Wir alle sind moralisch gesehen gegen Versklavung! Aber haben wir nicht längst eine versteckte Versklavung?

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12 Antworten

Die meisten Menschen hierzulande sind konditioniert wie der Pawlowsche Hund, zudem staatsgläubig und obrigkeitshörig. die krüppelhafte Demokratie hier, sowie die fehlende fortschrittliche Aufklärung durch die Schule, die fehlende Tradition einer proletarischen klassenbewußten Bewegung. bedingen all dies.

Alles in diesem Sinne dient dem Wohl des Kapitals allgemein, das im Sinne der Konzerne insbesondere.

Bürgerlicher Staat und das Kapital manipulieren die breite Masse, kneten und lenken sie, so dass wir Verhältnisse haben, die an Orwells 1984 sowie Aldous Huxleys schöne neue Welt erinnern.

Liest man u.a. das Kommunistische Manifest von Marx und Engels, geschrieben vor mehr als 150 Jahren, dann stellt man erstaunt fest, dass diese Schrift ja eigentlich auch heute geschrieben sein könnte, lediglich ein paar Namen und Jahreszahlen müßten nur ausgetauscht werden.

Würde Heinrich Heien erneut leben, er würde gleichfalls sagen, "ja dieses Altdeutschland, das ich in all meinen Schriften erwähnte, es existiert ja immer noch.

Liest man Balzac, Horvath und Brecht, dann stellt man auch dort fest, diesen ewigen Spießer, den gibt es immer noch, er scheint unverwüstlich zu sein, ist einfach nicht zu beerdigen.


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Kommentar von Maxieu
17.11.2016, 18:59

Es gibt auch - und inzwischen vor allem - sich proletarisch und klassenbewusst gebende Spießer.

Sie hatten auf deutschem Boden übrigens ihren eigenen voayager-Staat. Lieblingsfarbe: grau.

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Kommentar von Eidolon150
17.11.2016, 19:08

KLASSE. Meine Hochachtung!

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Kommentar von Prinzessle
17.11.2016, 19:12

Ich wollte dir ein Kompliment machen, nur mein Finger war zu wenig schnell....so hole ich dies hier geschwind nach....denn ja..

Schafe sind eben keine Ziegen und darum wird dies wohl so bleiben..

aber ich musste nun eben trotzdem etwas meckern...steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein......auch wenn er erst rund sein wird, wenn es uns nicht mehr gibt...

Ich werde meine Bocksprünge auch nicht lassen, obwohl ich nicht Mutter Teresa bin...vielleicht gerade darum nicht !

Noch eine Anmerkung du hast Dante und den kleinen Prinzen vergessen...

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Kommentar von SedOwl
17.11.2016, 20:37

Hi, dem Grunde nach kann man sich einer Zustimmung nur wenig verweigern. Doch etwas mehr "ruhige Sachlichkeit" statt bissiger "Impulsivität" würde deiner Argumentation sicher nicht schaden, zumal "proletarische Untertöne" kein Garant für Glaubwürdigkeit sind. Ich würde mich freuen, wenn du dir für deine an sich schon griffigen Beiträge etwas mehr Zeit nehmen könntest. Sorry, LG.   

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Versklavung hat viele Gesichter. Das meiner Ansicht nach schlimmste ist, wenn sich Menschen über ihre Denkweise selbst versklaven und das dann auch noch für Freiheit halten.

Ich meine, Sklaverei kann nicht durch die Methode definiert werden, weil diese je nach persönlicher Position hin- und herdefiniert werden kann.

Maßgeblich ist das Ergebnis, und da zeigt es sich, daß auch in Deutschland Millionen Menschen über Gesetze, über sozialen Druck und ähnliche Dinge zu Arbeiten gezwungen werden, die sie so nicht wollen und von denen sie nicht leben können, ohne auf andere Weise das Einkommen aufzustocken.

Auch manche gesetzliche Regelungen halte ich für eine Form der Versklavung, nämlich in allen den Punkten, wo Menschen gezwungen sind, über eine Arbeitsleistung Geld zu erlangen, um damit für etwas zu bezahlen, für das sie keine Gegenleistung erhalten oder das etwas ist, womit ausschließlich Schaden angerichtet wird.

Ich kann das nur sehr schwammig ausdrücken, weil es zu viele Bereiche sind und diese sich auch noch überall überschneiden.

