Frage von Route90, 57

Wird das JC Zustimmung für Umzug geben?

Hallo,

also folgende Situation:

Ich hatte damals die fristlose Kündigung bekommen von meiner damaligen Wohnung. Waren dann auch auf Wohnungssuche und haben etwas gefunden. 69 qm und 595 Bruttokaltmiete. ( Mein neuer Partner, mein Sohn, Ich und Baby im Bauch ET war im Juli 14).. Das Jobcenter hat zunächst die Wohnung nicht genehmigt, da ich schwanger war & auf Dauer die Wohnung zu klein für uns 4 wäre.. Außerdem wäre sie zu der Zeit zu teuer für uns 3 gewesen, hätte ja noch 5 Monate bis zur Geburt. Nachdem ich unterschrieben habe, aufgrund der Wohnungsgrösse nicht umzuziehen, wurde die Wohnung genehmigt.

So, und nun mein großer Sohn kommt im Sommer in die Schule. Er wird aber ab dem 1.9 bei seinem Vater in der Woche sein und bei uns am Wochenende. Jetzt wollen wir uns was Preiswerteres suchen. Haben auch etwas gefunden, 74 qm .. 371 Kalt, 105 Nebenkosten dazu kommen heizkosten und Strom.. Jetzige Miete beträgt nach Jahresabrechnung 480 kalt, 175 Nebenkosten, 65 Heizung und 80 Euro Strom..

Meine Frage jetzt wird das Jobcenter uns die Zustimmung für den Umzug geben? In der Begründung würde ich schreiben: Großes Kind zieht zum Papa in der Woche und am Wochenende zu uns. Jetzige Wohnung wäre zu teuer für uns 3 plus am Wochenende mein Sohn. Zudem hätte mein Sohn für Freitag und Montag einen leichteren Schulweg als jetzt. Und ich möchte im September auch arbeiten gehen sodass ich eventuell aus Leistungen vom Amt weg gefallen würde, weil Kind 2 hat ein kitaplatz ab September.. Und die jetzige Miete zu Stämmen, wäre hart ..

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Jobcenter, 19

Die Stromkosten für den normalen Haushaltsstrom interessiert das Jobcenter nicht,dafür ist im Regelsatz eine Pauschale vorgesehen,diese Kosten müsst ihr also aus dem Regelsatz selber zahlen !

Eine Kosteneinsparung mag zwar für euch ein wichtiger Grund sein,muss es aber für das Jobcenter nicht sein,denn wenn es dem Umzug zustimmen würde,dann muss es auch alle damit verbunden Kosten übernehmen und wenn sie euch zum Umzug auffordern würden,dann muss das ganze auch wirtschaftlich sein,also werdet ihr diese Aufforderung zum Umzug sicher nicht bekommen.

Denn wenn ihr mal angenommen 180 € pro Monat sparen würdet,dann müssten alle Kosten die mit dem Umzug in Zusammenhang zu bringen sind unter einem bestimmten Betrag liegen und dieser berechnet sich aus dem eingesparten Betrag mal 6 Monate Bezugszeitraum,hier dann also ca. 1080 € und damit wird ein Umzug nicht möglich sein,demnach würde also die Aufforderung zum Umzug nicht mehr wirtschaftlich sein.

Ihr könnt innerhalb eures Zuständigkeitsbereichs auch ohne die Kostenübernahme umziehen,ihr müsst dann aber die Kosten für den Umzug selber tragen und es würde auch nur max.eure bisherige Miete weiter übernommen,aber das wäre ja dann nicht das Problem,wenn ihr ca. 180 € weniger zahlt als vorher.

Es könnte dann aber auch Probleme bei einem zinslosen Darlehen für die Kaution geben,wenn ihr ohne Zusicherung der Kostenübernahme umziehen würdet,auch könnte es bei einer evtl.Kostenübernahme durch eine Nachzahlung der Betriebs / Heizkosten Probleme geben.

Denkt auch an eure Kündigungsfrist der alten Wohnung.

Kommentar von Route90 ,

Heißt also, wenn wir ohne Zustimmung umziehen, wird die Miete in voller Höhe bezahlt? 

Kaution, wird doch gar nicht übernommen auch nicht auf Darlehen, oder? 

Kommentar von isomatte ,

Wenn ihr ohne Zusicherung für die Kostenübernahme innerhalb eures Zuständigkeitsbereiches umzieht,dann bekommt ihr die volle Miete der neuen Wohnung gezahlt,denn die ist ja günstiger als die bisherige und ohne Zusicherung würde dann eben max. die alte Miete weiter gezahlt !

Würde es eine Zusicherung geben und man könnte die Kaution nicht aus Vermögen oder anderweitig zahlen,dann müsste auf Antrag auch ein zinsloses Darlehen für die Kaution bewilligt werden.

Kommentar von Route90 ,

Ok Dankeschön! 

