Frage von lenamarlen123, 321

Wir sind nicht gläubig. Wie erkläre ich meiner Tochter was Gott, Glaube und beten ist?

Meine Tochter ist 5 Jahre alt. Keiner in meiner Familie ist gläubig. Doch durch die kita und auch einige Weihnachts Lieder die schon gesungen werden kommt die Frage auf was das überhaupt ist. Natürlich hatte ich auch mal Religion in der Schule und kenne die Geschichte Jesu aber es ist schwierig überhaupt zu erklären was glaube heißt oder was die Leute tun die beten und warum.

Weiß jemand wie ich das auf kindliche Art und Weise hingekomme?Kennt jemand vielleicht ein Kinderbuch das er mir zu dem Thema empfehlen könnte.

Sollte ich erstmal nur soweit den Christentum abdecken oder ihr auch erklären das verschiedene Religion gibt. Ich bin da ja auch kein Experte aber da wir in einer Großstadt Leben wo es z. B. auch viele Muslime wäre das denke ich schon wichtig.

Ich bin da etwas überfragt aber möchte ihr gerne wartungsfrei ihre vielen Fragen beantworten

Antwort
von ThomasJNewton, 321

Ich hab mal einen klugen Spruch dazu gehört:

Wer reif ist für die Frage, ist auch reif für die Antwort.

Das heißt natürlich nicht, dass die Antwort ganz ohne Beschwerden verdaut wird.
Aber letztlich kannst du nicht vorausahnen, was wie verdaut wird.
Unsere Nachbarstochter war jedenfalls entsetzt, als ihr klar wurde, dass das Hühnchen auf dem Teller mit den niedlichen Lebewesen identisch ist.
Meine Kinder waren nicht schockiert, oder ich war nicht dabei.

Letztlich muss jedes Kind viele mehr oder weniger schwer akzeptable Tatsachen hinnehmen, bis es erwachsen ist.
Aber wann es wie was lernt, darauf hast du wenig Einfluss, oder weniger, als du denkst.

Also bleibe ganz ehrlich, bei deiner Überzeugung.
So in der Art, dass das Geschichten sind, die einige Menschen für wahr halten, andere nicht, und dass man es nicht ganz sicher weiß und dass du nicht daran glaubst.

Kinder sind ja nicht dumm, und wenn du da "kindgerecht" das Wissen in Häppchen packst, kann es eben auch dazu zu führen, dass es Religion mit "um den heißen Brei rumreden" verbindet.
Oder es zieht andere, krude Schlüsse, weil es schon merkt, dass hinter dem Thema einige Wichtigkeit steckt.

Und generell denkt ein Kind immer nur so weit, wie es eben ist.
Wenn es eine Frage stellt, will es eine Antwort, und keinen stundenlangen Vortrag. Bis es eben reif ist für die nächste Frage.
Außer es ist in der Warum-Phase. In der lernt es  dass man nicht jede Warum-Frage beantworten kann. Und dass auch Eltern keine endlose Geduld haben.

Letzlich kannst du nichts verkehrt machen. Kinder erobern die Welt aus eigenem Antrieb und auf ihrem eigenen Weg.
Da kann man nur hoffen und darauf hinwirken, dass sie ab und zu mal auf die elterlichen Wegweiser schauen.

Kommentar von mia68 ,

Eine ganz wunderbare Antwort - DH. :-)

Antwort
von Rosalielife, 309

Geh mal in die Bücherei und sieh dich dort um. sicher gibt es viele geeignete Bücher, Bildmaterial und kindgerechte Worte dazu. Wichtig ist aber vor allem anderen, was du selbst von dem transportierten Inhalt hältst. kinder bemerken schnell, wenn Mama anders drüber denkt und nur pro forma Fragen beantwortet. Sei ehrlich, sag, wie es dir mit christlichem Glauben geht, dass du nicht betest und dir nicht sicher bist, ob es einen Gott gibt. Aber vorsichtig. Kinder sind wundergläubig und der feste Glaube an einen Gott, den sie ansprechen können, bei dem sie ihre Wünsche und ihren kummer abladen dürfen, der sie bedingungslos liebt, kann vieles auffangen. Außerdem hat dein kind ein anrecht auf eigene Erfahrungen und könnte gläubig werden, auch wenn ihr es nicht seid und nicht vorlebt. Diese chance musst du zugestehen. Da sich das Verhältnis zum eigenen Glauben durch die Jahre und durch entsprechende Ereignisse ändert, entwickelst du vielleicht auch mal eine andere Einstellung dazu. betrachte also diese "Aufklärung" auch als Mögichkeit, deine Kenntnisse aufzufrischen und freu dich an neuen Eindrücken für euch beide. Dass es andere Religionen gibt, kannst du andeuten. Wichtig ist die Glaubensrichtung, nach der der kindergarten arbeitet und die Kinder beeinflusst. Hier zeigt sich ja auch, dass du Glauben nicht grundsätzlich ablehnst, sonst hättest du einen kirchlichen KIGA nicht ausgesucht.

Kommentar von lenamarlen123 ,

Das ist kein kirchlicher Kindergarten. Nur in einer Großstadt lebt man Multi Culti und dort gibt es die verschiedensten Kinder. Außerdem kam das Thema mehr durch Weihnachts Lieder wie ihr Kinderlein kommet auf

Kommentar von lenamarlen123 ,

Ich kann es ja nicht verleugnen das ich nicht so denke. Ich bin nicht so aufgewachsen und sie auch nicht und dann kann ich ja nicht nach 5 Jahren auf einmal so tun als wenn es das einzig wahre ist.

