Frage von Derohneschlaf, 49

Wird das neu aufgeteilt, oder wie muss ich das jetzt verstehen & muss ich die andere Partei jetzt immer Fragen, wenn ich was auf meinem Grundstück bauen möchte?

Hallo alle zusammen,

ich habe folgendes Problem:

Ich habe vor einigen Wochen bei einer Zwangsversteigerung mit geboten, und auch den Zuschlag erhalten.

Nun dachte ich als Laie, dass ich mit Zuschlagserteilung Eigentümer des Grund und Bodens und der darauf gebauten Wohnung werde. Aber irgendwie lese ich durchgehend, dass man bei Wohnungseigentum nur einer von mehreren Eigentümern ist, und man somit alles mit den anderen Eigentümern besprechen muss. Bin ich nun falsch informiert oder habe ich irgendwas falsch gemacht?

Auf dem Wertgutachten steht: "...über den Verkehrswert (Marktwert) des Wohnungseigentums Nr. 2 des Aufteilungsplans im Erdgeschoss hinten in dem Zweifamilienhaus mit Einliegerwohnung verbunden mit dem Sondernutzungsrecht an einer Gartenfläche."

Wenn man dann weiter im Gutachten weiter ließt, steht dann irgendwann:

"• Geschossfläche des Wohnungseigentums Nr. 1 = rd. 294 m² • Geschossfläche des Wohnungseigentums Nr. 2 = rd. 53 m²

• Sondernutzungsrechtsfläche Nr. 1 = rd. 60 m² • Sondernutzungsrechtsfläche Nr. 2 = rd. 80 m² • Gemeinschaftsfläche = rd. 30 m² ------------------- • Summe = rd. 170 m²"

Das sind aber immer einzelne Gebäudesstücke. Ich weiß nicht wie ichs am besten erklären soll. Das gesamte Grundstück hat 2 Häuser. Eines ist nur mit einem Erdgeschoss, und das andere ist ein 3-Stöckiges Haus. Die Häuser sind aber nicht miteinander verbunden. Das sind zwei getrennte Objekte. Das dreistöckige Haus gehört der anderen Partei, und das welches nur ein Erdgeschoss hoch ist, habe ich ersteigert. Auch die Sondernutzungsrechtsfläche, grenzt nicht aneinander. (Man muss jedoch um zu meiner Wohnung zu gelangen, durch das das Haus der anderen Mieter gehen, weil es auf dem "Hinterhof" des Grundstücks ist. Dafür gibt es aber diese Gemeinschaftsfläche, das ist quasi der Weg zu meinem Objekt, welcher auf dem Grundstück von Nr.1 fällt.)

Jetzt meinte ein Dozent an der Uni, (ich bin erst 24 Jahre alt), dass wenn das nur zwei Parteien sind (das Ehepaar und ich), welche sich das ganze Grundstück teilen, dass das Grundstück dann keine Wohnungsgemeinschaft mehr bleibt, sondern das ganze umqualifiziert wird in jeweils Alleineigentum für jeden auf seinem Teil. weil ich ja nichts mit dem Ehepaar zu tun habe, welchen die Rechte an den sachen mit der Nr.1 gehört.

Und irgendwie weiß ich jetzt nicht, ob das stimmt. Im internet lese ich die ganze zeit, dass alle Eigentümer zustimmen müssen, damit das ganze (neu) aufgeteilt wird. Was mache ich denn wenn die sowas nicht unterschreiben. Ex-Eigentümer von Zwangsversteigerungen, sind ja meist nicht die kooperativsten...

Dankend im Voraus, falls wer helfen kann

Antwort
von kabbes69, 6

Zunächst mal die EX Eigentümer haben damit nichts mehr zu tun! Durch deinen Zuschlag wirst du Eigentümer, da hat die Tochter nichts mehr mitzureden. Ich vermute mal das die Eltern eine Teilungserklärung gemacht haben, weil es sich  entweder um eine "Hinterhausbebauung" handelt und dies war ein Weg eine Baugnehmigung zu erhalten, oder aus steuerlichen Gründen. 

