Frage von Tastenheld, 193

Wieviele Tage wird Trump im Amt sein, bis er ein Amtsenthebungsverfahren bekommt?

Das Washingtoner Establishment scheint Trump im Stich gelassen zu haben. Ab dem 20. Januar wird er ins Amt eingeführt. Was denkt ihr, wieviele Tage wird Trump im Amt sein, bis er ein Amtsenthebungsverfahren bekommt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von uncledolan, 103

So einfach geht das nicht, du stellst es ja gerade so dar, als wäre sich die komplette US-amerikanische Politik einig, dass er nicht im Amt sein sollte.

Durch negative Überzeichnungen wie die, dass unter Trump "die Welt untergeht" o.ä. werden die Erwartungen mehr und mehr runtergeschraubt. Die absolute Verteufelung seines (zugegeben aus unserer Sicht sehr rückständigen) politischen Programms legt die Vermutung nahe, dass unter ihm "alles kollabieren wird".

Wenn dies dann nach Amtseinführung in der Realität nicht der Fall ist, hat er ein leichtes Spiel, noch mehr Menschen auf seine Seite zu ziehen, weil er dann besonders den progressiven Anti-Trump-Medien Angstmacherei und Verdrehen von Fakten vorwerfen kann. Die ideologische Berichterstattung ist in beiden Lagern (Konservative und Demokraten) grob unsachlich und verfälschend ("objektiv" gesehen die Konservativen ggf. noch stärker verfälschend), was den Konservativen schon lange vorgeworfen und vorgehalten wird. Wenn Trump im Amt nun eben nicht "die Welt untergehen lässt", macht das die demokratische Berichterstattung ähnlich unsachlich erscheinen und relativiert (bzw. rechtfertigt sogar) Faktenuntreue auf beiden Seiten noch mehr. Menschen, die pauschalisierend behaupten, dass "sowieso alle Politiker und Medien Lügner sind", sehen sich dann in ihrer Annahme bestätigt.

Deshalb bitte: eine sachliche Berichterstattung ohne voreilige Schlüsse beibehalten, selbst wenn es schwer fällt, nicht in Pessimismus zu verfallen, sonst werden in einigen Jahren viele Menschen jede Art von Journalismus und Politik für eine von Lügen und Voreingenommenheit durchzogenen Sumpf halten und damit den Wahrheitsgehalt von "facebook-Propaganda" noch mehr als qualitativ gleichwertig zu den klassischen Medien ansehen.

Kommentar von Tastenheld ,

Ich gebe dir Recht, öffentlich der Meinung (z.b. Spiegel online etc.) ist nicht besonders objektiv.

Andererseits wundert mich, dass es keinen Beraterstab gibt, der Trump in der Öffentlichkeit geeignet darstellen kann.

Ich denke doch, dass im Weißen Haus es Leute gibt, deren Job es ist ihn zu beraten.

Oder zumindest in seiner Partei für die er angetreten ist. Wenn die Partei ihn an diesem Punkt öffentlich vorführt, scheint das kein gutes Omen zu sein.

Antwort
von Interesierter, 99

Wer ist das "Establishment"?

Um ehrlich zu sein, ein solches Szenario ist sehr unwahrscheinlich.

Kommentar von voayager ,

der Begriff "Establishment" ist nebulös und von daher bloßes Wischi-Waschi

Kommentar von Tastenheld ,

Ich denke doch, dass im Weißen Haus es Leute gibt, deren Job es ist ihn zu beraten.

Oder zumindest in seiner Partei für die er angetreten ist. Wenn die Partei ihn an diesem Punkt öffentlich vorführt, scheint das kein gutes Omen zu sein.

Antwort
von AnonYmus19941, 100

Es wird 1461 Tage dauern, bis er aus dem Amt wieder raus ist.

Kommentar von Tastenheld ,

Hillary wollte er noch ins Gefängnis stecken, weil sie Dienst-Emails  auf ihrem privaten Server hatte, selber steckt er in so etwas wie wirtschalftlichem Interessenkonflikt und scheint vollkommen unvorbereitet. 

Antwort
von voayager, 90

Wieso ist es für dich bereits eine ausgemachte Sache, dass der zukünftige US-Präsident wieder aus dem Amt gejagt werde? Ist dir denn nicht klar, das ein Impeachment nicht einfach mal gerade so in Gang gesetzt werden kann? Der Präsident muß schon eine sehr starke Verletzung der Verfassung begangen haben, bevor ihm eine Anklage droht. die Anklage selbst bedeutet dann aber noch nicht, das er aus dem Amt automatisch gejagt wird, denn dafür bedarf es entsprechender Mehrheiten im Kongreß und zwar in beiden Kammern!

