Ich gebe zu diese Frage ist etwas ausgefallen. Dem Zugrunde liegt der Gedanke, dass das Auge eingentlich nichts anderes als eine Kamera ist. Man könnte die Frage so umformulieren: Wieviele Megapixel braucht ein Bild, dass man bei dem optimalen Abstand keinen Unterschied zur Realität wahrnehmen kann? Ist dies überhaupt möglich? Kann man sagen wieviele "Megapixel" das Auge überhaupt hat?
Diese Frage hatte mich schon einmal ebenfalls brennend interessiert, damals habe ich folgende Erklärung gefunden:
Natürlich wird die Bildinformation vom System Auge-Gehirn viel komplizierter verarbeitet als beim CCD-Chip. Aber natürlich wird auch im menschlichen Auge das auf die Netzhaut projizierte Bild in kleine Teile zerlegt, die dann im Gehirn als Gesamteindruck wieder zusammengesetzt werden. Wievielen Pixeln auf einem CCD-Chip das entspricht, ist schwer zu sagen. Unter günstigsten Bedingungen beträgt das Auflösungsvermögen der fovea centralis laut "Taschenatlas der Physiologie" etwa 1 Bogenminute. Dieser zentrale Bereich auf der Netzhaut umfasst einen Winkel von etwa 15 Grad = 900 Bogenminuten. Das würde etwa pi*450² = 650000 Pixeln im zentralen Sehbereich entsprechen. Die Stäbchendichte in den äußeren Bereichen der Netzhaut (+90 bis -90 Grad) nimmt auf etwa ein Drittel der Stäbchendichte im Zentrum ab. Auf diese Weise kommt man grob abgeschätzt auf etwa 20 Mio. Pixel. Trotzdem sehen wir "in den Augenwinkeln" wesentlich schlechter, weil von hier offenbar weniger Information an das Gehirn weitergeleitet bzw. dort weniger detailliert verarbeitet wird.
Quelle: yahoo clever
Oh von der Konkurrenz... böses Foul :-)
Zum Thema: Das Auge kann die etwas niedrigere "Auflösung" im äußeren Bereich der Netzhaut kompensieren, indem es durch schnelle Augenbewegungen (die man nicht wahrnimmt und auch nicht sieht) die fehlenden Bildinformationen sammelt. Im Gehirn werden diese Infos dann zusammengesetzt und zu einem Gesamtbild vereint.