Beispiele: Zwangs-TV-Gebühren, Beschäftigung in Bereichen, die der Ethik widersprechen, Arbeitsleistung und damit Steuernerbringung für Tätigkeiten anderer, die man auch als Sozialstaatdemonteuere bezeichnen kann, sog. 1-Euro-Jobs, Beamte, denen Sanktionen oder die Entlassung drohen, wenn sie Tätigkeiten verweigern, die gegen ihr eigenes Gewissen gehen, usw.

Auch Menschen, die aus sozialer Not heraus in die Prostitution gehen, sehe ich als versklavt an, weil es für das Ergebnis keinen Unterschied macht, ob es die Schläge eines Zuhälters sind oder behördliche Schikanen oder unsoziale Gesetze, die Menschen in die Prostitution treiben.

Es gibt aber auch unvermeidbare Notwendigkeiten, durch die Menschen gezwungen sind, etwas zu tun, was sie nicht wollen. Der Trennpunkt zwischen Notwendigkeit und Sklaverei kann dann allenfalls dort angesetzt werden, wo solche Notwendigkeiten nur dadurch entstehen, daß andere die Behebung des Ausgangsproblems verweigern oder es sogar erschaffen, um daraus Profite zu erzielen.

In der Dritten Welt stellen sich die Dinge im Prinzip sehr ähnlich dar, und es gibt dort lediglich noch diverse zusätzliche Methoden (z. B. Gewaltanswendung, Erpressung, Totalentzug der Lebensgrundlage), um Menschen zu versklaven.

Ein generelles Umdenken wäre wünschenswert. Doch ich halte es so lange für nicht realisierbar, wie ausgerechnet soche wie o. g. versteckte und moderne Methoden der Sklaverei für eine wichtige Säule des "demokratischen Rechtsstaats" gehalten werden.

Zu allem Überfluß kommt dann auch noch das zum Tragen, was einmal irgend jemand (ich weiß leider nicht, wer) gesagt hat: "Sklaven wollen nicht frei sein, sie wollen Sklavenaufseher werden."

Auch wenn dieser Satz viel zu pauschalierend ausgedrückt ist, trifft er dennoch für längst nicht alle, aber sehr viele Zeitgenossen zu.

Es bedarf sicher eines noch in weiter Ferne liegenden Evolutionssprungs, bis die Mehrheit der Menschen fähig wird, zu begreifen, daß Löwen ganz anders denken als Gazellen, und daß sinngleich Politiker und Wirtschaftsbosse ganz anders denken als die Masse des Volkes in der Eigenschaft des Arbeitnehmers.

Die Antwort auf die Frage, ob wir wirklich alles das brauchen, was wir haben, kann ebenfalls nur zwiespältig sein.

Ganz sicher brauchen wir erheblich weniger, als wir haben, und ebenso sicher ist es unsinnig, auch noch jede Menge Arbeitsleistung aufzubringen, um das zu haben, was wir nicht brauchen oder noch nicht einmal wollen, weil es uns schadet.

Doch was wäre, wenn alle darauf verzichten? Aufgrund der gegebenen sonstigen Strukturen hätte so etwas lediglich zum Ergebnis, daß Politiker und Wirtschaftsbosse dann darauf kommen, daß die Menschen aufgrund des Verzichts dann auch mit viel weniger Geld auskommen. Die Mißstände würden sich dadurch nur vergrößern.

Aus dieser Betrachtung heraus gibt es eine Menge Dinge, die ich selbst nicht brauche, so nicht haben will und auch diverses dafür tue, um diese Dinge loszuwerden (trotz der Gewißheit, daß ich es wohl nicht mehr erleben werde):

Ich brauche weder ein Staatssystem, daß auf Ausbeutung, Täuschung, Spitzfindigkeit usw. ausgerichtet ist, noch brauche ich Strukturen und Nebenstrukturen, die ein solches System erhalten, und schon gar nicht brauche ich Politiker und Wirtschaftsbosse, die hinter all dem stecken.

Doch ganz genau betrachtet, brauche ich mich in gewisser Weise auch selbst nicht, weil ich stets nur bemüht bin, daß das, was ich nicht will, auf "anständige" Weise entsorgt wird, obwohl mir klar ist, daß gewisse Herrschaften niemals freiwillig und schon gar nicht durch Einsicht auf ihre Machtpositionen verzichten werden.

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Ein  Mensch der sich über den Zustand des kapitalbezogenen (marktgläubigen) Gesellschaftssystems Gedanken macht - Danke dafür!

Darum meine Frage...worin liegt euer Wert, euer persönlicher Stil....ist es ein Dresscode oder was ist es ?

Die Wertbezüge liegen für mich dort wo die scheinbar marginalen, oft so selbstverständlichen aber auch vulnerablen (schmerzliche) Bezüge in meine Welt hineinscheinen. Dort wo ich einen lieben Menschen fest umarmen kann, wo ich ich vor kurzem noch die letzte Wespe in der Hand halten konnte oder dort wo ich meinen Bruder finanziell bei seinen episodischen Hilfeleistungen als Arzt bei der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenze" (konkret in Afrika) untertsützen kann. Die Werte, die Sinnformen und die Bedeutungszuweisungen sollten niemals stringent (oder gar opulent) gesellschaftlich oder ökonomisch vermittelt und dirigiert werden (was uns zum Konsumenten "verwahrlosen" läßt - das harte Wort sei mir übersehen), sondern aus dem heraus was uns Menschen tatsächlich Halt, Verankerung und Stabilität gibt - und darüber hinaus, wenn es denn in unserer Kraft und den Mitteln steht - auch für Andere, dis elbst nicht in der Lage sind sich diese, oder einzelne tragenden Inhalten im Leben zu geben.

Der Stil ist dabei unwichtig, das Hin-schauen und Hin-horchen ist wichtig, das wir uns bewusst sind dieses Lebens in seiner grausigen und mozartischen Figur zugleich, bewusst sind, das nichts so wichtig ist, das es uns "versklaven" sollte, uns gefangen nehmen in seinen Ideologien, Glaubensbehältern, Ansichten, (Vor)Urteilen oder Maximen.

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Die meisten Menschen sind Sklaven der Medien und Sklaven des Konsums.

Ich habe für mich meinen eigenen Lebensstil gefunden. Mir macht meine Arbeit Spass. Ich arbeite für meine Kinder und meine Familie. Ich versuche meinen Kindern ein Vorbild zu sein aber die Zeit wird kommen, dass meine 9 jährige Tochter auch mal Fastfood für das Beste hält und denkt, sie müsse unbedingt ein IPhone haben. Ich schimpfe nie auf Schulen, in erster Linie sind die Eltern dafür zuständig ihren Kindern Werte zu vermitteln. Aber ich gebe dir Recht. Ein Umdenken ist angesagt, kompromisslos. Ich glaub aber, die Menschen sind noch lange nicht soweit. Dafür sind zu viele verwöhnt und für Veränderungen zu egoistisch.

Ich war in vielen Dritt-Welt Ländern. Die Menschen sind dort definitiv zufriedener. Die Kinder sind noch viel natürlicher ohne den Leistungsdruck.

Leider fängt für viele das Elend an, wenn sie von den westlichen Medien zuerst fasziniert sind, dann haben sie den Köder geschluckt und die Natürlichkeit geht zum Teufel. Landflucht, und dann das Ziel zu konsumieren, egal wie. Selbst die sogenannte Entwicklungshilfe ist nur ein grosses Geschäft, eine Geldvernichtungsmaschine.

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Kommentar von Prinzessle
17.11.2016, 21:11

Ich denke du/ihr geht genau richtig mit diesem Spagat um...ihr vermittelt den Kindern die Werte der Natürlichkeit, ohne ihnen den Fortschritt zu verwehren...das kann und soll man auch nicht...

denn ja; unsere Kinder leben im Haus von Morgen das wir selbst in unseren kühnsten Träumen nicht zu betreten vermögen ( Auszug aus einem Gedicht von Khalil), sie müssen beides können...

Aber es ist die Balance welche den Drahtseilakt ausmacht...denn zu konsumieren ohne zu denken geht ins Auge......

Weisst du, man muss nicht viel verdienen um zufrieden zu sein aber man muss etwas leisten dafür, was man gerne tut...dann ist man vermutlich reicher als jeder Milliardär ohne eine müde Mark in der Tasche zu haben. Und hat man sie zufällig wirklich, wirft man sie dem nächsten Strassenmusiker in den Hut, weil seine Musik einem erheiterte.

