Frage von Swimple, 41

Will der Mensch immer das, was er nicht hat?

Ich habe mir mal Gedanken gemacht, was es heißt, immer das zu wollen, was man nicht hat. Das typische Beispiel ist ja folgendes:

Im sommer ist es einem zu heiß > Man will den Winter Im Winter ist es zu kalt > Man will den Sommer

Also habe ich ein wenig weiter gedacht. Aber zuerst muss euch noch eines klar werden! Ich bin 16 Jahre alt und habe eine super nette Familie und mir geht es super gut. Und das hört sich wahrscheinlich komisch an, aber ich habe keine Angst vor dem Tod und mir wäre es egal ob ich sterbe (jetzt ganz oberflächlich gesagt! ICH KENNE DIE FOLGEN FÜR FAMILIE USW.!!). Jetzt denk mal über folgendes nach:

Eine Person die eine schlimme Krankheit hat - sagen wir mal Leukämie - sehnt sich nach leben und will, dass sie wieder gesund wird. Sie würde alles machen gesund zu seien.

Ich - ein Mädchen, 16 Jahre alt - habe alles und bin gesund. Mir würde es nichts ausmachen zu sterben.

Merkt ihr was?

Man hat TOD und will LEBEN

Man hat LEBEN und "will" TOD

Ich habe so darüber nachgedacht und war erstaunt, dass man dieses "wollen was man nicht hat" auf SOWAS beziehen kann. Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren.

Antwort
von Aleksakisu, 8

Auf alles bezieht sich das sicher nicht. Du hast dich doch sicher schon mal ehrlich über etwas gefreut, statt dir das Gegenteil davon zu wünschen, oder?

Allerdings ist diese Sehnsucht nach Dingen, die man nicht hat, wahrscheinlich ebenso typisch menschlich wie die Unzufriedenheit mit dem, was man hat. Da sind dann nun mal oft Gegensatzpaare dabei, wodurch sich dein Eindruck erklärt.

Ich glaube, das größte Problem ist, dass Unzufriedenheit mehr auffällt als Zufriedenheit. Man neigt oft dazu, positive Dinge als bloße Tatsachen zu betrachten, statt sich wirklich darüber zu freuen, dass es nicht anders gelaufen ist.

Ein Mensch hat viele Bedürfnisse auf einmal - erfüllte genauso wie unerfüllte. Die unerfüllten machen unzufrieden, weswegen man anfängt, sich zu stark auf sie zu konzentrieren und die erfüllten, deren Erfülltheit teilweise selbstverständlich erscheint, nicht mehr zu beachten.

Aber eine gute Seite hat das meiner Meinung nach auch. Unzufriedenheit ist eine starke Antriebskraft. Nur, wenn wir mit etwas unzufrieden sind, ändern wir auch etwas. Durch Unzufriedenheit entwickeln wir uns weiter.

Irgendwann können wir dann auch lernen, zufrieden zu sein mit dem, was wir haben - lernen, uns auf oder über die Temperaturen im Frühling und Herbst zu freuen, statt uns von einem Extrem ins nächste zu wünschen, um dein Beispiel vom Anfang aufzugreifen.

Antwort
von meregnej, 12

Denke, das ist nicht immer so, aber oft. Menschen sind mit ihrer eigenen Situation nicht immer 100%ig zufrieden und sehnen sich dann nach dem, was sie nicht haben. Fast alle tun es, jedoch mit der Betonung auf "fast"! ;)

Antwort
von Draze, 23

Habe Fernseher will Briefkasten...nein immer ist das nicht so. Ich z.B. bin total zufrieden mit dem Leben bis auf meine Schulnoten

Antwort
von FancyDiamond, 16

Das liegt nunmal in der Natur des Menschen.

Antwort
von oxygenium, 12

also ich lebe gerne und der Tod kommt wenn es an der Zeit ist.

Ich bin zufrieden mit dem was ich habe und das nennt man wohl auch Bescheidenheit?

Daran mangelt es den Menschen

Antwort
von Virginia47, 2

Nein. Ich bin glücklich und zufrieden mit dem, was ich habe und will nichts anderes.

Antwort
von Skrillerman, 9

Millionäre wollen zu Milliardären werden usw.

Natur des Menschen

Antwort
von Animes4All, 13

Tja das ist halt der Mensch unverbesserlich. Aber es stimmt bei vielen ist das so.

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