Frage von HDXFTGHF, 53

Wird das Apple Book nur in einer limitierten Zahl produziert?

Hallo, ich habe mir gerade eines dieser Apple Books bestellt. (Ein ca. 300 Seiten starker Bilderband mit allen relevanten Apple Produkten der letzten 18 Jahren sowie deren einzel Teilen) Nun meine Frage, wird dieses Buch nun für immer bei Apple zu erwerben sein (oder zumindest auf unbestimmte Zeit) oder ist die Anzahl der Exemplare limitiert. Vielleicht weiß das ja zufällig jemand.

Danke

Antwort
von Maisbaer78, 41

Das ist n Witz oder, das kauft doch niemand wirklich?

http://www.bravo.de/assets/styles/image_style_article_image/public/1000x1000.jpg...

Kommentar von HDXFTGHF ,

Nein, dass ist kein Witz.
Aber ich bin auch nicht total bescheuert und kann mir vorstellen, dass Leute das für verrückt halten.
Dennoch hab ich meine Gründe.

Kommentar von Maisbaer78 ,

=)

Mh also ich glaub nicht, dass da ne Limitierung drauf liegt, außer Sie finden einen Weg, eine Version 2.0 rauszubringen. Twitter hat da einige gute Ideen, die sich aber wohl selbst für Apple nur schwer verkaufen lassen ;)

Gibt ja jetzt schon 2 verschiedene Ausgaben zu 2 verschiedenen Preisen. Also an Wert wirds nicht gewinnen, wenn die Welt noch ein paar gesunde Geister hat.

Kommentar von medmonk ,

Also an Wert wirds nicht gewinnen, wenn die Welt noch ein paar gesunde Geister hat.

Doch, das wird es. Ich habe hier einige Design/Foto-Bücher und Kataloge im Regel stehen, von denen das ein oder andere mittlerweile im vierstelligen Bereich gehandelt wird. 

Eins der günstigeren wohl »Trademarks and Symbols« von Yasaburo Kuwayama ist. Wird je nach Zustand um die 150 bis 200,-€ gehandelt. Dabei handelt es sich nicht mal um Hochglanz-Fotodruck. 

Kommentar von Maisbaer78 ,

Trademarks und Symbols behandelt aber grafische Designentwürfe. Da gibt es einen künstlerischen Aspekt der nicht zu verachten ist. Gerade weil Symbolik ein Sprachenübergreifendes Kommunikationsinstrument ist. Das ist sowohl marktgeschichtlich als auch künstlerisch substantiell.

Das ist ne völlig andere Baustelle als das AppleBook mit Fotos von ein paar schnöden Elektronikspielzeugen.


Kommentar von medmonk ,

Trademarks und Symbols behandelt aber grafische Designentwürfe. Da gibt es einen künstlerischen Aspekt der nicht zu verachten ist. Gerade weil Symbolik ein Sprachenübergreifendes Kommunikationsinstrument ist. 

Wenn du das Buch kennst, meine Unterstellung mangelndes Wissen bezüglich Design zurücknehme. Klar, ist etwas ganz anderes. Trotzdem hohe Preise für hochwertige Drucks nichts besonderes sind. 

Kommentar von Maisbaer78 ,

Trotzdem hohe Preise für hochwertige Drucks nichts besonderes sind. 

Ja, das ist mir bewusst. Nur du selbst hast ja angeführt, das die Fotografie an sich den Hauptwert ausmachen kann/sollte. Und genau das ist es, was das Buch als "Appleprodukt" so ..... lächerlich macht.

Als Designreferenz mag es seine Rechtfertigung haben....gebe ich zu.  Trotzdem ist sowohl der Preis als auch die Präsentation absolut lächerlich. Hast du das commercial für das Buch gesehen? Als ob da Buch Krebs heilen könnte. Ich dachte erst, es wäre eine der vielen Parodien darauf.

Wegen der Druckkosten an sich.

Lass dir von mir sagen, das das Papier, Unterlack und Beschichtung keine 20% des Druckpreises ausmachen. Das meiste geht bei kleinen Druckzahlen an Einstellarbeit, Strom und Qualitätssicherung drauf.  Materialwert beim Applebook dürfte sich auf etwa 25- 50 Euro belaufen..sehr sehr hochgeschätzt. 

