Frage von FantaFanta76, 76

Wieviele Männer sind wohl noch richtig gerne mit ihren Familien zusammen?

Ich frage mich oft, wieviel Männer noch richtig gerne mit Frau und Kind zusammen sind, wenn die Anfangseuphorie verschwunden ist. Klar, die ersten Jahre sind meist prima und man hat deutliche Ziele vor Augen. Aber ich rede von der Zeit danach. Das Häuschen ist gebaut, die Kinder sind im Kindergarten oder Schule, beide arbeiten wieder voll. Die Zeit, auf die sich alle freuen ( " dann wird es endlich besser")  Es gibt theoretisch wieder mehr Zeit für Zweisamkeit ( die Kinder schlafen durch), die Oma ist noch jung genug, um recht regelmäßig die Kids zu nehmen, die Schulden sind nicht mehr ganz so erdrückend, weil beide wieder arbeiten! Wie ist es dann? Ich habe eigentlich immer den Eindruck, dass die meisten dann erst wieder " aufwachen" und feststellen, das ihre Beziehung eigentlich grottenschlecht ist. Die Männer hoffen auf mehr Sex, den gibt es oft nicht. Die Frauen werden mit dem Neustart ins Berufsleben wieder selbstbewusster, haben mehr Kontakte. Wieviel Männer sind zu diesen Zeitpunkt wirklich zu Frieden ( AK so 35-40, Kinder über 5 Jahre)? Manchmal hab ich das Gefühl, das ist höchsten die Hälfte. Wenn ich die Frage umgekehrt gestellt hätte (welche Frau...) vermutlich noch weniger.

Antwort
von Wissensdurst84, 16

Deine Frage sollte meines Erachtens anders lauten: Wieso halten so viele Beziehungen nicht mehr nach der Geburt eines Kindes. Tatsächlich ist die Trennungsrate sehr hoch, jedoch ist dies nicht alleine auf die Männer herbei zu führen. Ich kann dir bezüglich deiner Frage, aus eigener Erfahrung eine Antwort auf deine gestellte Frage geben.

Mit 19 lernte ich die Mutter meines ersten Kindes kennen. Ich hatte gerade meine Ausbildung bei der deutschen Post ein Jahr vorher erfolgreich beendet, sie eine abgebrochene Ausbildung im Krankenhaus hingeschmissen. Ich wohnte in Mainz, sie im Westerwald. Ich versuchte es so gut wie möglich zu koodinieren, dass ich sie trotz meiner Arbeit so häufig wie möglich sah. Nach ca. 8-9 Monaten der Beziehung wurde sie schwanger von mir, ich war damals in meinem jugendlichen Leichtsinn der Meinung sie sei die Liebe meines Lebens. Nachdem sie schwanger wurde, bat ich bei der Deutschen Post wo ich nach meiner Ausbildung noch arbeitete, mich in den Westerwald zu versetzen, um näher bei ihr sein zu können. Diesem Wunsch wurde man nach einigen Wochen gerecht. Wir bauten uns während der Schwangerschaft eine Zukunft auf,um eine glückliche kleine Familie zu sein. Nach der Geburt meines Sohnes ging es jedoch immer mehr Bergab. Das Sexleben blieb das gleiche, wir hatten bis kurz vor der Geburt Sex und auch wieder 4 Wochen nach der Geburt Sex. Wir siedelten zwischen drin nach Mainz um, wo ich eine Eigentumswohnung im Haus meiner Eltern hatte. Aber wir waren mit der Zeit immer mehr einer unterschiedliche Auffassung was die Erziehung unseres Kindes antrifft, Kleinigkeiten endeten in einem Streit, das einzigste wo es funktionierte war im Bett. Nach fast 4 Jahren trennten wir uns, weil es einfach nicht mehr ging. 

Es hatte sich einfach in der Beziehung ergeben, dass wir für eine gemeinsame langfristige Familie nicht mehr zusammen passen. Die Trennung ging von ihr aus, danach folgten unzählige Gerichtsverfahren um unseren Sohn, weil sie sich weigerte mir meinen Sohn zu zeigen.

Bei meinem letzten Kind war ich zwei Jahre mit der Mutter zusammen, sie trennte sich genau am 2.Jahrestag 3 Wochen nach der Geburt unserer Tochter. Ihre Aussage, wieso sie sich trennte war, sie wollte sich schon paar Monate vorher trennen, aber an dem Tag wo sie sich trennte, hätte ihre tote Oma zu ihr gesprochen, dass dies nicht der richtige Weg für eine gemeinsame Zukunft sei. Ich hatte hier alles gegeben, meinen Job als Niederlassungsleiter aufgegeben bei der Deutschen Post AG, zwei Firmen gegründet, eine mit einem Geschäftspartner die ich heute noch habe, für sie und ihre Eltern die von Harz 4 lebten, einen Landwirtschaftsbetrieb. Insgesamt 15000 Euro ohne den ganzen Geldbetrag mit dem ich sie und auch ihre Eltern in dieser Zeit unterstützt habe. 