Unsere jüngste Tochter, sie ist nun bald 30 machte mir vor ca 10 Jahren das Kompliment....ich bin froh, hast du uns nicht verwöhnt obwohl ihr Hippies seit....( zu ihr musste ich echt grob, nein es war eher klar sein) offenbar war es richtig 

Das eine schliesst nie das andere aus.......denn das Leben braucht die Leistung um leben zu können...das ist allerdings auch wieder nur natürlich, ist im Tierreich auch nicht anders...

und so kann man nichts verteufeln....nur das DU muss immer Platz finden in dem zwar Müssenden und dem was DU sonst noch so machst.

Und wenn ich das so von dir lese.......Jaaaaaaaaaaaaaaaa man muss vorleben und weniger reden....das ist so und man muss offen bleiben für das Neue....

diese Wachheit schützt einem vor diesem Spielball, nein man kann selbst locker mitspielen....denn Mitläufer sind eh ständig eine Nasenlänge hinter dir, eben gierige Mitläufer, geil auf das was du ihnen offerierst !

Nur eben ich denke das ist Quatsch, denn es kommt darauf an, dass man frei ist......nur etwas tun um sich alleine über Wasser zu halten, das muss man schon, auch manchmal etwas gezwungen  aber bitte schön nie bittend oder klagend

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Wir alle sind moralisch gesehen gegen Versklavung! Aber haben wir nicht längst eine versteckte Versklavung?

Aber ja!

Bin ganz deiner Meinung und sehe es auch so! Gut, dass du es mal ansprichst, damit wir alle daran erinnert werden und Schritte gen Umdenken machen.

Und aus dieser meiner eigenen Welt hinaus, frage ich mich, warum dieser Klimbim mitgemacht wird !?

Naja, es geht wohl einigen Drahtziehern und zuletzt auch uns selbst wohl ums liebe Geld.
Und das Geld wollen wir, um glücklich, zurfrieden, leicht und sicher leben zu können, denke ich mal.

Brauchen wir all diesen Tand und Kitsch, Wegwerfshirts um jeden billigen Flipp mit zu machen ohne eigenen Stil....

Natürlich nicht wirklich.
Aber ich glaube, dass wir bzw. eben viele das glauben.

Weiter hinterfragen viele vielleicht zu wenig (sich selbst und generell die Dinge). Dafür will man sich keine Zeit nehmen, warum auch immer, ich persönlich denke, weil ihnen das Hinterfragen angst macht, aber gut.
Lieber lenkt man sich ab, ist ständig beschäftigt.
Sie versklaven sich freiwillig, weil sie sich keine eigene Meinung, kein eigenes Bild bilden wollen.

Weiter denke ich, dass unsere Gesellschaft alles auf einmal haben will, zu keinerlei Verzicht mehr Lust hat.
Das Haben-wollen steht an oberster Stelle, weil man überzeugt davon ist, dass man damit erfolgreich und glücklich ist.
Jede Generation und Epoche hat ja so seine Eigenheiten. Wir werden schon das Richtige daraus lernen (müssen).

Darum meine Frage...worin liegt euer Wert, euer persönlicher Stil....ist es ein Dresscode oder was ist es ?

Für mich würde ich sagen, dass es derzeit die Möglichkeit ist, für meine Kinder da sein zu können, ohne eben den Druck, zwingend eine bestimmte Summe an Geld verdienen zu müssen, so dass ich mich gemütlich und mit
Zeit allem Nötigen widmen kann. Wenn ich Stress habe, ist er definitiv hausgemacht und ich kann ich dann auch, also wenn ich persönlich dies kann, sofort abstellen.
Ich kann mich auf eines tief einlassen, damit Zeit haben, es somit intensiv und möglichst gut machen, es auch
auskosten und genießen. Das hat für mich einen hohen Wert.
Vielleicht ja versäume ich gar nicht soooo viel vom Leben, obwohl ich eher wenig mache, weil ich mit Kindern wohl vieles bekomme, was das Leben so zu bieten hat.  ;-)

Ich kann mich überwiegend selbst einteilen und das tun, wonach mir ist. Das hat für mich einen hohen Wert.

Warum sind wir immer noch Obrigkeitsgläubig !???? 

