Wir wollen sparen, aber die Familie macht nicht mit, was soll ich tun?

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10 Antworten

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist du mittlerweile ausgezogen. Was in der beschriebenen situation auch die beste Entscheidung war.

Das sinnvollste was du machen kannst, ist das Du den Dir zustehenden Unterhalt einforderst und mit Deinem Geld nur Deine eigene Haushaltsführung machst. Was Deine Familie dann mit hirem anteil macht, ist deren Problem.

Aber persönlich möchte ich Dir meine Bewunderung für Dein sehr gewissenhaftes Verhalten aussprechen. Du kannst mit gutem Gewissen stolz auf Deine Vernunft sein. Und selbst wenn Du dir ab und zu mal eine Kleinigkeit zusammensparst und dann gönnst, ist das vollkommen ok.

Egal wie vernünftig man mit Geld um geht. Ab und zu ist es vollkommen ok wenn man nicht nur rechnet, sondern auch mal lebt. So lässt sich auch besser mit einem sparsamen Leben umgehen.

Du kannst kein Unterhalt anfordern, wenn du von dir aus selbst ausgezogen bist. Außer, sie wollten dich raus haben. Dann müssen sie auch zahlen.

Kindergeld kannst du einfordern. Bist du ü18?

Und wenn deine Eltern so viele Schulden haben, werden sie auch nicht das Geld haben, dir Unterhalt zu leisten. Auch wenn du es gerichtlich einklagen würdest.

Du kannst von deinem Geld gerne sparen, aber was deine Eltern machen, das musst du akzeptieren. Es gibt Menschen, die sind das gewohnt, immer genug Geld zur Verfügung zu haben und landen dann schnell in eine Finanzkrise, weil sie nicht sparen können/wollen.

Deine Eltern versuchen ihr Leben weiterzuleben, obwohl es finanziell gerade nicht möglich ist. Da kann man nichts machen - außer vielleicht ein Gespräch.

Was soll ich tun?!

Da du ja ausgezogen bist solltest du froh sein, dass das jetzt nicht mehr dein Problem ist.

Das Geld, das du nicht ausgegeben hast, jetzt nachträglich einzufordern wird juristisch gesehen nicht möglich sein.

Kommentar von Aydana
30.10.2016, 11:12

Natürlich ist es mein Problem! Ich bin gerade mitten in meiner Ausbildung und somit von meinen Eltern finanziell abhängig. Später möchte ich studieren, und erhoffe bis dahin in einer besseren finanziellen Lage zu stecken. (Habe keine Lust auf Schulden im Studium) 

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Leb Du Dein Leben und lasse Deine Familie das Geld zum Fenster rauswerfen.

Deine Eltern sind erwachsen. Ihnen kannst Du nichts vorschreiben.

Manche Leute müssen erst auf die Schn... fallen, ehe sie schlau werden.

Also forferte ich meinen Anteil an.

Welchen Anteil?

Das "eingesparte" Geld wirst Du nicht zurück bekommen.

Ich kann Dir nur raten, nicht mehr zu verzichten, damit deine Eltern das Geld bekommen, sondern das ab jetzt "eingesparte Geld" selbst zu verwalten.

Was aus deiner Frage nicht so klar hervorgeht: Wer hat das Darlehen angenommen? Das waren doch deine Eltern, oder? Dann ist das ihr Problem.

Du schreibst, Du bist von deinen Eltern finanziell abhängig. Wenn Du Geld von ihnen bekommst, dann haben sie doch Geld. Nimm dieses Geld an und pack Dir davon etwas zur Seite. 

DU hast keine Schulden bei deinen Nachbarn. Du warst minderjährig (Konfirmation), als deinen Eltern das Darlehen gewährt wurde. Deshalb konntest Du gar nicht am Darlehen beteiligt sein.

Deine Eltern sind erwachsen und Du kannst sie nicht beeinflussen, was ihr Finanzverhalten angeht. Also mußt Du es leider hinnehmen.

Es mag jetzt hart klingen, aber der Leidensdruck ist noch nicht hoch genug. Wenn deine Familie es nicht einsieht, wird in absehbarer Zeit ein knallharter Lernprozess einsetzen und erst ab dann wäre es denkbar, dass die Ausgabenseite reduziert wird. Besser: sie wird zwangsweise reduziert. Das mag man aber nicht gerne wollen. Und ja, solche Situationen kenne ich aus eigenen schlechten Erfahrungen.

Versuche dich, in deren Lage zu versetzen: "Bislang klappt doch alles, also warum soll ich mich einschränken?" So oder so ähnlich wird sich das in deren Köpfen abspielen. Solange auch die "Rudelführer" - deine Eltern - nicht als Vorbild mitmachen, solange wird sich leider nichts ändern.

Ich könnte noch technisch argumentieren, dass man gefälligst rechtzeitig vor einer Mauer bremsen sollte und nicht erst dann, wenn man schon reingekracht ist, aber das würde wahrscheinlich wenig helfen.

Lassen die sich auch nicht von einem Haushaltsbuch beeindrucken? Manchmal bemerkt man es ja auch nicht, wenn sich Ausgaben unbemerkt einschleichen.

Dem Henry Ford wird ein Satz zugeschrieben (ob es stimmt, keine Ahnung): Man verdient nicht mit dem Geld, was man einnimmt, sondern mit dem Geld, was man ausgibt. (oder eben nicht ausgibt)

Könnte es vielleicht sein, dass deine Familie ganz normal lebt und nur du dir den Auszug nicht hättest leisten dürfen? Warum musstest du ausziehen?

das ist sehr lobenswert, daß du deiner Familie helfen willst. aber wenn du jetzt ausgezogen bist, würde ich an deiner stelle erst mal nach dir selber schauen, wenn deine Familie nicht mitmacht. deine Eltern sind erwachsen, die müssen wissen was sie tun.

Kommentar von Aydana
30.10.2016, 11:13

wenn das mal so einfach wäre! Ich bin gerade mitten in meiner Ausbildung und somit von meinen Eltern finanziell abhängig. Später möchte ich studieren, und erhoffe bis dahin in einer besseren finanziellen Lage zu stecken. (Habe keine Lust auf Schulden im Studium)

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Wenn Deine Eltern weiter auf dicke Hose machen, kommt das dicke Ende garantiert. Dann wird gejammert was das Zeug hält.

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