Frage von AnastasiaKiew, 347

Wird bald ein Krieg mit Russland geben?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nato-und-russland-wolfgang-ischinger-w...

Die Kriegsgefahr zwischen der Nato und Russland sei größer als in den Achtzigern, warnt der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger. Die Nato müsse sich mäßigen.

Ich habe Angst. Wir Europäer wollen keinen Krieg! Kann Russland nicht einfach brav bleiben?

Expertenantwort
von PeVau, Community-Experte für Politik, 167

Wenn du genau gelesen hättest, dann hättest du nicht fragen müssen.

Wolfgang Ischinger, ein ausgewiesener Transatlantiker, wird die von ihm mitgetragene Konfrontationspolitik gegenüber Russland langsam selbst unheimlich. Offensichtlich haben maßgebliche Kreise Angst, die Kontrolle über die von ihnen initiierte und bis jetzt mitgetragene aggressive Politik zu verlieren.

Das kann man auch verstehen, wenn man solche Figuren, wie Stoltenberg rumtönen hört, der zwar nichts zu sagen hat, aber die Politik von Washington und der kommandierenden US-Generalität im NATO-Hauptquartier verkaufen muss.

Washington ist es nämlich völlig schnuppe, wie Europa nach einem Krieg aussieht. Ganz im Gegenteil, kann man sich doch in einem zerstörten Europa wiedermal gewinnbringend am Wiederaufbau beteiligen und den alten Kontinent durch Schuldknechtschaft wieder an die Kandarre nehmen.

Kommentar von kayo1548 ,

"
Washington ist es nämlich völlig schnuppe, wie Europa nach einem Krieg aussieht"

kann ich mir kaum vorstellen;

Europa hat global einen entscheidenden Einfluss und da ein Umbruch kann zu unvorhersehbaren Folgen führen.

Man merkt ja selbst bei einem kleinen Land im Nahen Osten beispielsweise das es dadurch zu globalen Einflüssen kommt und wenn man da jetzt die EU vergleicht, die ja global durchaus eine gewisse Größe darstellt kann das sicher zu Problemen führen.

"kann man sich doch in einem zerstörten Europa wiedermal gewinnbringend am Wiederaufbau beteiligen
"

Das Destabilisieren und nach Wünschen wiederaufbauen nicht funktioniert zeigt die jüngere Geschichte;

das das früher in D geklappt hat war eine Mischung aus Bedingungsfaktoren und sicher auch viel unvorhersehbare Zufälle.

Ich denke die Wahrscheinlichkeit das es nach einer Destabilisierung zu Zersplitterung und Radikalisierung sowie organisierter Kriminalität kommt ist höher und das wird dann sicher global heftige Auswirkugnen haben; nicht nur für die angrenzenden Länder.

Da es aber sowieso keinen Krieg von außen in absehbarer Zeit geben wird spielen diese Ursachen sicher eine untergeordnete Rolle

Antwort
von zetra, 125

Mit Steinmeier fing es an, Kujat warnte schon länger vor mögliche Konflikte, die da kommen könnten? Woher der Wandel kommt ist leicht auszumachen, zuerst war es der Posten. Hier hatte Steinmeier zwei Chef´s, Merkel und Gabriel. Jetzt kommt die Erkenntnis, das die derzeitige Politik ins Verderben führen kann. Spät, aber noch rechtzeitig kommt diese Erkenntnis.

Wer da glaubte, das Frauen die besseren Diplomaten wären, wird bei genauem hinsehen eines besseren belehrt. Kommt in den USA noch eine weibliche Präsidentin dazu, wird es keineswegs friedlicher. Nie hätte ich gedacht, dass DE noch einmal auf solchen gefährlichen Pfaden wandeln würde. Im Grunde hätten wir dieses saudumme Spiel mit dem Feuer gar nicht nötig. Um allerdings dieser Gefahr aus dem Wege gehen zu können, müsste mehr Rückgrad her und ein selbstsicheres auftreten gegen den Verbündeten USA.

Antwort
von alexklusiv, 188

"Wir Europäer" tun aber alles, um den Eindruck zu erwecken, als wollten wir einen - und Russland wurde schon einmal durch die Inkompetenz seines faktischen Staatsoberhauptes wie aus dem Nichts von einer absoluten Übermacht überfallen. Ein Volk von hunderten Millionen Menschen musste durch Millionen unnötig verschwendete Menschenleben den Fehler eines einzigen Mannes ausgleichen (->Stalin glaubte seinem Spion Richard Sorge nicht, da Hitler ihm das Gegenteil versicherte). Und Putin versucht eben, sich als das genaue Gegenteil von Stalin darzustellen, als DEN Demokraten und Völkerrechtler und gleichzeitig denjenigen, der sein Land so stark macht, dass niemand einen Angriff darauf überstehen könnte.

Das ist sicher nicht die beste Denkweise, wenn wir eine einige Welt haben wollen, wie die, die du dir vorstellst. Aber sämtliche Schuld daran trägt einzig und allein der Verrat und Betrug der NATO. 

Russland handelt einfach aus einer negativen Erfahrung heraus, welche sicher nicht direkt auf die NATO übertragbar ist, aber doch den starken Anschein erweckt, was schon daran deutlich wird, wie die NATO ihre Manöver an der russischen Grenze nennt. Der "Weltfrieden", von dem du so häufig sprichst, geht nur mit und sogar durch Russland.

Kommentar von AnastasiaKiew ,

Ja genau der,weltfrieden hängt von russland ab.

Kommentar von alexklusiv ,

Er befindet sich zu großen Teilen in Russlands Machtbereich, wenigstens so weit sind wir uns einig, wenn Russland allein natürlich auch keinen Weltfrieden erzielen kann, dafür gibt es zu wenig Einfluss auf etwa die us-amerikanische terroristische Expansionspolitik.

Kommentar von ponter ,

Zur Info:

Der Satzbeginn "Wir Europäer..." wird von diesem User gerne in vielen Zusammenhängen genutzt, der im Übrigen verschiedene Profile auf GF nutzt. Das geht aus den oben zitierten Wörtern in Fragen, als auch in seinen Antworten hervor.

Leider findet dabei meistens seine Meinung die Zustimmung der wenigsten Europäer, auch weil in einigen Beiträgen eine gewisse Abneigung gegen Russland daraus hervorgeht.

Kommentar von alexklusiv ,

Das ist mir alles bewusst, keine Sorge;) 

Antwort
von ollesgemuese, 190

Nein, wird es "leider" nicht. Dann würden sich wenigstens viele Krisen und Probleme zugunsten einer Seite endgültig klären. Oder wir sind all Staub und es hat sich für uns alle geklärt xD

Leider wird stattdessen an vielen Stellen der Welt kriegsähnlicher Zustand weiterhin üblich sein.

Kommentar von OlliBjoern ,

Nein. Ein Beispiel: der erste Weltkrieg hatte nichts "endgültig geklärt". Kurze Zeit später kam der zweite.

Auch dieser hat nichts für alle Ewigkeit geklärt, für den Frieden müssen wir uns auch heute noch immer wieder aktiv einsetzen.

Dass Kriege Situationen endgültig klären könnten, ist ähnlich wie an den Weihnachtsmann zu glauben. Es ist eine emotional wärmende Vorstellung, aber rational nicht zu belegen.

Kommentar von ollesgemuese ,

Ich habe auch nicht von einem endgültigem Frieden gesprochen.

Und der erste WK hat wenig geklärt, weil die Kriegsgründe auch gar nicht wirklich beseitigt wurden, ist also eher ein ungünstiger Vergleich. Der 2te hat uns dann auch regional 71 Jahre Frieden und Stabilität gebracht, wobei es natürlich stimmt, von sich zurücklehnen bleibt das nicht so.

Bei einem ernsthaft geführten Krieg mit allen Mitteln bin ich mir aber auf jeden fall sicher, dass auf der Welt endgültig Frieden einkehrt, abzüglich der paar Überlebenden, die sich um das bißchen Rest kloppen.

Kommentar von kayo1548 ,

Solange es Menschen gibt wird es auch Krieg geben - Krieg ist menschlich (und bei einigen anderen Tierarten auch vertreten).

Wir Menschen können aber aktiv die Situation analysieren und Bedingungen schaffen die einen Krieg eher vermeiden.

Das das funktioniert sieht man an der jüngeren Vergangenheit:  verglichen mit vor einigen hundert Jahren ist da das kriegerische Potential massiv zurückgegangen.

Kommentar von ollesgemuese ,

Darüber könnte man eine gute Diskussion führen ;)

Ich sehe das eher so: funktioniert hat in der jüngeren Vergangenheit, daß die wesentlichen Kriegstreiber dieser Welt (Europa) dank des 2ten WK sich endgültig vom blankem Imperialismus losgesagt haben. Um das auch einzuhalten, war eine Weltmacht hilfreich, die eine für sie (und ihre Verbündeten) vorteilhafte Welt- und Wirtschaftsordnung durchgesetzt hat. Wo Nachteile befürchtet wurden, wurde auch massiv oder subtil eingegriffen, mitsamt allen Folgen für die jeweilige Bevölkerung, nur fand das alles nicht mehr im "friedlichem" Europa statt.

Kommentar von kayo1548 ,

"war eine Weltmacht hilfreich, die eine für sie (und ihre Verbündeten) vorteilhafte Welt- und Wirtschaftsordnung durchgesetzt hat
"

kann sicher (kurzfristig?) hilfreich sein und Sicherheit bieten kann aber auch die Unzufriedenheit steigern (sieht man auch in China).

Aber da könnte man ganze Bilbiotheken vollschreiben - das Grundprinzip des Krieges ist von biologischer Sicht relativ einfach aber wenn man bei uns die ganzen kulturellen Vorgänge berücksichtigt die darauf angewandt werden gibt es da schon vieles was man berücksichtigen kann und muss.

Entscheidend ist in jedem Falle, dass die Bedingungen sich ändern und man auf politischer, sozialer und gesellschaftlicher Ebene auch darauf reagieren muss.

Antwort
von Alex1992112, 177

Martinzuhause hat Recht die haben auf nichts reagiert er fängt die Nato an

Kommentar von Alex1992112 ,

eher

Antwort
von Huckebein3, 184

Du kannst deinen Beitrag leisten, indem du für Deutschland in den Krieg ziehst als Sanitäterin z.B., denn im Fall eines Krieges wird Deutschland als Verbündeter der USA sicher mit von der Party sein. Der user HansFelix hat schon versprochen, in der US-Armee für den Weltfrieden zu kämpfen. Ein schönes Beispiel.

Kommentar von latricolore ,

Und die Fragestellerin ist die Ukrainerin mit ihrem x-ten Nick?

Kommentar von HansFelix ,

Für Weltfrieden würden wir alles machen. 

Antwort
von 486teraccount, 153

nein. die Nato sucht doch immer einen Buhmann

Kommentar von Modem1 ,

Die Nato ist nur das Instrument welche sich im Falle die Wunden lecken. 

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