Hierarchien sind durchaus auch sinnvoll, aber vielleicht nicht an dieser Stelle.
Ansonsten schreibe ich hier Zeilen von Marianne Williamson:

Unsere tiefste Angst ist nicht die,
dass wir unzulänglich sind.
Unsere tiefste Angst ist die,
dass wir über die Maßen machtvoll sind.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
das uns am meisten erschreckt.
Wir fragen uns: Wer bin ich denn,
dass ich so brillant, großartig, talentiert, fabelhaft sein sollte?
Aber wer sind Sie denn, dass Sie es nicht sein sollten?

Es muss aber auch nicht zwingend Obrigkeitsgläugigkeit sein, Reiche, Drahtzieher, Politiker, Mächtige könnten durchaus auch ein realer und sehr sehr deutlicher Spiegel unserer Selbst sein.

die Arbeit macht mich glücklich, weil sie für mich sinnvoll ist

Hatte wohl noch nicht jeder das Glück, wahre Sinnhaftigkeit in seinem Leben zu finden. Aber sicherlich sind die meisten eigentlich auf der Suche danach.

Die Technik schreitet in großen Schritten voran, aber
der Mensch bleibt in geistig-seelischer Hinsicht auf der Strecke, da gebe ich dir recht.
Fangen wir einfach damit an, es besser zu machen.  ;-)

Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt.
Robert Allen Zimmermann, alias Bob Dylan


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Kommentar von Prinzessle
19.11.2016, 06:48

Ich bin froh über Antworten wie Deine....darum ein Danke im voraus....aber wir die Bescheidenen, die das Glück hatten wirklich mit dem was mir mögen leben zu können.....sollten wir nicht für diejenigen zu kämpfen beginnen, die dies auch tun aber davon nicht leben können....

Es ist dieser Wahnsinn in meinem Kopf, dass ich mir wünsche, dass es jedem so gut geht wie mir.....

Ich arbeite viel, vermutlich sehr viel....habe nicht das Gelbe vom Ei aber ich habe eben bei allem mein lachen..und ich glaube, das haben nur wenige....

und ich wünschte es allen

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Sorry, aber ich habe das Gefühl, hier wird einiges verwechselt.

Aber haben wir nicht längst eine versteckte Versklavung?

Maßgeblich ist das Ergebnis, und da zeigt es sich, daß auch in
Deutschland Millionen Menschen über Gesetze, über sozialen Druck und
ähnliche Dinge zu Arbeiten gezwungen werden, die sie so nicht wollen und
von denen sie nicht leben können, ohne auf andere Weise das Einkommen aufzustocken.

Versklavung, weil man zum Arbeiten gezwungen wird, was man nicht machen will?

Jede Entscheidung hat Konsequenzen. Wenn jemand eine Arbeit ausführt, die er nicth machen will, steht ja wohl kaum jemand hinter ihm mit einer Pistole und zwingt ihn dazu. Er hätte die Möglichkeit, etwas anderes zu tun. Er hätte die Möglichkeit, sich weiterzuqualifizieren und einen anderen Job zu machen.

Er könnte sich auch dafür entscheiden, unter einer Brücke zu leben. Also hat man Freiheiten, nur muss man auch die Konsequenzen tragen. Nur weil einem die Konsequenzen nicht gefallen oder man zu "ängstlich" ist, sein Leben zu verändern, hat das nichts mit Sklaverei zu tun.

Beschäftigt euch mal mit Geschichte und der Sklaverei.

Und es ist nicht der Staat oder die Gesellschaft, die euch manipulieren, sondern ihr selbst, eure Egos. Ihr seid verantwortlich für euer Verhalten, niemand anders. Aber heutzutage ist es ja so einfach und so bequem zu sagen, jemand anders hat die Verantwortung.

Also raus aus der Opferrolle und übernehmt Verantwortung für euer Leben und für euer Handeln!.

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Kommentar von Prinzessle
18.11.2016, 08:14

Wir kaufen zu spott Preisen Waren die Kinder produzieren, es gibt Menschenhandel wo die Not ausgenutzt wird und Frauen zur Prostitution gezwungen werden....

Haben diese Leute eine Wahl ?

Wir halten doch diese anonymen Leute als unsere "Sklaven" weil wir nicht bereit sind faire Preise zu bezahlen oder exotische Früchte essen wollen und die müssen makellos sein. 

Jemand der auf einer Bananenplantage arbeitet ist nach mindestens 10 Jahren Todkrank vom Pestizied welches verwendet wird...