Ich hab versucht mich weiterhin etwas schlau zu machen und habe Erfahren, dass meine jetzige Miete über den Satz der KdU liegt. Bei uns wäre eine Kaltmiete mit Nebenkosten bei 633€ .. Wir haben aber 655€ .. Wie sieht es denn dann aus? LG 

Kommentar von isomatte ,

Wenn deine jetzige KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) nicht angemessen ist,dann solltest du normalerweise schon ein Schreiben vom Jobcenter mit der Aufforderung zur Kostensenkung bekommen haben !

Dann wird das Jobcenter in der Regel diese tatsächliche unangemessene KDU - für weitere 6 Monate übernehmen und danach zahlt es nur noch die angemessenen Kosten.

Würden diese 6 Monate noch nicht um sein und du würdest ohne Zusicherung umziehen,dann würde dir das derzeitige Jobcenter sicher gleich nur die angemessenen KDU - weiter zahlen,also die Warmmiete.

Wenn dann die neue Wohnung mit der Warmmiete unter der Angemessenheit liegt bzw.diese nicht überschreitet,dann würde das Jobcenter diese auch zahlen müssen,weil die derzeitige KDU - ja schon über der Angemessenheit liegt.

Kommentar von Route90 ,

Und die Kaution? 

Kommentar von isomatte ,

Ohne Zusicherung kein zinsloses Darlehen und selbst wenn,dann würde es dieses nur bei Bedarf geben,also wenn du es nicht aus vorhandenem Vermögen oder anderweitig aufbringen könntest !

Antwort
von EstherNele, 25

Bist du denn jetzt noch im (ausschließlichen) Bezug von ALG II?

Dann würde das JC doch eure Miete bezahlen. Hat denn das JC signalisiert, dass die Wohnung für euch zu teuer ist? Sollt ihr umziehen?

Wenn du derzeit kein Einkommen hast, dann ist die KdU (Kosten Unterkunft und Heizung nur ein Durchlaufposten. Dann habt ihr von einer niedrigeren Miete real nichts.

Und die Stromkosten aus deiner Aufzählung bezahlt ja eh das Amt nicht, sondern sind aus der Regelleistung zu bezahlen. Und wie hoch die ausfallen, das hat nun wirklich jeder selbst in der Hand.

Ich weiß aus meiner (Arbeits-)Erfahrung, dass sich JC ziemlich eng tun können, was die Akzeptanz von Umzugsgründen anbelangt.

Und dich schon mal perspektivisch zu verkleinern, damit dann, wenn du nen Job hast, die Miete nicht so hoch ist und das ganze auch noch auf Kosten des Jobcenters - das könnte schwierig werden. Ich denke, dass sie den Umzug deswegen nicht als notwendig ansehen werden, weil sie dann auch die Umzugskosten übernehmen müssten.

Umziehen kannst du ja trotzdem - das verbietet ja keiner. Und da eh nur die reale Miete bezahlt wird und die niedriger ist ... wird das kein Problem werden.

Außerdem ist dein Zeitmanagement etwas knapp. Normalerweise hat man 3 Monate Kündigungsfrist für eine Wohnung. Wenn du jetzt zum Monatsende erst das Okay vom JC kriegen solltest, dann kannst du die Wohnung - rein theoretisch - frühestens zum 30.09.2016 kündigen. Wenn das Ganze erst nach dem 01.07.2016 passiert, dann rutscht das Ganze sogar auf Ende Oktober.

Da wolltest du doch schon arbeiten und also aus der Zuständigkeit des Jobcenters raus sein. 
Und falls du einen Monat überlappend deine Mietverträge haben musst, weil es anders nicht geht - das JC zahlt nur eine Miete.

Kommentar von Route90 ,

Also mein Partner arbeitet jetzt auch. Und wir bekommen aufstockendes ALG2. Plus Kindergeld für 2 Kinder. Das JC hat noch nichts gesagt bezüglich der Wohnung, weil der Fall das mein Sohn in die Woche zum Papa geht neu ist. Also wir haben das erst letzte Woche besprochen und dem JC habe ich das noch nicht mitgeteilt. 

Und ja ich weiß wegen der Zeit.. Ich habe bis zum 5ten Zeit das die Kündigung beim Vermieter aufm Tisch liegt.. Ich habe aber Dienstag ein Teemin beim JC, von daher werde ich die Zeit einhalten können :) 

Wie sieht das denn aus, wenn ich umziehe ohne die Zustimmung? 

Ich bekomme keine Kaution und die Miete wird voll übernommen? 

Kommentar von EstherNele ,

Die Miete würde maximal bis zur Höhe der alten Miete übernommen werden. Klar - kein Thema, weil ohnehin niedriger.

Du würdest eine etwaige Kaution ohnehin nur als Darlehen bekommen, es könnte sein, dass sie dir dieses Darlehen nicht bewilligen.

Bei einem bewilligten Umzug hätte das JC die Kosten übernommen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten