Frage von elenore,

Wir positive Denken in die Wiege gelegr????

Das positive Denken wird meiner Meinung nicht in die Wiege gelegt, denn wir werden nicht innerhalb weniger Tage wirklich positiv denken können. Erst wenn dieses positive Denken in unserem Unterbewusstsein verankert ist und von positiven Erlebnissen ständig genährt wird, denken wir unwillkürlich positiv. Talente, Intelligenz und äusserliche Merkmale (um nur einige Merkmale zu nennen) können vererbt werden........aber positives Denken auf keinen Fall!!!!! Irre ich??

Hilfreichste Antwort von Christa251248,
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Ich sage, dass positives Denken, einem n i c h t in die Wiege gelegt wird.Erst im wahren Leben entscheide ich mich, in welche Richtung ich mein Denken lenken will. Entweder in die Positive oder in die Negative Richtung.

Denke ich konstuktiv oder destruktiv. Beide Denkweisen werden mein Leben entscheidend beeinflussen.

Kommentar von Christa251248,

Danke für den goldenen Stern, habe mich sehr gefreut.LG

Antwort von Jaiina,
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ich denke, positives Denken wird durch Vorleben und Erziehung geprägt, aber durchaus auch schon "in die Wiege gelegt". Und zwar verweise ich dabei auf das Stichwort "Urvertrauen". Ein Neugeborenes schreit, und jemand kommt und kümmert sich - das Baby merkt sich: Ich bin nicht alleine, meine Bedürfnisse werden befriedigt, "die Welt ist gut zu mir". Und auch: Ich kann selbst etwas dazu tun, um meine Unlust (=Hunger, Schmerz, Langeweile etc) zu bekämpfen: ich schreie, und deshalb kommt jemand der mir hilft.

Wenn das Baby allerdings schreien gelassen wird, merkt es: Ich bin alleine, egal, was ich mache, es ändert sich eh nichts. Mal kommt jemand, mal nicht... die Welt ist willkürlich, ich habe absolut keinen Einfluss darauf.

Meiner Meinung nach ist das Urvertrauen die Basis für jedes positive Denken!

Antwort von Brigitta270755,
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Dazu möchte ich nur zu bedenken geben, dass unsere Prägung durch "Erziehung" unmittelbar nach der Geburt losgeht, die allerwichtigste Zeit dafür ist die erste halbe Stunde, nachdem uns unsere Mutter "von Angesicht zu Angesicht" gegenübersteht und die natürliche Nabelschnur sozusagen in eine psychisch-mentale Nabelschnur verwandelt wird. Während wir als Säuglinge völlig auf die Zuwendung einer Person (oder mehrerer, - die nicht zwangsläufig unsere leibliche Mutter sein muss) angewiesen sind, wird unser Urvertrauen tagtäglich gefestigt und bestätigt - oder eben auch verletzt, je nachdem welche Erfahrungen wir in unserer hilflosesten Zeit im Leben machen müssen.

Unser "Ich-Bewusstsein" erwacht erst wesentlich später und damit auch die Fähigkeit, zu denken, zu erinnern und auf diesem Weg gemachte Lebenserfahrungen im bewussten Gedächtnis zu speichern. Dabei weiß eigentlich jeder, der sich ein wenig mit psychosozialen Problemen beschäftigt, dass unsere schlimmsten Lebenserfahrungen, die uns bis zum Erwachsenenalter nachlaufen können, ins Unbewusste - also aus der bewussten Erinnerung verdrängt werden, weil wir sonst überhaupt nicht ertragen können, was uns widerfahren ist.

Bis zu dem Punkt, wo unser Ich-Bewusstsein erwacht (Stichwort: Trotzalter), sind die Weichen zum positiven oder negativen denken längst gestellt - und wir Menschen sind nun mal so "programmiert", dass wir vom Leben das bekommen, was wir vom Leben erwarten. Wenn wir also in der "Wiegen-Phase" die Erfahrung oft genug gemacht haben, dass wir schreien und hampeln können, bis uns der Schädel platzt oder wir vor Erschöpfung einschlafen, dann sitzt diese Erwartungshaltung bereits fest, wenn unser bewusstes Denken beginnt und die Chance auf "positiv oder negativ" ist schon längst vorbei. Das Erfahrungsprogramm wird sich fortsetzen, zumindest dann, wenn wir als Kinder in der Obhut derer bleiben, die uns schon in der Wiegenzeit geprägt haben.