Ja wir hier haben eine gewisse Wahl aber ich denke auch eine gewisse Verantwortung und die würde heissen, weniger ist mehr...faire Preise und nicht ganz so makellose Ware....dafür mit einem guten Gewissen..

Gesünder halt für die Umwelt und somit auch für uns selbst.

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Ja, Geld ist nicht alles, man braucht nicht ständig das neuste Smartphone, den neusten Fernseher usw.

Was meine Wenigkeit allerdings ein ganz klein wenig stutzig macht: Viele der sogenannten "Geringverdiener" verfallen genau diesem Wahn! Ich lebte einige Jahre mit einem Mann zusammen, der selbst zu dieser Gruppe gehörte und viele aus seiner Familie auch. Ich hatte keine Probleme damit, unseren gemeinsamen Lebensunterhalt (incl. seiner Krankenversicherung) zu bestreiten. Anfangs waren sein Wünsche bescheiden und überschaubar, somit für mich auch finanzierbar. Recht schnell wuchsen die Ansprüche ... letztendlich sollte es alle zwei bis drei Jahre ein KFZ für mal eben schlappe € 150.000,-- und mehr sein. Sein Familie war genauso "bescheiden" ...

Schön, wenn Dich Gartenarbeit glücklich macht. Aber was ist denn mit den Leuten, die beispielsweise keine Gärten, keine Natur mögen? Man sollte jedem Menschen seine Bedürfnisse lassen. Meine Wenigkeit hatte beispielsweise das Glück, ihren Traumberuf aus zu üben. Ich hatte über dreißig Jahre sechszig bis achtzig Stunden wöchentlichen gearbeitet (ganz ohne Freizeit, Urlaube etc.) ... und habe es gar nicht als Stress empfunden; das Einkommen war eigentlich nicht mehr als ein willkommener kleiner Nebeneffekt. Selbst heute (mit fast sechszig Jahren auf dem Buckel) langweile ich mich überhaupt nicht und habe weit aus mehr auf meinem Terminkalender stehen als viele Vierzigjährige (beispielsweise arbeite ich ehrenamtlich als Sterbebegleiterin, stehe also Todkranken und ihren Familien die letzten Wochen, Tage, Stunden bei, helfe dann auch danach weiter) ... und bin dabei noch sehr fit!

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Kommentar von janfred1401
18.11.2016, 09:43

Super! Aber ich kenne niemanden, der Natur nicht mag. Gut einen Garten zu haben ist den meisten Menschen einfach nicht möglich, aber auch Städter haben doch zumindest Pflanzen in ihrer Wohnung und haben Spass daran, sie zu pflegen.

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Kommentar von Prinzessle
18.11.2016, 10:56

Ja genau so sollte Leben sein, egal wie viel Arbeit man hat aber sie sollte einem erfüllen und man sollte davon den eigenen Unterhalt bestreiten können...

Aber es gibt eben viele die trotz 100 % Job unter dem Existenzminimum leben...und genau da wird ständig gedrückt um Kosten einzusparen, während diejenigen die dies Verfügen Bonis kassieren...

Wir konsumieren im Ueberfluss billig Produkte die aus Kinderarbeit stammt oder unter unwürdigen Bedingungen produziert wurden...es gibt den Menschenhandel etc....und wir gucken einfach weg und konsumieren weiter...

Es war dies was ich ansprechen wollte...ich bin in deinem Alter und habe so wie du das Glück einfach ich sein zu können, was durchaus mit viel Leistung verbunden ist, die mich aber so wie du es für dich beschreibst, für mich unter dem  Lustprinzip abzubuchen ist.

Aber ich denke da an Coiffeure, die dies eben so leidenschaftlich praktizieren aber kaum leben können von ihrem Gehalt...von ihnen wird dennoch Weiterbildung verlangt, damit sie à jour sind.

Ich denke wir müssten bereit sein, weniger zu konsumieren aber dafür gleich viel ausgeben, damit alle eine faire Chance haben, so wie du und ich zwar zu ackern aber dies mit Lust und Erfüllung. 

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Für mich ist die Struktur des Geldes für 99 % der Missstände verantwortlich - einschließlich eines falschen Denkens.

Somit ist die Situation auswegslos: Denn ohne richtig strukturiertes Geld kein richtiges Denken und ohne richtiges Denken kein richtig strukturiertes Geld.