In der Nachkriegszeit gab es so was nur ein einziges Mal gegenüber Nixon, der allerdings recht kriminell gegenüber seinem Land handelte.

Kommentar von Tastenheld ,

Als George W. Bush in das Amt des amerikanischen Präsidenten kam, gab es schon einige komische Umstände. Er machte auch nicht in Eindruck eines routinierterten Politikers. Aber er hat offensichtlich Berater, die vor den gröbsten bewahrt haben.

Im Augenblick scheint es so, als hätte er tatsächlich keinen Beraterstab, der fähig wäre ihn in das Amt des US Präsidenten einzuführen.

Vielmehr wirkt das ganze etwas hemdsärmelig. Amerika hat ja sehr bestimmte Regeln für alles, ich denke auch für Präsidenten, die Privates und Geschäftliches fahrig vermischen.

Kommentar von voayager ,

Auch Trump wird seine Berater haben, einige hat er bereits ausgewählt, also orientiere dich erst einmal, bevor du loslegst!

Antwort
von Hegemon, 60

Na ich hoffe doch mal, daß es gar nicht zu solch einem Verfahren kommt, und Trump die Chance erhält, endlich einen Kurs der außenpolitischen Entspannung einzuschlagen. Erste Anzeichen sind ja bereits zu erkennen. Er hat bereits mit Xi Jinping und Putin telefoniert und sich über einen partnerschaftlichen Dialog verständigt. Und er hat mit Michael T. Flynn einen Sicherheitschef angeheuert, der seit jeher die katastrophale Syrien-Politik Obamas kritisiert und entspannten Umgang mit Moskau pflegt. Das sind allemal hoffnungsvolle Signale. Wie der militärisch-industrielle Komplex auf solcherlei Politik reagieren wird, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Antwort
von AntwortMarkus, 97

Es ist alles offen. Niemand weiß genau was da passieren wird. 

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 47

Na ja, Trump hat einen Anti-Establishment-Wahlkampf geführt.

Die brauchen ihn also gar nicht "im Stich lassen". Die waren von Trump so gewollt nicht auf seiner Seite. :-)

Aber worauf beziehst du dich konkret? Für ein Amtsethebungsverfahren kommen im Wesentlichen nur schwere Straftaten in Betracht...

Kommentar von Tastenheld ,

Naja, im SpeigelOnline steht dann so was, ..

... Japans Premier Shinzo Abe, verunsichert durch das Infragestellen der japanisch-amerikanischen Allianz durch den Wahlkämpfer Trump, wusste bis Mittwoch zwar nicht, wann und wo er den Wahlsieger Trump sprechen würde können, bekam am Donnerstagabend dann aber seine Audienz im Trump Tower.

Auf Fotos, die anschließend von japanischer Seite verbreitet wurden, ist zu sehen, dass bei dem ersten Treffen zeitweise auch Trumps Tochter Ivanka und deren Mann Jared Kushner dabei .....
dass Ivanka, die Geschäftsführerin der Trump-Firma ist, bei einem Gespräch mit einem Regierungschef dabei war, sorgte bei Beobachtern für Befremden.

Also irgendwie scheint Trump sich Compliancemäßig auf dünnem Eis zu bewegen. Es ist eine Frage der Zeit, biss jemand etwas gegen ihn findet.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Das kann die Welt und auch die USA nur hoffen.

Antwort
von Guekeller, 88

Das Establishment kann kein Amtsenthebungsverfahren einleiten. Noch nicht.

Antwort
von whabifan, 68

Im Falle dass es zu einem Skandal kommt, er grobe politische Fehlentscheidungen begeht o.ä. Wer kann denn wissen ob und vor allem wann Trump soetwas verursacht. 

Antwort
von Hannes789, 59

Warum sollte er ein Verfahren bekommen.  

Seine Pläne sind doch mehr als gut 

 . Ich sehe da kein Grund.  

Kommentar von Apfelkind86 ,

Seine Pläne sind doch mehr als gut 

Witz des Jahres... xD

Und der Witz im Witz durch das Wort "Pläne" war nicht schlecht. ;)

Kommentar von Hannes789 ,

Durch Trump's Wissen im Bereich/Wirtschaft/Jobs/Geld werde ich spätestens in seiner 4-Jährigen Amtszeit. Zum Millionär. 

Kommentar von Apfelkind86 ,

Jetzt hör doch mal auf, irgendwann tut mir der Bauch weh vom Lachen. xD

Man kann natürlich gut verdienen, denn ein Idiot im Weißen Haus sorgt für stark volatile Kurse.

Kommentar von Hannes789 ,

Das wird sich schon noch legen. 

Kommentar von Apfelkind86 ,

Jop, in 4 Jahren, wenn Amerika wieder jemanden mit mehr als 3 Hirnzellen gewählt hat.

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