Antwort
von EdNewgate, 248

Ich würde es Ihr so einfach wie möglich erklären. Sag Ihr zum Beispiel das es einige Menschen gibt die glauben, das eine Wesen das Himmel lebt,  das die Welt erschaffen hat und auf die Leute darauf aufpasst. Du solltest Ihr auch erklären das diese Menschen glauben das dieses Wesen einen Sohn hatte der an Weinachten auf die Welt kam.

Vielmehr würde ich Ihr gar nicht erklären, du kannst Ihr sicher auch sagen das viele Menschen etwas anderes glauben. Näher auf andere Religionen eingehen würde ich nicht, das ist im diesen Alter noch nicht nötig.

Mir ist nebenbei auch klar das diese Erklärung nicht das moderne Gottesbild der Christen abdeckt. Ich würde es Ihr so stark vereinfacht erklären, weil eine komplexere Erklärung, eine 5 Jährige meiner Meinung nach nur noch mehr verwirren würde.

Antwort
von miaphi, 54

Also ich würde aufjedenfall Wert darauf legen, dass es objektiv erklärt wird und sie sich selbst eine Meinung bilden kann. Erzähl ihr einfach was du zu dem Thema weißt, du kannst ja eventuell nochmal ein bisschen recherchieren. Ich persönlich finde es auch ein sehr gute Idee, über verschiedene Religionen und nichtnur über das Christentum zu reden :)

Antwort
von Feldspatz, 93

Im Grunde muss es doch nicht so kompliziert sein. Erzähle ihr die christliche Geschichte wie du andere Geschichten erzählst. Das verwirrt das Kind nicht, weil es im Kindergarten dieselbe Geschichte hört. Und dann sagst du ihr, dass es Menschen gibt, die glauben, dass diese Geschichte wahr ist und andere, die glauben, dass es nur eine Geschichte ist. Jeder Mensch muss selber entscheiden, ob er daran glauben will oder nicht. Sie selbst kann aber mit diesem Entscheid noch etwas warten bis sie älter ist.

Antwort
von implying, 219

ich würde es so allgemein wie möglich formulieren... erklär ihr einfach dass viele leute an einen allmächtigen gott glauben, der ihnen in schweren zeiten hilft und hoffnung gibt. das haben die menschen schon immer getan, in allen regionen der erde, und es gibt ettliche unterschiedliche religionen und götter. es sind ja im großen und ganzen nichts als geschichten. und diese kannst du ihr ja grob zusammengefasst auch nacherzählen. erkläre ihr auch wie alt diese geschichten sind und dass es sowohl menschen gibt, die diese geschichten glauben, als auch menschen die nicht daran glauben, und dass sie sich irgendwann selbst entscheiden soll ob sie es glaubhaft findet, oder nicht.

auch wichtig wäre es zu erklären dass vieles, z.b. weihnachten, zwar mit religion zu tun hat, aber mitlerweile einfach eine tradition ist, die jeder mitmacht, egal ob man gläubig ist oder nicht, dass es einfach dazu gehört wie geburtstag haben, weil es einfach tolle gelegenheiten sind sich lieb zu haben und eine freude zu machen.

auf keinen fall würde ich großartig ins detail gehen. dass gott angeblich alles sieht, oder es eine hölle gibt für unartige menschen, sowas braucht man garnicht erst anfangen, sonst ist ihre entscheidung von ängsten beeinflusst.

Antwort
von Jerne79, 83

Ich würde versuchen, ihr ganz wertneutral das Konzept einer Religion zu vermitteln. Daß es Menschen gibt, die glauben, daß es mehr gibt als das, was man sieht, die an eine höhere Macht glauben usw. (ich glaube, für Konzepte wie Leben nach dem Tod, Erlösung etc. könnte es etwas früh sein, das Kind könnte sich aus lauter Angst, etwas falsch zu machen in eine Richtung gedrängt fühlen). Und daß es in verschiedene Formen davon gibt. Dann kannst du ihr ein bißchen christliche Mythologie erzählen, und sei es nur, damit sie in der KiTa nicht durch Nichtwissen zum Außenseiter wird. Unter Umständen will die Kleine eh nur eine knappe Erklärung und ist damit zufrieden, wenn sie mehr Fragen stellt, würde ich das möglichst breit aufstellen, um von Anfang an Toleranz für verschiedene Religionen zu vermitteln.

Antwort
von generations, 38

Also ich bin selbst noch nicht erwachsen, aber ich weiß noch, wie meine Mutter mir das erklärt hat, als ich noch klein war (bin jetzt 14 und Atheistin). Sie hat mir erzählt, was die verschiedenen Religionen glauben (hauptsächlich natürlich Christentum) und hat gesagt, ich kann selbst entscheiden, ob ich etwas glauben will oder nicht (Ich war in der 1. Klasse). Ich habe mich dagegen entschieden, daraufhin fragte mich meine Mutter, ob ich weiterhin in den Religionsunterricht gehen wil, wenn ich das nicht glaube, ich antwortete Nein und durfte daraufhin in Ethik gehen.
Nun boykottiere ich jegliche Art von Religion, vor allem das Christentum, Sekten und den Islam, da ich die Kindermissbräuche von Priestern, psychische Manipulation oder die Unterdrückung von Frauen auf keinen Fall unterstützen möchte.

Antwort
von amdros, 72

Mit den einfachsten Worten, die dir zum Glauben und zu Gott einfallen, solltest du versuchen es zu erklären. 

Eine darauf bezogene alltägliche Situation, die sich ergeben könnte, daran würde ich anknüpfen um es ihr altersgerecht verständlich zu machen.

Intensiv würde ich gar nicht erst versuchen darauf einzugehen denn mit 5 Jahren wird sie all das, was dahinter steckt, noch nicht verstehen.

Antwort
von colocolo, 77

Das Problem habe ich hinter mir.

Ich habe bei meiner Tochter versucht, ihre Fragen zur Religion zu beantworten. Sie kürzte es ab und fragte, woran ich glaube. Wie ich geantwortet habe, gehört nict hierher. Jedenfalls hat sie sich für meine Richtung entschieden.

Anderen Eltern, die vielleicht kein so großes Vertrauen genießen, würde ich raten, verschiedene Religionen bekannt zu machen. Vor allem sollte man eine Distanz zu allen zeigen, auf die Vielfalt von Religionen hinweisen, und betonen, dass jeder selbst entscheiden sollte, ohne sich an anderen zu orientieren.


Kommentar von ThomasJNewton ,

Vertrauen genießt man nicht, man gibt es.

Das sage ich dir, als alter Sack.

Als würde ich deine geheime Botschaft nicht erkennen.
Wie ich immer meinen Kindern sagte, Eltern sind zwar blöd, aber nicht so blöd, wie die Kinder denken.

Das gilt auch in Gegenrichtung!

Antwort
von blackforestlady, 192

Es reicht auch nur das zu erzählen, was bei Dir hängen geblieben wird. Warum man bettet, warum man dazu in die Kirche geht usw. ansonsten gibt es ein Buch darüber. http://www.schwikart.de/2014/aus-der-erfolgreichen-reihe-den-kindern-erklaert-er...

Antwort
von lalala321q, 49

ich kann dir Sachen von Neale Donald Walsch empfehlen. Speziell für Kinder gibt es das Buch:   Ich bin das Licht!: Die kleine Seele spricht mit Gott. Eine Parabel für Kinder   (gibt auch ein Video davon  

)

Für dich selber, wenn du dir keine Bücher von ihm kaufen willst, gibt es auch einige Youtube Videos.

Ich persönlich glaube schon an Gott, nicht nur wegen meiner Erziehung sondern vor allem wegen einiger persönlicher Erfahrungen die ich des öfteren in früheren Jahren meines Lebens gemacht habe. Ich machte ein paar Astralreisen, außerkörperliche Erlebnisse. War sehr eindrucksvoll und interessant.

Antwort
von JTKirk2000, 163

Glauben ist vertrauen und hoffen. Das ist in weltlicher Hinsicht, beispielsweise Freunden zu vertrauen, oder auf die eigenen Möglichkeiten zu vertrauen (wie beispielsweise beim Fahrradfahren oder Schwimmen) nicht viel anders, als in religiöser Hinsicht.

Wenn Du Deinem Kind Fragen zu Gott, zu Christus, zum Glauben, und zur Religion beantworten möchtest, würde ich Dir empfehlen, selbst entsprechend nachzulesen. Das kannst Du einerseits, indem Du eine Bibel kaufst (ich persönlich favorisiere die Einheitsübersetzung, weil diese in recht modernem Deutsch geschrieben, daher recht leicht verständlich, und gemessen an der Lutherübersetzung recht nahe am Originaltext ist), andererseits aber auch, indem Du auf Seiten wie bibleserver.com entsprechend vorbeischaust. die Bibel ist recht umfangreich und ist eine Sammlung von über 60 Büchern, aber was Christus der Bibel nach gelehrt und vorgelebt hat, findet man hauptsächlich in den Evangelien der Apostel Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Zudem steht auch in diesen erwähnten ersten vier Büchern des Neuen Testaments so einiges über die Natur Gottes und Jesu Christi, wobei ersterer in Bezug auf Christus mehrfach von seinem Sohn gesprochen haben soll, und Christus entsprechend über seinen und zu seinem Vater sprach.

Was Weihnachtslieder angeht, wie wäre es, in etwa 1,5 Monaten eine Weihnachtsandacht zu besuchen? Darin könntest Du eventuell weitere Antworten bekommen, die Du Deinem Kind leichter verständlich weiter geben könntest. 

Kommentar von Maisbaer78 ,

Es gibt meist einen Grund, warum Menschen glauben oder nicht. Um die Frage nach dem "Was ist das" zu beantworten, müsste wohl kaum eine Bibel her noch der Besuch einer Andacht.  Beides schiebt die Beantwortung der Frage ziemlich weit hinaus bzw. gibt der Fragestellerin noch immer nicht die passenden Worte für die Ohren Ihres Kindes mit.

Oder fällt dir eine Stelle im Buch der Bücher ein, die kurz und bündig erklärt warum Menschen an einen Gott glauben und was Gott eigentlich ist?

Die Geschichte von Weihnachten sollte man auch lieber nicht so genau erklären, vorallem, dass Jesu Geburt mal eben "Umdatiert" wurde, um mehr Anklang bei den Heiden zu finden.  Das Kind könnte den Eindruck gewinnen, die christliche Lehre sei mehr oder weniger "ausgedacht".

Die Mutter sucht schlicht nach den richtigen Worten um Ihrem Kind darzulegen, was sie selbst (wie auch ich) nicht nachvollziehen kann.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Tja, wenn Du eine bessere Möglichkeit siehst, einem kleinen Kind zu erklären, was Gott ist, ohne es selbst zu verstehen, bitte schön. Mein Vorschlag mit der Bibel und der Weihnachtsandacht bezog sich darauf, dass man es erst einmal selbst verstehen sollte.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Den Glauben nicht nachvollziehen zu können, heisst nicht, die Funktionalität nicht zu verstehen. 

Überzeugungen wirst du in einem Atheisten nicht wecken, egal wie oft du Ihm die Bibel oder diverse Messen zuführst.

Das Problem ist vorallem auch, das man als Atheist nicht werten darf. Man darf dem Kind keinen Weg verbauen, weder den ohne Glauben, noch den mit. Im Gegensatz zu gläubigen Familien, wo die christliche Lehre spätestens mit der Taufe dem Kind aufs Auge gedrückt wird.  In Hinblick dessen ist es recht schwierig dem Kinde zu vermitteln, dass manche Menschen an etwas glauben, das für außenstehende gerade zu grotesk wirken kann.

Nur eben ohne eine solche Beurteilung an das Kind weiter zu reichen. Ich denke genau darum dreht es sich bei der Frage. Wie erkläre ich meinem Kind die Situation, ohne es dabei in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Den Glauben nicht nachvollziehen zu können, heisst nicht, die Funktionalität nicht zu verstehen. 

Bei den meisten Menschen die meinen, nicht zu glauben, ist es aber so, dass sie den Zusammenhang zwischen Glauben, Hoffen, und Vertrauen nicht kennen.

Überzeugungen wirst du in einem Atheisten nicht wecken, egal wie oft du Ihm die Bibel oder diverse Messen zuführst.

Darum geht es auch gar nicht. Jedenfalls nicht, soweit es mich betrifft. Es geht nur darum, dass die Fragestellerin danach gefragt hat, wie sie ihrer Tochter erklären soll, was diese Begriffe bedeuten. Allein darum geht es in meinem Rat, sich selbst ein Bild zu verschaffen, denn nur wenn man etwas selbst wirklich versteht, kann man versuchen, es jemandem verständlich zu machen, vor allem wenn es derart leicht verständlich gemacht werden soll, dass es auch ein kleines Kind versteht.

Das Problem ist vorallem auch, das man als Atheist nicht werten darf.

Warum ausgerechnet als Atheist? Jeder Mensch hat dasselbe (begrenzte) Recht dazu.

Man darf dem Kind keinen Weg verbauen, weder den ohne Glauben, noch den mit.

Exakt. Jeder sollte für sich selbst wählen dürfen. Ich weiß nicht, wie es in Deiner Kindheit war, aber meine haben sich dahingehend richtig verhalten - und sollte ich eines Tages Kinder haben, werde ich das genauso handhaben.

Im Gegensatz zu gläubigen Familien, wo die christliche Lehre spätestens mit der Taufe dem Kind aufs Auge gedrückt wird.

Dahingehend ist eine Verallgemeinerung unangemessen. Meine Mutter ist christlich, wenn auch nicht sehr aktiv. Dennoch haben meine Schwester und ich die freie Wahl gehabt und wurden von unseren Eltern nie bedrängt, aktiv in der Kirche zu sein oder von dieser fern zu bleiben. Es gab auch keine christlichen Symbole oder gar eine Bibel zuhause und es gab auch nie so etwas wie ein Familiengebet.

In Hinblick dessen ist es recht schwierig dem Kinde zu vermitteln, dass manche Menschen an etwas glauben, das für außenstehende gerade zu grotesk wirken kann.

So etwas gibt es immer. Da braucht es nicht unbedingt Religion dazu, oder gar einen Gott.

Wie erkläre ich meinem Kind die Situation, ohne es dabei in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Indem man ganz einfach die Fragen beantwortet, was es erfordert, dass man sich selbst erst einmal ein notwendiges Verständnis davon aufbaut vielleicht? Genauso geht es ja auch wie mit dem Beispiel warum der Himmel blau oder ein Regenbogen bunt ist, nur um ein paar alternative Beispiele für typische Kinderfragen anzugeben. Mit dem notwendigen Verständnis kann man es einem kleinen Kind verständlich erklären, ohne dass man das Kind deshalb gleich "lenkt".

Kommentar von Maisbaer78 ,

Warum ausgerechnet als Atheist? Jeder Mensch hat dasselbe (begrenzte) Recht dazu.

Weil man den Glauben eines anderen nicht in Frage stellen darf. Würde ich das tun, hätte ich aber einen solchen Shitstorm zu erwarten, dass es bis zur ISS röche.  Atheisten haben aber nun einmal keinen Glauben.

Bei den meisten Menschen die meinen, nicht zu glauben, ist es aber so, dass sie den Zusammenhang zwischen Glauben, Hoffen, und Vertrauen nicht kennen.

Woher nimmst du die Weisheit, die Weltsicht anderer beurteilen zu können? Zudem hat Hoffnung und Vertrauen keinen Bezug zu irgend einer höheren Macht, sei Ihr Name Gott oder Gaja. Das schliesst natürlich nicht aus, das diese beiden Gefühlsregungen auch auf solche zutreffen. Aber jeder Mensch kennt Hoffnung und jeder sucht Vetrauen. Nicht jeder ist Theist. Und da besteht auch kein unsichtbarer, nur dir sich erschliessender Zusammenhang.  Vielleicht ist dir einfach nur nicht klar, wie ein Leben im Atheismus aussieht, sich anfühlt. Das liegt in der Natur der Sache, aber gibt dir weder die Position noch die Möglichkeit, das zu beurteilen.

Dahingehend ist eine Verallgemeinerung unangemessen.

So wurdest du nicht getauft? Ab diesem Moment hast du immer mal wieder Kontakt mit der Kirche. Natürlich nimmt das auch Einfluss.  Hier in Bayern ist fast jeder Einheimische Christ. Die gehen nicht in die Kirche, die besuchen keine Andachten...aber sie bezeichnen sich als Christen und glauben an den König der Könige. Warum? Weil hier in Bayern die Berge so hoch sind, das jeder mal mit Gott einen Plausch halten konnte? In Deutschland werden Bewerber die keinen christlichen, bzw. keinen Glauben haben, in sozialen Berufen benachteiligt. Kindergärten und Schulen, welche von der Kirche "übernommen" werden, entlassen die Atheisten.  Natürlich wird Druck ausgeübt, was ein Atheist aber nicht dürfte.

So etwas gibt es immer. Da braucht es nicht unbedingt Religion dazu, oder gar einen Gott.

Nichts desto Trotz ist das Thema der Frage.

Genauso geht es ja auch wie mit dem Beispiel warum der Himmel blau oder ein Regenbogen bunt ist

Nein, so trivial ist es eben nicht. Es ist einfach zu erklären, welche physikalischen Effekte dahinter liegen, wenn auch die vollständige Erläuterung noch ein paar Jahre warten muss. Mein Vater zeigte mir mit einem Prisma und ein paar Farbfiltern das Farbspektrum des Sonnenlichtes lange bevor ich zur Schule ging. Es ist einfach denn es ist belegbar.

Wie erkläre ich einem Kind aber, das diese Menschen an etwas glauben, das man nicht sehen kann (laut der eigenen Beurteilung), nicht hören und schmecken, oder berühren kann.

Wie ohne (bei aller Liebe, aber der christliche Glaube ist nicht besonders schwer zu erklären, an Verständnis fehlt es sicher den wenigsten) auf die psychologischen Faktoren dahinter zu sprechen zu kommen. Möchtest du einem kleinen Kind davon berichten, das Menschen Angst vor einem entgültigen Tode haben, manche gar vor einer immerwährenden Hölle mit unendlichen Qualen im Feuer?

Die Erklärung, warum Menschen Glauben liegt in der Psyche, in Wünschen und in Hoffnungen.   Diese sind aber so abstrakt, dass Sie sich einem Kind, das zum Glück nichts von einer Hölle und den Abgründen menschlicher Gemüter, wohl kaum erschliessen lassen, ohne das es ebenfalls Angst bekommt. Für die Hoffnung auf einen guten Tag, Gesundheit und Liebe braucht es nunmal keinen Gott. Wie willst du sonst die Frage beantworten, die das Kind stellt, wenn es einen unheilbar erkrankten Christen trifft? Oder die der ganzen Kriege? Jede Kriegspartei hat Gläubige, sogar deutlich mehr als Atheisten, alle beten zu Ihren jeweiligen Gottheiten. Warum hört der Gott (oft ist es auf beiden Seiten derselbe) nicht auf beide Seiten?


Kommentar von JTKirk2000 ,

Weil man den Glauben eines anderen nicht in Frage stellen darf. Würde ich das tun, hätte ich aber einen solchen Shitstorm zu erwarten, dass es bis zur ISS röche.  Atheisten haben aber nun einmal keinen Glauben.

Das kommt wohl weniger auf den eigenen Glauben an, als vielmehr darauf, wie andere mit einer geäußerten Sichtweise umgehen.

Woher nimmst du die Weisheit, die Weltsicht anderer beurteilen zu können?

Das hat nichts mit einer Beurteilung zu tun, sondern mit einer Tatsache. Wenn ich schreibe, dass es Tag ist, wenn die Sonne aufgegangen ist, und Nacht, wenn die Sonne untergegangen ist, dann ist das genauso eine Tatsache wie die dass Hoffnung und Vertrauen Eigenschaften von Glauben sind - und selbiges auf deren Verben zutrifft.

Aber jeder Mensch kennt Hoffnung und jeder sucht Vetrauen.

Eben das meine ich ja. Es gibt sehr viele Menschen, die meinen, dass sie nicht glauben, aber das dürfte eher nur sehr selten zutreffend sein, und das auch nur dann, wenn man nicht einmal Vertrauen in sich selbst hat.

So wurdest du nicht getauft?

Klar, aber das hat nichts damit zu tun, dass ich nach der Taufe regelmäßigen Kontakt zur Kirche hatte.

Ab diesem Moment hast du immer mal wieder Kontakt mit der Kirche.

Einmal im Jahr zur Weihnachtsandacht. Das war es dann aber auch. Erst aus eigener Entscheidung heraus, und ohne dass meine Eltern etwas dazu oder dagegen getan hätten, habe ich ab etwa einem Alter von 10 Jahren die Kirche häufiger besucht.

Wie ich schon mehrfach bei verschiedenen Fragen geschrieben habe, verstehe ich nicht einen Menschen als einen Christen, nur weil der Mitglied einer Kirche ist oder diese bestenfalls regelmäßig zur Andacht aufsucht, sondern erst der gelebte Glaube an Gott, den Vater und an seinen Sohn Jesus Christus sowie eine entsprechende Lebensweise macht einen Gläubigen zu einem Christen. Wie Paulus geschrieben hat, nutzt der Glaube allein gar nichts, wenn man nicht entsprechende Werke vorweisen kann. Auch die Geschichte von Christus zum Weltgericht ist dahingehend eindeutig.

Kindergärten und Schulen, welche von der Kirche "übernommen" werden, entlassen die Atheisten.

Schreibe mir jetzt nicht, dass es dahingehend keine Alternativen gäbe.

Nein, so trivial ist es eben nicht. Es ist einfach zu erklären, welche physikalischen Effekte dahinter liegen, wenn auch die vollständige Erläuterung noch ein paar Jahre warten muss. Mein Vater zeigte mir mit einem Prisma und ein paar Farbfiltern das Farbspektrum des Sonnenlichtes lange bevor ich zur Schule ging. Es ist einfach denn es ist belegbar. 

