einfach den Veganismus so zurecht dass er in die Hosentasche passt und Transportabel wird.

ICH will aber den Titel Vegan nicht haben denn ich bin GEGEN Veganismus also nicht gegen Veganer sondern gegen die Ideologie. denn Veganismus hilft weder den Tieren, Menschen noch der Umwelt es ist ein hype für Youtube süchtige selbstdarsteller die auch mal in der öffentlichkeit onanieren wollen (also sich selbst befriedigen mit halbwahren texten). Es gibt Menschen die essen keine Pilze/Tomaten... haben dafür weder ein Begriff (wie veganismus) noch machen sie dazu ein Video und posaunen es in der ganzen welt umher wie schlimm doch die Pilzproduktion/Tomatenproduktion... ist...

Es geht darum eine Veränderung in unserem Konsumverhalten herbeizuführen und die Ausbeutung von Tieren zu verringern.

WENN dem wirklich so wäre wie du schreibst DANN würde man alternativen aufzeigen und die heissen nicht Tierproduktefrei.....

z.b.:

https://www.youtube.com/watch?v=JPaPL4gPnKY

oder Angeln gehen DANN gibt es auch keine Massentierhaltung und weniger leid.

Das Ziel ist TIERPRODUKTEFREI und nicht Leid mindern...

Kommentar von Diimiitrii ,

Dein Video bekräftigt doch genau das was ich sage. Das ist das Zeil von Vegetariern und Veganern zumindest nach meinem Verständnis. Die Nachfrage an Fleischprodukten zu verringern, dass es wieder möglich ist Tiere so zu halten wie er das macht und die Nachfrage trotzdem decken zu können, weil sie geringer ist und deswegen lebensunwürdiges leben und schlachten von Tieren in der Massentierhaltung abzuschaffen. Natürlich ist das utopisch, da würde ich niemals widersprechen. Aber ich bin lieber Vegetarier mit guten Vorsätzen als wegzuschauen und mich rauszureden mit dem Satz: " Die anderen hören doch eh nicht auf Fleisch zu essen."

Du bist Veganer, wenn du dich als solcher verstehst. Wenn nicht, dann nicht.

Kommentar von wickedsick05 ,

Das ist das Zeil von Vegetariern und Veganern zumindest nach meinem Verständnis.

HAHAHA du verstehst da was falsch. Der VERZICHT bringt KEINE bessere haltung. KEIN mensch läuft nakt rum weil ihm die arbeitsbedingungen der Kleiderproduktion nicht passt. Wer verzichtet lehnt JEGLICHE nutzung ab. Die kleinen bauern die es richtig machen haben vom Verzicht NICHTS. im gegenteil der Preis fällt die bauern können nicht mehr mit halten und verschwinden vom Markt DANN gibt es NUR noch massentierhaltung...

Kommentar von Diimiitrii ,

Und, dass Leute in der Öffentlichkeit mit ihrem Drang nach Selbstdarstellung auftreten und dort "onanieren", liegt nicht daran, dass sie Veganer sind, sondern, dass sie der Spezies Mensch angehören. Was die mit ihrem Veganertum angeben, geben andere mit ihren hässlichen Klamotten und überteuerten Autos an. Das kannst du nicht auf Veganer an sich schieben. 

Von mir erfahren Leute zB erst, dass ich Vegetarier bin, wenn sie mir Fleisch anbieten und ich ablehne oder ich explizit gefragt werde. (Haha ich hab gesagt, dass ich Vegetarier bin und keiner hat gefragt, ich bin so ein Lügner. Spart's euch. Danke)

Kommentar von wickedsick05 ,

:-))) klar wer Mensch ist muss sich auf Youtube präsentieren sonst ist er kein Mensch :-)) klar doch. Du verwechselst da etwas. Ich habe nicht gesagt dass das NUR veganer machen....siehe meine Antwort die nun hilfreichste ist DORT wird es dir etwas genauer beschrieben.

