Frage von MarliesMarina12, 96

Wird Bolivien einen Zugang zum Meer bekommen?

In der Schule behandeln wir gerade das Thema Binnenstaaten und den Zugang Boliviens zum Pazifik. Bolivien liegt in der Mitte Südamerikas und ist sehr arm, es liegt aber schon sehr nahe am Meer im Westen. Der Zugang ist durch Chile und Peru versperrt. Das ist aber ungerecht und sie wollen unbedingt einen Zugang also einen Streifen Land bis an die Küste und einen oder zwei Häfen, die es dort auch gibt. Also das wären Arica und Iquice eventuell noch Antofagasta.

Diesen Küstenabschnitt im Norden Chiles möchte Bolivien haben. Es ist dort nichts also nur trockene und leere Wüste also die extrem öde Atacama Wüste, es gab dort mal Rohstoffe aber wichtig wäre eben nur die Küste und die Häfen damit sie leichter Handel treiben können. Also würde dann keine Grenze mehr geben und sie würden investieren und neue Häfen, Autobahn und Eisenbahn bauen von der Küste ins Innere Boliviens rein.

Dazu müsste nur Chile seine Provinzen ganz im Norden in der Atacama abgeben. Denn wie gesagt es wäre für sie kein großer Verlust denn da ist nur leere Wüste. Und Chile und Peru haben so lange Küsten, dass sie auf dieses eine Stück leicht verzichten könnten und für Bolivien wäre es so wichtig und ein Segen. Sie verhandeln schon lange und haben auch eine Klage gestellt. NOch geht nichts voran, weil Politiker nichts voranbringen und alles ewig dauert.

Es müsste eine Kommission aus den drei Ländern Bolivien, Chile und Peru geben und sie sich einigen und dann dieses Gebiet zur Verfügung stellen. Aber Chile und Peru weigern sich immer. Es wäre für sie kein schwerer Verlust und eine gerechte Sache und alle drei hätten dann eine Küste und Häfen und Zugang zum Meer. Es wäre so schön, wenn das so klappen würde und eine schöne Geste

.Aber man braucht sich wenig Hoffnungen machen, denn es wird wohl nicht klappen also alle sind egoistisch und stur und Politiker bringen ja nichts voran. Also kein Land ist bereit, etwas Gebiet an einen Nachbarn abzugeben um diesem zu helfen obwohl sie selbst genug haben. Ist leider so und das ist sehr schade :( Aber mal sehen :D Also Evo Morales setzt sich dafür ein und er ist gut und gerecht, ein toller Mensch und Politiker :)

Antwort
von Unnutzer, 73

Bolivien hatte sogar früher einen Zugang zum Meer. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d6/Map_Bolivia_territorial_loss...

Allerdings wird niemals irgendein Staat ohne Gegenleistung sein Territorium abgeben. Und auch wenn Wüste auf den ersten Blick wertlos erscheint, im Boden verbergen sich dort nicht selten Erdöl oder -gas.

Antwort
von JamesBlond, 46

Wie schon von Suedamerikafan gesagt, Bolivien darf bereits die Häfen zollfrei benutzen, von der Wirtschaft her würde das also wenig ändern. Die Infrastruktur könnte sich Bolivien ohne Hilfe aus dem Ausland auch nicht vernünftig leisten.

Es handelt sich vielmehr um ein machtpolitisches Kalkül. In der bolivianischen Bevölkerung stellt der Verlust des Meeres immer noch einen tiefen Einschnitt in den Nationalstolz dar, viele verbinden die Armut immer noch mit dem Verlust des Meeres. Für einen bolivianischen Präsidenten wäre es also ein unglaublicher Beliebtheitsgewinn wenn er einen Meereszugang erreichen würde, für eine chilenische Regierung wäre es allerdings das Ende, wenn sie Gebiet abtreten müssen.

Und wenn du über die Städte Arica, Iquique und Antofagasta redest, genau das sind die Metropolregionen, in denen der chilenische Nationalstolz am stärksten augeprägt sind, diese würden also gar nicht mehr zu Bolivien gehören wollen, zumal es wirtschaftlich auch eher nachteilhaft wäre.

Kommentar von Aratinga ,

Und die bolivianische Marine fährt mit ihrem Schiff auf dem Titicacasee. :) Zumindest manchmal. Meistens wird das Schiff für Touristen genutzt. :)

Antwort
von Skinman, 39

Fangen wir mal am Ende an:

Evo Morales ist ein größenwahnsinniger Koka-Bauer, der nicht verstanden hat, wo und von welcher Volksgruppe seines Landes aktuell das Wirtschaftsprodukt Boliviens erwirtschaftet wird (Stadtbewohner im Tiefland, namentlich Santa Cruz) und wo und von wem nicht (nämlich nicht - mehr - von "seinen" Indios im Hochland. Es ist aus mit dem Kaffee.)

Außerdem tritt er seine Gegner beim Fußball gern mal in die Eier, vor allem wenn die ihn nicht gewinnen lassen.


So viel zu diesem "tollen" Menschen und Politiker und "gerechten" Engel auf Erden. Ein riesengroßes @...loch ist der. Hätte nicht gedacht, dass ich in deutscher Sprache mal so was Gehirngewaschenes über Mister Eiertreter lese #lol.

