Frage von Ahmet42x, 104

Wie/Was zahlt die Haftpflichtversicherung?

Hallo, gestern habe ich mein Handy auf ein Sofa gelegt und ein Bekannter hat sich dann dahin gesetzt und mein Handy ist mit dem Display voran runter gefallen.
Das Display ist Gott sei Dank nicht gebrochen aber die Hörmuschel funktioniert nicht mehr gut und mein Homebutten (Fingersensor vom Iphone 6) funktioniert nicht mehr gut...
Der Bekannte ist haftpflichtversichert...

Jetzt zu meinen Fragen:
Zahlt die Versicherung (Haftpflichtversicherung)?
Und wenn sie zahlen muss ich es dann reparieren oder krieg ich das geld auch so?
Sie untersuchen ja wieviel es kostet...
Ich möchte nämlich mein Iphone verkaufen und mit dem Geld ein neues kaufen.

Antwort
von RudiRatlos67, 104

Dein bekannter ist in diesem Fall nicht haftpflichtig, folglich wird seine Haftpflicht Versicherung höchstwahrscheinlich keine Deckungszusage erteilen. Mehr sage ich nicht dazu, da alles weitere eine Anleitung zum Versicherungsbetrug wäre. Aber vielleicht hast Du Glück und seine Versicherung behandelt den Fall mit sehr großer Kulanz

Antwort
von kevin1905, 59

Zahlt die Versicherung (Haftpflichtversicherung)?

Nein.

Es liegt kein schuldhaftest Verhalten seitens des Schädigers vor. Dies wäre aber Voraussetzung für einen Schadenersatzanspruch.

Smartphones haben auf Sitzmöbeln nichts zu suchen. Wer seinen Hintern auf einen Stuhl oder dergleichen pflastern will muss sich nicht vorher vergewissern, dass dort kein Handy oder sonstiges liegt.

Antwort
von suzisorglos, 61

Ein normal verständiger Mensch darf allgemein davon ausgehen, dass er ein Sitzmöbel zum Sitzen benutzen kann. Er muss nicht erwarten und vorher prüfen, ob dort Geräte der Unterhaltungselektronik, Brillen oder sonstige empfindliche Sachen herumliegen, da ein normal verständiger Mensch zum Ablegen solcher Sachen eher einen Tisch benutzen würde.

Es ist daher im beschriebenen Fall kein haftungsbegründendes Verhalten des Bekannten erkennbar, daher muss er den Schaden nicht ersetzen.

Antwort
von peterobm, 95

Da wäre dein Freund raus, wer muss damit rechnen dass ausgerechnet ein Handy am Sofa rumliegt. Was du mit dem Teil anstellst ist einzig deine Sache. 

Der Bekannte ist haftpflichtversichert...

Bei einer genauen Unfallschilderung wird die Haftpflicht die Entschädigung verweigern.

Kommentar von Menuett ,

Man muß schon schauen, wo man sich hinsetzt.

Das war fahrlässiges Verhalten, da wird die Versicherung bezahlen.

Kommentar von Apolon ,

Nein - siehe meine Antwort hier an anderer Stelle.

Kommentar von FreierBerater ,

Sich auf ein Sofa setzen soll fahrlässig sein!?? Wo lebt Ihr denn???

Kommentar von kevin1905 ,

Wohl in einer Steh-Kneipe :o

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Handy, 26

Ein Gerät auf einer Sitzfläche abzulegen könnte als fahrlässig interpretiert werden. Fahrlässigkeit wird von den Versicherungen ausgeschlossen.

Antwort
von Targa1921, 34

Na, das sieht doch ganz nach Mauschelei aus. Ein Sofa hat wohl nicht die Fallhöhe das bei einem Smartphone etwas kaputt geht. Ich wäre da sehr vorsichtig, dass man dir nicht versuchten Versicherungsbetrug unterstellt.

Antwort
von Apolon, 81

@Ahmet42x,

deinen Bekannten trifft keine Schuld, denn ein Handy hat auf einem Sofa nichts verloren. Er konnte nicht damit rechnen, dass auf dem Sofa solch ein Teil liegt.

Bedeutet, selbst wenn er den Schaden seiner Haftpflichtversicherung melden würde, würde diese den Schaden dir gegenüber abwehren, da ihn ja keine Schuld trifft.

Die Kosten für die Reparatur des Handys wirst du selbst übernehmen müssen.

Gruß N.U.

Kommentar von Ahmet42x ,

Er wusste ja das mein handy da lag hat sich hin gesetzt und mein handy ist runter gefallen...

Kommentar von Apolon ,

Wenn dein Freund wusste, dass dein Handy dort lag und er sich absichtlich drauf gesetzt hat, zahlt die Versicherung auch nichts.

Denn dann wäre es Vorsatz und dies ist ein Ausschlusskriterium.

Dann müsste er dir die Reparatur des Handys selbst zahlen.

Kommentar von Ahmet42x ,

Aber wofür ist dann die Hafpflichtversicherung geeignet?

Kommentar von Apolon ,

Für Schäden die man fahrlässig oder grob fahrlässig einer 3. Person zufügt.

Was hier in deinem Beispiel nicht zugetroffen hat.

Entweder hatte er den Schaden nicht zu vertreten, da man nicht vermuten kann, dass auf einem Sofa - Gegenstände herumliegen.

Oder es war Absicht (Vorsatz), dann ist dies nicht versichert.

Kommentar von peterobm ,

nicht für solche Sachen

Kommentar von Ahmet42x ,

Was heißt eigentlich 3.Person müssen es 3 Personen sein oder wie dumm ist das ?

Kommentar von FreierBerater ,

Den Begriff "einem Dritten" erkläre ich üblicherweise so:  Alle Versicherten des Vertrages sind die Ersten, die Versicherungsgesellschaft ist der Zweite und dann gibt es noch Jemanden der einen Schaden erleidet... das ist eben der unbeteiligte  Dritte.

Ich weiß, dass die Erläuterung ein wenig hakt, aber es wird klar, dass du einen Schaden den du dir selbst, oder deiner lieben Frau zufügst, eben unter den ERSTEN geschieht - es fehlt der Dritte. Haftpflichtversicherungen zahlen bei Dritten... aber wenn dieser Dritte halt selber "fürdasheruntergefalleneHandy" verantwortlich ist, dann gibts keine Regulierung.

Kommentar von kevin1905 ,

Was heißt eigentlich 3.Person

Zivilrechtlich ist der Vertrag definiert als übereinstimmende Willenserklärungen zweier (oder mehr) natürlicher oder juristischer Personen.

  1. Person ist der Versicherer. Der Versicherer verschafft Versicherungsschutz für den Versicherungsnehmer bzw. die versicherte Person (siehe Punkt 2.)
  2. Person ist der Versicherungsnehmer. Der Versicherungsnehmer zahlt die Beiträge und legt fest, wer die versicherte Person ist (Kann er auch selbst sein, bei manchen Verträgen müssen VN und VP identisch sein).
  3. Person ist nun prinzipiell mal jeder Außenstehende, der nicht beteiligte Partei an diesem Vertrag ist.
Antwort
von schleudermaxe, 24

Nichts, warum sollte seine Haftpflicht denn auch bezahlen? Wenn denn dort meine Brille liegt, bekomme ich ja auch nichts. Eigentlich alles ganz einfach, oder?

Antwort
von FreierBerater, 47

Die Haftpflichtversicherung deines Freundes zahlt keinen Cent und du kannst auch deinen Freund nicht (erfolgreich) in Anspruch nehmen!  Damit ist der Fall erledigt!!

Antwort
von Liesche, 93

Der Freund sollte seine Versicherung verständigen, dort das Handy vorlegen und den Fall schildern. Wenn feststeht, daß es durch den Fall nicht mehr repariert werden kann, erhältst Du den Wiederbeschaffungspreis von seiner Haftpflicht.