Kommentar von Diimiitrii ,

Und du übersteigst deine Kompetenzen gewaltig, wenn du anderen Leuten erklärst, aus welchen Gründen sie sind was sie sind.

Damit bist du im gleichen Schubladendenken gefangen wie Leute die alle Muslimen für Terroristen halten, alle Schwulen für AIDS-Schleudern und alle Bayern für Lederhosenträger uvwm

Du kannst eine Gruppe nicht nach den Leuten beurteilen die am meisten auffallen bzw Wind machen. Dann müsstest du allen Christen vorwerfen Andres Breivik zu sein, allen Amerikanern vorwerfen Donald Trumps Weltansichten zu teilen usw

Kommentar von georgiaaa ,

Genau 👍

Kommentar von cocostoertchen ,

Wie  gesagt jeder sieht es anders.

Antwort
von walthari, 101

Vegan essen ist eine Art der Ernährung und keine Religion..würde versuchen das nicht ganz so ernst zu nehmen...P.S. esse selbst vegetarisch/vegan.

Antwort
von failamplace, 105

Das ist ja schon fast eine Galubensfrage ;) Wer sollte einem "neu-Veganer" vergeben?
Der Vegi-Gott?

Vegan sein ist gegen Tierprodukte sein und das ist halt eine Einstellung die eine Person vielleicht mal trifft.
Ich glaube nicht, dass sie Vergebung braucht dafür.

Wie du schon gesagt hast, das Ziel der Veganer ist ja schlussendlich, dass in Zukunft weniger Tierprodukte gegessen oder Verwendet werden. Was in der Vergangenheit passiert kann ja eh niemand mehr ändern.

PS.: Ich bin kein Veganer, falls einer sich durch meine Aussage angegriffen fühlt, möge er mich in den Kommentaren aufs übelste beleidigen :)

LG


Failamplace

Kommentar von cocostoertchen ,

Als ob dich jemand beleidigt nur weil du kein Veganer bist :D Ich bin auch Vegetarierin, aber habe nichts gegen Fleischesser :D

Antwort
von Dummie42, 87

:)) Was du da beschreibst, trifft es in soweit, als Veganismus sich immer mehr zu einer Religion entwickelt und zwar zu einer eher fundamentalistischen mit Menschen voller Schuldgefühlen, die als Konvertiten auch ein überdimensioniertes Sendungsbewusstsein und Intoleranz entwickeln.

Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.

Antwort
von Diimiitrii, 79

Im Gegensatz zu Religionen, werfen Veganer niemandem nicht von Geburt an ihrem Club anzugehören. 

Keinem Kind kann vorgeworfen werden nicht vegan aufgewachsen zu sein. Vegan zu leben ist eine Entscheidung die man trifft, keine Lebenseinstellung die anerzogen wird.

Jemand der vorher Fleisch gegessen hat, hatte wohl vorher eine andere Sichtweise oder weniger Informationen. Dh es gibt nichts vorzuwerfen, weil man nichts für "unmoralisch" befinden kann, wenn man nicht ausreichend informiert ist.

Ich sage nicht, dass jeder informierte Mensch Veganer werden soll, auch wenn das so klingen mag. Ich sage nur, dass kein Veganer einem "Neu-Veganer" vorwerfen wird, dass er sich so spät erst entschieden hat vegan zu werden.

Kommentar von wickedsick05 ,

Im Gegensatz zu Religionen, werfen Veganer niemandem nicht von Geburt an ihrem Club anzugehören.

