Wir sind mit einem Kater hier eingezogen, dieser verstarb und wir haben uns einen neuen angeschafft, nun wurde uns das halten dieses (mündlich) untersagt?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Die Klausel in einem Mietvertrag, dass jegliche Tierhaltung in der Wohnung einer Genehmigung des Vermieters bedarf, wurde schon in mehreren Gerichtsurteilen als unwirksam deklariert!

Gerade, wenn in der Vergangenheit bereits die Haltung einer Katze geduldet worden ist, muss der Vermieter die Rücknahme der Erlaubnis stichhaltig begründen!

Mach' Dich nicht verrückt und bestehe auf Dein Recht! Hier findest Du alle Gerichtsurteile, auf die Du dich beziehen kannst (die meisten mit Aktenzeichen).

http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=148&Itemid=84

Bespreche das ruhig und sachlich mit dem Vermieter, weise höflich darauf hin, dass Du das Verbot der Haltung nicht akzeptierst!

Alles Gute!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Birsti
25.09.2016, 13:21

Ich glaube ich würde das lieber schriftlich machen und am besten dann wirklich über den Mieterschutz oder so... sollte was schriftlich kommen, da ich nervlich glaub ich grade nicht die stärke habe ihm entgegen zu treten!

Meine Oma hatte grade einen schweren Herzinfakt und das nach dem Hausverkauf und dem Einzug in die neue Wohnung. Wir Kinder und Enkel versuchen grade das zu regeln und sie bis zur Reha so gutr es geht neben unseren Jobs zu versorgen, da man sie schon entlassen hat. dazu hatte mein Mann grade eine Blutvergiftung und ich einiges an Problemen auf der Arbeit! Meine Kraft und meine Nerven machen grade echt schlapp und das als mensch der seit 2006 an Depressionen leidet. Eben geht mir die Kraft aus und die dummen Gedanken, dass Leben keinen Spass mehr macht kommen mir auch dauernd! Ich brauche jetzt meine Energie um einfach zu funktionieren und selbst wieder auf die beine zukommen, da mein Gefühlsleben zur zeit echt Achterbahn fährt!

0

Nachtrag von mir, nach Schriftwechsel mit einem Juristen (Online-Portal)

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank
für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie können
unbesorgt sein - Ihr Vermieter kann von Ihnen nicht die Abschaffung eines
nachträglich angeschafften Tieres verlangen!

Wenn er Ihnen einmal die Erlaubnis zur Haltung eines Tieres erteilt hat, so gilt diese Erlaubnis auch für die Anschaffung eines neuen Tieres im Falle des Ablebens, wie Eingangs geschildert und ausgeführt.

Zunächst einmal ist Ihr Vermieter an die Ihnen seinerzeit erteilte Erlaubnis zur Tier-/Katzenhaltung rechtlich gebunden. Er kann diese Erlaubnis nicht einseitig und eigenmächtig widerrufen, sofern kein gewichtiger Grund vorliegt.

Ein solch triftiger Grund ist unter Zugrundelegung Ihrer Angaben zum Sachverhalt aber ersichtlich nicht gegeben, und insbesondere das gänzlich ungelegte und pauschale Vorbringen des Nachbarn über das "Geraschel" und das "Gepolter" stellt keinen wichtigen Grund dar, der den Widerruf der
Erlaubnis tragen und rechtfertigen könnte.

Zudem ist nach der JüngstenRechtsprechung des Bundesgerichtshofes eine generelle Untersagung von Tierhaltung rechtlich nicht zulässig! Eine Untersagung darf nach dieser klaren Rechtsprechung nur noch erfolgen, wenn von der Tierhaltung unzumutbare Belästigungen und/oder Gefahren ausgehen. Das wird insbesondere angenommen bei Kampfhunden, die eine Gefahr für Mitmieter darstellen können.

Auch solche Umstände liegen in Ihrem Fall erkennbar nicht vor!

Weisen Sie daher das Ansinnen des Vermieters unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage zurück.

Der Vermieter wird hier einlenken müssen, da Sie das Recht auf Ihrer Seite haben.

Nein, eine fristlose Kündigung ist nur unter den Voraussetzungen der §§ 543, 569 BGB rechtlich möglich und zulässig, die hier überhaupt nicht vorliegen. Eine Vermieterseitige Kündigung wäre daher von vornherein unwirksam!

Anmerkung von mir: Vielleicht kann ich damit anderen ratsuchenden helfen, so wie andere mir geholfen haben! Vielen Dank nochmal an die Leute aus dieser Community


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

dies könnte dir helfen.

http://www.mietrecht.org/tierhaltung/wichtige-bgh-urteile-zur-tierhaltung-in-der-mietwohnung/

Ich bin der Meinung, daß wenn eine Katze schon vorher 8 Jahre lang in deiner Wohnung geduldet wurde, der Vermieter schlechte Karten hat, wenn er dir jetzt eine Katzenhaltung untersagt!

Emmy

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Birsti
25.09.2016, 12:41

Diese Urteile habe ich auch gefunden, aber da der Vermieter meinte das er nur die damalige Katze wegen meiner Tochter genehmigt hat (mündlich, wir haben nie etwas schriftlich darüber festgehalten ob Katenhaltung erlaubt ist, nur die eine erlaubt ist usw), bin ich mir so unsicher!

0

Ich würde mich bei einer Mietervertretung beraten lassen.
Gleichzeitig würde ich mich an den Mieter unterhalb der Wohnung wenden und nachfragen bzgl. der Beschwerde. Was genau stört, was passiert ist und wie häufig usf. Also versuchen den Mieter auf meine Seite zu holen.
Alles Gute.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Birsti
25.09.2016, 12:44

Das mit den Mietern unten drunter kann ich nciht, sie hätten ja auch erstmal zu uns kommen können! Sie wohnen etwas länger hier als wir und sind wohl auch privat mit dem Vermieter befreundet und lassen das auch immer mal wieder durchblicken!

Ich denke nicht das ein Gespräch wirklich was bringt, bzw weiss ich nicht ob ich zur Zeit die emotional stärke habe mich mit ihnen in einem ruhigen Ton auseinander zu setzen. Ich würde wahrscheinlich nur anfangen zu heulen oder im schlimmsten Fall vielleicht am Ende überreagieren!

0