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Das ist eher ein philosophisch eingefärbtes Selbstgespräch als eine Frage. Nicht schlecht, keine Frage. Ich monologiere auch ganz gerne mal. Wir sind nicht du und du nicht wir :-). 

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Kommentar von Prinzessle
17.11.2016, 18:21

ist es nicht so, dass die Fragen die man sich stellt zuerst einen Eindruck hinterlassen, der notabene aus einem Monolog entstand, ohne dass es Fragen waren, die einfach nur einen Lösungsansatz haben, sondern vielfältig sein können, eben so vielfältig wie wir Lebewesen sind ?

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Auch wenn es manche Dinge gibt, die man nicht ändern kann, bleibt noch die andere Seite der Wippe, auf der Dinge liegen, die man sehr wohl ändern kann, wenn man denn will.

Jeder sollte nur wissen, was er will und dann nicht wie eine Fahne im Wind herumflattern, sondern daran arbeiten, seinen Theorien die Praxis einzuhauchen.

Wenn ich im Garten einen Westernzaun möchte, baue ich mir auch keinen Metallzaun hin. Wenn Menschen arschiges Verhalten an sich haben, wende ich mich ab und realisiere damit, dass es keinen Sinn macht, ihnen etwas nahezubringen. Und wenn mir meine Arbeit nicht gefällt, muss ich mich eben nach neuen Ufern umschauen.

Keiner ist also gezwungen, in Mechanismen zu verharren, wenn er die Möglichkeit hat, sie zu ändern. Jeder ist selbst die Veränderung, die er für sich haben möchte, sei es durch Nach-Denken oder durch sein Verhalten.

Oft sind die Dinge aber auch einfach nur gut, so, wie sie schon sind.

Ein Indianer saß am Fluss und angelte. Da kam ein Weißer Mann daher und sagte zu ihm: "Warum gehst du nicht arbeiten? Du kannst Geld verdienen, dir ein Haus kaufen, eine Familie gründen, kannst ein großes Auto fahren. Du könntest wirklich ein gutes Leben führen. Dann fährst du in den Urlaub, zum Beispiel an einen Fluss, um zu angeln."

Der Indianer lächelte und antwortete: "Ja, Weißer Mann, du hast recht. Das alles könnte ich tun. Aber ich sitze ja schon an einem Fluss und fische......

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Kommentar von Prinzessle
18.11.2016, 10:35

Ich gebe dir da vollkommen Recht...aber nicht wir sind die Sklaven sondern wir halten welche...weil wir Produkte kaufen welche unter katastrophalen hergestellt wurden...

Wir sollten oder könnten dies durchbrechen....aber dazu muss man dies erst einmal realisieren !

Und dann gibt es den Menschenhandel, Frauen die zur Prostitution gezwungen werden...

Ich sprach nicht von uns, sondern was wir sehr unbedacht tun....allerdings gibt es auch hier Leute die 100% arbeiten aber trotzdem aufs Amt gehen müssen, weil ihr Lohn zu gering ist....

Dafür kassieren Manager übertrieben viel....bei uns geht diese Schere auch immer weiter auf und dagegen muss man einfach mal protestieren.

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Je nun, so ist der Mensch, es ist seine Natur, er kann nicht anders.
Freilich kann jeder nach seiner Facon glücklich werden.
In Ermangelung eines anderes Systems, richtet sich ein jeder nach seiner Art ein.

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Kommentar von Prinzessle
17.11.2016, 19:18

Nun ja, tut er dies ohne jammern und zu klagen dann wäre dies ja gut....aber wenn gejammert und geklagt wird, muss man doch gucken wo der wunde Punkt liegt...

Man muss den Steinchen im Socken entfernen das dir Blasen macht und nicht die Blasen behandeln.

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Wir ???

ein einsamer Grübler macht noch keinen Gedanken !

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Kommentar von Prinzessle
17.11.2016, 18:10

Mag sein, aber so ein einsamer Grübler kann zum nachdenken anregen.....oder soll ich 1001 mal eine Antwort auf eine Frage geben, die genau darin wurzelt...

Da gucke ich doch lieber, dass sich jeder mal fragt woher seine Depression herrührt...und zwar nicht bloss an der Oberfläche..

War so mein Ziel....

aber dein Kommentar erreichte mich mit einem schmunzeln......weil ich bin ja auch ein Gartengrübelchen, auf dass alles gut gedeiht.

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