DAHER ist es eine Quasireligion (von P. Tillich geprägter Begriff für Gefühlshaltungen und Bewegungen, die innerweltlichen Ziele mit einem Anspruch vertreten, der religiös-fundamentalistischen Ausschließlichkeits- und Missionsansprüchen vergleichbar ist, und diese allgemein oder für bestimmte Gruppen durchsetzen wollen. In ihren Formen vielfältig, kann die Verfolgung bestimmter sozialer Ziele (z. B. einer gerechten Gesellschaft), politischer Utopien (z. B. eines idealen Staates), aber auch das Vertrauen auf objektive Autoritäten (Wissenschaftsgläubigkeit), die Bewunderung außergewöhnlicher Leistungen (z. B. in Sport und Kunst) und die Verehrung berühmter Persönlichkeiten (Starkult) Mittelpunkt einer Quasireligion sein. Indem diese das Profane heiligt, hat sie für ihre »Bekenner« gleichsam (»quasi«) die Funktion einer Ersatzreligion, die ihnen religionsanaloge Erlebnisse vermittelt, z. B. Gemeinschaft, Hoffnung, Geborgenheit in einem übergeordneten Zusammenhang und Identifikation mit etwas über die Existenz des Einzelnen Hinausweisendem, gegenüber anders Denkenden und Fühlenden jedoch sehr oft mit äußerster Intoleranz vertreten wird.)

http://universal_lexikon.deacademic.com/289215/Quasireligion

keine Lebenseinstellung die anerzogen wird.

falsch. es wird anerzogen von den Eltern die heute vegan leben wird es aufgezwängt...

Kommentar von Diimiitrii ,

Wenn es das tatsächlich werden sollte, dann sind diese Eltern einfach dumm, weil Veganismus für Kinder gefährlich sein kann.

Antwort
von rotesand, 21

Es wird deswegen nicht verziehen, weil es da nichts zu verzeihen gibt. Dass es einen strafenden Richter/Henker oder eine andere "Gottheit" gibt, die über die Menschen bzw. im Speziellen über Veganer wacht und sie sobald etwas "unschickliches" passierte bestraft oder ausgrenzt, wäre mir absolut neu.

Solche Argumente von strafenden Göttern oder irgendwelchen Pseudo-Credos kommen in der Regel von intoleranten, fundamentalistisch gesonnenen Leuten, die sonst keine Probleme haben & andere missionieren bzw. verängstigen wollen. Meine ehrliche Meinung!

Antwort
von kiniro, 34

"Schuld vergeben" - das kommt für mich so bibelmäßig daher.

Ich habe vor meiner Umstellung vor über 3 Jahren fast 5 Jahrzehnte Tierisches zu mir genommen.

Den Tieren hilft es jetzt nichts mehr. Und wenn ich mir tausendmal vergeben würde.
Wenn ich es denn mit besagter Vergebung hätte.

Also lebe ich im Jetzt und klaue weder den Kühen ihre Milch noch den Hühnern ihre Eier.
Auch den Bienen lasse ich ihren Honig.
Fleisch, Wurst und Fisch sind für mich überflüssig geworden.

Antwort
von Budden87, 70

Naja, ich glaub schon, dass das vergeben wird, weil man ja im Endeffekt als fleischfresser erzogen wurde und sich aus moralischen Gründen dazu entscheidet sich zu bessern... Vom Saulus zum Paulus

Antwort
von AppleTea, 54

Das wäre ziemlich großer Schwachsinn! So gut wie jeder Veganer hat vorher Fleisch gegessen. Wichtig ist doch nur, dass man überhaupt umdenkt

Antwort
von georgiaaa, 52

Quatsch. Sie kommen ja nicht auf die Welt und sind gleich dieser Meinung.

Kommentar von wickedsick05 ,

eben das wird ihnen aufgezwängt von der Industrie und den Tierrechtsaktivisten mit falschen texten und einem Naturentfremdenden Weltbild.

Antwort
von Omnivore08, 33

Das schlimme ist ja die Heuchelei dabei, dass man selbst dann kein "Mörder" mehr ist. Ich meine Schneckenlinsen und Pestizide haben genau die Aufgabe des Tötens.

Wenn man es rein rechtlich betrachtet ist es egal was man vorher war. Wenn es rechtskräftig ist, dann bleibt man Dieb, Räuber oder Mörder ein Leben lang!

Antwort
von nowka20, 20

das sind nur verblendete moden

Antwort
von kokomi, 60

hilfe, was ist mit dir los?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten