wir sind ein Verein (e.V). Jetzt soll eine Geschäftsstelle errichtet werden. Muss die Geschäftsstelle in der Satzung ihre Grundlage haben?

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3 Antworten

Ich gebe keine Garantie auf Richtigkeit, aber mir ist nicht bekannt, dass eine Geschäftstelle / ein Vereinsheim irgendwo verankert sein muss, außer in der Beschlussfassung der Mitgliederversammlung, sofern die Mitgliederversammlung über Beschlüsse entscheidet.

Eine Geschäftsordnung könnte aber durchaus Sinn machen. Und eine detailierte Beschreibung wie diese Geschäftsstelle aussieht, was damit verbunden ist, Aufgaben, Versicherungen und Kosten, sollte natürlich auch so transparent wie möglich sein, damit die Mitglieder nicht sagen können: "Davon haben wir nichts gewusst".

PS.: Geschäftsstelle ist natürlich auch ein sehr weitreichender Begriff. Das kann bei Eckard in der Wohnung sein, es kann aber auch ein ganzes Gebäudekomplex in einem Bänkerviertel sein. :) Ich denke, da wird es noch Unterschiede geben.

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Kommentar von senfdazunet
10.02.2016, 11:27

Ich kann Dir nicht auf Komplimente anworten. Aber Danke fürs Kompliment.
Ich persönlich empfehle Dir da immer den Gang über die Mitgliederversammlung. Denn die Mitgliederversammlung ist die höchste Ebene. Wenn Du in der Versammlung transparent schilderst, was Du vor hast, wie teuer es wird, welcher Sinn dahinter steht und die Versammlung ist damit einverstanden, dann ist das absolut in Ordnung. Als Vorstand kann man natürlich eine Geschäftsstelle errichten, im Zweifel kann die Mitgliederversammlung geschlossen dagegen sein und da würde ich mich lieber über die Mitgliederversammlung absichern. Und wenn die auch nichts fordern, wie die Einführung einer Geschäftsordnung, wäre das auch ok. Ich würde aber immer irgendwie Regeln, was der, der in der Geschäftsstelle sitzt, machen kann.

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Wenn eine Geschäftsstelle reine bürokratische Aufgaben übernimmt (Mitgliederanmeldungen, Auskünfte, Verkauf von Eintrittskarten usw), dann wüsste ich nicht, was dies in einer Satzung zu suchen hätte. Auch für eine Geschäftsordnung sehe ich keine unbedingte Notwendigkeit, wobei man natürlich sowas für die bessere Organisation der Aufgabenverteilung durchaus machen kann.

Anders wäre es wohl, wenn die Geschäftsstelle Aufgaben eines Vereinsorgans über nimmt, zum Beispiel des Vorstands. Da wäre schon zu regeln, welche Kompetenzen das Personal der Geschäftsstelle hat, was es entscheiden oder verhandeln darf.

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Kommentar von gilamour
12.02.2016, 17:50

Vielen Dank. hat mir weitergeholfen.

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Ja, das Betreiben einer Geschäftsstelle sollte unbedingt in die Satzung.

Formulierungsvorschlag:

Der Verein unterhält eine Geschäftsstelle, die auf der Grundlage einer
Arbeitsrichtlinie tätig wird.

Dann muss noch rein,

- wer die Arbeitsrichtlinie für die Geschäftstelle erstellt (Vortand?).

- Unterstellungsverhältnisse / Weisungsbefugnisse

In der Arbeitsrichtlinie sind Aufgabenfelder, Handlungsvollmachten usw. zu regeln.

Da der Text in die Satzung kommt, beschließt automatisch die Mitgliederversammlung.

Günter


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