Ich sage damit ja nicht, dass unsere Eltern uns aus Boshaftigkeit oder mit voller Absicht in das negative Denken geprägt haben. Oft haben sie es ja so und nicht anders von Hebammen, Kinderärzten, Mütterberatungsstellen nicht anders gelernt („ruhig mal öfter schreien lassen, das kräftigt die Lungen! Man darf sie nicht so verwöhnen, dann wollen sie nachher nur noch herumgetragen werden" usw.)

Und ich sage damit erst recht nicht, dass wir vorgeburtlich - also aus dem genetischen Pool unserer Vorfahren - eine Prägung mit ins Leben bringen. Obwohl.... wenn man mal bedenkt, dass ein ungeborenes Kind durchaus schon mitbekommt, ob es erwünscht ist und ob es liebevoll erwartet wird oder nicht - könnte es da schon erste Prägungen geben, denn wenn die Eltern sich unbedingt einen Sohn wünschen, dann erfährt das ungeborene Mädchen ja schon zum allerersten Mal, dass es machen kann, was es will, ohne je "richtig" und willkommen zu sein.....

Aber Fakt ist: In der Wiegenzeit spätestens werden wir unwiderruflich durch allererste und allerwichtigste Lebenserfahrungen geprägt, so kann man also meiner Ansicht nach mit Fug und Recht behaupten, dass negative oder positive Lebenseinstellung - sprich: Urvertrauen - in die Wiege gelegt werden.

Antwort von stuntgirl,
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Ich glaube, positives Denken ist Erziehungssache. Wenn einem der Umgang mit Problemen und Niederlagen positiv vermittelt wird, oder Aufgaben die anstehen positiv vermittelt werden, bekommt man diese Sichtweise. Mit Vererbung im eigentliche Sinne hat es wenig zu tun.

Kommentar von Nazfatar,

wow da könnte was dran sein. meine eltern haben dann aber ganz schön versagt, ich bin nämlich grundsätzlich pessimistisch eingestellt. ich bin so pessimistisch dass ich wenn ich fröhlich bin denke "sei jetzt nicht zu fröhlich, denn es ist immer so, kaum biste fröhlich fällste auf die nase" (natürlich nicht immer, aber nicht selten)

Kommentar von stuntgirl,

Eine zu pessimistische Haltung kann aber auch dazu führen, daß es gerade in die Hose geht, weil man gedanklich ja gar nicht daran glaubt, daß es klappen könnte und die Aufgabe dementsprechend angeht. Manches, was in die Hose geht, regt ja auch zum Nachdenken an und hat manchmal sogar seinen Sinn gehabt. Generell glaube ich, eine positive Grundeinstellung wirkt sich insofern aus, daß man zufriedener ist, das auch ausstrahlt und es somit eher zurückkommt. Wenn man Leute böse anschaut, gucken die grimmig zurück. Lächelst du (nicht wie irre durch die Gegend) aber, gibt es manchmal ein Lächeln zurück und somit ist die Kettenwirkung in Gang gesetzt.

Kommentar von Brigitta270755,

Es war ja nicht die Frage, ob es vererbt wird, sondern ob es in den ersten Stunden, Wochen und Monaten - also in der Wiege - geprägt wird.

Kommentar von stuntgirl,

Auch das könnte ich nur verneinen, denn positiv denken die kleinen Menschen in dem Alter noch gar nicht. Ich bleibe bei meinem Statement der Erziehung.

Kommentar von Brigitta270755,

Ah, und du meinst wirklich, dass unsere Einstellung zum Leben und unsere Haltung zum Umgang mit Problemen erst dann beginnt, wenn wir .... sagen wir mal: quasi im Schulalter (oder früher ? Später ???) anfangen, bewusst zu denken ?

Antwort von Mucker,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

" Das positive Denken wird meiner Meinung nicht in die Wiege gelegt, denn wir werden nicht innerhalb weniger Tage wirklich positiv denken können. "

Das ist völlig richtig. Sowohl das effektive Denken - noch das positive Denken sind vererbt - das muss man im Laufe seiner Entwicklung erst erlernen und erwerben - gute elterliche Vorbilder u.a. sind da von Vorteil.

Alles Gute!

Antwort von elenore,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ich bin immer noch irritiert, weil die Antworten so unterschiedlich sind, denn ein Baby kommt wie ein weisses Blatt Papier auf die Welt---ich meine genau wie es noch nicht logisch Denken kann, kann es auch nicht positiv Denken....es hat nur Bedürfnisse, wie Essen , Trinken, gewindelt zu werden und das es gepflegt wird und Wärme, wie auch Streichel und Liebkosungseinheiten erhält!!!! Alles andere kommt durch Erziehung und stufenweise in der Entwicklung durch Erfahrungen, Ereignissen und Problemlösungen!!!! LG lenore

Kommentar von Brigitta270755,

Aber es gibt auch Säuglinge, die schon von Geburt an Ablehnung anstatt Liebe erfahren. Sie hätten ein Junge werden sollen. Oder ein Mädchen. Oder sie haben Mutter/Vater viel zu früh "Überfallen" mit ihrer Existenz und darum Studienpläne, Lebensträume und was weiß ich nicht alles kaputt gemacht.