20.000 Seiten pro Stunde hochauflösend, das ist der momentane Stand im Offsetdruck. Mit diesen Zahlen dürfte Apple kalkulieren. Da bleibt nicht mehr viel, was 300 Piepen als Verkaufspreis rechtfertigt.

In meinen Augen.

Kommentar von medmonk ,

Das ist n Witz oder, das kauft doch niemand wirklich?

Wenn du Ahnung von solchen hochwertigen Drucks hättest - wüsstest, das es kein Witz ist. Mach dich mal schlau, was ein Buch im 8-Farben Druck auf Hochglanzpapier kostet. Im Vergleich zu manch anderen Design-Büchern,  das von Apple sogar noch zu den »günstigeren« gehört. 

Kommentar von Maisbaer78 ,

Oh mir ist durch aus bewusst was hochwertige Fotodrucke / Bände kosten. Das ist nicht das Alberne daran.

Wir reden hier von ..... Telefonen.  Und Uhren. Und Computern

Abgelichtet unter einem Fotostativ...

Wie viele Highglossprints von Küchenmessern hast du je gesehen? Oder Dachziegeln? Oder Autoreifen? Und wieviel hat der Verlag dafür verlangt? ^^

Es ist jetzt nicht so, als ob wir hier von klassischen Oldtimern mit 2 oder 4 Rädern sprechen. Oder Jagdflugzeugen. Oder architektonischen Meisterleistungen. Oder gar Gemälden.

Mach dich mal schlau, was ein Buch im 8-Farben Druck auf Hochglanzpapier kostet

Ich stelle die Druckmaschinen dafür her und bin auch öfter beim Druck dabei. Da handelt es sich um Prints die mitunter pro Bild schon um die 100 Euro kosten.

Ich weiß genug um die Aussage zu treffen, dass der Künstler einen großen Teil des Preises durch seine Arbeit rechtfertigt, weniger das Material und der Druck selbst.

Aber bitte was hat der Fotograf geleistet als er vom Stativ ein Telefon nach dem anderen abgelichtet hat.  Das dürfte bei 450 Produkten etwa 2 Tage gedauert haben. Sind ja immerhin 2-3 Ansichten pro Produkt.

Kunst ist was Anderes, sorry. Und nur wer Applemaniac ist, kann den Unterschied nicht erkennen.

Kommentar von medmonk ,

Wie viele Highglossprints von Küchenmessern hast du je gesehen? Oder Dachziegeln? Oder Autoreifen? Und wieviel hat der Verlag dafür verlangt? ^^

Wenn du keine Ahnung von Design hast, respektive beruflich nichts der gleichen machst, mit dem Buch nicht viel anfangen kannst. Wenn ich dir beispielsweise das genannte Buch »Trademarks and Symbols« von Yasaburo Kuwayama vorlegen würde, dir wahrscheinlich noch mehr am Kopf kratzen wirst, warum es so teuer ist. Da man extrem vereinfacht herunter gebrochen nur geometrische Formen sieht. 

Aber bitte was hat der Fotograf geleistet als er vom Stativ ein Telefon nach dem anderen abgelichtet hat.

Produktfotos wie diese sind nicht mal eben geknipst. Mach dich mal schlau was sonst solche Produktfotografien kosten. Vor einigen Jahren haben wir eher simple Maschinenteile ablichten lasten. Summa summarum haben die Bilder am Ende rund 5.000,-€ gekostet. Fairerweise dazu sage, das von den 5.000,-€ nicht die Bilder allein, sondern mehr die exklusiven Nutzungsrechte den Preis nach oben skaliert haben. 

Kunst ist was Anderes, sorry. Und nur wer Applemaniac ist, kann den Unterschied nicht erkennen.

Ich bin sicher vieles, aber sicher kein Apple-Maniac. Viel mehr ist das genaue Gegenteil der Fall. 




