Frage von gutefrageemres, 35

Wir schreiben morgen eine Deutschklausur: Gedichtsinterpretation aus der Romantik. Die Schriftsteller der Zeit sind gegen die Rationaliat. Was genau meint man?

Antwort
von andreasolar, 18

Spontan fallen mir dazu Eichendorffs "Wünschelrute" und Novalis' "Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren" ein.

Antwort
von Taimanka, 15

Die Philosophischen Grundlagen der Romantik sind eine Gegenposition zur Rationalität der Aufklärung. Ein Vorläufer war in Deutschland die Gefühlsbetontheit der Empfindsamkeit. Eine wichtige Bedeutung erhielt die Romantik auf in Bezug auf die Orientierung an der mittelalterlichen Lebensweise und Kultur und der Hinwendung zur Volkspoesie. Die Philosophie der Romantik war geprägt von einer subjektiven Weltanschauung. In Fichtes Wissenschaftslehre (1794) stand ein von Sittlichkeit befreites und schöpferisches Ich im Mittelpunkt. Außerdem wurde die Einheit von Natur und Geist betont, die z. B. in Schellings Ideen zu einer Philosophie der Natur (1797) zum Ausdruckt kam.- http://www.literaturwelt.com/epochen/romantik.html

Antwort
von Gabel1953, 21

Sie wollen gefühlsdusselig sein.Sie haben etwas gegen vernünftiges Denken.

Kommentar von gutefrageemres ,

Sie Streben nach Freiheit und distanzieren sich von der Rationalität? Kann man das so sagen?

Kommentar von Gabel1953 ,

Sie suchen die Freiheit des Gefühls und......

Kommentar von Thelema ,

Die Frage ist doch, ob das einen Sinn ergibt und nicht einfach nur die Ideologeme der Romantik ungebrochen wiederholt. 

Gibt es einen Widerspruch zwischen Ratio(nalität) und Freiheit? Ist dieser Widerspruch notwendig, also in der Beschaffenheit von Freiheit und von Rationalität angelegt, oder im Einzelfall zu diskutieren?

Oder geht es nicht eigentlich um den Widerspruch zwischen Vernunft und Gefühl?

Angenommen, Freiheit sei Einsicht in die Notwendigkeit (Hegel), dann wäre Rationalität die Voraussetzung für Freiheit und nicht ihr Gegenteil. Ebenso könnte meine persönliche Freiheit die Freiheit meiner Mitmenschen einschränken. Man kann dann nicht undifferenziert von "Freiheit" sprechen, weil eine egoistische persönliche Freiheit mit gesellschaftlicher Unfreiheit einhergeht.

"Sich gut fühlen", weil man seine Impulse auslebt, hat zunächst einmal nichts mit Freiheit zu tun. Für den Zwangscharakter, der sich auslebt, bedeutet es den totalen Sieg des Zwangs. Für den Psychopathen wenigstens die Niederlage seiner Umgebung, bis die entsprechend reagiert. Freiheit ist kein Ausdruck, den man in diesen Zusammenhängen anwenden mag.

Wobei es in der ästhetischen Diskussion wohl vor allem um produktive Freiheit von Reglementierungen/Regelwerken ging ...

Wenn dein Satz also irgendetwas sagen soll, dann müssen Freiheit und Rationalität im Verständnis der Romantiker zunächst umfassender bestimmt werden: Welchen Begriff von Freiheit haben sie und welchen von Rationalität, Freiheit in welchen Bereichen steht für sie überhaupt zur Diskussion? (Man kann durchaus politisch und ökonomisch rational handeln und die Überbetonung der Rationalität in diesen Bereichen kompensieren durch vorrationales Handeln im ästhetischen Bereich, um eine Balance zwischen beiden Aspekten zu erreichen.)

Ganz sicher sind beide nicht meine Vorstellungen ...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community