Du darfst dich jetzt mit dem Wohnungseigentumsgesetz beschäftigen.

http://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/index.html#BJNR001750951BJNE005100311

Das hier habe ich auch noch gefunden:

http://www.wohnungseigentumsrecht.net/weg-recht-verstehen/2-die-eigentuemergemei...

Ich würde dir empfehlen mal mit den Eltern zu reden, warum dies so geregelt wurde.  Sollte die WEG nicht auflösbar sein, und  du wohl die geringeren Miteigentumsanteile hast.......wirst du dann renovieren wenn sie es wollen. 

Antwort
von Hillermann, 26

Ich bin mir nicht sicher ob es eine Rolle spielt wieviel in Anzahl die anderen Eigentümer sind. 

Eher wäre doch wichtig wieviel Sondereigentum es gibt, also verschiedene Wohnungen auf dem gesamten Grundstück.

Denn der Eigentümer von mehreren Wohnungen kann ja jederzeit eine Wohnung an einen Dritten verkaufen.

Es wurde ja eine Teilungserklärung gebildet und für jede Wohnung ein eigenes Grundbuch.

So wie es sich liest sind Sie Eigentümer der Wohnung Nr.2 im EG und aus meiner Sicht gibt es eine Wohnungsgemeinschaft. (2 Familienhaus und 3 Familienhaus)

Gibt es denn ein konkretes Problem?

Kommentar von Derohneschlaf ,

Danke erst einmal, dass du dir die Zeit genommen hast es zu lesen und es zu beantworten. =) 

Es sind nur zwei Häuser, eins welches Drei-Stöckig ist (welches diesem alten Ehepaar gehört) und das eine was nur ein Erdgeschoss hat (welches ich ersteigert habe).
Bevor ich es ersteigert habe, gehörte das ganze einem Ehepaar. Der Tochter des Ehepaars gehörte der Teil, welchen ich nun ersteigert habe. Ich habe angst, dass wenn ich irgend etwas machen will, ich dann die um Zustimmung fragen muss, oder sonstige abgaben habe, weil wir ja wenn das ganze nicht umgeschrieben wird, eine Wohnungsgemeinschaft bleiben. Im Sondereigentum sind zwei Gartenflächen (wie oben im SV erläutert, eine mit 80qm welche mir zufällt, und ein anderes was dem alten Ehepaar zufällt), und wenn ich quasi nur Mitbenutzungsrecht habe, und nicht das Recht, dass ich da drauf machen kann was ich will (zB ein Haus drauf errichten), war das Geld ja eine reine Fehlinvestition...

Kommentar von schleudermaxe ,

Ja, das kann passieren und ich fürchte, die Mehrheit liegt auch noch bei den anderen Mitgliedern der WEG, nicht der Wohngemeinschaft.

Ein gewaltiger Unterschied.

Was ich nicht verstehe ist, daß angeblich keiner Deiner Berater/Finanzierer davon etwas wissen will/mitbekommen haben will. Da kann also etwas nicht stimmen.

Antwort
von schleudermaxe, 15

Wie kommst Du auf solche Ideen?

Wenn Du Mitglied wirst in einem Verband/Verein, so wie hier, gehört Dir die Tennishalle ja auch nicht, und wenn Du spielen möchtest, müssen die Nutzungsregelungen lediglich eingehalten werden.

Schaue also in die Abgeschlossenheitserklärung, was dort vom Bauamt genehmigt wurde, und in die Teilungserklärung/Gemeinschaftsordnung, was darin die Mitglieder so vereinbart haben.

Eigentlich alles ganz einfach.

Antwort
von lesterb42, 8

Die Wohnung der Tochter ersteigert. Herzlichen Glückwunsch, mit den Eltern als neuen Nachbarn. SOETWAS MACHT MAN NICHT !!!

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