Und mit dem entsprechenden Verständnis ist es genauso einfach erklärbar, was oder wer Gott ist, was Glauben ist (das ist wohl am einfachsten zu erklären) und was Beten ist (was auch recht einfach zu erklären ist). Die Vorstellung von Gott ist zunächst einmal grundlegend zum eigenen Verständnis. Da es aber um eine kindgerechte Erklärung geht, kann es mit einem entsprechenden Verständnis nicht so kompliziert sein, eine solche Erklärung abzugeben, wenn man sich entsprechend eingelesen hat. Man muss ja nicht gleich mit Transzendenz ankommen, um ein Beispiel für das zu geben, was man gegenüber einem Kind zur Erklärung noch auslassen kann.

Wie erkläre ich einem Kind aber, das diese Menschen an etwas glauben, das man nicht sehen kann (laut der eigenen Beurteilung), nicht hören und schmecken, oder berühren kann. 

Wie wäre es mit "fühlen"? Laut der Bibel haben die Menschen, die Zeugen der Taufe Christi waren durchaus die Stimme Gottes gehört. Ebenso ist es der Bibel nach auch Mose gegangen, als er von Gott den Auftrag erhalten haben soll, das Volk Israel aus Ägypten zu befreien. In Bezug auf fühlen habe ich selbst mehrfach eine Eingebung erlebt, die mich bei verschiedenen Gelegenheiten aufgefordert hat, etwas spezifisches zu tun, ohne dass es ansonsten offensichtlich gewesen wäre, um jemand anderen zu helfen, der diese Hilfe wirklich gebraucht hatte.

Möchtest du einem kleinen Kind davon berichten, das Menschen Angst vor einem entgültigen Tode haben, manche gar vor einer immerwährenden Hölle mit unendlichen Qualen im Feuer?

Da ich nicht an eine Hölle glaube und von dieser auch nichts in der Bibel steht - diese war erst eine Erfindung der RKK - und zudem sich die Frage auch gar nicht darum dreht, sehe ich keinen Anlass dazu, ein kleines Kind derartig einzuschüchtern.

Für die Hoffnung auf einen guten Tag, Gesundheit und Liebe braucht es nunmal keinen Gott.

Das habe ich auch nicht behauptet. Ich habe nur behauptet, dass Hoffnung und Vertrauen Eigenschaften vom Glauben sind - wer mit dem Wort Glauben gleich Religion in Verbindung bringt, ist einzig und allein selbst Schuld, denn ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass religiöser Glaube nur eine Ausrichtung von Glauben ist, aber nicht die alleinige.

Kommentar von scrutinize ,

Glauben ist vertrauen und hoffen.

Und worauf vertrauen und hoffen? Kannst du mir darauf eine Antwort geben?

Durch genau solche verwaschenen Phrasen weiß heute niemand mehr so richtig, was der Glaube eigentlich ist.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Und worauf vertrauen und hoffen? Kannst du mir darauf eine Antwort geben?

Wie ich schon schrieb, ist glauben nicht immer gleich mit religiösem Glauben verbunden, denn die Eigenschaften des Glaubens, beispielsweise zu hoffen und zu vertrauen gibt es auch in Bezug auf weltliches.

Beispielsweise glaubt man an sich selbst, wenn man seinen eigenen physischen Fähigkeiten oder seiner Wahrnehmung vertraut. Man glaubt seinen Freunden, wenn man ihnen vertraut und ebenso auch dem Lehrer, wenn man ihm vertraut. Wenn man darauf hofft, dass sich etwas positiv entwickelt, zum Beispiel bei einer Reise sicher an sein Ziel zu kommen, so glaubt man entsprechend daran. Brauchst Du noch mehr Beispiele, um ein Muster zu erkennen? 

Deine Frage, ob ich Dir eine Antwort geben kann, hat sich somit also definitiv mit einem "ja" beantwortet.

Durch genau solche verwaschenen Phrasen weiß heute niemand mehr so richtig, was der Glaube eigentlich ist.

In der Tat, denn heutzutage denken viele Menschen, dass die Eigenschaft zu glauben nur mit Religion zu tun habe. Dem ist aber nicht so.

Kommentar von scrutinize ,

In der Tat, denn heutzutage denken viele Menschen, dass die Eigenschaft zu glauben nur mit Religion zu tun habe. Dem ist aber nicht so.

Das stimmt natürlich, aber ich war der Meinung, wir reden vom christlichen Glauben.

Oder nicht?

Kommentar von JTKirk2000 ,

Christlicher Glaube ist eine Form von religiösem Glauben, ebenso wie religiöser Glaube eine Form von Glauben im Allgemeinen ist. Jene die nicht an eine Religion glauben, denken aber oft, dass religiöser Glaube die einzige Form von Glauben sei, doch dem ist eben nicht so.

Auch was Gott und beten angeht, so muss auch dies nicht unbedingt christlich sein, kann allerdings tatsächlich so sein. Immerhin gibt es ebenso wie im Christentum auch im Judentum, im Islam, im Hinduismus und auch in einigen fernöstlichen Religionen jeweilige Götter, die entsprechend angebetet werden und ich bin mir relativ sicher, dass dies auch bei verschiedenen Naturreligionen der Fall ist.

Antwort
von Omnivore08, 24

Wie erkläre ich meiner Tochter was Gott, Glaube und beten ist?

"Liebe Chantal Luise (^^), es gibt Menschen die sind anders und glauben an höhere Mächte und der gleichen. Lass dich von denen nicht beeinflussen. Lass die anderen Kinder ihre Religion und sie werden dich auch in Ruhe lassen"

Bücher?!....mhh...es gibt da ja ein schönes Buch (ich habs zwar nicht gelesen, aber die Rezensionen fand ich toll^^):

Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel von Michael Schmidt-Salomon (Religionskritiker und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung)

http://www.schmidt-salomon.de/ferkel.htm

Das Buch wollten Religiöse sogar mit dem §166 StGB verbiten lassen. Unfassbar ^^

Viel Glück!