Manche Mütter besinnen sich, weil sie wissen, dass nicht das Kind "schuld" ist. Aber manche tun es es eben auch nicht. Sie lassen ihre Babies schreien, sie versorgen sie nur mit dem Allernötigsten (und auch das nur, weil sie sonst ein "schlechtes Gewissen" haben müssten, - denn sie wollen Party machen, sie wollen jung sein, leben - und das Kind hat gefälligst ruhig zu sein, wenn es satt und sauber ist.

(Lies mal das Buch "Sie nannten mich ES" von Dave Pelzer.)

Was meinst du, elenore, wie viele Leichen da in deutschlands Kellern liegen! - im übertragenen Sinn ! Und die wirklichen Leichen, die in Deutschlands Gefriertruhen oder in Gartenbeeten ab und zu mal durch die Medien gefegt werden, - das sind nur die, die am Anfang GAR KEINE Chance hatten!

Aber zwischen echter Säuglingsleiche und liebevoll geplegtem und willkommenen Säugling gibt es soooo unendlich viele Graustufen und du würdest bestimmt Augen machen, wenn man jedem Kindergartenkind und jedem Schulkind ansehen könnte, wieviel Leid und Enttäuschung es schon erlebt hat, ehe es überhaupt bewusst denken - geschweige denn seine Gedanken fomulieren oder in Richtung postitiv-negativ wenden konnten.

Ein Baby kommt nur dann als weißes Blatt auf die Welt, wenn es ein gewünschtes, ein willkommenes Baby ist und das richtige Geschlecht hat, bzw. die Erwartungen erfüllt, die seine Eltern sich während der Schwangerschaft gebildet haben.

Hat es auch nur einen Makel, dann ist das Blatt schon nicht mehr so weiß. Säuglinge, bzw. Kleinkinder, die eben noch nicht DENKEN können, sind darauf angewiesen, zu fühlen und glaub es mir, sie sind wie Seismographen, die auf jede kleine "Erschütterung" in Sachen Urvertrauen reagieren.

Und es dauert oft bis ins Erwachsenenleben, ehe sie es schaffen, bewusst an ihrer Negativen Erwartungshaltung zu arbeiten

Antwort von philellada,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Interessante Frage. Hat man schon mal Untersuchungen angestellt an Babies, die nur von positiv denkenden Menschen ohne irgendwelche Probleme erzogen wurden, ob sie evtl. anders denken als Kinder die bei ganz normalen Eltern aufwachsen?

Ich glaube, daß alle Babies als positiv denkende Wesen auf die Welt kommen, dann "belehrt" werden, um hinterher mit Anstrengung als Erwachsene das positive Denken wieder zu erlernen.

Antwort von Paechfogel,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein, du irrst nicht.

Das ist eine Frage der Lebenseinstellung und durch Erfahrungen, die jeder Mensch macht, ist es möglich, immer darauf zu vertrauen, dass alles ein gutes Ende findet, oder man hat eher das Gefühl, dass eine Situation keinen guten Ausgang findet.

Das ist das bekannte "Pessimisten-Optimisten-Geplänkel" denn jeder sieht und beurteilt eine Situation anders, daher kann man nicht immer nur von "Intelligenz und Talent" darauf schließen, dass jemand positiv denkt. (Immerhin sind dumme Menschen glücklicher, wurde wissenschaftlich erwiesen).

Antwort von UlaDieEule,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Positiv denken zu lernen setzt meiner Meinung nach auch "Lebenserfahrung" voraus. Ich habe mir angewöhnt, keine Erwartungen mehr zu haben. Unerfüllte Erwartungen bringen Enttäuschungen. Erwartet man nichts, kann man auch nicht enttäuscht werden. Wobei ich mir jetzt überlege..muss es unbedingt "positives" Denken sein?! Wäre der Ausdruck: realistisch denken nicht passender?! LG Ula

Kommentar von Brigitta270755,

Du bestätigst meine Theorie.

Kommentar von UlaDieEule,

Danke Dir. ;-)

Antwort von elenore,

Meine Finger haben sich vergriffen: Wird und positives Denken in die Wiege gelegt??.......SO SOLL DIE FRAGE LAUTEN; SORRY!!!!!!

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