In Hamburg gibt es ein Willkommhöft - was ist das genau? Wer geht da hin und was kann man da machen?

Das ist eine Schiffsbegrüßungsanlage! Schau mal hier: http://www.hamburg-reisefuehrer.com/willkommhoeft.html

Das stimmt, es ist eine Schiffsbegrüßungsanlage an der Hamburger Grenze (genau, ich Wedel), die ankommende Schiffe begrüßt und andere Schiffe verabschiedet. Das geschieht durch das der melodie "Steuermann, halt die Wacht" aus der Oper "Der fliegende Holländer". Danach kommt eine Begrüßung bzw. Verabschiedung in der jeweiligen Sprache, anschließend die Nationalhymne des jeweiligen Landes, unter deren Flagge das Schiff fährt. Es ist sehr interessant, dort einmal vorbei zu schauen, wenn man in der Gegend ist.
gri1su am 27. April 2007 21:27 meines Wissens gibt es weltweit nur noch eine weitere derartige Anlage in Japan.
gri1su am 28. April 2007 00:42 himmelsakra: Herr schenk mir Hirn, damit meine Flüchtigkeitsfehler verschwinden. Muss natürlich heissen: "genau in Wedel, und "durch das Anspielen der Melodie. Sorry, waren die Finger wieder mal schneller als erlaubt.

Das wird der Bürgermeister von Wedel (Standort der Schiffsbegrüssungsanlage) aber gar nicht gern hören, dass sein Ort jetzt eingemeindet wurde - bisher gehörte er immer noch zu Schleswig-Holstein.
Heute läuft das Ding nur noch für die Touristen - die Seeleute haben praktisch nichts mehr davon.
Wenn ein Schiff unter der Flagge von Zypern mit der zyprischen Nationalhymne begrüsst wird, dann hat der deutsche Kapitän genausowenig davon, wie die russischen Offiziere, die Ingenieure aus der Ukraine, die Mannschaft von den Fidschis oder der Koch von den Phillipinen.
Auch die Begrüssung in griechischer Sprache dürfte kein einziges Besatzungsmitglied verstehen.
gri1su am 30. April 2007 21:16 Kleine Korrektur, lieber demosthenes: Das Gebiet des Hamburger Hafens beginnt genau am Willkommenhöft. das ist natürlich auf das Fahrwasser bezogen. Landmäßig hast Du vollkommen Recht, Wedel selbst gehört zu Schleswig-Holstein, liegt aber auch unmittelbar an Hamburgs Landesgrenze.