Kommentar von peterobm ,

das sehe ich aber anders ...

Kommentar von Apolon ,

Nein, die Privathaftpflichtversicherung des Freundes wird den Schaden abwehren, da Ahmet42x den  Schaden selbst zu verantworten hat. Auf einem Sofa hat ein Handy nichts verloren.

Kommentar von Ahmet42x ,

Nein es war mein Sofa ich kann mein Handy  da hin legen und jeder hat sein Handy mal auf sein Sofa gelegt das hat damit nichts zu tuen und er wusste dass es da lag und hat sich trotzdem hin gesetzt also bitte!

Kommentar von Apolon ,

 und er wusste dass es da lag und hat sich trotzdem hin gesetzt

Auch hier noch mal, wenn es sich so zugetragen hat, zahlt die Privathaftpflicht nichts, denn Vorsatz ist nicht versichert.

Kommentar von schleudermaxe ,

Aber es interessiert doch eine Versicherung nicht, ob du etwas kannst oder nicht kannst bzw. ob jeder oder nicht jeder etwas kann. Bei einer PH geht es um Verschulden und da gibt es nichts, bis auf deine Auffassung. Und die ist auch mir völlig egal.

Antwort
von Hyperius, 85

Die Haftpflichtversicherung deines Bekannten muss übernehmen. Ansonsten du aus eigener Tasche.

Kommentar von peterobm ,

das WARUM solltest näher begründen

Kommentar von Hyperius ,

Dein Name ist lustig, Peter.

Aber sehr gerne, weil es gesetzlich so vorgeschrieben ist.

Kommentar von peterobm ,

und wo bitte schön? 

den Bindestrich ist vergessen worden 

Kommentar von Hyperius ,

Aber nur weil du es bist, Peter. Aber an deinem Deutsch arbeiten wir noch, okay?

§823 BGB (Schadenersatzpflicht) 

Kommentar von peterobm ,

das war weder vorsätzlich oder fahrlässig; er hat sich hingesetzt und das Handy ist anscheinend durch die Bewegung runtergerutscht. 

Das ist auch kein Platz um ein Handy abzulegen.

Kommentar von Apolon ,

Sorry, aber der § 823 setzt Vorsatz oder Fahrlässigkeit voraus, der hier nicht stattgefunden hat.

Niemand muss damit rechnen, dass auf einem Stuhl oder Sofa ein Handy liegt. das Teil gehört dort einfach nicht hin.

Der nächste behauptet dann, wenn ein Handy auf dem Boden liegt und man drauf tritt, muss man dies auch bezahlen.

Kommentar von Hyperius ,

Hat man dies nicht zu erwarten? Drehen wir das Ganze mal um und wir sagen, dass der Fragesteller ein Schild in diesem Zimmer hängen hat: "Es könnten sich elektronische Gegenstände auf Sitzmöglichkeiten wie Stühle oder Couch befinden". Dann muss die Versicherung zahlen, da hier eine Fahrlässigkeit zu erkennen ist!

Mein lieber Peter <3

Kommentar von kevin1905 ,

Und wenn du mir jemanden findest der solche Schilder in seiner Wohnung hat, besuche ich ihn.

Kommentar von Ahmet42x ,

Wie oft noch jeder hat sein Handy mal auf sofa gestellt und er wusste dass es dort ist!

Kommentar von Hyperius ,

Du hast doch sicherlich ein Schild im Zimmer, wo diese Warnung verfasst ist, richtig? ;)

Kommentar von peterobm ,

drehen wird es rum; du hast gesehen dass er sich hinsetzen wollte; hättest einfach wegnehmen können.

Kommentar von Hyperius ,

Ich war doch auf Toilette, lieber Peter <3 .

Kommentar von Ahmet42x ,

Ich habe eben nicht gesehen dass er sich da hin setzen wollte!

Kommentar von Hyperius ,

Genau, weil du auf Toilette warst und trotzdem dieses Schild im Zimmer hast! 

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