Frage von Aydana, 176

Wir wollen sparen, aber die Familie macht nicht mit, was soll ich tun?

Hallo,

Seit dem Umzug im Jahre 2013 stecken meine Familie und ich in einer leichten Finanzkrise, und wir haben zinsfreie Schulden von unseren Nachbarn bekommen. Selbst der Steuerberater betonte, dass ein Sparvorgang in unserem Fall zu empfehlen wäre. Also packte ich (Tochter) hart an: Kaufte kaum neue Kleidung, trage teilweise noch die selbse Kleidung von vor 3 Jahren, selbst mein Konfirmationskleid kaufte ich im Secondhandshop für 5€, führe bis dato ein eigenes Haushaltsbuch mit Sparplan, Luxusgüter wie Handys finanziere ich mir selbst durch mein Minijobbing, und auch da kaufe ich alles gebraucht. Meine Zimmerrenovierung bezahlte ich auch zum Teil (obwohl icu dieses Jahr ausgezogen bin und so meine Geschwister mehr davon gebrauch haben als ich selbst)

Die Sache ist nun diese: Keiner macht mit! Letzens fragte ich meine Eltern, warum meine beiden Schwestern teuer shoppen waren, obwohl wir doch sparen müssten. Diese erwiederten, ich solle mich un meine eigenen Sachen kümmern. Auch in Restaurants Ist meine Familie sehr großzügig mit der Geldausgabe: Kaufen die teuersten Pizzen, und mehr als man überhaupt esen kann!

Also sagte ich mir: Wenn die anderen beim sparen, warum soll ixh dann, wenn ein Anteil dann sowieso wieder für Luxusgüter verschwendet wird? Also forferte ich meinen Anteil an. Ich begründete damit, mir nun auch Kleidung zu kaufen (in Wahrheit würde ich das Geld zur Babk geben, und da lassen, bevor einer von meiner Familie es ausgibt) Die Antwort war:"Ich dachte Aydana, du willst doch sparen" Ich: "So macht es doch keinen Sinn, wenn jeder doch sowieso alles ausgibt" sie:"Wieso machst du jetzt auf einmal so ein Theater"

Was soll ich tun?!

Antwort
von MorsElthrai, 95

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist du mittlerweile ausgezogen. Was in der beschriebenen situation auch die beste Entscheidung war.

Das sinnvollste was du machen kannst, ist das Du den Dir zustehenden Unterhalt einforderst und mit Deinem Geld nur Deine eigene Haushaltsführung machst. Was Deine Familie dann mit hirem anteil macht, ist deren Problem.

Aber persönlich möchte ich Dir meine Bewunderung für Dein sehr gewissenhaftes Verhalten aussprechen. Du kannst mit gutem Gewissen stolz auf Deine Vernunft sein. Und selbst wenn Du dir ab und zu mal eine Kleinigkeit zusammensparst und dann gönnst, ist das vollkommen ok.

Egal wie vernünftig man mit Geld um geht. Ab und zu ist es vollkommen ok wenn man nicht nur rechnet, sondern auch mal lebt. So lässt sich auch besser mit einem sparsamen Leben umgehen.

Antwort
von SirKermit, 70

Es mag jetzt hart klingen, aber der Leidensdruck ist noch nicht hoch genug. Wenn deine Familie es nicht einsieht, wird in absehbarer Zeit ein knallharter Lernprozess einsetzen und erst ab dann wäre es denkbar, dass die Ausgabenseite reduziert wird. Besser: sie wird zwangsweise reduziert. Das mag man aber nicht gerne wollen. Und ja, solche Situationen kenne ich aus eigenen schlechten Erfahrungen.

Versuche dich, in deren Lage zu versetzen: "Bislang klappt doch alles, also warum soll ich mich einschränken?" So oder so ähnlich wird sich das in deren Köpfen abspielen. Solange auch die "Rudelführer" - deine Eltern - nicht als Vorbild mitmachen, solange wird sich leider nichts ändern.

Ich könnte noch technisch argumentieren, dass man gefälligst rechtzeitig vor einer Mauer bremsen sollte und nicht erst dann, wenn man schon reingekracht ist, aber das würde wahrscheinlich wenig helfen.

Lassen die sich auch nicht von einem Haushaltsbuch beeindrucken? Manchmal bemerkt man es ja auch nicht, wenn sich Ausgaben unbemerkt einschleichen.

Dem Henry Ford wird ein Satz zugeschrieben (ob es stimmt, keine Ahnung): Man verdient nicht mit dem Geld, was man einnimmt, sondern mit dem Geld, was man ausgibt. (oder eben nicht ausgibt)

Antwort
von Laury95, 47

Du kannst kein Unterhalt anfordern, wenn du von dir aus selbst ausgezogen bist. Außer, sie wollten dich raus haben. Dann müssen sie auch zahlen.

Kindergeld kannst du einfordern. Bist du ü18?

Und wenn deine Eltern so viele Schulden haben, werden sie auch nicht das Geld haben, dir Unterhalt zu leisten. Auch wenn du es gerichtlich einklagen würdest.

Du kannst von deinem Geld gerne sparen, aber was deine Eltern machen, das musst du akzeptieren. Es gibt Menschen, die sind das gewohnt, immer genug Geld zur Verfügung zu haben und landen dann schnell in eine Finanzkrise, weil sie nicht sparen können/wollen.

Deine Eltern versuchen ihr Leben weiterzuleben, obwohl es finanziell gerade nicht möglich ist. Da kann man nichts machen - außer vielleicht ein Gespräch.

Antwort
von rafaelmitoma, 74

das ist sehr lobenswert, daß du deiner Familie helfen willst. aber wenn du jetzt ausgezogen bist, würde ich an deiner stelle erst mal nach dir selber schauen, wenn deine Familie nicht mitmacht. deine Eltern sind erwachsen, die müssen wissen was sie tun.

Kommentar von Aydana ,

wenn das mal so einfach wäre! Ich bin gerade mitten in meiner Ausbildung und somit von meinen Eltern finanziell abhängig. Später möchte ich studieren, und erhoffe bis dahin in einer besseren finanziellen Lage zu stecken. (Habe keine Lust auf Schulden im Studium)

Kommentar von Silo123 ,

Naja,immerhin sind das dann nicht DEINE Schulden.

Ich würde erstmal den Dir zustehenden Unterhalt einfordern-aber auch keinen Cent mehr- bringt sie dann vielleicht doch zum nachdenken und dann Deinen eigenen Sparplan durchziehen.

Kinder, die einen so unterstützen, wie Du es getan hast, kann man sich eigentlich wünschen.

Taten meine Kinder auch, als ich durch Krankheit in sehr schwieriger Situation war- die Zimmerrenovierung, ja das gleiche....

JETZT, wo wir über den Berg sind, bin ich umgekehrt großzügig und unterstütze jeden.Und es wird nicht mehr jeder Cent 3 Mal  umgedreht.

Aber wenn Deine Familie jetzt anscheinend partout in die weitere Verschuldung abdriften will, mußt Du sie wohl lassen, mußt Du sie wohl lassen. DU verschuldest Dich damit nicht.

Antwort
von beangato, 52

Leb Du Dein Leben und lasse Deine Familie das Geld zum Fenster rauswerfen.

Deine Eltern sind erwachsen. Ihnen kannst Du nichts vorschreiben.

Manche Leute müssen erst auf die Schn... fallen, ehe sie schlau werden.

Also forferte ich meinen Anteil an.

Welchen Anteil?

Antwort
von minimalisth, 7

Könnte es vielleicht sein, dass deine Familie ganz normal lebt und nur du dir den Auszug nicht hättest leisten dürfen? Warum musstest du ausziehen?

Antwort
von Shiranam, 42

Das "eingesparte" Geld wirst Du nicht zurück bekommen.

Ich kann Dir nur raten, nicht mehr zu verzichten, damit deine Eltern das Geld bekommen, sondern das ab jetzt "eingesparte Geld" selbst zu verwalten.

Was aus deiner Frage nicht so klar hervorgeht: Wer hat das Darlehen angenommen? Das waren doch deine Eltern, oder? Dann ist das ihr Problem.

Du schreibst, Du bist von deinen Eltern finanziell abhängig. Wenn Du Geld von ihnen bekommst, dann haben sie doch Geld. Nimm dieses Geld an und pack Dir davon etwas zur Seite. 

DU hast keine Schulden bei deinen Nachbarn. Du warst minderjährig (Konfirmation), als deinen Eltern das Darlehen gewährt wurde. Deshalb konntest Du gar nicht am Darlehen beteiligt sein.

Deine Eltern sind erwachsen und Du kannst sie nicht beeinflussen, was ihr Finanzverhalten angeht. Also mußt Du es leider hinnehmen.

Antwort
von kevin1905, 55

Ausziehen!

Antwort
von Panazee, 62

Was soll ich tun?!

Da du ja ausgezogen bist solltest du froh sein, dass das jetzt nicht mehr dein Problem ist.

Das Geld, das du nicht ausgegeben hast, jetzt nachträglich einzufordern wird juristisch gesehen nicht möglich sein.

Kommentar von Aydana ,

Natürlich ist es mein Problem! Ich bin gerade mitten in meiner Ausbildung und somit von meinen Eltern finanziell abhängig. Später möchte ich studieren, und erhoffe bis dahin in einer besseren finanziellen Lage zu stecken. (Habe keine Lust auf Schulden im Studium) 

Kommentar von Panazee ,

Deine Eltern müssen dir Unterhalt zahlen, wenn du eine Ausbildung absolvierst. Das anschließende Studium müssen sie vermutlich nicht bezahlen.

Wie auch immer - deine Eltern sind volljährig und solange sie dir deinen Unterhalt zahlen, kannst du da gar nichts machen. Sie können mit ihrem Geld machen was sie wollen.

Das alles ändert auch nichts daran, dass du nicht nachträglich Geld einfordern kannst, das du deinen Eltern aus deiner Sicht eingespart hast, indem du zurück gesteckt hast.

Kommentar von Laury95 ,

Dann hättest du zuhause wohnen bleiben können und dein Ausbildungsgehalt hätte für dein tägliches Leben gereicht.

Antwort
von jimpo, 31

Wenn Deine Eltern weiter auf dicke Hose machen, kommt das dicke Ende garantiert. Dann wird gejammert was das Zeug hält.

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