Aber gräme dich nicht, den haben sogar Wissenschaftler von Weltrang (=Noam Chomsky) als Musterbeispiel für einen "demokratischen" Machtwechsel angeführt... wobei: Dass es dabei demokratischer zugegangen ist als bei der Präsidentschaftswahl 2008 in den USA, um die es in dem Zusammenhang ging, will ich sogar akzeptieren. Aber ich schweife ab.

Den Zugang zum Meer hatte Bolivien übrigens früher. Genauer gesagt bis zum "Salpeterkrieg" von 1879 bis 1884, und den hat Bolivien sich ganz allein selbst eingebrockt. Da es das ärmste und machtloseste Land des ganzen Kontinents ist und nicht mal innerhalb seiner eigenen Grenzen viel geregelt bekommt, ich könnte da einige Anekdoten erzählen, wird sich das auch so bald nicht ändern.

Außer vielleicht die Chinesen intervenieren und leisten Schützenhilfe, weil sie sich davon Zugang zu etwaigen Lithiumvorkommen versprechen.

Kommentar von Aratinga ,

Warum verteidigt Evo Morales den Anbau von Koka? - Weil es die helige Pflanze der Inkas ist. Der Koka-Anbau ist in Bolivien bis auf Anbau in den Yungas verboten. Warum ist das so? Weil das Nordamerika so will, haben wohl Angst um ihre Tabakindustrie. Koka ist an und für sich eine ganz normale Pflanze, welche den Indios in den hohen Lagen der Anden als z.B. als wichtige Eiweißquelle dient. Es verhält sich das Koka ähnlich wie Cannabis - die Pflanze ist eigentlich nützlich, z.B. um verschiedene neue Medikamente zu entwickeln, nur wird der Anbau unter Strafe gestellt. Dürften die Bolivianer legal und landesweit Koka (nicht für den Drogenhandel) anbauen, so würde es der indigenen Bevölkerung, auch Indigena (nicht Indios) deutlich besser gehen. Evo Morales denkt anders als andere Politiker - und das ist gut so. Mir ist er ebenfalls sehr sympathisch. ....und über die Bewohner des Tieflandes braucht man ja wohl nicht diskutieren.... die meisten sind gegen Evo Morales und im Grunde genommen "kleine Spanier". Die Indigenen Boliviens aus Chuquiago, Cochabamba usw. sind die "wahren" Bolivianer. So sehe ich das zumindest. Es gibt eine Anstecknadel mit der Wiphala und dem Schriftzug "500 años de resistencia".... das sagt alles und für ein halbes Jahrtausend Widerstand sollte man der Indigena und Evo Morales allemal ein klein wenig Respekt entgegen bringen.

Kommentar von Skinman ,

Es wäre halt schön, wenn sie mal was zur Wirtschaft beitragen würden als nach Santa Cruz runter zum Betteln zu fahren, nachdem sie es versäumt haben, aus dem Kaffeeboom irgend etwas zu machen.

Kommentar von Aratinga ,

Schon mal darüber nachgedacht warum das so ist? Es liegt daran, dass wir Europäer in der Vergangenheit einst stolze Völker unterwarfen, ermordeten, ihre Kultur vernichteten und sie von uns abhängig machten. Das ist nicht nur in Südamerika der Fall, sondern auch in Afrika oder Indien Die Länder der "dritten" Welt sind nur so arm, weil wir Europäer in der Vergangenheit durch diese Menschen einen gewissen Wohlstand erreichten. Dadurch verarmte die jeweilige Bevölkerung - deswegen gehen sie betteln. Und zum Thema "dritte Welt" hat Evo Morales etwas sehr einleuchtendes gesagt. Er sagte, dass es keine erste, zweite oder dritte Welt gibt, sondern nur eine gemeinsame Welt - und wir alle sind dafür verantwortlich.

Antwort
von Suedamerikafan, 40

Um erstmal deine Frage zu beantworten. Bolivien hat bereits einen Zugang zum Meer. Durch ein Sonderdekret erlaubt es Chile Bolivien den Hafen von Arica Kosten- und Zollfrei zu benutzen. Alles anderen von Herrn Morales ist lediglich populistisches Gehampel.

Um nun zu der Frage warum man sich nicht an einem bolivianischen Strand am Meer sonnen kann :)
Google mal "Salpeterkrieg", dort siehst du, dass Bolivien seinen Küstenstreifen einfach aus eigener Schuld verloren hat. (selbst Krieg erklären, diesen verlieren und dann das verlorene Gebiet doch wieder einfordern ist irgendwie eigenartig....)

Kommentar von trelos ,

und wie schon erwähnt oben: welcher staat tritt wohl freiwillig etwas von seinem hoheitsgebiet ab, ungerecht hin oder her? da würden die bayern, genau wie die südtiroler uva etnien sagen, wuuhu ungerecht, wir wollen land von euch - das ist doch träumerei! ob morales toll ist oder nicht, hat damit auch nix zu tun.....

Kommentar von Suedamerikafan ,

Genau so ist es :)

Kommentar von Aratinga ,

Als gebürtiger Oberfranke bin ich für die Abspaltung des Frankenlandes von Bayern. :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten