Wir wissen nicht mehr weiter mit ihr?

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5 Antworten

Sie scheint ein sehr geringes Selbstwertgefühl zu haben und ständig Bestätigung zu brauchen, weil sie in Wahrheit nicht daran glaubt, gleichwertig zu sein. 

Auch diese Handyaktionen etc. zeigen, dass sie Grenzen austesten will in der Hoffnung, akzeptiert zu werden, aber mit der Angst, nicht gleichwertig zu sein. Lässt man ihre Aktionen durchgehen, wird sie kurz bestätigt, fühlt sich toll, baut das Ganze aus (immer noch einen oben drauf legen). Weist man sie ab, bestätigt sie das in ihrer Annahme, dass man sie gar nicht als gleichwertig ansieht und in ihrer Angst, nicht wirklich dazuzugehören.

Ich kenne jemanden, der so etwas jahrelang durchgezogen hat, immer im gleichen Freundeskreis, immer akzepziert, immer heimlich zweifelnd, ob er wirklich akzeptiert oder nur geduldet wurde. Ein einziges Mal konnte ihm Sicherheit vermittelt werden, als die Freunde ihm in einer schweren Zeit halfen, aber später wurde er wieder unsicher. Von sich aus meldete er sich nie bei seinen Freunden, weil er glaubte, da nur zu stören.

Was Ihr tun könnt: Wenn Ihr Zeit mit ihr verbringt, bestätigt sie hin und wieder (Lob, Anerkennung, Einbinden in die Gruppe). Besprecht mal allg. das Verhalten beim Ausgehen (nicht ihr Verhalten, sondern ganz allg. "Was macht ihr, wenn...". Dann merkt sie, dass andere lockerer mit der Situation umgehen als sie. Sagt ihr ganz klar, dass ihr nichts mit bestimmten Situationen zu tun haben wollt: Wenn sie sich auf eine bestimmte Art verhält (Leute "ausnutzt"), dann geht ihr weg und lasst sie damit alleine (ankündigen!).

Es kann durchaus sein, dass sie ein psychisches Problem hat, eine Depression käme auch in Frage, aber auch so etwas wie Boderline. Betroffene haben oft das Gefühl, sich nicht richtig zu spüren, sie schwanken zwischen Angst und Euphorie, Zweifel und Übertreibung. Mal sind sie am Boden zerstört, mal sind sie nervig-überschwänglich. Ausgeglichene Gefühle haben sie selten. Manchmal kann man diese Probleme in einer Therapie tatsächlich beheben, oft nicht, da die Betroffenen sich nicht als "krank" sehen können, weil das ihre Ängste - ich bin minderwertig, jeder darf sich von mir abwenden - bestätigen würde.

Interessant dazu das Buch "Hochbegabt und hochsensibel" von Andrea Brackmann, in dem sie auch über die Probleme und Gefühlswelten von Borderlinern berichtet.

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Wenn sie das nächste Mal das mit den Depression oder was ähnliches sagt, dann sagt einfach deutlich zurück "Dann geh halt zu einem Psychologen, vielleicht hört dann auch dein unmögliches Benehmen auf". Das würde ich ihr klipp und klar sagen. Sonst kapiert sie es nicht. S€heiß drauf, dass sie dann sauer ist, sowas muss man sich nicht antun

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Hey!Was für ein mist!Ich kenne diese Situation leider nur zu gut. Meine BFF hatte eine ziemlich schwere Kindheit. Ihr Vater war Nikotin süchtig und hat die ganze Familie da mit rein gezogen. Bei ihr hat das mit der immer schlechten laune in der 7. angefangen. es war echt nicht einfach. Sie war einfach so.........!!!!!!

Ihr problem war einfach, dass sie noch nicht über das mit ihrem Vater hinweg war. Sie ist einfach in eine Dipression hinein geschlittert. Um sich abzulenken hat sie immer gesoffen. So kam auch noch eine Alkoholsucht dazu. Wir als Freunde mussten echt aufpasssen. Irgentwann ist sie zusammengebrochen. Sie hat geweihnt und hat uns (endlich !!!!!!) Alles erzählt, was sie bedrückt hat. Wir haben ihr einfach nur zugehört. Am ende hat sie einfach eingesehen, dass sie da irgentwie ein problem hat.


Wir haben uns dann immer abgewechselt, bei ihr zu sein, mit ihr was zu unternehem, mit ihr zu Pysologen und Gesprächen zu gehen,auf sie auf zu passen. (Wegen dem Alkohol.) Sie war dann noch mal längere zeit in einer Klinik und heute lebt sie ein ganz normales Leben.

Mein Tipp:

Seid immer für sie da, bewegt sie zum reden und sagt ihr ruhig, wenn euch etwas nicht an ihrem Verhalten gefällt. Fragt sie, was ihr auf der Seele liegt. Sie wird euch vertrauen. Geht nicht auf inge ein, die sie zu euch sagt, wie zu.B. ihr schl***** oder so.

Wenn es in den nächsten Wochen nicht besser mit ihr wird, wäre es bestimmt besser, einen Artzt aufzusuchen. Dazu muss sie ihr Problem aber einsehen.Das kann sie aber nur ganz allein für sich entscheiden. Informier doch ihre Eltern.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Geschichte und meinen Tipps ein wenig helfen, dir Kraft geben, und dir zeigen, das man so etwas gemeinsam, als Freunde schaffen kann. Leider ist diese antwort jetzt zu einem Roman mutiert!Du und deine Freunde, ihr schafft das!GGGGLG Leleei

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Sprecht vllt mal mit ihren Eltern und sagt denen, dass ihr euch Sorgen macht.

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Kommentar von lucyyaA
08.05.2016, 10:24

Ihre Mutter ist informiert aber weiss selbst nicht mehr weiter. Zum Psychologen weigert sie sich strikt

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Es könnte helfen, wenn du die Dinge im Kopf klarer voneinander trennst.

Was du erlebt hast, als du einmal von einem Freund eingeladen wurdest, hat mit der ganzen Problematik nichts zu tun. Es bringt nichts, deine Erlebnisse mit den Beobachtungen, die du bei der Freundin machst, zu vergleichen.

Das sind zwei verschiedene Dinge, die überhaupt nicht zusammen gehören (obwohl es sich anbietet, sie gemeinsam zu betrachten - aber nein...).

Vieles, was du an der Freundin beobachtest, findest du voll daneben. Ok. Nun ist es aber IHR Leben und IHR Verhalten. Das hast du nicht zu verantworten, darum bringt auch das "Fremschämen" nichts. Schämen kann man sich für das, was man selbst verantwortet.

Als Freundin kannst du ihr gern hin und wieder "feed back" geben. Das gehört zur Freundschaft dazu. Es bedeutet aber nicht, dass du einen pädagogischen Auftrag ihr gegenüber hättest und sie dazu bringen müsstest, sich einigermaßen akzeptabel zu verhalten.

Sie muss auch nichts einsehen. Sie muss deine Sichtweise nicht akzeptieren. Es reicht, wenn du ihr deine Sichtweise ab und zu anbietest. Überzeugen musst du sie nicht. Es kann aber sein, dass solche Rückmeldungen für sie hilfreich sind.

Trotz allem steht dir nicht zu, Urteile über sie zu fällen. Du kannst ihr Verhalten missbilligen, das ja. Wenn du ihr Verhalten oftmals ablehnst, bedeutet das nicht, dass du den ganzen Menschen ablehnst. Sollte es jedenfalls nicht....

Vielleicht fällt es dir nach solchen Überlegungen leichter, zu entscheiden, ob sie weiterhin deine Freundin ist oder nicht, und wie du dich verhalten kannst... Schwere Fragen....

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Kommentar von lucyyaA
08.05.2016, 10:33

Es ist halt auch, sie urteilt strikt über uns und beschimpft uns, während es bei ihr in Ordnung ist

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