Antwort
von earnest, 125

Hi. 

Im Prinzip so, wie du hiesige und fremde Bräuche erklärst - natürlich nicht wertend oder gar abschätzig, sondern mit Respekt für selbige.

"Es gibt Menschen, lieber Tom und liebe Lena, die sehen das so, und es gibt Menschen, die sehen das sooo."

Gruß, earnest


Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo earnest,

das gilt so auf jeden Fall für Nicht-Gläubige. Was gesagt wird, muss auf jeden Fall für das Kind verständlich und sachlich richtig sein, so dass es später auch nicht korrigiert werden muss.

Während der Gläubige sagen könnte. "Gott hat alles gemacht...." könnte der Nichtgläubige zumindest sagen: "Viele Menschen glauben, dass ......... andere meinen ....."

oder statt "Jesus hat.... " - "Es gibt ein Buch, in dem steht, dass Jesus  ....."

Kommentar von earnest ,

Wir sind - wieder einmal! - völlig einer Meinung, Nadelwald.

Der erwachsene Erklärer muß glaub-haft bleiben. So oder so.

Antwort
von ritachey, 50

Es gibt viele verschiedene Kinderbibeln in denen die Geschichte Jesu gut und für kinder verständlich dargestellt wird. Meine Mutter hat mir hieraus immer vorgelesen als ich auch ca in dem Alter war. Ich hoffe ich konnte helfen

Antwort
von densch92, 15

"Hör zu, mein Kind:

Mit Gott ist es wie mit dem Osterhasen:
Auch wenn wir ihn nicht sehen und nicht genau wissen ob er existiert,
so ist er immer noch gut dazu um für ordentlich Umsatz in den Geschäften zu sorgen und als Antwort zu dienen für all die Fragen
für die die Wissenschaft noch nicht die Antwort gefunden hat.
Kurzgefasst könnte man sagen, er ist ein Mittel zum Zweck."

Antwort
von Andrastor, 48

Schau, da gibt es Leute, die glauben im Himmel sitzt ein alter Mann der zaubern kann. Diesen Mann nennen sie Gott. Sie glauben dass Gott alles geschaffen hat was es gibt. Die Erde, die Bäume, auch die Tiere und die Menschen.

Die Christen glauben dass zu Weihnachten Gott einen Sohn auf die Erde geschickt hat, Jesus. Deswegen feiern wir Weihnachten. Das alles steht in einem Buch, der Bibel.

Die Moslems glauben auch an Gott. Aber sie glauben dass sie die Bibel besser verstehen als die Christen und deshalb haben sie ihr eigenes Buch geschrieben, den Koran.

Die Juden waren als erstes von den dreien da und haben auch ihr eigenes Buch, den Talmud.

Du siehst alle 3 glauben eigentlich an den gleichen Gott und jeder hat sein eigenes Buch und jeder glaubt dass sie Recht haben.

Und alle streiten sich darum wer besser an den alten Mann im Himmel glaubt.

Antwort
von RobinsonCruesoe, 79

Hallo LenaMarlen

Vorweg: Unsere ist auch 5. Kann Dich also verstehen. Grosstadt, usw.

Mach Dir keine allzu grossen Sorgen: was Weihnachten bedeutet, bekommt Deine Tochter im Kindergarten schon mit. Dir muss aber klar sein, um was es dabei eigentlich geht, wenn Gott Mensch wird und nicht umgekehrt. Denn nur dann kannst Du es dem Kind vorleben oder  zeigen, ohne viel Worte machen zu müssen. Ich will sagen: wenn man den Glauben verstanden hat, braucht es nicht mehr viel Worte. Zeigt euch vielmehr einfach als Menschen, denen Weihnachten wichtig ist, denen die Liebe etwas bedeutet.

Denn geht es im Glauben nicht stets um die Liebe? Die Liebe ist nicht wankelmütig, sondern sie ist treu. Aber auch wenn die menschliche Liebe auch nicht immer treu ist, wie wir alle wissen - würdest Du eurem Kind nicht sagen, dass die Liebe ewig sei?

Glaube bedeutet, der Liebe zu vertrauen. Im Vertrauen, dass man geliebt wird, zu leben. Dass es die ewige Liebe nur in Gott gibt. Dass Gott aber Mensch geworden ist, damit wir nicht wie Gott werden müssen. Vielleicht so


Kommentar von RobinsonCruesoe ,

Ich möchte noch etwas ergänzen. Natürlich kannst Du Deiner Tochter aufgeklärt und abgeklärt, natürlich immer "respektvoll" erklären, dass es manche "sooo" sehen und andere "sooo", wie manche hier vorschlagen. Aber ich denke nicht, dass man als Eltern so distanziert sein und vor allem bleiben kann. Das ist eine Illusion. Wir leben nicht im Seminar. Will man das seinen Kindern antun?

Kommentar von earnest ,

Antun? Wie bitte?

Doch, Robinson, genau DAS sollte man tun. Genau DAS ist ein fairer und angemessener Umgang mit den berechtigten Fragen eines Kindes - fernab von Märchenerzählen oder Indoktrination.

Das hat auch mit "Seminar" nicht das Geringste zu tun. Kein Mensch ist eine Insel, Robinson. Mit einem solch "respektvollem" Verhalten (ich weiß nicht, warum du hier distanzierende Gänsefüßchen bemühst) unterschiedlichen Auffassungen gegenüber kannst du Zeichen setzen - und hoffen, daß dein Kind auch einmal Respekt für unterschiedliche Glaubensauffassungen an den Tag legen wird.

