Frage von iyq42808, 68

Wird das evtl. noch geändert?

Habe heute gehört, das man nur US-Präsident werden kann, wenn man 1. dort geboren ist und 2. von Geburt an die Staatsbürgerschaft hat... Und das in Deutschland als bsp. nicht so ist. Wird das noch in irgend einem Land geändert?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von berieger, 16

In USA geboren is unwichtig. Denn sonst könnten die US Soldatenkinder (die gesetzlichen, also von verheirateten Eltern) die in sonstwo geboren wurden, nicht "President" werden. Dabei ist es nur wichtig dass ein Elternteil als Soldat/ Angestellter des Verteidigungs- oder Regierungsamt dorthin per Befehl/Anweisung geschickt wurde.

Beispiel: Mein Sohn wurde in Hessen geboren während ich dort stationiert war. Folglich ist er ein "US citizen born abroad" und könnte President werden.

Kinder von ledigen US Soldaten Liebschaften zählen nicht, so viel ich weiß. Deshalb gibt es so viele Möglichkeiten die Staatsbürgerschaft eines Staates zu erschleichen, dass es wohl in vielen Ländern anders ist als im nächsten.

Antwort
von Panazee, 24

Nur 2. ist richtig. Wo man geboren wurde ist irrelevant. Man muss aber als Amerikaner zur Welt gekommen sein.

Das haben die damals so beschlossen, um auszuschließen, dass ein (gebürtiger) Engländer Präsident werden kann. Die wollten die Engländer nicht aus ihrem Land geworfen haben und ihnen dann zu ermöglichen durch die Hintertür wieder rein zu kommen.

Ob das in manchen anderen Ländern auch so geregelt ist weiß ich nicht, aber ich vermute die USA ist nicht das einzige Land, dass darauf besteht schon bei Geburt die entsprechende Staatbürgerschaft zu besitzen um das höchste Amt im Land bekleiden zu können.

Kommentar von Yamato1001 ,

Das ist nicht ganz korrekt. Wenn US-Amerikanische Eltern ihr Kind z.B. in Kanada zur Welt bringen wird diesen Kind niemals US-Präsident werden können. Obgleich es vollkommen "US-Amerikanisch" ist. lg Yamato

Kommentar von iyq42808 ,

Also ist es ausgeschlossen, das ich als DE Präsident in Amerika werden kann? Ich habe eine Tiefe beziehung zu den USA und könnte es 100 mal besser machen als Trump!

Kommentar von Panazee ,

John McCain, der Präsidentschaftskandidat der Republikaner von 2008, wurde in Panama geboren. Es scheint also nicht zwingend zu sein innerhalb der USA geboren zu werden.

Von Bedeutung war diese Klausel bei der Präsidentschaftswahl 2008, da der Kandidat der Republikaner, Senator John McCain, in der Panamakanalzone geboren wurde, die damals zwar innerhalb der Jurisdiktion der USA, aber außerhalb ihrer eigentlichen Grenzen lag. Der Senat erklärte einmütig, McCain sei ein natural born citizen und daher als Präsident wählbar. Diese Erklärung war allerdings nicht bindend, da nur ein Verfassungszusatz oder ein Urteil des Obersten Gerichtes Eindeutigkeit in dieser Frage hätte schaffen können.

https://de.wikipedia.org/wiki/Natural_born_citizen

Kommentar von DavidMiller2016 ,

Es spielt keine Rolle ob das Kind in den USA geboren wurde. Einfach mal etwas belesen..

Kommentar von Panazee ,

Es ist nicht eindeutig definiert.

Umstritten ist der Status von im Ausland geborenen Kindern amerikanischer Eltern. Diese sind nach dem Abstammungsprinzip, das in den USA neben dem Geburtsortsprinzip gilt, automatisch ebenfalls Bürger der USA. Ob dies reicht, sie zu natural born citizens zu machen, ist nicht endgültig geklärt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Natural\_born\_citizen

Bei McCain hat der Senat gesagt, dass es geht, aber das war keine Präzisierung des Gesetzes. Theoretisch könnte der Senat, sollte so ein Fall wieder auftreten sagen, dass es nicht reicht.

Kommentar von Panazee ,

P.S.:

Das wird der Senat aber wohl nicht machen, denn es würde wohl merkwürdig rüber kommen, wenn es bei McCain irrelevant war, aber bei einem anderen Kandidaten plötzlich relevant wäre.

Antwort
von Teneco, 16

Man muss soweit ich weiß einfach Amerikaner sein und mindestens 35 Jahre alt sein.

Antwort
von BiggerMama, 20

Wer sollte ein Interessa daran haben, das zu ändern? Deshalb konnte ja z. B. auch nicht Arnold Schwarzenegger Präsident werden (deshalb ist er erst gar nicht angetreten).

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