Will RWE den kommenden Generationen wirklich 500 Meter tiefe Seen und Wasserlöcher hinterlassen durch Renaturierung infolge des Braunkohleabbaus?

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9 Antworten

Das war schon immer so. Der Kohleabbau bringt Profit, die logischerweise fällige Renaturierung dagegen Verlust. Und es ist kein "Markenzeichen" von RWE; in der ehemaligen DDR war diese Vorgehensweise gängige Praxis, auch dort erfreuen sich heute viele Menschen an riesigen Seen. Nur das dort, z. B. in der Leipziger Tiefebene, früher einzigartige Auenwälder mit teils urwaldartigem Charakter zu bewundern waren. - Das mit der üblichen Zwangsumsiedlung vieler Menschen verbundene Leid juckt auch hier kaum jemanden, trotzdem will ich es hier nicht unerwähnt lassen.

Das einzige, was die frühere und heutige Politik wirklich juckt, ist die Höhe der jährlich steigenden "Diäten".

Andererseits werden diese Entwicklungen auch durch die Bürger selbst mit provoziert: Kohlekraftwerke sind immer noch mit steigendem Energiebedarf begründbar, an dem jeder Einzelne seinen Anteil hat. Auch die Zahl derer, die gegen fortgesetzte und von der Politik subventionierte  Umwelteingriffe auf die Straße gehen, bleibt nach wie vor sehr überschaubar. Es sollte also nicht verwundern, wenn der fehlende Druck als Legitimation für RWE & Co. interpretiert wird.

Doch zurück zur Frage: Das Rückversetzen der Tagebauflächen in einen Zustand, welcher den Begriff Renaturierung auch wirklich verdient, würde Milliarden kosten. Ein Verfüllen der Mondlandschaften mit Wasser dagegen kann zwar lange dauern, ist aber nahezu kostenlos zu haben, schließlich regnet es ab und an. Und diese Praxis wurde und wird weiterhin von der Politik und großen Teilen der Bevölkerung toleriert. Der Rubel rollt (auch für den Politiker im Aufsichtsrat), und ausgedehnte Badeseen sind schließlich auch etwas Schönes...  LG.

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Kommentar von bachforelle49
10.11.2016, 18:46

... naja. so tiefe Seen, da tun sich im wahrsten Sinne des Wortes " neue Löcher " auf (Loch Ness..), aber im Ernst, was hat RWE eigentlich mit der ganzen Erde gemacht?? (abgesehen von dem bißchen, was die wieder zurückgeführt haben..) Wahrscheinlich auch damit jede Menge Dukaten gemacht... für die gebeutelten ach so armen Aufsichtsräte...

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Kommentar von randomhuman
10.11.2016, 18:49

Schon allein die Befüllung und die Bepflanzung verschlingt Milliarden. Das zuschütten wäre wohl unbezahlbar. 

Die Badeseen brauchen leider nur eine Weile bis sie entstehen. 80 Jahre baggern und weitere 20-30 Jahre renaturieren. Diejenigen, die vielleicht als Kind neben einem neuen Tagebau aufgewachsen sind werden die Renaturierung nicht mal mehr miterleben. 

Außerdem gibt es bei uns mittlerweile genug Seen durch den Tagebau. Man kann sich vor Wasser kaum noch retten, so viel gibt es hier. 

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RWE wird das durch den Kohleausstieg nicht mal mehr bezahlen können (und wollen). Die Kosten für Mensch und Umwelt wird wohl der Steuerzahler zahlen ähnlich, wie bei den Atomkraftwerken. Jahrzehntelang dicke Geschäfte machen und dann so tun als wär nichts gewesen. Der Kohleabbau ist eines der größten Verbrechen der Menschheit an die Umwelt. Leider hat es genug Arbeitsplätze geschaffen, sodass die Leute mit den schmutzigen Kraftwerken auf einmal happy waren. Früher kam da noch pechschwarzer Rauch raus während heute wenigstens eine Art grauer Rauch raus kommt, der im Vergleich zu den Wolken nicht so auffällt. Ich frage mich, wie und warum die Leute das früher geduldet haben. So alt bin ich ja noch nicht, um das selbst erlebt zu haben. 

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Kommentar von Rudflodur
12.11.2016, 16:38

Warum @randomhuman? Was passiert beim Abbau der Braunkohle? Es wird Erde abgebuddelt, drunter die Kohle weggebaggert und anschließend wird die Erde wieder draufgekippt. Somit entstehen neue Landschaften, die eben je nach Mächtigkeit des Kohleflözes 20..30 m tiefer sind. Die heutigen Braunkohletagebaue werden restauriert und anschließend sind wieder Landschaften da, die nach einigen Jahren nutzbar sind.
Und das Thema "Rauch": Mein Tipp: Gehen Sie mal in ein Kraftwerk und informieren Sie sich mal über Rauchgasreinigungsanlagen. Da kommt weder schwarzer Rauch (na ja, den gibt es bei den "ökologischen" Holzfeuerungen schon noch...) noch grauer Rauch raus.