Ich bin nach der Trennung mit 0 gegangen. Kind weg, Hund weg, Firma weg, Geld weg, trotz Sorgerecht das wir gemeinsam haben, weigert sie sich meine Tochter sehen zu lassen. Auch in der Beziehung war der Sex perfekt, bis kurz vor der Geburt, aber das normale Alltagsleben passte nicht mehr. 

Ergo: Frauen wollen lieber, nachdem sie das Kind haben selbstständig sein und nicht von Männern abhängig sein. Ein Kind macht die meisten erwachsener, gibt ihnen mehr Selbstvertrauen. 

Ich wäre bei beiden bei meiner Familie geblieben, auch wenn es nicht geklappt hat im Alltag. Es gab jedoch nichts, was ich unversucht lassen würde. Vielleicht bin ich von meiner Denkweise anders, aber wenn man eine Familie hat, sollte man dafür einstehen. Wenn sich jedoch der Partner also in diesem Fall die Frau trennt, dann muss man dies auch wenn man es nicht will akzeptieren.

Ich hoffe ich konnte dir helfen

Liebe Grüße

Wissensdurst84

Antwort
von Ellen9, 22

Es gibt definitiv zuviele alleinerziehende Mütter. Ich denke, dass sich die Beziehung meistens in eine Richtung entwickelt, die nichts mehr mit beiden verbindet...ausser die Geburt der Kinder; was vermutlich daran liegt, dass man sich in der Elternrolle vergisst, und zu etwas mutiert, was niemand beabsichtigt hat. Man hört z.B. auf sich umeinander zu bemühen, weil man das anscheinend nicht mehr nötig hat; alles geregelt und in festen Händen...denkste!!! Oder über die Kinder wird einem erst bewusst, dass man garnicht zusammenpasst. Es gibt unzählige Gründe, warum es keine kompletten Familien gibt; und darüber sollte man sich wirklich mal mehr Gedanken machen; weil Familie und deren Zusammenhalt, meiner Meinung nach, das Wertvollste ist, was man im Leben bekommen/haben kann. Elternsein sollte nicht bedeuten, dass man einander aufgibt, sondern dass man sich und seine Fähigkeiten/Interessen voll und ganz in das "Neue Leben" mit einbringt. 

Antwort
von BlackRose10897, 30

Also Deine Frage finde ich sehr interessant. Gestern frägt Du noch, warum Männer bei einem Flirt ständig ihre Frauen erwähnen und jetzt frägt du welcher Mann überhaupt noch gerne bei seiner Familie ist?

Und das ist ja wieder ein super Klischee... Kinder, verheiratet=kaum oder überhaupt kein S.x... Du kannst doch nicht alle Ehepaare über einen Kamm scheren.

Wenn man sich als Paar trotz Kinder genug Zeit füreinander nimmt, dann kommt auch kein böses Erwachen, wenn die Kinder groß sind... meine Meinung.Mein Mann und ich sagen immer, wir sind nicht nur Eltern sondern auch Paar und unternehmen regelmäßig etwas ohne unsere Mäuse (5 Jahre / 15 Monate) und vorallem leben wir miteinander und nicht nebeneinander. 

Aber du stellst Kinder hier auch als eine Belastung hin....Mein Gott... Mit der Einstellung sollte man keine Kinder haben... Kinder sind das schönste Geschenk, das man haben kann.

Und die Männer, die ich aus unserem Freundeskreis kenne, sind wundervolle Familienväter, die ihre Lieben nicht missen wollen würden.




Antwort
von PaSan, 21

Wer Kinder für so belastend hält, der sollte einfach keine haben, dann leidet die Partnerschaft auch nicht so sehr. Und wenns doch nicht läuft, ist eine Trennung sehr viel leichter, wenn man keine sonstigen Anhängsel hat.

Antwort
von qqqwwweeerrr, 38

Die einzig entscheidende Beziehung in deinem Leben ist die mit dir selbst. Wenn du mit dir selbst zufrieden und glücklich bist ist alles okey, der Partner ist lediglich bonus

Kommentar von lazyjo ,

Auf den Punkt gebracht !!

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