Kommentar von RobinsonCruesoe ,

Es geht hier einer Mutter(?) darum, wie sie ihrem Kind ein Phänomen nahebringt, welches dieses gerade im Kindergarten erlebt. Es geht um die Unterstützung des kindlichen Erlebens.

Ginge es nach Dir, dann wüsste die kleine Tochter am Ende alles über Weihnachten, alles ganz "respektvoll" natürlich. "Einige glauben an das Christkind, andere nicht mein Kind, aber alles läuft auf dasselbe hinaus, musst Du wissen", so ungefähr? Mit Verlaub: damit kann später niemand etwas anfangen.

Das Ergebnis wäre m.E. eine -schlimmstenfalls- Person, die über eine Sache gut bescheid zu wissen meint, aber nicht bei der Sache ist. Ich habe LenaMarlen jedenfalls nicht so verstanden. Sie will, dass ihre Tochter glücklich mit dabei ist und die Adventszeit geniessen kann, will sie aber jetzt nicht gleich zur Christin machen. Sehr sympathisch.

Wenn es LenaMarlen nur darum ginge, dem Kind "etwas beizubringen", dann sollte sie einfach warten, bis das Kind eine gewisse Reife erlangt hat. Also sagen wir mit 20, 25 und älter.

Kommentar von earnest ,

Dein Kommentar geht, mit Verlaub, meiner Ansicht nach a) an meinem Kommentar und b) an der realen Situation vorbei. 

Der letzte Satz ist reine Polemik. Sachlich geht anders.

Aber gut. Laß uns einig sein, daß wir nicht einig sind.

Antwort
von Ryez7, 15

Gott (Vater) beschützt seine Menschen (Kinder). Zeig ihr Bilder wo Leute sterben und sag dass Gott nicht gibt weil er die Kinder nicht gerettet hat.

Kommentar von Bernhard64 ,

Schade das du sowas von dir gibst. Wenn du wüsstest, was Gottes Wille ist, und was Menschen aus eigenem Willen daraus machen, würdest du nicht ihm die Schuld geben, sondern Dem, und denen, die wirklich daran Schuld sind.

Wenn du nur einen Schuldigen suchst, gut, deine Sache. Wenn du Antworten willst, lies die heilige Schrift, und glaub nicht, was uns die Religionen sagen.
JW. ORG unter "Publikationen", was lehrt die Bibel wirklich.
Oder gib im Suchfeld ein: "warum lohnt sich ein genauerer Blick in die Bibel" da ist ein kurzes Video
Lg

Antwort
von vikodin, 97

naja geb einen kleinenüberblick was religion ist. dann das manche menschen denken dass es einen gott gibt der die menschen und alles gemacht hat und ihn dankbar dafür sind... und es verschiedene religionen gibt.. ist eine sehr schwierige geschichte... vorallem wenn man es wertfrei machen möchte... denn letztendlich wird dann die frage kommen: woher kommen die menschen hat die jetzt ein gott gemacht oder was ist der ursprung?!?  

Antwort
von Implord, 46

Erklären Sie ihr ganz einfach das Konzept von Religion: Manche Menschen sind der Ansicht, dass die Welt von höheren Kräften erschaffen wurde und von ihnen gesteuert wird und zollen durch Gebete ihren Respekt und bitten sie so darum, ihre Wünsche zu erfüllen.

Antwort
von hummel3, 88

Im Grunde bist du für diese Aufgabe als selbst ungläubiger Mensch denkbar ungeeignet.

Hole dir doch Rat beim Fachpersonal der "Kita", oder beim nächsten Pfarrer. - Sonst machst du eventuell bald eine schlechte Figur, wenn sich dein Kind besser auskennt als du.

Kommentar von lenamarlen123 ,

Es ist ja kein kirchlicher Kindergarten

Kommentar von earnest ,

Die Fragestellerin ist aber als Mensch für diese Aufgabe bestens geeignet - wie ihre Frage und ihre Kommentare zusätzlich verraten ...

Es geht hier auch nicht darum, eine gute Figur zu machen. Es geht darum, daß eine Mutter ihrem Kind auf dessen berechtigte Fragen angemessen antwortet.

Kommentar von rotreginak02 ,

@hummel3-- ein Pfarrer ist m.E. viel ungeeigneter, die Frage dem Kind wertneutral zu beantworten,  da von vorneherein manipulativ/ missionarisch unterwegs, als die Fragestellerin, die sich hier Rat holt. Ich kann auch meinem Kind erklären, was ein Pilot ist, ohne jemals selber im Cockpit gesessen zu haben ;-)

Kommentar von hummel3 ,

@rotreginak02

Es wundert mich immer wieder, wie neutral und gerecht unsere Gesellschaft heute tut, wenn es um die "missionarische/manipulative" Einflussnahme in Glaubensfragen geht. - Ich würde mir nur wünschen, diese Gerechtigkeitsfanatiker würden sich bei anderen Fragen genau so objektiv verhalten, vor allem wenn es noch um eigene Ansichten und Vorteile geht.

Auch dein Vergleich mit dem Piloten hinkt. - Schließlich ist es bei der Erklärung von Glaubensinhalten gegenüber einem Kind nicht damit getan, theoretisch zu erklären, dass ein Pilot ein Flugzeug steuert. - Im Glauben geht es vielmehr darum, erklären zu können, wie man ganz praktisch "das Flugzeug selber lenkt". - Kannst du das auch?

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