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Warum nicht? Das würde dann so aussehen wie hier  http://www.lausitzerseenland.de/de.html

Und ja es fehlen Erdmassen um die Tagebaue vollständig zu verfüllen. Beim Aufschluss wird ein Teil der Erdmassen auf eine Hochkippe gefahren, das ist technologisch bedingt. Ja uns dann fehlt ja auch noch das Volumen welches an Braunkohle entnommen wurde.

Für die Rekultivierung müssen die Firmen übrigens Rückstellungen tätigen. Die müssen aber über die Laufzeit eingefahren werden. Wenn man jetzt eine Tagebau vor seinem geplanten Laufzeitende stilllegt fehlt natürlich entsprechend Geld. 

Das ist ja gerade im Osten schief gelaufen als man dutzende Tagebaue von Heute auf Morgen stillgelegt hat. Gut da kamen jetzt noch andere Probleme dazu.

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beim auffüllen der löcher würde noch mehr zerstört als ohne hin schon. wenn sich das selbst renaturiert, jedenfalls innerhalb einer überschaubaren zeitspanne, können wir schon froh sein..

lg, Anna

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Die Renaturierung soll möglichst wenig kosten. Schutt und Aushub von zig Baustellen dorthin zu fahren, um die Löcher zu füllen, wäre sehr teuer.

Aus den gleichen Gründen flutet man auch alte Kali-Bergwerke, statt den daneben stehenden Kali-Berg wieder hinein zu füllen.

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Wieso muß eine Grube randvoll mit Wasser sein, um als See "durchzugehen"? Es gibt dann so manche Pfade, die zum Wasser hinführen.

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Kommentar von bachforelle49
10.11.2016, 18:00

du sprichst in Rätseln.. wie du ein mit Wasser gefülltes Loch bezeichnest ist doch egal..

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ja wollen die.

Als ersatz für den ältesten Wald Deutschland und einst einen der größten Wälder Europas bspw.

Die "Erde" wird ja in Kohlekraftwerken in CO2, Feinstaub und anderen Müll umgewandelt.

Und in den seen kannst du noch nicht mal baden!

http://hambacherforst.blogsport.de/infos-zum-wald/

http://hambacherforst.blogsport.de/mach-mit/

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Kommentar von bachforelle49
10.11.2016, 17:39

.. das kriege ich aus biologischen Gründen ohnehin nicht mehr mit, meine Seele (da unsterblich..) wird den Mist aber verfolgen und sicherlich ein müdes Lächeln für diese Irrungen übrig haben und ein Herz für die erwachende Jugend..

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Kommentar von Luegendetektor
29.11.2016, 22:56


@Bodaway

Du schreibst Blödsinn^3. Für den angeblich "ältesten Wald Deutschlands" (was auch schon Blödsinn ist), gibt es die Sophienhöhe, ökologisch viel wertvoller als der Hambacher Forst.

Der durch die Braunkohle erzeugte Strom sichert uns eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung und garantiert unsere Unabhängigkeit.

Mit erneuerbarem Zufallsstrom lässt sich bezahlbar kein Netz betreiben.

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Warum nicht, das werden super Naherholungsgebiete. Man könnte auch die Erde der Außenkippe "Sophienhöhe" dort wieder einfüllen (~1,2 Mrd. m³), aber da hat sich heute auch schon ein Top-Naherholungsgebiet entwickelt, wo auch viele Arten der roten Liste zu finden sind.

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Kommentar von bachforelle49
30.11.2016, 16:49


ja soweit so gut.., diese Möglichkeiten und Chancen gibt es natürlich, genauso, daß eine neue Stadt(Vision) auf dem Zeichenbrett entsteht .. usw... mich macht nur stutzig, daß die RWE so vehement die bestehenden Naturzellen (Laubwälder) niedermachen will ohne kooperative Diskussionsalternativen zu den Verteidigern zuzulassen und zu dulden..

 das läßt auf eine harte und eigenwillige bzw. mal wieder einseitige Ausrichtung der Meinungsäußerung auch in Zukunft dieser Lobby(Gemeinschaft) - auch Politik - schließen, sodaß mir für die Zukunft für diesen Landstrich eher Angst und Bange wird...

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Ja wollen sie. Ihnen fehlt nicht die Erde zum zufüllen (oder zu not kaufen sie welche ein) aber sie wollen es nicht zuschütten, da die Kosten so hoch wären. Und die Bundesregierung lässt da schon seit Jahren nichts verhindern, erzwingen oder so...

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