Kommentar von Maisbaer78 ,

das genannte Buch »Trademarks and Symbols« von Yasaburo Kuwayama vorlegen würde,

Ich kenne das Buch, danke :) und nein, ich kratze mich nicht am Kopf. Ich habe dir die kommunikative Komponente bereits erläutert. Funktionierende Symbolik benötigt künstlerische Intuition denn Sie muss minimalistisch wirken aber dennoch Botschaften übermitteln. Das ist es, was Icons, Logos und Trademarks so wirkungsvoll und beeindruckend macht.

Wie kann man das mit nem iPhone vergleichen? Ich gebe zu, dass der iMac was besonderes war. Das erste iPhone vielleicht auch, mehr der Materialien wegen, die Kontraste schufen, denn der Formensprache.

Wenn du keine Ahnung von Design hast,

Zu glauben, man selbst habe "Ahnung" von Etwas und sei deshalb berechtigt über den Wert einer Aussage Fremder zu diesem Thema zu urteilen, spricht nicht gerade für Selbstreflektion. Sagen wir es so, ich halte es für vermessen und anmaßend, wenn Apple seine Produkte als "Kunst" oder nennen wir es "Designmeilensteine" vermarktet. 

Zumal das Buch ja nicht für eine kleine Klientel von Produktdesignern bestimmt ist, sondern als Weihnachtsgeschenk für den Applefanboy.

Ich designe selbst im VolumenCAD und ich stelle die Produkte auch selbst her. Natürlich weniger Produktdesign, aber auch das kommt bei uns vor, je nachdem was der Kunde wünscht. Zudem findet mehr und mehr eine Vermischung zwischen Funktionalität und optisch-haptischen Qualitäten statt.

Dabei handelt es sich nicht mal um Hochglanz-Fotodruck. 

Eben. Weil es in dem Buch um Inhalt geht und nicht um Glanz. Das ist genau das was ich versuche dir zu vermitteln. Beim AppleBook gibt es keinen Inhalt sondern nur Glanz.

Kommentar von medmonk ,

Zu glauben, man selbst habe "Ahnung" von Etwas und sei deshalb berechtigt über den Wert einer Aussage Fremder zu diesem Thema zu urteilen, spricht nicht gerade für Selbstreflektion.

Entschuldige meine sehr direkte Wortwahl. Kommt hier auf GF leider selten vor, das man auf Leute wie dich trifft, die in den Bereichen etwas sinnvolles beitragen können. Normalerweise nicht so reagiere und es einfach mal auf die Uhrzeit schiebe. 

Eben. Weil es in dem Buch um Inhalt geht und nicht um Glanz. Das ist genau das was ich versuche dir zu vermitteln. Beim AppleBook gibt es keinen Inhalt sondern nur Glanz.

Wie schon gesagt, war mit meiner Unterstellung etwas voreilig. Nichts für ungut. Hochglanz-Fotodruck einfach nur der Druckkosten wegen erwähnt. Das es bei dem Buch um Inhalte geht, ist uns beiden ja klar. Hingegen das von Apple ein Fall für sich ist. 

LG medmonk 

Kommentar von Maisbaer78 ,


Fairerweise dazu sage, das von den 5.000,-€ nicht die Bilder allein,
sondern mehr die exklusiven Nutzungsrechte den Preis nach oben skaliert
haben. 

Eben, und die kann Apple wohl kaum in die Preisgestaltung einfliessen lassen.

Fotos von Uhren und Schmuck werden, wenn die Position der exakten Rundumansichten gewährleistet werden soll, grundsätzlich unter dem Stativ gemacht. Die exakte Positionierung ist auch im Applebook zu erkennen. 

Bei Maschinenbauteilen mag das anders sein, immerhin spielen dabei ja auch Funktionsflächen und -elemente mit rein, die man aus verschiedenen Winkeln und Ansichten erwischen muss.

Ich wollte nicht unterstellen, dass du ein solcher Applefanboy bist. Wie du selbst offenlegst, bist du einer der Wenigen, für den das Buch einen tatsächlichen Wert darstellen könnte.

Aber der typische Applekäufer könnte die minimalistischen Designfortschritte nichtmal erkennen, wenn man Sie Ihm mit einem Edding einkreiste.


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